Montag, 31. August 2015

Zusammenhänge im Garten und wie man immer dazu lernt, wenn man sich interessiert.

Eine Tomate in meinem Gewächshaus hat seit einigen Wochen immer heller werdende Blätter. Bei den anderen beginnt es auch. Die Adern sind dunkel und dazwischen wird das Blatt gelb. 

Gelbe Blätter an Tomaten (c) by Joachim Wenk
Gelbe Blätter an Tomaten


Magnesiummangel an Tomaten (c) by Joachim Wenk
Magnesiummangel an Tomaten? 

Magnesiummangel an Tomaten (c) by Joachim Wenk
Magnesiummangel an Tomaten?

Magnesiummangel an Tomaten (c) by Joachim Wenk
Magnesiummangel an Tomaten ?
Das ist nur bei den älteren Blättern zu beobachten. Der Neuaustrieb an der Spitze ist grün. Ich bekam den Tipp, dass es Magnesiummangel sein könnte. Nach ein paar Recherchen war ich dann selbst auch überzeugt, daß es genau das ist. 

Aber wie kommt es, daß Magnesium im Boden fehlt. Oder noch wichtiger, wie bekomme ich wieder welches hinein? 

So ganz ist diese Frage noch nicht beantwortet, da habe bei weiterem Recherchieren auch gelesen, daß bei zu saurem Boden einige Nährstoffe zwar durchaus ausreichend im Boden sein können und die Pflanzen dennoch einen Mangel leiden. Sie können durch den niedrigen PH-Wert die Nährstoffe nicht aufnehmen oder der Boden gibt sie nicht her. 

Ich habe mir dann so ein elektronisches Gerät besorgt. Man steckt es in den Boden und es mißt den ph-Wert. Die Methode mit dem Reagenzglas und Wasser und Indikator ist mir zu umständlich. Vor allem, wenn man ja auch einmal an unterschiedlichen Stellen im Garten messen möchte. Dass das nötig sein kann, seht ihr gleich. 

Nach dem ich mich mit dem Gerät während unterschiedlicher Messungen an unterschiedlichen Stellen im Garten vertraut gemacht habe, präsentiere ich  hier das  Ergebnis für die Tomaten im Gewächshaus.


Sticht man das Gerät zu Füßen der am stärksten betroffenen Tomate in den Boden, zeigt es häufig folgendes an. 



elektrisches ph-Messgerät (c) by Joachim Wenk
der Boden ist wohl wirklich sauer
Das beeutet "low" und sagt aus, daß der ph-Wert unterhalb des vom Gerät messbaren Bereiches liegt. Der Boden ist demnach also ganz fürchterlich sauer.

 Ich habe noch einige Male bei der Tomate getestet und der höchste Wert, der dann auch am häufigsten angezeigt wurde ist dieser: 4,5. Der neutrale Mittelwert liegt ja bei 7 und alles was darunter ist, bezeichnet man als sauer.

Ein ph-Wert von 4.5, meines Wissens ist das deutlich zu niedrig. Und es würde zu der Erklärung passen, daß die vorhandenen Nährstoffe dadurch nicht aufgenommen werden können.


elektrisches ph-Messgerät (c) by Joachim Wenk
weniger sauer aber immer noch zu sauer



Niedriger ph-Wert bedeutet allgemein für "normale" Pflanzen, daß sie Wachstumsstockungen bekommen, weil eben Nährstoffe nicht aufgenommen werden können. Naja und diese Wachstumsstockungen machen mir seit Jahren im Garten Probleme.

Etliche weitere Tests zeigen mir, daß der Boden nur im Gewächshaus so sauer zu sein scheint. Woher kommt dieser niedrige ph-Wert? Weiß das jemand? Die Erde kam letztes Jahr ganz neu ins neu aufgestellte Gewächshaus.

Im restlichen Gemüsegarten liegt er so irgendwo zwischen 5 und 6,5. Also tendenziell schon niedrig. Da ich noch nie Kalk verwendet habe, werde ich im Herbst einmal  Algenkalk ausbringen.  Der ist gut fürs Bodenleben und erhöht den ph-Wert.

Mit Kalk muß man vorsichtig umgehen und darf nicht zu viel nehmen, las ich. Da ich ja aber noch nie welchen verwendet habe und der Boden ohnehin eher sauer ist, werde ich das versuchen und bin gespannt wie Lumpi, ob ich nächstes Jahr einen Unterschied merke. Für die Tomate ist es wohl zu spät im Jahr da lohnt sich das nicht  mehr.

Den Algenkalk habe ich vor, im Herbst auf die abgeernteten Beete zu verteilen. Da kann ich dann gleichmäßig ausbringen und auch die empfohlene Menge pro Quadratmeter besser einhalten, als wenn ich jetzt reihenweise oder gar pflanzenweise agieren.

Direkt neben dem Gewächshaus stehen die Freilandtomaten und dort zeigt der Bodenmesser einen guten Wert an.

elektrisches ph-Messgerät (c) by Joachim Wenk
guter ph-Wert


Dennoch haben manche Früchte auch eine Krankheit, die ich seit Jahren habe. Solche Früchte sind nicht lagerfähig und faulen sofort. Weiß jemand Rat? Was ist es und wie mache ich das weg?

Ich habe sie dieses Jahr extra auf ein anderes Beet gepflanzt  und der Sommer war heiß und trocken. Meine Vermutung, die kalten feuchten Sommermonate waren immer schuld, kann nicht zutreffen.
Krankheit an Tomatenfrüchten (C) by Joachim Wenk
Krankheit an Tomatenfrüchten

Donnerstag, 27. August 2015

Vom Garten in die Speisekammer, ein wundervoller Tag im schon herbstlichen Garten und in der Küche

Und wieder ist es so weit, die nun bereits zweite Ladung Tomaten kann geerntet werden. 

Nachdem es zwischenzeitlich abkühlte und auch zweimal regnete sind viele geplatzt. Heute ist wieder ein sehr sonniger und warmer Tag. Der Himmel ist blau und Wolken keine zu finden. 

Bevor ich aber in den Garten kann, sind noch zwei wichtige Dinge zu erledigen. Einmal braucht mein Hundesenior wieder seine Herztabletten. Der Weg führt mich somit zuerst zum Tierarzt. Auf dem Heimweg machen wir einen Abstecher zu den Weihern. Die Karpfen fressen im Moment sehr viel und so muß zweimal die Woche gefüttert werden. Jeder Weiher wird mit einem Eimer Getreide versorgt und dann geht es Heim in den Garten. 

Der Nachbar ist so begeistert von meinen Tomaten, die immer rot und glänzend zu ihm hinüber leuchten, daß er erst einmal von jeder Sorte ein paar bekommt. Das Basilikum kann ich ja auch gleich dazu liefern. Es wuchert regelrecht im Gewächshaus. Sein Aroma ist unbeschreiblich und intensiv. Vergleicht man es mit einem Töpfchen Basilikum aus dem Discounter , so könnte man auch das Bad in einem Kinderplanschbecken mit einer Wildwasserfloßfahrt vergleichen. 

Für meine Tomaten schneide ich gleich mal einen Schwung des Krautes ab. Dann suche ich noch den überall verteilten Oregano  und füge ihn dazu. 


sonnengereifte Tomaten und Basilikum (c) by Joachim Wenk
vorher: über 5kg sonnengereifte Tomaten
und ein  riesiger Büschel Basilikum


Nachdem er ja lange - nein sehr lange - nichts getragen hat, legt der Pattison nun kräftig zu. Überall schweben weiße Ufos im Kürbisdickicht. Was bin ich froh, diese Pflanze einmal wieder "ausgegraben" zu haben. Der Versuch hat sich gelohnt. Nächstes Jahr baue ich nur noch eine Zucchini an und zwei Ufos. Das Fleisch hat eine ganz andere Konsistenz, als das der Zucchini. Der Geschmack ist aromatisch und man kann sie verwenden, wie Kürbis und wie Zucchini. Dazu kommt noch die aberwitzige Form.

Die wenigen Möhren, die im Frühjahr nach unzähligen   Saatversuchen aufgegangen sind, stehen prächtig in den Beeten. Ob da wohl unten etwas dran ist? Man sieht über der Erde nichts, nur das Grün des Krautes. Ich mach das jetzt einfach einmal. An einem kräftigen Büschel Möhrenkraut ziehe ich. Ja was kommt den da zum Vorschein. Eine Zwillingsmöhre. Die kann sich wirklich sehen lassen. Es wächst also unten auch etwas und das ist erntereif.

Erntereif ist auch mein Sommerlauch, den ich schon laufend in der Küche verwende und etlichen eingefroren habe.

Ufo und Zwillingsmöhre (c) by Joachim Wenk
vorher: Ufos, Zwillingsmöhre und nomaler Lauch


Im Laufe des weiteren  Tages bin ich dann omnipräsent. Also jedenfalls, was die Küche, den Vorratskeller und den Garten angeht. Um alle  Arbeiten zu schaffen wird einiges parallel abgearbeitet.

Schauen wir zuerst auf die Küchenarbeiten. 

Die Ufos werden mit dem Lauch und ein paar Kartoffeln zu Kürbissuppe gekocht, danach gemixt und in Weck-Gläsern eingekocht. So habe ich für das schnelle Mittagessen etwas im Keller. 

So begeistert ich von den Ufos bin, so verflucht habe ich den ersten, als ich versuchte die Schale zu entfernen. Durch die vielen Huppel und Wellen kommt man mit dem Sparschäler fast nicht voran. 

Ich habe mir eine  Methode überlegt, das zu vereinfachen. Das Ufo wird dabei in etwa 1 bis 1,5cm dicke Scheiben geschnitten. Und schon kann ich die jetzt relativ gleichmäßigen Ränder der Scheiben sehr einfach mit dem Sparschäler schälen. Natürlich werden auch hier, wie bei jedem Kürbis oder älteren Zucchinis die Kerne vor der Zubereitung entfernt. 

Tip zum Schälen von Ufo-Kürbissen (c) by Joachim Wenk
Tipp zum Schälen von Ufo-Kürbissen
So sieht das dann aus. Die Kürbissuppe habe ich nur gesalzen. Sie wird erst vor dem Verzehr abgeschmeckt. Sie hat aber auch so schon ein sehr angenehmes Aroma. Sie erinnert fast an eine milde Mischung aus einer Pilzsuppe und einer Spargelsuppe.

Tomatensugo und Kürbis-Lauch-Suppe (c) by Joachim Wenk
nachher: Tomatensugo und Kürbis-Lauch-Suppe


Die Tomaten habe ich gewaschen, halbiert und ein einen Topf mit etwas Salz gegeben. Mit dem Kartoffelstampfer habe ich sie etwas zerquetscht, daß Flüssigkeit zum Kochen zur Verfügung steht. So werden sie erst einmal gekocht, bis sie alle zerfallen sind. Für den Geschmack habe ich noch etwas Balsamico  und Zucker dazu gegeben.

Nach dem sie zerfallen sind, kommt das grob zerkleinerte Basilikum samt der Stiele dazu. Das lasse ich noch etwas köcheln und passiere es anschließend. Fertig ist die Tomatensauce. Sie kommt zurück in den Topf. Sie wird noch etwas gekocht und dadurch reduziert. 

Ich hatte 5kg Tomaten. Etwa ein Kilogramm habe ich zum Trocknen in den Apparat gelegt. Die 4 übrigen Kilo ergaben etwas mehr als 4 Liter Sauce. Am Ende ist sie auf 3,5Liter eingekocht. Sie kommt so heiß in Schraubgläser,  Deckel darauf schrauben, kurz auf den Kopf stellen und dann abkühlen lassen. Fertig ist der Wintervorrat. 

Eine halbe Kelle voll blieb übrig. Die habe ich sofort verspeist. Was für ein unbeschreiblich intensives und rundes Tomatenaroma mit Basilikum. Einfach köstlich. 

Die Möhre habe ich übrigens gleich roh verspeist. Das absolut gesunde und knackige Möhrengrün kam, wie könnte es bei mir anders sein, natürlich nicht auf den Kompost. Ich habe es fein gehackt und zu den Tomaten in den Dörrapparat gelegt. Es ist rasch trocken und wartet in der Box mit den anderen bereits getrockneten Gemüseresten darauf, zum Gemüsebrühpulver Veredelt zu werden. 


Im Garten selbst habe ich festgestellt, daß jetzt schon ein paar Flächen leer stehen. Vieles ist abgeerntet. Meine Himbeeren sind geschnitten und die alten Erdbeeren davor ausgegraben. Hier werden im nächsten Jahr Kräuter angebaut. Den Rasenschnitt von letzter Woche habe ich als Mulch über den nackten Boden gelegt. Und unter die Johannisbeeren kamen noch ein paar überfällige Kohlrabipflanzen. Wegen der immensen Hitze und Trockenheit konnte man ja wochenlang nichts pflanzen. Der Boden war staubtrocken und steinhart. Vielleicht werden die ja noch etwas. Herbstkohlrabi sind es jedenfalls. 

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
nach der Ernte im Gemüsegarten


Auf die abgeerntete Flächen der frühen Kartoffeln habe ich Gründünger gesät. Buchweizen und Saatwicken.
Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
nach der Ernte im Gemüsegarten


Beides ist  mittlerweile sehr schön gekeimt. 

keimender Gründünger (c) by Joachim Wenk
keimender Gründünger
Im Ziergarten wird auch weiter fleißig geerntet. Geerntet im Ziergarten? Ja, auch dort kann man ernten. Herrliche Anblicke, wunderbare oder überraschende Blütenszenen. Eine Ernte für das Auge und die Seele eben. 

Sonnenblume in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Sonnenblume in der Abendsonne





 Geranium sanguineum, ein heimischer Storchschnabel mit tiefreichender Wurzel. Erblüht in voller Sonne noch mehr. 

So steht es im Katalog und recht haben sie. Er stand die glutheißen Monate in voller Sonne auf trockenem und harten, lehmigen Boden.

Das Haus strahlt Wärme aufs Beet und die Sonne wird von der Oberfläche des Dorfweihers direkt in unseren Garten reflektiert. Die Wärme des Südwesthanges steigt auf und fängt sich in unserem Vorgarten. Eine Sauna oder ein Glutofen. Dem Storchschnabel gefällt es. Er kommt ganz schön rum im Beet, streckt seine Triebe weit aus. So erscheinen plötzlich Pflanze in voller Blüte, die ja gar nicht Blühen. Eigentlich. Doch der Storchschnabel schmückt sie mit seinen Blüten auf unwahrscheinlich fragilen Trieben.
 Blut-Storchschnabel (c) by Joachim  Wenk
herumstreunender Blut-Storchschnabel im Staudenbeet




Dem Sommerflieder gefällt die Wärme offensichtlich auch sehr gut. Er blüht nun schon seit Monaten. Der hier vorne hat ein wirklich umwerfendes Lila, während der hintere ein normales bläuliches Lila trägt.
Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Schmetterlingsflieder


Unterm Sommerflieder vergnügt sich wieder ein Blutstorchschnabel mit den Blüten des Mutterkrautes. Von dem habe ich etliche Pflänzchen im Frühjahr aus dem Samen vom letzten Jahr gesät und dann verteilt. Leider hat es immer die scheußlichen schwarzen Läuse gehabt und wollte auch nicht recht wachsen. Ich habe mich dann nicht mehr darum gekümmert und nun finde ich es hier und da, ohne Läuse und voller Blütchen.

Eigentlich sollte es sich ja von selbst aussähen, so daß man sich die Mühe mit dem Vorziehen nicht machen muß.  Das klappte bislang aber noch nicht. Vielleicht sät es sich jetzt selbst aus. Zum Storchschnabel passt es jedenfalls ganz besonders gut, finde ich.
Blutstorchschnabel und Mutterkraut (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel und Mutterkraut


Weil es mich eben so freut, kommt nun wieder ein Foto meiner Färberkamille, die in voller Blüte abgestorben war. Jetzt wächst sie wieder prächtig.

Färberkamille (c) by Joachim  Wenk
weil es gar zu schön ist, wieder meine hübsche Färberkamille


Mir sind ja etliche unterschiedliche Färberkamillen plötzlich und wortwörtlich in der "Blüte ihres Lebens" verdorrt und abgestorben. 

Einer großen Anthemis tinctoria erging es ebenso. Nur die gelben Blüten oben an den Zweigspitzen blieben frisch. Hier und da ein grünes Blättchen war zu entdecken im ansonsten strohgelben restlichen Busch. 

Also abgestorben konnte sie noch nicht sein. Schön aussehen tat das Gestrüpp auch nicht. Was machen? 

Warten. Das ist immer gut. Die Blüten verblühten irgendwann und wurden trocken. Das sah ich mir noch eine Weile an und schnitt dann alles ab. Ich hatte einen Hintergedanken bei dem Ganzen. Und der hat sich tatsächlich realisiert. 

Vielleicht sät sie sich ja aus, war meine Idee. 

Heute beim Unkrautrupfen im Beet erblickte ich das hier: 

Färberkamille Sämlinge  (c) by Joachim  Wenk
Färberkamillensämlinge

Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich von hunderten winziger Färberkamillen spreche. Was für eine Freude.  Da werden doch ein paar überleben und groß werden. Die können sich dort in dem Beet ruhig ausbreiten. Das käme mir sogar ganz gelegen.

Färberkamille Sämlingsmama (c) by Joachim Wenk
Färberkamille Sämlingsmama

Naja und wer sagt's denn. Auch die Mutterpflanze war wirklich nicht abgestorben. Sie ist wieder da. 




Nach all den schönen Eindrücken aus meinem Garten setze ich mich noch etwas in  meinen Weinberg (das Rankgestell kommt schon auch noch irgendwann dazu!) und genieße den Ausblick auf den Dorfweiher, an einem wunderbaren Sommerabend. 

Weinberg der "Bucher Weiherblick" (c) Joachim Wenk
mein Weinberg der "Bucher Weiherblick" in der Abendsonne


Montag, 24. August 2015

Gartenbesuch bei Sabine

Ein paar Wochen ist es her, daß Sabine und Reinhard bei uns im Garten zu Besuch waren. Jetzt stand der Gegenbesuch an.

Sabine und ich in ihrem Garten (c) by Joachim Wenk
Sabine und ich beim obligatorischen Gartenbesuchs-Portrait fürs Trophäen-Album



Der Termin viel bewußt auf  einen Sonntag..  Wir sind ja beide Gärtner und so kann man dann am Samstag noch "durchschaffen"  im Garten. Wirklich habe ich samstags noch so viel erledigt, was schon lang hätte erledigt werden müssen. So konnten wir dann den Sonntag wirklich einmal ruhig angehen lassen. Nach einem leckeren Mittagessen, machten wir uns mit unserem Hundi auf den Weg durch Franken, zur Sabine.

Ich war noch nie in dem Dorf, in dem sie wohnt. Aber ist das nicht witzig, durch die regelmäßigen Blogbeiträge von ihr, die ich alle lese, habe ich sofort das Haus gesehen und gesagt, "da ist es". So als ob ich schon hundert mal dort gewesen wäre.

Wirklich interessant, wie gut man sich und den Garten so kennen lernt, durch die vielen Beiträge.

Und wie schon vor über einem Jahr versprochen, durften wir sofort im lichten Schatten der Laube aus Wein Platz nehmen. Ja so lange schon hatten wir diesen Besuch vor und nun hat es endlich geklappt.

Köstlicher, gedeckter Apfelkuchen aus frischem Fallobst mit einem Klecks Sahne. Hmmm herrlich.

Wie schon bei Sabines Besuch in unserem Garten kamen wir natürlich gleich wieder ins Quasseln und Erzählen, ins Diskutieren und Erklären.

Dann brauchen wir auf zum Gartenrundgang, weswegen wir ja eigentlich hier sind.

Und da gibt es wirklich viel zu sehen.

Das diagonale Staudenbeet mit der schönen Insel in der Mitte, gekrönt von einem Zwerg-Oblisken. Überall die netten Sitzgelegenheiten und Bänke.


Rondell im Staundegarten mit Mini-Obelisk (c) by Joachim Wenk
Rondell im Staundegarten mit Mini-Obelisk

archaische Sitzgelegenheit mit Königskerze (c) by Joachim Wenk
archaische Sitzgelegenheit mit Königskerze


Im Gemüsegarten schließlich ist es wie wohl überall in Franken 2015, die Stimmung hier eher bedeckt und nicht überschwänglich. Man ist froh über alles, was trotzdem wächst. Aber die Paprika sind eine Wucht und die Möhrchen zeigen überall schon ihre rote Schulter.  Bei mir zeigen sie nicht einmal die kalte Schulter.Da ist überhaupt nicht zu erkennen, ob unter der Erde an meinen Möhren was wächst. Naja Sommer 2015 eben.

prächtige Paprika in den Hochbeeten (c) by Joachim Wenk
prächtige Paprika in den Hochbeeten


Die Hühner gefallen dann auch unserem Max, dem Hund. Sehr interessant findet er sie, was aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Der Arme, wieder einmal wird er enttäuscht und seine Liebe trifft nicht unbedingt auf Gegenliebe.

In einem Beet sehe ich Samenstände. "Das ist doch Muskatellersalbei, oder?" ist sofort meine Frage. Schon länger interessiert mich diese Pflanze, die, so glaube ich, sehr gut in das Klima und den Boden meines Gartens passt. Klar war es Muskateller und schwups, schon bekomme ich eine samentragende Blütenrispe verpackt. Juchu, da muß ich mich gleich ans Aussähen machen. Einen Sämling, flink ausgebuddelt, erhalte ich auch noch obendrauf.

Aber nicht nur der Garten wird besprochen. Das kleine Häuschen neben dem Haus findet unser beider Interesse. So einen gemauerten Brotbackofen brauchen wir auch noch bei uns. Sabine hat erste Erfahrungen damit gesammelt und es hat funktioniert. Ich beneide sie.

gemauerter Backofen (c) by Joachim Wenk
gemauerter Backofen für frisches Brot oder leckere Pizza - und er funktioniert sogar noch


Wie schauen uns noch den wiederbelebten Brunnen an, den kühlen und feuchten Lagerkeller (wie schön, wenn man so ein altes Haus hat) und den Überwinterungsraum für Kübelpflanzen. Jetzt sind wir einmal rum ums Haus und sitzen schon wieder auf der nächsten Sitzgelegenheit, abermals unter Weinlaub.

Man merkt die Weinbaugegend. Überall wächst er auch hier im Garten und am Haus. Rote Trauben hängen auch schon dicke an den Zweigen. Klar, daß wir auch noch mit einer Flasche selbst vergorenen Traubensaftes vom letzten Jahr beschenkt werden. Das ist heute wie Weihnachten.

Geranien und Wein (c) by Joachim Wenk
wie hübsch die Geranien un der Wein

rote Eingangstür rote Kletterrose (c) by Joachim Wenk
Eingangstür in sehr schönem Rot mit passender Rosenumrahmung

 (c) by Joachim Wenk
sogar das Thermometer ist rot gestrichen


Die  Zeit verrinnt wie im Flug und wir müssen uns langsam wieder verabschieden. Schade, dass der Besuch schon  vorüber ist. Aber vielleicht besuchen wir uns ja wieder einmal, in einer andere Jahreszeit vielleicht. Sicher ergibt sich da wieder einmal etwas.

Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk
noch ein letzter Blick in den Garten, vor dem Abschied


Freitag, 21. August 2015

Linsenernte und Kartoffelernte

Was es nicht so alles gibt und was es nicht so alles zu erledigen gibt. So eine Sisyphus-Arbeit bringt nicht wirklich ein Erfolgserlebnis. 

Aber fangen wir einmal von Vorne an. 

Ihr seht, es ist mal wieder ein Karpfenweiher-Thema. So sollte ein Karpfenweiher aussehen. Total trübes Wasser und keine Pflanzen.  


intakter Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
intakter Karpfenweiher im August

 Wieder ein schönes Beispiel für einen normalen Karpfenweiher. Nur die Hecke müsste mal wieder geschnitten werden. Das mache ich am Wochenende.



intakter Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
intakter Karpfenweiher im August



Ui und dann das. Sieht romantisch aus, ist es aber nicht. Der Weiher hat massiv zu wenig Wasser, wegen der monatelangen Dürre. Dazu kam die unnormale Hitze über so viele Wochen und die Wasserlinsen-Pest auf der Oberfläche. Es war auf Messers Schneide, dass er umkippt. Leider haben wir schon ein paar große alte Fische entfernen müssen. Leider darunter auch einer unserer letzten Graskarpfen, die ja die Linsen fressen würden, wenn genug Graskarpfen im Weiher wären. Auch ein toter Wels musste entfernt werden.

Als erste Rettungsmaßnahme habe wir vom benachbarten Weiher (der erste oben im Bild) Wasser herüber gelassen. All zuviel kann man da aber im Moment auch nicht ablassen, weil der ja auch zu wenig Wasser hat.

Wenigstens sind keine weiteren toten Fische zu sehen.


kranker Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
kranker Karpfenweiher im August

Jetzt müssten wir nur noch die Unmengen an Wasserlinsen reduzieren. Durch die kann auch keine Luft mehr an das Wasser heran.

Wir teilen uns die Arbeit auf. Einer steigt ins Boot und fischt die Linsen und der andere bleibt am Mönch stehen und fischt dort.

Das ist wirklich ein Schauspiel zum Verzweifeln. Käscher für Käscher gefüllt mit Wasserlinsen fischen wir aus dem Wasser. Und bis der Käscher geleert ist, sind die übrigen Linsen aufgerutscht und das Loch im Teppich ist sofort wieder geschlossen.

Also fischen wir und fischen und fischen und wenn wir nicht gestorben sind fischen wir noch immer.


Sisyphus-Arbeit im August (c) by Joachim Wenk
Sisyphus-Arbeit im August

Sisyphus-Arbeit im August (c) by Joachim Wenk
Sisyphus-Arbeit im August 


Bei dieser stumpfsinnigen und ergebnislosen Arbeit hat man ja viel  Zeit zum Nachdenken und Sinnieren. Dabei habe ich mir überlegt, daß das grüne Zeugs sicher auch gut verrottet und wir es doch nicht hier müssen sinnlos an der Böschung zum Graben verteilen. Also wird alles in passenden Behältern gesammelt und mit heim genommen für den Kompost.

Wie es der Zufall will, habe ich gerade vormittags noch aus zwei halbvollen Behältern einen gemacht. Ich habe den fast fertigen und leicht feuchten, stark nach Walderde duftenden Kompost schubkarrenweise umgeschichtet und kann nun wieder einen neuen Behälter füllen. Das wurde Zeit, weil sonst schon alles voll ist.
Linsenernte für den Kompost (c) by Joachim Wenk
Linsenernte für den Kompost




Damit ich nach dem stupiden Linsenernten noch ein  Erfolgserlebnis bekomme, habe ich mich daran gemacht die restlichen mittelfrühen Kartoffeln aus der Erde zu holen. Das Kraut ist fast ganz abgestorben. Größer wird mein Ertrag nun nicht mehr.

Es kam dann doch noch eine schöner Ernte zusammen.

mittelfrühe Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Kartoffelernte 2015 die Zweite



Kartoffelsorte Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Galactica

Kartoffelsorte Mayan Gold (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Mayan Gold - die Schnellkochkartoffel

Kartoffelsorte Bionica (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Bionica


Nach all den lila Blauhilden kommen jetzt die hübschen rot geflammten Sanguigno Buschbohnen.

Buschbohne Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Buschbohnen Sanguigno


Ich habe sie dieses Jahr nicht in einer Reihe fortlaufend gesät, sondern in einzelnen Tuffs mit je 8 Bohnen. Ich versuchte das, in der Hoffnung sie stützen sich so gegenseitig ein wenig besser. Die Sorte ist überaus wuchsfreudig! Aber sie schlackern doch wieder irgendwie im Beet und bilden mittlerweile eine geschlossene Reihe. Auch den Weg haben sie schon zu gewuchert. Was soll`s ich bin immer froh, wenn etwas wächst und lieber wächst es zu sehr als zu wenig.

Buschbohne Sanguigno im Beet (c) by Joachim Wenk
Buschbohne Sanguigno im Beet



Donnerstag, 20. August 2015

Das Wunder der Natur oder, die Wüste lebt

Dieses Jahr ist weiß Gott kein einfaches Jahr.  Für den Garten nicht und schon gleich nicht für den zugehörigen Gärnter.

Oft hatte ich bereits Grund zum Jammern über die Unbilden der Natur.

Und jetzt, nach so viel Ungemach und den diversen Misserfolgen und umsonst hinter sich gebrachten Mühen, erlebe ich es wie ein Wunder. Ein Geschenk der Natur, das mich so glücklich macht, mir wieder Freude an meinem Garten gibt und wieder Hoffnung vermittelt, daß es doch alles gut ist oder wird.

Ich will euch ein paar Fotos zeigen, die meine Erleichterung und empfundene Freude vielleicht erklären können.

Fangen wir mit den Färberkamillen an. Sie lieben es warm und trocken und werden nicht von Schnecken zerfressen. So steht es im Katalog und so erlebte ich es vergangenes Jahr. Darauf hin habe ich mir mehr von diesen hübschen Stauden gekauft.

2015 dann sah das Ganze so aus. Wunderschön. Jeden Tag freute ich mich daran.

Färberkamille Ende Mai  2015 (c) by Joachim Wenk
Färberkamille Ende Mai 2015

Der Juni wurde wahnsinnig heiß und es regnete nicht. Das war's dann für meine Färberkamille(n). Denn so wie die hier gezeigte, ging es allen Pflanzen. Ich trauerte sehr um die schönen Stauden, habe ich sie doch zu allermeist erst im Herbst gepflanzt und das war die erste Blüte. Aber sie sind doch trockenen Standorte gewöhnt dachte ich...

Färberkamille Anfang Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
Färberkamille Anfang Juli 2015 

Ich habe das dürre Kraut dann irgendwann abgeschnitten, als nichts Grünes mehr daran zu erkennen war.

Und jetzt, nach dem Regen vergangene Woche und am Wochenende, sehe ich das frische Grün, dort, wo die Färberkamille stand. Sie treibt wieder aus!

Färberkamille Mitte August 2015 
Und das gleiche Phänomen entdecke ich auch an etlichen anderen Färberkamillen, die ich längst abgeschnitten und auch aufgegeben hatte.

Leider mußte ich auch erleben, daß sie vor Schnecken nicht gefeit sind. Die Exemplare, welche von den Schnecken sehr stark geschädigt wurden, blühten dann auch an dünnen fast blattlosen Stängeln und sterben schließlich ab. Dort kann ich noch kein frisches Grün entdecken.







Die Berg-Flockenblume hat mich ja schon vor dem Regen freudig überrascht. Die intensiv gefärbten lila Blüten im Frühjahr waren einfach umwerfend.

Bergflockenblume (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume
Dann kam der Juni, die Hitze und Dürre und das war's mit meiner Bergflockenblume....

Bergflockenblume (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume 
Auch sie war längst abgeschnitten und emotional begraben, bis eines Tages...

Sie trieb neu aus, im Foto oben rechts und mit ihrem frischen Blattgrün sprossen rings um sie lauter kleine neue Bergflockenblumen aus der Erde. Ich trauerte um die verlorene Staude und die Natur zeig mir, was sie wirklich kann. Nicht nur daß die Staude nicht verloren war, nein sie hat sich sogar vermehrt und überall keimen neue Flockenblumen. Die werde ich sorgsam im Herbst versetzen und habe so ganz umsonst viele neue Stauden geschenkt bekommen. 

Bergflockenblume (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume 

Auch eine weitere Flockenblume hatte ich abgeschrieben. Sie überlebte den Angriff der Killer-Schnecken nicht.






Die Schnecken waren im Mai und Anfang Juni wirklich die Pest im Garten. Sie haben enormen Schaden angerichtet.

Bergflockenblume (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume
Dann kam noch der Juni und der Juli  mit der Hitze und..... Naja ihr wisst es ja.

Aber mit einem Mal regte sich was an der Stelle der abgefressenen Flockenblume.  Die feindlichen Schnecken lagen zu der Zeit sicher schon gut durchgegart und eingetrocknet irgendwo in der Erde, da wagte die tapfere Staude einen zweiten Versuch. Ein wunderschöner frischgrüner Blattwüschel steht nun im Beet.
Bergflockenblume (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume 





Und noch ein Beispiel will ich euch geben, von der Unberechenbarkeit und dem Überlebenswillen der Natur und der Pflanzen.

Von Sabine bekam ich zwei Stauden Brandkraut. Schneckenresistent sagte sie ist es und gelb blüht es. Das passt gut in das gelblila Staudenbeet und tatsächlich wuchs es rasch und blühte ganz apart. Beim Staudenkauf fand ich im Katalog eine rosa Form vom Brandkraut und bestellte es. Es trieb aus und wurde sofort von den Schnecken zerstört. Da war nichts zu machen. Alles was austrieb, wurde abgefressen und auch Stück für Stück die bereits vorhandenen Blätter.

Genau wie die Färberkamillen letztes Jahr nicht gefressen wurden und das gelbe Brandkraut ohne einen einzigen Schneckenbiß sich des Lebens freut, ist dann ein anderes Mal wieder alles ganz anders. Dieses Jahr fressen Schnecken Färberkamillen und scheinbar, wenn das Brandkraut rosa ist, mögen sie auch das.


rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut von Schnecken zerfressen
 Dann Dürre, Hitze....

Regen, und nun das. Ja! Es treibt doch tatsächslich ganz kräftig das rosa Brandkraut auch wieder neu aus. Welch eine Freude!

rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut


Wirklich ernsthaft sprachlos stand ich vor dem grünen Dickicht um die Forsythie. Die Blätter hingen und vielen und unten am Boden das Immergrün sah schlimm aus. Stellenweise waren die Blätter richtig grün-braun. Ich hätte allenfalls geglaubt, daß das im Frühjahr von unten wieder neu austreibt. Dass es aber möglich wäre, diese kaputten, vertrocknete Blätter noch einmal zum Leben erwecken zu können, hätte ich niemals gedacht. Zwischen den Fotos liegen gerade einmal 2 Wochen im August diesen Jahres. 

Immergrün (c) by Joachim Wenk
Immergrün

Immergrün (c) by Joachim Wenk
Immergrün 





Forsythie (c) by Joachim Wenk
Forsythie




Forsythie (c) by Joachim Wenk
Forsythie

Unfassbar hart im Nehmen, ist das Dachwurz. In der Hitze hat es wunderschön geblüht. Dann starben die Pflanzen mit den Blüten ab und doch lebt es noch. Viele kleine grüne neue Pflänzchen liegen nun auf dem Stein. Ohne Wasser bei der unvorstellbaren Hitze hat es überlebt.


Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Dachwurz



Die mittlerweile 50l Regen pro Quadratmeter, die in den vergangen Tagen vom Himmel vielen zusammen mit den kühlen Temperaturen von nur knapp über 20 °C unter bedecktem Himmel, waren ein Quell der Erneuerung und Regeneration für den Garten.

Das Eisenkraut blüht seit vielen Wochen unermüdlich. Die fette Henne schickt sich an, den Hummeln ihr Herbstmahl zu liefern.

Eisenkraut und fette Henne (c) by Joachim Wenk
Eisenkraut und fette Henne


Die beiden Schmetterlingsflieder wucherten an ihrem neuen Standort auch stark und blühen ebenfalls seit Wochen.


Schmetterlingsflieder (c) by Joachim Wenk
Schmetterlingsflieder
Die vielblütigen Sonnenblumen haben eine deutlich längere Blütezeit, als Sorten mit nur einer einzigen Blüte. Ich habe sie in Braun und in Gelb und werde die auf jeden Fall wieder anbauen.
vielblütige Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
vielblütige Sonnenlbume

vielblütige Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
vielblütige Sonnenblume 


vielblütige Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
vielblütige Sonnenblume 


Die Dahlien im Trog freuen sich auch darüber, daß das Wasser nicht mehr so schnell knapp wird und sie schlapp im Kübel hängen müssen.

Dahlie (c) by Joachim Wenk
Dahlie 

Dahlie (c) by Joachim Wenk
Dahlie
Die Cosmea ragt hoch hinauf, bis in die Baumkrone.

Cosmea am Hausbaum ( c ) by Joachim Wenk
Cosmea am Hausbaum

Bei all der Blütenpracht denke ich doch auch schon wieder an die Blüh-Saison 2016. Die Rose an meinem Rosenbogen hat begonnen zu wachsen. Und weil ich einmal gelesen habe, daß man die Triebe der Kletterosen nicht senkrecht nach oben leiten sollte um ein Verkahlen im unteren Bereich vorzubeugen, versuche ich es nun anders. Ich binde die noch weichen Triebe fast waagerecht und dann nach einer Kehrtwendung wieder waagerecht und so fort.

Ich hatte diese Kletterrose schon einmal an einem Pfosten und dann oben an einem gespannten Seil entlang. Bis zur Höhe von fast 2m waren nur kahle, Äste und oben als es horizontal am Seil lang ging kamen Seitentriebe und alle Blüten in sehr großer Zahl. Da bin ich mal gespannt, ob es etwas bringt, die Triebe gleich so spiralig noch oben zu führen. Einen Trieb ließ ich gleich senkrecht hoch wachsen, damit dann nächstes Jahr oben auch schon etwas los ist. Wenn das klappt, dann habe ich von unten bis oben Rosenblüten. Das wäre ein Traum.

Kletterrosen horizontal anbinden  (c) by Joachim Wenk
Kletterrosen horizontal anbinden 

Kletterrosen horizontal anbinden  (c) by Joachim Wenk
Kletterrosen horizontal anbinden