Donnerstag, 9. Juli 2015

Dürre, Trockenheit, Wüste und kein Regen




Bevor die große und unbeschreibliche Hitzewelle kam, war der Boden bei mir im Garten staubtrocken. Ein Regenvormittag, der uns am Wegebau hinderte, brachte keine 5l pro Quadratmeter. Dann kamen  tagelang Temperaturen von 33°C bis schließlich 38°C und wolkenlosen Himmel. Am Dienstag Nacht dann die Abkühlung aber kein Regen (dem Inhalt im Regenmesser nach hat es etwa 500ml/qm "geregnet"). Der Mittwoch war kalt und unwahrscheinlich windig. Die Pflanzen hingen noch mehr, als bei der Hitze, weil der Wind stark austrocknet. Der ganze Garten liegt voll mit Haselnußblättern. Der Wind hat sie von den Sträuchern geblasen. Es sieht beinahe aus wie im Herbst. 

Jede  Minute, die ich gießend im Garten stehe komme ich mir verhöhnt vor, als stände im Gebüsch der Naturgeist und würde sich eins grinsen, ob meiner dummen Zuversicht, als ob das bisschen Wasser etwas nützen würde. Am Samstag stand ich 10  Stunden im Garten und habe gegossen, dazu liefen die Regner für den Rasen. Sonntag früh, beim Blick in den Garten, stellte ich fest, daß alles hängt und welkt und dörrt. Überall staubtrocken, als hätte ich nicht gegossen. 

Heute, Donnerstag Vormittag, hat es erneut geregnet. Der  Regenmesser zeigte wieder nur am Boden etwas Wasser, das nicht einmal der Menge von einem halben Liter pro Quadratmeter entspricht. Also nichts. Es ist so traurig, wenn  Jahr für Jahr weniger Regen fällt, im Winter kein Schnee und kein Regen. Im Frühjahr, staubtrockene Erde, so dass mir nicht einmal der Gründünger gekeimt ist (auch kein Unkraut). Dann die vielen vielen Wochen mit Hitze und Wind im Sommer. Eigentlich sollte ich mir einen Gärtner anstellen, der täglich 8 Stunden mit dem Schlauch im Garten steht. 

Die vertrockneten Stauden habe ich dann gestern abgeschnitten, dass ich sie wenigstens nicht täglich sehen muß. 



Färberkamille - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Färberkamille - vertrocknet (nicht eine einzige hat die Dürre überlegt)

Rasen - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Rasen - vertrocknet

Himbeere - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Himbeere vertrocknet


Flockenblume - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Flockenblume  - vertrocknet

Astern - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Astern - vertrocknet

Kartoffeln und Erbsen - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln und Erbsen - vertrocknet

Kartoffeln- vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln - vertrocknet

Walnußbaum - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum - vertrocknet

Rasen - vertrocknet (c) by Joachim Wenk
Rasen - vertrocknet


Manchmal, das muß ich ja auch zugeben, ist trockenes oder vergilbtes Laub allerdings auch normal. Ich kenne schon noch den Unterschied zwischen vertrocknet und reifend!

Das hier sind Palerbsen. Sie bleiben am Strauch,  bis sie trocken sind und werden dann  geerntet. Oben bei den "vertrocknet-Bildern" habe ich die Markerbsen abgebildet. Sie sind so welk und auch gottseidank erntereif, daß ich sie gleich gepflückt habe. Nachdem sie über einen Monat zum Keimen brauchten und dann ihrer Zeit sehr lange hinterher waren , was nie aufgeholt werden konnte, haben die beiden Reihen dann doch eine Ernte von 400g gepulten Erbsen gebracht. Hier die Palerbsen werden dann im Winter für leckeren Erbseneintopf sorgen.

reifende Palerbsen (c) by Joachim Wenk
reifende Palerbsen
Oh je, die Kartoffeln sind kaputt. Nein! Die habe ich ja gegossen. Das sind die Frühkartoffeln "Duke of York", die ich Anfang April im Gewächshsaus in den Kübel pflanzte. Jetzt ist ein Kübel erntereif. Den anderen habe ich 14 Tage später gepflanzt und die sind noch grün. Etwa 90 Tage bis zur Ernte benötigt diese Sorte. 
Frühkartoffel Duke of York (c) by Joachim Wenk
Duke of York

Vier Kartoffeln habe ich in den Kübel gesteckt. Man sieht, es wurden mehr. Jetzt bin ich nur auf den Geschmack gespannt. Der soll bei der Sorte ja wirklich legendär sein.

Frühkartoffel Duke of York (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffel Duke of York 


Mit Freude betrachte ich im Moment meine Stockrosen. Wie ich gelesen habe, besitzen sie eine starke und tiefgehende Wurzel. Darum sind sie wohl scheinbar von der Dürre nicht betroffen. 

Jedenfalls blühen sie nun endlich. Und jede in einer anderen Farbe. 


Stockrosen, wilde Malve und Yucca im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Stockrosen, wilde Malve und Yucca im Staudenbeet

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose in pink-rot

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose in zartem Rosa

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose in dunklem Pink

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose in dunkelrot
Darüber hinaus blühen noch die wilden Malven, die sich überall selbst ausgesät haben. 
Wilde Malve (c) by Joachim Wenk
wilde Malve
 Das Olivenkraut blüht in praller Sonne

blühendes Olivenkraut (c) by Joachim Wenk
blühendes Olivenkraut


Und der kleine Cystus blüht auch wunderhübsch. Ein Stück oberhalb des Bildrandes steht ein anderer Cystus, deutlich größer und auch überreich mit Blüten bedeckt.
Cystus (c) by Joachim Wenk
Cystus

Im Gemüsegarten gieße ich noch am regelmäßigsten. Sonst fällt die Ernte aus. Hier sieht es noch ganz gut aus. Blumenkohl ist fast abgeerntet. Sommerwirsing und Lauch und Rosenkohl stehen prächtig. Der frühe Weißkohl ist wohl bald reif zur Ernte.


Gemüsegarten im Juli (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Juli

Gemüsegarten im Juli (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Juli 

frühes Weißkraut (c) by Joachim Wenk
frühes Weißkraut



Den Tomaten  gefällt wohl die Hitze und die Trockenheit macht ihnen nicht so viel aus. Als es ganz heiß war, hingen sie tagsüber herunter. Ich habe zwei oder dreimal durchdringend gegossen, denn eigentlich sollen sie ja selbst die Wurzeln tief in die Erde wachsen lassen und sich das Wasser von unten holen. Da es aber wirklich extrem trocken ist, sind sie wohl noch nicht auf Wasser gestoßen. Ich versuche dennoch nur das Nötigste bei ihnen zu gießen, damit sie es wenigstens versuchen.
Tomaten im Juli (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Juli

 Vor ein paar Monaten noch war es hier leer und ich genau wie ein paar von euch waren gespannt, wie das neue Tomaten-Stützgestell einmal bewachsen aussehen wird. Jetzt ist es bewachsen. Ich bin froh, daß ich das hohe und stabile Gerüst habe. Die Tomaten können nach Herzenslust wachsen und ich kann sie ganz leicht an den Schnüren befestigen. Bei dem reichen Fruchtbehang diesjahr ist das doppelt sinnvoll.

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