Montag, 13. Juli 2015

die Wege sind fertig!


So die beinahe letzte Aktion im Wege- und Terrassenprojekt ist abgeschlossen. Sand einkehren und Steine fest rütteln waren die Samstagsaufgaben. Jetzt sind sie fertig die Wegbeläge.

Die Kübelpflanzen mussten wir alle wegrücken, damit ordentlich gearbeitet werden konnte. Jetzt sind sie endgültig verteilt. Die riesigen auf dem Plateau am Haus, die anderen auf dem neuen  Platz beim Seerosenbecken. Beide Bewässerungen sind angeschlossen und laufen.


Bank vor dem Hauseingang (c) by Joachim Wenk
Das Mäuerchen mit der Sitzfläche ist zwar weg, dafür können wir jetzt die Bank gut hier abstellen

Letztes Jahr sah es noch so aus.  Anderer Belag am Boden mit viel Unkraut dazwischen. Viel zu viele Pflanzen, alles dicht an dicht. Ich konnte die einzelne Pflanze garnicht bewundern, weil alles wüst ineinander wuchs. 

Kübelpflanzen vor dem Haus (c ) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen vor dem Haus (das Gelbe ist die Gewürzrinde, Cassia)




die großen Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
jetzt kommen die Großen hier gut zur Geltung



Und auch wieder der  Blick zurück, wie es die vergangenen Jahre aussah. Das hat auch etwas, das gebe ich zu. Allerdings war es eher ein "Unterbringen" und am "Leben erhalten" als ein betrachten und sich daran freuen.


Terrasse mit Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
Terrasse vor einem Jahr
Und das ist das Neue und ganz besonders praktische. Jetzt konnten wir die riesigen Palmen und Banane und Feige auf den Bollerwagen stellen und bis zum Standort fahren. Vorher wer diese Fläche nur durch 2 normale oder eine sehr hohe Stufe zu erreichen. Jedenfall konnte man mit dem Bollerwagen so wenig hinauf fahren, wie mit dem Sackkarren.


der neue Zugangsweg zur Terrasse (c) by Joachim Wenk
der neue Zugangsweg zur Terrasse
 Wenn man den "neuen Zugangsweg" vollends um die Granitstelen-Mauer herum folgt, gelangt man auf diesen ebenfalls ganz neu angelegten Weg. Von hier kommt man vor zu dem bereits früher vorhandenen Weg entlang der Nebengebäude.

neuer Weg (c) by Joachim Wenk
neuer Weg

 Folgt man jetzt weiter dem Weg entlang unserer  "Reihenhaussiedlung" wie ich die Nebengebäude gerne nenne, erreicht man den wunderschönen halbrunden Platz vor dem Palmenhaus. Hier stehen die restlichen Kübelpflanzen. Und jetzt gefallen sie mir ganz besonders, sie stehen schön geschützt gegen den Nordwind vor der wärmenden Mauer. Ich bin ganz begeistert von Flair dieses kleinen Platzes mit Seerosenbecken. An die Stelle der braunen Bank kommt hier die Tage eine kleine Garnitur aus zwei Stühlen mit passendem Tischchen hin. Wenn nicht gerade brütende Hitze im Hochsommer ist, fehlte uns so ein permanenter Sitzplatz für den Nachmittagskaffee schon länger. Hier ist es sonnig, warm, geschützt und man sitzt inmitten der mediterranen Pflanzen.


halbrunder mediterraner Sitzplatz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
halbrunder mediterraner Sitzplatz mit Seerosenbecken




Das nette kleine Pflänzchen fängt jetzt endlich an richtig zu wachsen. Eine winterharte Zimtrinde. Als Kübelpflanze habe so ein Bäumchen seit einigen Jahren. Die intensiv gefärbten dottergelben Blüten sind der Hingucker bei den Kübelpflanzen.

Dann sah ich im Katalog, daß es eine winterharte Version gibt.  Cassia hebecarpa heißt sie. Laut Katalog ist diese bis 2m hohe Staude ein Gewächs aus den USA, während die anderen Gewürzrinden tropische Pflanzen und Bäume sind.
 Sofort kaufte ich und pflanzte sie ins Zaunbeet. Dann kam der Winter und der Frühling. Aber von meiner Cassia war nichts zu sehen. Nur das Schildchen an der Stelle, wo ich sie gepflanzt habe. Dann merkte ich dass zarte Triebe zu kommen scheinen und freute mich. Als ich wieder dort war und die Fortschritte sehen wollte, war wieder alles weg. Das ging einige Wochen so. Aber die Schnecken waren übermächtig und raspelten jeden Millimeter Zuwachs sofort ab.

Also mußte eine Rettungsaktion gestartet werden. Schnell die Staude ausgraben und in den Topf setzen. Es dauerte einige Zeit, bis wieder etwas wuchs. Dann sehr langsam, sie traute sich wahrscheinlich nicht durchzutreiben. Jetzt hat sie wohl wieder Zuversicht ins Leben bekommen und fängt an zu wachsen. Ich freue mich wieder und bin gespannt auf ihre Blüten.


winterharte Cassia (c) by Joachim Wenk
winterharte Cassia
 Ihre Verwandte im Kübel hat schon reichlich Blüten angesetzt und wird bald leuchtend Gelb ins Auge fallen.
Kübelpflanze Cassia (c) by Joachim Wenk
Cassia als Kübelpflanze


Es hat ja nun immer noch nicht geregnet bei uns. Es ist weiterhin warm und sehr windig. Also stand ich das ganze Wochenende im Garten und goß. Nur am Samstag Vormittag habe ich helfen müssen mit dem Sand in die Wegefugen kehren. Dann mussten die Kübelpflanzen aufgestellte und an die Bewässerung angeschlossen werden. Sonst allerdings kam ich zu nichts anderem als gießen.

Im Gemüsegarten steht das Gemüse daher größtenteils prächtig im Beet. Die Kartoffeln und auch die Lagerkartoffeln mit Ernte im Oktober sind total welk und zum Teil abgestorben. Hier musste ich nun das erste Mal die Kartoffeln gießen.  Ich hoffe, ich konnte sie dadurch retten.

Die Himbeeren hängen mehr als reichlich voller Früchte. Auch hier musste ich einmal gründlich wässern. Die Blätter hingen schon schlaff an den Sträuchern und ohne Wasser gibt es keine großen saftigen Beeren.

Meine Würmer in der Wurmfarm produzieren bei den schönen warmen Temperaturen auch im Akkord Wurmhumus. Den sammle ich und werde ihn ausbringen, wenn es wieder feuchter ist. Jetzt würde mir das wertvolle Bodenleben darin ja gleich vertrocknen oder von der Sonne totgestrahlt werden. Allerdings verdünne ich das regelmäßig unten ablaufende Sickerwasser mit viel Brunnenwasser und gieße es zwischen die Reihen auf feuchten Boden. Im Sickerwasser sind ja auch die guten und nützlichen Mikroorganismen, mit denen ich so meinen Gartenboden impfe. Immer in der Hoffnung, sie leben in ihm weiter, vermehren sich und verhelfen mir zu einem gesünderen Gartenboden.

Wurmfarm (c) by Joachim Wenk
Wurmfarm





Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten

Sommerwirsing (c) by Joachim Wenk
Sommerwirsing

 Geerntet habe ich nur eine Zucchini, einen Salat, zwei Blumenkohl,die geschossen sind und gleich verkocht wurden und ein paar Kräuter. Der Rest dauert wohl noch ein wenig. Sommerlauch ist bald erntereif und das frühe Weißkraut auch.
Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten 


Praktisch, daß im Gemüsegarten langsam hier und da bereits wieder Platz wird. Die nächsten Pflänzchen warten bereits. Salat, Federkohl "Nero die Toscana" und Broccoli.

Federkohl, Broccoli und Salat (c) by Joachim Wenk
Federkohl, Broccoli und Salat


Kommende Woche wird auch wieder in die Beete gesät. Winterrettich probiere ich wieder. Vor zwei Jahren hatte ich da ganz wunderbare Exemplare geerntet. Radieschen werden wieder gesät und noch einmal Frühlingszwiebeln.

Pikiert wird dann auch und zwar diese hübschen kleinen hier. Den habe ich letztes Jahr zum ersten mal angebaut. Sehr guter Geschmack, sehr schöne Ernte. Dieses Jahr baue ich mehr an und werde hoffentlich mutig genug sein, ihn länger stehen zu lassen. Vielleicht ein Vlies drauf, aber dann haben wir noch in den kalten Monaten frischen....... Ja was ist es? Es ist Endiviensalat.

Endiviensalat (c) by Joachim Wenk
Frisches Grün für den Winter


Im Ziergarten blüht einiges sehr schön. Hier im Mäuerchenbeet allerdings ist die Staudenauswahl nicht gut gelaufen. Es blüht gerade nicht so, wie ich es möchte. Die Färberkamillen sind in voller Blüte verdörrt. Die habe ich jetzt abgeschnitten. Der Bergtee kam nicht wieder und die Storchschnäbel blühen sehr schön, sind aber nur, da sehr niedrig, aus direkter Nähe zu bewundern.

Irgendwas muß ich hier noch pflanzen, aber was? Es ist sehr heiß und sehr sehr trocken hier. Die Stockrosen und der  Sommerflieder sind perfekt und blühen auch wundervoll, nur der Rest vom Beet sind langweilig aus.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet
 Die neue Clematis am Gartenzaun blüht bereits im ersten Standjahr.

Clematis am Gartenzaun (c) by Joachim Wenk
Clematis am Gartenzaun

 Mein Distelversuch startet jetzt auch mit der Blüte. Eine ist bereits geöffnet und es stehen noch hunderte von Blüten bereit. Wahnsinn, was eine einzelne Pflanze für Knospen ausgebildet hat. Und insgesamt sind es drei Pflanzen!

Wer ist natürlich der erste Gast? Eine Hummel. Ich glaube im Garten oder direkt daneben muß mindestens ein Hummelnest sein. Es ist unvorstellbar, wie viele Hummeln überall sind. Erst am Natternkopf, eine Hummel neben der anderen. Ein Gewusel und Gebrumme. Dann an dem sukkulenten Unkraut im Bild weiter unten. Wie im Schlußverkauf am Wühltisch so ein Gedränge auf den Blüten. Dann kommen jetzt die Disteln zur rechten Zeit, wenn die beiden gerade genannten Pflanzen abgeblüht sind.


Hummel auf Distelblüte (c) by Joachim Wenk
Hummel auf Distelblüte

Hummeln auf Blüten (c) by Joachim Wenk
Hummeln auf "sukkulentem Untraut"


Der Staudenclematis gefällt ihr Standort und sie blüht nun schon seit Wochen. Die anderen beiden Staudenclematis, werde ich im Herbst umpflanzen, da sie nicht gut stehen.

Staudenclematis (c) by Joachim Wenk
Staudenclematis 


Wieder eine neue Stockrose, deren Blüten sich öffnen. Wieder eine eher rosafarbene Blüte. Witzigerweise passt diese Farbe perfekt zur Eule über ihr - finde ich.
Stockrose Eule (c) by Joachim Wenk
Stockrose mit Eule
 Direkt daneben wächst und blüht ihr Verwandter, der Eibisch.
Eibisch (c) by Joachim Wenk
Eibisch
 Und damit die bunten Blumen Unterstützung bekommen, sitzt der farbenfrohe Gockel neuerdings unter dem Hausbaum.
Hausbaum mit Gockel (c) by Joachim Wenk
Hausbaum mit Gockel und viel Rot. 
 Wie gut, daß ich immer alles fotografiere. Zwar freue ich mich natürlich bereits das ganze Jahr an unsrem Hausbäumchen, das einmal ein Baum werden soll. Wenn jetzt aber ein Foto von vergangenem Jahr betrachte, sehe ich erst wie stark er tatsächlich schon gewachsen ist. Er ist auf dem besten Weg ein Baum zu werden. Immerhin haben wir ihn ja im vergangen Jahr überhaupt erst gepflanzt.

Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Hausbaum vor einem Jahr

 Den Storch habe ich beim Aufräumen auch wieder gefunden. Wegen dem Terrassen- und Wegeprojekt musste der bis jetzt noch im Palmenhaus ausharren. Jetzt kann er wieder die ankommenden Besucher erheitern. Der lustige Vogel dahinter ist ausgewandert aus seinem Stammbeet. Dort wuchert es so arg, daß er nicht mehr zu sehen war. Hier ist es genau anders herum, nichts wächst und kann bewundert werden. Wenn dann endlich alles ordentlich mit Erde angefüllt ist, werden hier auch noch ein paar Stauden Einzug halten.

(c) by Joachim Wenk
seltene Vögel im Garten

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