Montag, 27. Juli 2015

Aus dem Garten auf den Grill - oder eben in den Kübel...

Viel zu schnell ging es wieder vorüber das Wochenende. Im Garten habe ich - außer gießen und nochmal gießen - nicht viel gemacht.

Samstag stand im Zeichen eines Geburtstagsbesuches. Wir verbrachten zwar den ganzen Tag im Garten, aber ohne Arbeit und nicht im eigenen. Bei herrlich mildem Sommerwetter genossen wir den Tag, die anderen Partygäste und das leckere Essen. Abends kamen wir spät  Heim und ich wollte noch etwas gießen. Du meine Güte, wie war das kalt. Der eisige Sturm blies mir durch die Knochen, daß ich trotz Jacke bald klamme Finger bekam und wieder ins Haus ging.  Nach wochenlangen Temperaturen über 30°C oft fast 36°C sind nun die 16° noch viel kälter. Und die Nacht war erst scheußlich und ungemütlich. Igitt, dachte ich, beim spätabendlichen Hund-rauslassen. Aber kein Tropfen Regen war wieder dabei. Der Dauersturm den ganzen Samstag hat noch viel mehr austrocknen lassen als die Hitze die Wochen zuvor. 

Am Sonntag erwarteten wir dann selbst Besuch. Daher beschränkte sich auch hier meine Gartenarbeit wieder nur aufs Gießen und dem probehalber Ernten einer kleinen Reihe Frühkartoffeln. 

Die Impressionen aus dem Gemüsegarten zeigen diesmal bunte Blüten die überall zwischen dem Gemüse ihr  Unwesen treiben. Zum Teil, haben sie sich den Standort selbst gesucht. Dazu gehören Ringelblumen oder wilde Malve und Glockenblume. Andere habe ich einfach hier und da und dort gepflanzt, damit es wie zufällig aussieht. 

Kommt einfach mit hinein in meinen Gemüsegarten:



Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Eingang zum Gemüsegarten

Die Tomaten blühen zwar auch ganz nett, ihr "Zierwert" liegt für mich aber ganz eindeutig bei den herrlich leuchtenden roten Früchten. Die ersten werden jetzt geerntet. Wegen der Dürre muß ich sie auch immer wieder gießen, weil sie von oben bis unten schlapp an den Seilen hängen. Dann wässere ich durchdringend und in 2 Tagen ist wieder alles welk. Der Boden bräuchte so viel Wasser bis tief hinunter, das kann man durch gießen gar nicht ausgleichen. Aber immerhin haben sie noch überhaupt keine Spur von Braunfäule dieses Jahr.
Tomaten am Rangkestell (c) by Joachim Wenk
Tomaten am Rankgestell
 Sehr viel Wasser benötigen auch die Stangenbohnen. Die Blauhilde am Bohnen-Zelt blüht jetzt. Da es die kommenden Tage kühler werden soll könnten dann auch Bohnen wachsen. Ich habe gelesen, daß Stangenbohnen, wenn es denn sehr heiß ist, ihre Blüten wieder abwerfen, ohne dass Bohnen daran wachsen. Das ist der Grund, warum dann oft gerade spät im Herbst noch einmal richtig Ernte einzuholen ist und im Sommer nur wenig oder garnichts. Genau diese Beobachtung habe ich vergangenes Jahr gemacht. Erst spät ging sie los meine Bohnenernte.  Das muß auch an den Temperaturen gelegen haben.
Stangenbohne Blauhilde am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne Blauhilde am Bohnenzelt
Die Ernte vom Wochenende. Super schöne und wahnsinnig gute Frühkartoffeln "Duke of York". Die sind auf alle Fälle im kommenden Jahr wieder dabei. Gesund, schöne Knollen. Laut Katalog vorwiegend festkochend, empfinde ich sie beinahe als mehlig kochende Kartoffel. Und ich liebe mehlige Kartoffeln. 

Drei Tomaten von drei unterschiedlichen Pflanzen. Die Zettelchen dienen dazu, die Sorte zu wissen. Ich will doch testen, welche vielleicht besonders gut oder welche nicht so gut sind und meine Auswahl im kommenden Jahr danach richten. Die Verkostung muß aber wohl noch bis zu den nächsten reifen Früchten warten. Vor lauter Fotografieren und rein in den Erntekorb, raus aus dem Erntekorb, haben die Zettel ihren eigentlichen Ort nicht lange behalten. Der Wind hat sie ordentlich aufgemischt. Na gut, dann esse ich sie einfach so meine ersten Tomaten. Ob sie überhaupt unterschiedlich schmecken werden?

Auch zweierlei Gurkensorten habe ich angebaut. Da sehe ich den Unterschied auch ohne Merkzettel. 

Gemüseernte am Wochenende (c) by Joachim Wenk
Gemüseernte am Wochenende


Jetzt aber, wie angekündigt, zu den Blüten im Gemüsegarten. 

Dahlien im  Blumenkübel (c) by Joachim Wenk
Dahlien im  Blumenkübel

wilde Malve (c) by Joachim Wenk
wilde Malve

Dahlie im Beet (c) by Joachim Wenk
Dahlie im Beet 

Zinnien (c) by Joachim Wenk
Zinnien

Zinnien und Ringelblumen im Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Zinnien und Ringelblumen im Schneckenzaunbeet

Speisechrysantheme (c) by Joachim Wenk
Speisechrysantheme
 Die Glockenblume hier säht sich selbst aus und erscheint mal hier und mal dort. Nennenswert ist wohl die Tatsache, daß die Schnecken sie nicht fressen, währende meine Staudenglockenblumen immer ratzebutz weg gefressen werden.
Glockenblume (c) by Joachim Wenk
eine Glockenblume

leider unscharf, die Agastache (Limo-Pflanze)

Kapuzinerkresse und rote Melde (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse vor roter Melde

Majoran (c) by Joachim Wenk
Majoran

Den ruhigen Sonntag haben wir genutzt, um den Grill einzuweihen. Genau genommen eigentlich nur den Grillgalgen. Die Grillschale ist etliche Jahre alt genau wie der Rost. Nachdem wir schon lange in Katalogen oder auf Messen uns umgesehen haben, was so als Grillstelle möglich ist haben wir einfach selbst Hand angelegt / anlegen lassen. 

Aus übrigen Steinquadern von den Wegeinfassungen hat Volker einen Sockel gemauert. Fest mit eingemauert ist ein Leerrohr als Aufnahme für den Grillgalgen. Unser Schwager hat sich dann angehört, was wir gerne hätten und diesen herrlichen Galgen gebogen und geschweißt. Der wird einfach in das Leerrohr gesteckt und kann im Winter herausgenommen und innen aufbewahrt werden. Durch das Rohr kann man die Kette des Grillrostes ziehen und deren Ende an der am senkrechten Rohr angeschweißten Nase befestigen. Damit ist der Rost höhenverstellbar. Und wenn man das Grillgut gar ist, dreht man den Galgen einfach zur Seite und schon hängt er nicht mehr über der Glut. Super praktisch!

Kein hochtechnischer Grill mit viel Schnickschnack. Wir wollen da auch keine ganze Spansau binnen 9 Stunden sanft schmoren. Nein wir lieben Lagerfeuer und das Grillen direkt über der Glut des Holzfeuers. Daher schüren wir immer mit unserem Brennholz kräftig ein und haben dann eine schöne Hitze fürs Grillen. Heute am Grill sind Steaks, die ersten eigenen Kartoffeln vom Bild oben und eigene Kohlrabistreifen. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit Gurken vom Bild oben (angemacht nur mit Sauerrahm und gewürzt mit dem leckeren Basilikumpesto von vergangener Woche). Die Kartoffeln dämpfe ich immer in der Küche, mit Schale und bei größeren Exemplaren nur  halbiert. So gegart legen wir sie auf den heißen Grillrost. Dort verlieren sie Flüssigkeit, werden trockener und erhalten diese herrliche Grillkartoffelkruste. Die Schnittflächen kann man vorher  mit Olivenöl bestreichen und mit Salz bestreuen. Die Kohlrabistreifen habe ich auch mit den Kartoffeln gedämpft und dann am Grill nur noch Geschmack annehmen lassen. 




selbst konstruierter Grillgalgen für Grillschale (c) by Joachim Wenk
neue Ernte auf neuem Grill




selbst konstruierter Grillgalgen für Grillschale (c) by Joachim Wenk
wie gut, daß das Grillgut ordentlich bewacht wird....
Und zum Schluß noch diese nette Rechenaufgabe. 

Was ergibt 1 entspannter Hund



Plus 1 Mörtelkübel voller Wasser?


Die richtige Lösung lautet: 1 erfrischter Hund im Kübel. 

Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche euch allen eine schöne und ruhige Sommerwoche.

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