Freitag, 31. Juli 2015

Kräuter- oder Smoothiewürfel für den Wintervorrat selber machen

Gerade im Sommer kommt es vor, daß man von einigen Kräutern im Garten sehr viel hat. Im Winter oder auch schon im Herbst könnte man diese in der Küche gebrauchen und da wachsen keine mehr. 

Also nutze ich die Zeit jetzt und sorge vor. 

Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch verwandle ich in Kräuterwürfel. Der Schnittlauch ist schon seit Juni so portioniert in der Gefriertruhe. 

Diesmal habe ich für meine grünen Smoothies Vorrat angelegt. Im Winter ist es immer schwerer an Grünzeugs zu kommen. In den einschlägigen Büchern wird empfohlen TK-Spinat mit zu verwenden. Das habe ich auch schon gemacht. Der portionierbare, gefrorene Spinat ist in kleinen Würfeln gefroren und kann so einzeln entnommen werden.

Das kann ich auch. Ich habe gerade recht viel Melde und Baumspinat.

Ich pflücke die Blätter, wasche sie und schleudere sie trocken. 

Dann werden sie portionsweise im Tupper Extra-Chef klein gehackt. Das ist quasi das Gerät vom Pestomachen aber zwei Nummern größer.

Andernfalls muß man sie mit einem großen Messer sehr fein hacken oder mit einem Wiegemesser für Kräuter zerkleinern.


Extra-Chef von Tupperware zerkleinern von Kräutern (c) by Joachim Wenk
Küchen-Häcksler für mein Grünzeug - der Extra-Chef von Tupperware



Die Blätter hacke ich darin sehr klein, aber nicht matschig. 

klein gehackter Baumspinat und Meldeblätter (c) by Joachim Wenk
klein gehackter Baumspinat und Melde


Dann fülle ich sie in den Eiswürfelbehälter. Einfach einen Schwung in den Behälter kippen und dann mit den Fingern verteilen und fest in die einzelnen Mulden drücken.

Zum Schluß wird noch Wasser in die einzelnen Vertiefungen gefüllt. Gerade so viel, daß es fast bis zur Oberkante der Vertiefung reicht. Das Wasser sorgt dafür, daß beim Gefrieren schöne feste und zusammen haltende Würfel entstehen.

Mein Eiswürfelbehälter hat unten Silikonnoppen. Die sind wirklich praktisch. Sind die Kräuter oder Smoothie-Würfel durchgefroren, kann man die einzelnen Würfel von unten durch Drücken auf die Silikonnoppen ganz leicht aus dem Behälter befördern. Ganz ohne Klopfen, Schlagen und Hauen.

Wichtig bei einem Eiswürfelbehälter ist auch, daß er einen Deckel hat. Auch bei den Minustemperaturen verdunstet Wasser. Beim Einfrieren und auch, wenn es gefroren ist. Das trocknet zum Einen das Gefriergut - hier meine Würfel - aus. Zum anderen muß das verdunstete Wasser ja irgendwo hin. Und wo geht es hin? Es schlägt sich als Eis an der Wand des Gefrierfaches nieder. Das ist ganz schlecht für den Energieverbrauch und die Effizienz des Gerätes.

klein gehackte Kräuter im Gefrierbehälter (c) by Joachim Wenk
klein gehackter Baumspinat eingefüllt in Gefrierbehälter

Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel (c) by Joachim Wenk
Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel

Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel (c) by Joachim Wenk
Silikonnoppen aus der Nähe


Am kommenden Tag sind meine Würfel gefroren und ich löse sie aus dem Eiswürfelbehälter. Den brauche ich schließlich beim nächsten Mal wieder. Die gefrorenen Würfel fülle ich in einen anderen Gefrierbehälter, wo sie bleiben, bis ich sie bei Bedarf einzeln entnehmen kann. 

Das hier sind die Baumspinat-Smoothie-Würfel. Das könnte man auch mit normalem Spinat oder mit Brennnesseln machen. 

Die Schnittlauchwürfel sehen ähnlich aus und jetzt sind dann noch Petersilienwürfel an der Reihe. 
Smoothie-Würfel (c) by Joachim Wenk
fertige Baumspinat-Smoothie-Würfel (man sieht sogar die Form der Silikonnoppe bei einem Würfel)




Donnerstag, 30. Juli 2015

Die Kartoffelernte beginnt, die nächsten Pflanzen warten schon auf den Platz im Beet

Kartoffeln ernten, ohne dreckig-braune Finger zu bekommen? Dieses Jahr geht so etwas.

Der Boden ist seit so vielen Wochen, fast Monaten ohne Regen derart ausgetrocknet und betonhart. Kaum, daß ich mit der Schaufel eindringen kann. Jedenfalls macht man sich diesjahr nicht dreckig bei dem Gewühle in der Erde. Das sah auch schon ganz anders aus.  Klar, dieses Jahr gibt es dafür kleine Kartoffeln. Die sehr frühen Kartoffeln (Duke of York) sind abgestorben und erntereif.

Die frühen Kartoffeln ( Galactica) sind eher vertrocknet als wegen der Reife abgestorben. Sie bräuchten auch von der Zeit seit dem Stecken her gesehen noch etwas.

Ich jedoch benötige den Platz im Beet und außerdem ist das Kraut schon so weit braun und welk, daß ich mir wirklich nicht sicher bin, ob da noch ein Zuwachs an den Knollen stattfinden kann. Also habe ich zumindest eine der beiden Reihen Galactica auch geerntet.

Klein sind dieses Jahr die Kartoffeln. Und noch kleiner sind sie, wenn schon die Sorte ansich nur kleine Knollen bringt. Das ist der Fal bei der Mayan Gold. Eine mittelfrühe Sorte, deren Laub noch weiter abgestorben ist, als das der Galactica. 2 Stauden mit ganz verschwundenem Laub habe ich einfach ausgegraben.

Die Kartoffeln sind allesamt eher klein bis sehr klein, aber sehr gesund und ohne Schorf. Zumindest die Duke of York habe ich auch schon ein paar mal gekocht und bin überaus begeistert. Herrlicher Kartoffelgeschmack mit eher mehliger als festkochender Tendenz. Die baue ich wieder an. Dieses Jahr war der Erstversuch. Die Galactica kenne ich seit einigen Jahren und nehme sie immer wieder. Sie hält auch wirklich gut im Lager, obwohl sie eine Frühkartoffel ist. Wie sie dieses Jahr schmeckt, werde ich die Tage testen.  Die Mayan Gold hatte ich letztes Jahr zum ersten Mal getestet. Sie war sehr gut, hielt aber nicht lange im Lager. Sie wird rasch schrumpelig. Dieses  Jahr sind es wirklich winzige Knollen. Der Ertrag ist also nicht sehr groß. Ich werde sie wohl nicht mehr anbauen und den immer zu geringen Platz lieber für ertragreichere Sorten mit größeren Knollen nutzen. Große Knollen halten auch länger im Lager.


Kartoffelernte, Galactica, Mayan Gold, Duke of York (c) by Joachim Wenk
Kartoffelernte : links mit roten Tupfen Galactica, rechts in Plastikwanne Duke of York und im Korb Mayan Gold




KartoffelernteGalactica (c) by Joachim Wenk
bröseltrockener Boden im Katoffelbeet


Kartoffelbeet Mayan Gold (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet Mayan Gold nach dem Gießen



Während der ganzen Graberei im Kartoffelbeet ist mir nicht ein einziger Regenwurm begegnet. Das ist schlecht. Im Frühjahr waren auf jedem Zentimeter - oder besser gesagt in jedem Zentimeter Erde Würmer. Sie haben sich sicher verkrochen und schlafen tiefer unten in der Erde. Später dann habe ich die Kartoffeln, die noch im Beet sind etwas gewässert. Vielleicht nützt es etwas. Gieße ich richtig, schwemme ich die Hügel fort. Hebe ich die Brause höher, damit sie nicht so auf die Erde sprüht und sie wegspült, so benetze ich zu viele Blätter. Ich habe Angst vor der Braunfäule. Vielleicht geht es ja gut und das zweite Gießen dieses Jahr beschwört nicht gleich den Pilz hervor.

Ich habe den trockenen Staub der abgeernteten Kartoffelreichen gewässert und gewässert und wieder gewässert. Hier werden bald die Grünkohlpflanzen hinkommen. Damit der Boden (wieder) belebt wird, kommt noch die  Ernte aus der Wurmfarmschale darüber. Ich verteile den Wurmhumus gleichmäßig und arbeite ihn mit der Gärtnerkralle oberflächlich ein. Wieder wird gegossen.

Schließlich decke ich alles mit der Pappe ab. Der Boden soll beschattet sein und feucht bleiben, damit die Mikroorganismen sich vermehren können. Auch kommen hoffentlich wieder Würmer in den Boden. Und da bin ich schon beim zweiten Grund für die Pappe. Das nützt mir und "schadet"anderen. Ich habe fast ein schlechtes Gewissen oder Mitleid.

Wellpappe als Mulch auf frischem Beet (c) by Joachim Wenk
abgeerntetes Beet mit Wurmhumus und dann Pappe darüber

In den vergangenen Tagen hatte ich gründlich gewässert und dann über Nacht haben an den feuchten Stellen die Amseln ihr Unwesen getrieben. Ich habe mich schon oft beklagt, daß mir die Frühlingszwiebeln nicht keimen wollen. Jetzt keimten die gerade gesäten in zwei Beetabschnitten auf denen schon abgeerntet ist. Und die Amseln auf ihrer wilden Jagd nach Würmern haben sie einfach fast vollständig beseitigt. Das ärgert mich. Andererseits verstehe ich die armen Amseln, die gerade noch Junge haben mit versorgen müssen. In diesem steinharten und staubtrockenen Boden finden sie doch gar keine Nahrung. Und haben dabei Hunger ohne Ende sicherlich. Überall, wo es feucht vom Gießen ist scharren sie in ihrer verzweifelten Suche.

Die Frühlingszwiebelkeimlinge bekomme ich nicht wieder, dafür aber will ich jetzt fürs erste das frisch mit Kompost versorgte Beet schützen. Erstmal soll sich der Boden etwas erholen. Aber am Wochenende will ich pflanzen. Die Pflänzchen warten schon in der Topfplatte und müssen unbedingt ins Beet. Dann kommt die Pappe sowieso weg.


(c) by Joachim Wenk
Frühlingszwziebelreihe von scharrenden Amseln verwüstet

So wie die armen Amseln nichts zu Fressen im Boden finden, habe ich dieses Jahr nichts zum Mulchen zwischen den Reihen. Das wäre gerade jetzt wahnsinnig wichtig, weil es den Boden vor zu großer Austrocknung schützt. Im Frühjahr habe ich wegen der Schneckenplage nicht gemulcht und fühlte mich dabei schon unwohl. Dann kam die dürre und jetzt habe ich den Salat mit dem ungeschützten Boden. Einmal haben wir seither wieder gemäht und alles was ich bekam habe ich in die Reihen gelegt. Glaubt es oder nicht. Dort wo es etwas dicker liegt schaue ich immer vor dem Gießen einmal drunter: die Erde dort ist dunkler und somit feuchter, als die unbedeckte direkt daneben. Zudem kann unter der Mulchschicht das Bodenleben aktiver bleiben und findet im Mulch Futter. Und wenn es dem Bodenleben und da auch ganz besonders den Würmern gut geht, geht es auch den Pflanzen gut. Und den Amseln. 

Im Frühjahr packte ich den ganzen Rasenschnitte und Wiesenschnitt auf den Kompost. Gut vermischt mit holzigem Häckselmaterial und zerrissener Wellpappe. Das ist bei Rasenschnitt wichtig, damit er überhaupt verrotten kann und nicht einfach nur fault. 

Wegen der Dürre mußte ich nicht nur die Beete wässern, sondern auch die Kompostmieten. Oben auf lag immer noch das vertrocknete Gras.  Jetzt dachte ich mir, wenn es im Kompost nicht verrottet, dann lege ich es als Mulch und Futter für die Würmer und Mikroorganismen, auf den gerade eben beschriebenen Beetbereich. Aber nein, ich lasse es lieber als Schutzschicht auf dem Kompost. Darunter ist ja alles schon herrlich verrotet zu brauner Erde. Dann hat das Gießen des Komposts doch etwas genutzt!


(c) by Joachim Wenk
Kompost mit vertrocknete Gras als Schutzdecke oben drauf



Ansonsten wird überall das Gemüse erntereif. Morgen gibt es zum Mittag eine Tarte mit Lauch, Tomaten, Basilikum und Parmesan. Gut, den Parmesan musste ich kaufen, der Rest aber kommt ganz frisch aus dem Beet. Und ich freue mich wirklich über meinen tollen Lauch. Die Jahre davor hatte ich nie welchen ernten könnten, weil ihn immer die Lauchfliege dahinraffte. Dieses Jahr stehen die Stangen wie die Soldaten im Beet. Ich fange jetzt an mit der Ernte. Noch ist er zart. Es ist ein Sommerlauch, der sowieso glaube ich feiner ist, als der Winterlauch. Der ist noch immer im Bleistiftstadium. Ich habe ihm nochmal Brennnesseljauche gegeben. Es wird Zeit, daß er in die Puschen kommt. 

Lauch, Basilikum und Tomaten für die Quiche am Mittag (c) by Joachim Wenk
Lauch, Basilikum und Tomaten für die Tarte am Mittag


Für die Tomaten ist die Dürre wirklich gut. 

reifende Tomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten 




Manche Physalis haben schon fruchtige Lampions. Allerdings bin ich am Überlegen nur noch Ananaskirschen ,die kleinen Verwandten der Andenbeere anzubauen. Die beernte ich schon einige Zeit, während manche Andenbeeren noch nicht einmal Früchte haben. Ich habe dieses Jahr drei Sorten im Anbauversuch. Wenn, dann werde ich im kommenden Jahr nur von der Sorte, die am ehesten trägt eine Pflanze anbauen. Ananaskirschen aber auf alle Fälle wieder. 

Lampions an den Physalis (c) by Joachim Wenk
Lampions an den Physalis



Die Buschbohnen habe ich dieses Jahr nicht gleich Mitte Mai gesteckt, sondern erst im Juni. Jetzt fangen sie an zu blühen. Hier die schönen blass-lila Blüten der Sanuguigno.

Buschbohnenblüte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Buschbohnenblüte Sanguigno


Hier sind jetzt ein mal Bilder aus der direkten Umgebung meines Gartens. Heute morgen beim Gassigehen gemacht. 

Die Maisernte fällt dieses Jahr wohl eher gering aus. 

Mais Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
Mais Ende Juli 2015

Mais Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
Mais Ende Juli 2015


Mais Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
Mais Ende Juli 2015 


Die Wiesen werden wohl so schnell auch nichts mehr abwerfen. Viel vertrocknete braune Stellen mit Büscheln von ganz hartnäckigem Gras. Das gibt kein gutes Silofutter oder Heu glaube ich. 

saftige Wiesen Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
saftige Wiesen Ende Juli 2015 

saftige Wiesen Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
saftige Wiesen Ende Juli 2015 


saftige Wiesen Ende Juli 2015 (c) by Joachim Wenk
saftige Wiesen Ende Juli 2015 



Aber schauen wir zurück in meinen Garten. Und hier auf die Teile, die ich bewässern kann in stundenlagen Gießeinheiten mit dem Schlauch. Vielleicht mache ich auch einmal ein paar Fotos von den Bereichen, die ich nicht bewässere. Ein Trauerspiel ist das. Hoffentlich erholen sich die Pflanzen wieder. Es ist nämlich noch immer kein Regen in Aussicht. Gestern hatte es wieder nachmittags, beim Besuch meiner Eltern und einer lieben Bekannten geregnet. Wir saßen im Hüttenzauber bei Hefewaffeln mit Sahne und frischen gezuckerten Himbeeren. Draußen sahen wir dem Regen zu. Der dauerte nicht lange. Im Regenmesser waren ein paar Tropfen drin. Zwischen 0,5 und vielleicht 0,7l/QM hatte es geregnet. Das geht nichtmal rein in den Boden und ich stand bis spät abends wieder mit dem Schlauch im Garten. Nehmt mal einen Meßbecher mit etwa einem halben Liter Wasser und veruscht damit einen ganzen Quadratmeter steinhart vertrockneten Boden feucht zu bekommen. Das macht Zisch und weg ist das Wasser und niemand sieht, wo es ist. 

Sogar meine Sonneblumen sind schon ganz braun und verbrannt....

Nein! natürlich nicht. Witzigerweise habe ich zwar gelbe und braune gesät und gepflanzt. Aber wohin ich sehe erblühen gerade nur überall braune. Das ist auch das erste Jahr, daß ich sie habe und nicht die Schnecken sie fraßen. Das sind ganz wundervolle Brauntöne. Einmal etwas ganz anderes. Wenn ich mir die Fotos so betrachte, sollte ich nächstes Jahr einmal brobieren, in einem Beet eine kleine Fläche nur mit den Sonnenblumen zu bestücken und dann wild gemischt, gelbe und braune. Das werde ich mir einmal vormerken. 



braune Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
braune Sonnenblume 

braune Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
braune Sonnenblume 



Montag, 27. Juli 2015

Aus dem Garten auf den Grill - oder eben in den Kübel...

Viel zu schnell ging es wieder vorüber das Wochenende. Im Garten habe ich - außer gießen und nochmal gießen - nicht viel gemacht.

Samstag stand im Zeichen eines Geburtstagsbesuches. Wir verbrachten zwar den ganzen Tag im Garten, aber ohne Arbeit und nicht im eigenen. Bei herrlich mildem Sommerwetter genossen wir den Tag, die anderen Partygäste und das leckere Essen. Abends kamen wir spät  Heim und ich wollte noch etwas gießen. Du meine Güte, wie war das kalt. Der eisige Sturm blies mir durch die Knochen, daß ich trotz Jacke bald klamme Finger bekam und wieder ins Haus ging.  Nach wochenlangen Temperaturen über 30°C oft fast 36°C sind nun die 16° noch viel kälter. Und die Nacht war erst scheußlich und ungemütlich. Igitt, dachte ich, beim spätabendlichen Hund-rauslassen. Aber kein Tropfen Regen war wieder dabei. Der Dauersturm den ganzen Samstag hat noch viel mehr austrocknen lassen als die Hitze die Wochen zuvor. 

Am Sonntag erwarteten wir dann selbst Besuch. Daher beschränkte sich auch hier meine Gartenarbeit wieder nur aufs Gießen und dem probehalber Ernten einer kleinen Reihe Frühkartoffeln. 

Die Impressionen aus dem Gemüsegarten zeigen diesmal bunte Blüten die überall zwischen dem Gemüse ihr  Unwesen treiben. Zum Teil, haben sie sich den Standort selbst gesucht. Dazu gehören Ringelblumen oder wilde Malve und Glockenblume. Andere habe ich einfach hier und da und dort gepflanzt, damit es wie zufällig aussieht. 

Kommt einfach mit hinein in meinen Gemüsegarten:



Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Eingang zum Gemüsegarten

Die Tomaten blühen zwar auch ganz nett, ihr "Zierwert" liegt für mich aber ganz eindeutig bei den herrlich leuchtenden roten Früchten. Die ersten werden jetzt geerntet. Wegen der Dürre muß ich sie auch immer wieder gießen, weil sie von oben bis unten schlapp an den Seilen hängen. Dann wässere ich durchdringend und in 2 Tagen ist wieder alles welk. Der Boden bräuchte so viel Wasser bis tief hinunter, das kann man durch gießen gar nicht ausgleichen. Aber immerhin haben sie noch überhaupt keine Spur von Braunfäule dieses Jahr.
Tomaten am Rangkestell (c) by Joachim Wenk
Tomaten am Rankgestell
 Sehr viel Wasser benötigen auch die Stangenbohnen. Die Blauhilde am Bohnen-Zelt blüht jetzt. Da es die kommenden Tage kühler werden soll könnten dann auch Bohnen wachsen. Ich habe gelesen, daß Stangenbohnen, wenn es denn sehr heiß ist, ihre Blüten wieder abwerfen, ohne dass Bohnen daran wachsen. Das ist der Grund, warum dann oft gerade spät im Herbst noch einmal richtig Ernte einzuholen ist und im Sommer nur wenig oder garnichts. Genau diese Beobachtung habe ich vergangenes Jahr gemacht. Erst spät ging sie los meine Bohnenernte.  Das muß auch an den Temperaturen gelegen haben.
Stangenbohne Blauhilde am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne Blauhilde am Bohnenzelt
Die Ernte vom Wochenende. Super schöne und wahnsinnig gute Frühkartoffeln "Duke of York". Die sind auf alle Fälle im kommenden Jahr wieder dabei. Gesund, schöne Knollen. Laut Katalog vorwiegend festkochend, empfinde ich sie beinahe als mehlig kochende Kartoffel. Und ich liebe mehlige Kartoffeln. 

Drei Tomaten von drei unterschiedlichen Pflanzen. Die Zettelchen dienen dazu, die Sorte zu wissen. Ich will doch testen, welche vielleicht besonders gut oder welche nicht so gut sind und meine Auswahl im kommenden Jahr danach richten. Die Verkostung muß aber wohl noch bis zu den nächsten reifen Früchten warten. Vor lauter Fotografieren und rein in den Erntekorb, raus aus dem Erntekorb, haben die Zettel ihren eigentlichen Ort nicht lange behalten. Der Wind hat sie ordentlich aufgemischt. Na gut, dann esse ich sie einfach so meine ersten Tomaten. Ob sie überhaupt unterschiedlich schmecken werden?

Auch zweierlei Gurkensorten habe ich angebaut. Da sehe ich den Unterschied auch ohne Merkzettel. 

Gemüseernte am Wochenende (c) by Joachim Wenk
Gemüseernte am Wochenende


Jetzt aber, wie angekündigt, zu den Blüten im Gemüsegarten. 

Dahlien im  Blumenkübel (c) by Joachim Wenk
Dahlien im  Blumenkübel

wilde Malve (c) by Joachim Wenk
wilde Malve

Dahlie im Beet (c) by Joachim Wenk
Dahlie im Beet 

Zinnien (c) by Joachim Wenk
Zinnien

Zinnien und Ringelblumen im Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Zinnien und Ringelblumen im Schneckenzaunbeet

Speisechrysantheme (c) by Joachim Wenk
Speisechrysantheme
 Die Glockenblume hier säht sich selbst aus und erscheint mal hier und mal dort. Nennenswert ist wohl die Tatsache, daß die Schnecken sie nicht fressen, währende meine Staudenglockenblumen immer ratzebutz weg gefressen werden.
Glockenblume (c) by Joachim Wenk
eine Glockenblume

leider unscharf, die Agastache (Limo-Pflanze)

Kapuzinerkresse und rote Melde (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse vor roter Melde

Majoran (c) by Joachim Wenk
Majoran

Den ruhigen Sonntag haben wir genutzt, um den Grill einzuweihen. Genau genommen eigentlich nur den Grillgalgen. Die Grillschale ist etliche Jahre alt genau wie der Rost. Nachdem wir schon lange in Katalogen oder auf Messen uns umgesehen haben, was so als Grillstelle möglich ist haben wir einfach selbst Hand angelegt / anlegen lassen. 

Aus übrigen Steinquadern von den Wegeinfassungen hat Volker einen Sockel gemauert. Fest mit eingemauert ist ein Leerrohr als Aufnahme für den Grillgalgen. Unser Schwager hat sich dann angehört, was wir gerne hätten und diesen herrlichen Galgen gebogen und geschweißt. Der wird einfach in das Leerrohr gesteckt und kann im Winter herausgenommen und innen aufbewahrt werden. Durch das Rohr kann man die Kette des Grillrostes ziehen und deren Ende an der am senkrechten Rohr angeschweißten Nase befestigen. Damit ist der Rost höhenverstellbar. Und wenn man das Grillgut gar ist, dreht man den Galgen einfach zur Seite und schon hängt er nicht mehr über der Glut. Super praktisch!

Kein hochtechnischer Grill mit viel Schnickschnack. Wir wollen da auch keine ganze Spansau binnen 9 Stunden sanft schmoren. Nein wir lieben Lagerfeuer und das Grillen direkt über der Glut des Holzfeuers. Daher schüren wir immer mit unserem Brennholz kräftig ein und haben dann eine schöne Hitze fürs Grillen. Heute am Grill sind Steaks, die ersten eigenen Kartoffeln vom Bild oben und eigene Kohlrabistreifen. Dazu gibt es einen Gurkensalat mit Gurken vom Bild oben (angemacht nur mit Sauerrahm und gewürzt mit dem leckeren Basilikumpesto von vergangener Woche). Die Kartoffeln dämpfe ich immer in der Küche, mit Schale und bei größeren Exemplaren nur  halbiert. So gegart legen wir sie auf den heißen Grillrost. Dort verlieren sie Flüssigkeit, werden trockener und erhalten diese herrliche Grillkartoffelkruste. Die Schnittflächen kann man vorher  mit Olivenöl bestreichen und mit Salz bestreuen. Die Kohlrabistreifen habe ich auch mit den Kartoffeln gedämpft und dann am Grill nur noch Geschmack annehmen lassen. 




selbst konstruierter Grillgalgen für Grillschale (c) by Joachim Wenk
neue Ernte auf neuem Grill




selbst konstruierter Grillgalgen für Grillschale (c) by Joachim Wenk
wie gut, daß das Grillgut ordentlich bewacht wird....
Und zum Schluß noch diese nette Rechenaufgabe. 

Was ergibt 1 entspannter Hund



Plus 1 Mörtelkübel voller Wasser?


Die richtige Lösung lautet: 1 erfrischter Hund im Kübel. 

Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche euch allen eine schöne und ruhige Sommerwoche.

Donnerstag, 23. Juli 2015

saftige Himbeeren, frischgrünes Gemüse und überall bunte Blüten - dafür stehe ich stundenlang und tagelang gießend im Garten

Alles raschel-dürr und vertrocknet. 

Genau die richtige Zeit zum Ernten. Die ersten Schoten platzen schon am Strauch und das muß vermieden werden. Ich will die Erbsen schließlich im Topf und nicht im Beet haben. 

Wie praktisch die lila Schoten sind. Auf einen Blick sieht man, wo sie hängen und kann ernten. Was vergesse ich bei den grünen Erbsen, die grün geerntet werden, die Schoten an den Pflanzen. Egal wie genau ich schaue, immer wieder entgehen mir welche. Anders ist es hier bei der Blauwschokker Palerbse. 




erntereife Blauwschokker-Erbsen (c) by Joachim Wenk
erntereife Blauwschokker-Erbsen


Die Ausbeute ist nicht überwältigend. Ich freue mich trotzdem. Ende März gesteck,t wollten sie über so viele Wochen nicht keimen. Dann kamen sie doch. Aber unter dem Walnußbaum wächst einfach nichts. Auch Erbsen nicht so, wie sie sonst könnten. Und ich habe sie zu dicht gesät, zu viele in der Reihe. Insofern ist es doch schön, überhaupt etwas zu ernten.

Jetzt muß ich jedenfalls, wenn sie noch ein wenig nachgetrocknet sind, die Erbsen noch aus den Schoten befreien. Viele werden beim Trocknen schon von ganz allein aus den sich spiralig öffnenden Schoten kullern. Ein paar kommen in den Vorrat zum Sähen im nächsten März und die anderen in die Speisekammer. Im Winter ist ein Erbseneintopf ein leckeres Mittagsmahl.

Palerbsen Ernte (c) by Joachim Wenk
Palerbsen-Ernte 2015


Als nächstes kümmerte ich mich um meine Lieblingsbeeren. Eines allerdings kann ich gleich verraten. So macht Gärtnern keinen Spaß mehr.

Die Sonnte knallt vom blauen Himmel, das Thermoter im Schatten ist deutlich über die 30°C-Marke geklettert. Das in der Sonne zeigt 45 °C an. Weiter reicht die Skala nicht. Und da stehe ich vor, in und unter der Himbeerhecke. Von Oben die Sonne, von unten überall  Ameisen, Fliegen, stechende Insekten aller Größe (von kaum wahrnehmbar bis Bremsen-Größe) und dann stehen auch noch Brennesseln in den Beeren. Nein, ein Spass ist das nicht.

Die Ernte ist allerdings dann schon ein Spaß.  Einige werde ich am Abend einfrieren und aus den anderen mache ich Konfitüre. Schöne weiche, glatte, himbeerige, dunkelrote, duftende Himbeerkonfitüre ohne Kernchen. Ein Traum zum Hineinlegen.

Die dunkel-violett-rote Beere ist die Sorte Glen Coe. Eine kleine runde Beere ist das Ergebnis der Kreuzung einer roten mit einer schwarzen Himbeere. Sehr aromatisch und optisch ein Hingucker durch die dunkle Farbe. Und wieder keine  Würmchen in den Beeren. Juchuuu.



Die hellroten Beeren sind sehr große Beeren mit ebenso großem  Aroma. Ich habe vor sehr vielen Jahren einmal ein paar Ableger geschenkt bekommen. Über etliche Jahre pflegte ich sie in meinem Feldgarten. Sie tragen jedes Jahr überreich, haben nie Würmer oder Krankheiten. Sie schmecken, wie Himbeeren schmecken sollten. Diese Beere, das war klar, muß auch in meinem neuen Hausgarten wachsen. Also nahm ich wieder ein paar Ableger und siedelte sie im Garten an. Mit Erfolg. Wie die Sorte allerdings heißt, weiß ich leider nicht und wußte es auch noch  nie.



Himbeerernte (c) by Joachim Wenk
Glen Coe vorne rechts (eine Pflanze) und die unbekannte Sorte in rot (die ganze Hecke)

Hier seht ihr die Hecke.Sie ist über 6m lang. Jetzt habe ich die Triebe im Winter schon deutlich gekürzt. Sie wachsen dennoch unbändig und sind wieder über 2m hoch.
Himbeerhecke (c) by Joachim Wenk
die Himbeerhecke
Nach der Tortour mit der Ernte in der prallen Sonne verzogen wir uns erst einmal ins Haus - mein Hund Max, der dauernd in seiner Badewanne mit kaltem Wasser steht, und ich.

Jetzt wird erst einmal Mittag gemacht. Das frische Pesto muß probiert werden und ein Glas Kräutersuppe ist schnell warm gemacht.

Dann geht es wieder raus. Bis zum Kaffee muß die Wasserpumpe im Brunnen wieder Höchstleistungen vollbringen. Gießen ist angesagt. Man sieht es dem Gemüse an, dass man gießend geholfen hat in den letzten glühend heißen Wochen mit noch immer ohne Regen. (Halt, in der Nacht nebelte es wieder einen knappen Liter pro Quadratmeter auf die Landschaft. Und das war's, mehr gönnt man uns nicht).

Die Kohlreihen lichten sich. Die Buschbohnereihen schließen sich. Diesjahr sähte ich das erste mal nicht in Reihe sondern in einzelnen Nestern. Die Bohnen wachsen gut und werden bald blühen. Die später gesäten Bohnen im Gemüsebeet sind beinahe größer, als die einige Zeit vor ihnen gesteckten Bohnen unterm Walnußbaum. Ich habe die Sorte Sanguigno, über die ich kürzlich schon berichtete.

Buschbohne Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Buschbohne Sanguigno



Buschbohne Sanguigno Winterwirsing (c) by Joachim Wenk
Buschbohne Sanguigno unterm Walnußbaum, daneben Winterwirsing



Und das hier mittig im Bild ist der Sommerwirsing. Er ist schnellerwachsend als sein später Kollege der Winterwirsing. Ein herrlicher Blick ins Gemüsebeet, oder?
Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet


Drüben im Gemüsegarten ist viel Grün und zum Teil auch reges Wachstum bei der Hitze. Man kann sagen, den Tomaten tut es gut. Kürbis und Zucchini kämpfen bei der größten  Hitze mit welken  Blättern. Sie wachsen aber und tragen ein paar Früchte. Dem Blaukraut gefällt die Hitze nicht. Die Kartoffeln liegen total welk am Boden. Frühkartoffeln sind jetzt auch schon erntereif, da ist kaum mehr Kraut zu erkennen. Melde und Baumspinat lassen sich von Trockenheit und Hitze nicht beeindrucken. Bei den Stangenbohnen muß man aufpassen wie ein Lux. Die brauchen jetzt viel Wasser. Kommt zu wenig, welken die Blätter und sind gleich unwiderruflich geschädigt. Das passiert mir nicht nochmal. Jetzt gieße ich mehr auf die Bohnen. Die Gurken wachsen jetzt richtig. Sie gieße ich nur mit der Kanne. Das Wasser schöpfe ich aus dem Max seiner Badewanne. Das muß ich ohnehin mindestens einmal täglich wechseln, damit er zur Abkühlung wieder frisches Wasser hat und kein heißes. Ich habe gelesen, daß Gurken auf kaltes Wasser gern mal mit Bitterwerden als Abwehrreaktion reagieren. Das soll mir nicht passieren mit dem warmen Gießwasser.


Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsesgarten

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten 
 Lauch und Sellerie stehen schön kräftig in den Reihen. Hier im Bild der Sommerlauch, der bereits geerntet werden kann.

Sommerlauch (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch
 Der Rosenkohl ist kräftig, hat aber irgendwie mißgebildeten Blätter. Keine Raupen, keine weiße Fliege mehr und keine Läuse. Ich wette, das geht auch auf das Konto der mistigen Erdflöhe.

Rosenkohl (c)  by Joachim Wenk
Rosenkohl


Und weil sie ja mittlerweile regelmäßig Wasser bekommen, blühen sie nun auch langsam, die Stangenbohnen. Die Blauhilde hat mittlerweile mehr als 3m Höhe erreicht. 
Stangenbohnenblüte der Blauhilde (c) by Joachim Wenk
Stangenbohnenblüte der Blauhilde



Aber nicht nur im Gemüsegarten blüht es, sondern auch noch in den Staudenbeeten. 

Bevor ich mich aber den weiteren Blüten im Garten und diversen, sommerlichen Arbeiten hingab (Tees trocknen, Bewässerungsanschlüsse ummodeln, Verblühtes abschneiden, Stockrosen anbinden und so einiges  mehr) , kam die Kaffeepause im Hüttenzauber. Ich mußte wieder nach drinnen gehen, einfach um der Glut der Sonne zu entkommen. 

Morgens backte ich ein Blech "Franzbrötchen", die jetzt äußerst willkommen zum Kaffee passen. Mein Laptop nahm ich ebenfalls mit, so dass ich nebenher über die Pestoherstellung vom Vormittag berichten konnte. 

Nach der Pause geht es erfrischt und erholt weiter.

Hier sieht man meine zweite Wiesenraute in Blüte. Sie hat nicht das pink mit grün-gelb sondern ein sehr zartes Farspektrum in blassestem Rosa mit durchsichtigem Grün.

hellrosa Wiesenraute
 Kräftig und knallig dagegen sind die Blüten der Cassia.

Cassia in Blüte (c) by Joachim Wenk
Cassia in Blüte

Gleich daneben ein Klee in schrägem Pink.

Klee in pink (c) by Joachim Wenk
Klee in Pink
 Kräftig lila und stark duftend bei der Hitze ist der Schmetterlingsflieder im Staudenbeet.

Schmetterlingsflieder (c) by Joachim Wenk
Schmetterlingsflieder 



Die Samen bekam ich hier von einer lieben Blog-Bekanntschaft. Ich dachte schon, daß da nichts keimt und dann erschienen super-winzige Pflänzchen. Als ich sie auspflanzte waren sie nur noch winzig und mittlerweile sind es kräftige Pflanzen in voller Blüte. Das echte Eisenkraut ist prächtig gelungen.
Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
Eisenkraut


Zum ersten mal habe ich sie in Blüte. Braun ist das neue Gelb. Seit Jahren sähe ich verzweigte braun-orange und gelbe Sonnenblumen und nie wurde es etwas mit den Pflanzen. Die Schnecken waren schneller. Dieses Jahr zog ich in Töpfen vor. Keine gute Idee, weil sehr gakelige schwächliche Pflanzen dabei heraus kamen. Aber sie haben dann im Freien doch schneller wachsen können, als die Schnecken fressen. Vor allem weil mittlerweile die Trockenheit und Hitze kam. Durch fleißig Gießen erholten sie sich rasch und sind jetzt schöne kräftige Pflanzen. Welche nun gelb und welche braun ist, weiß ich nicht mehr. Ich lass mich überraschen.


braune Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
braune Sonnenblume
 Geranien und Disteln im wärmsten Gartenabschnitt.

Geranien und Disteln (c) by Joachim Wenk
Geranien und Disteln

Hummeln, Hummeln und nochmal Hummeln. Wenn ich in den Garten gehe meine ich, ich wandle in einem Hummelnest. Aber ich freue mich, daß so viele da sind, wo sie doch auch gefährdet sind.

Hummel auf Distelblüte (c) by Joachim Wenk
Hummel auf Distelblüte
Ein paar meiner Stockrosen kennt ihr ja bereits. Ich freue mich so über die vielen Blüten in unterschiedlichen Farben überall im Garten. Im Herbst ließ ich mir vom Gärtner auch noch zwei Park - Hybriden mit gefüllteren Blüten schicken. Sie waschen zierlicher, als die selbst gesäten normalen Stockrosen. Sie ähneln im Blattwerk eher dem Eibisch und sind angeblich zuverlässig mehrjährig.  Jetzt blühen auch sie beide. Ein in gelblichem Ton. Sie steht logischer Weise im gelb-lila Beet. Die andere in Rosé. Sie steht im Staudenbeet.

Stockrosenhybride Parkallee(c) by Joachim Wenk
Stockrosenhybride Parkallee in gelblichem Weiß


Stockrosenhybride Parkallee(c) by Joachim Wenk
Stockrosenhybride Parkallee
Die rosafarbene Hybride ist auch aus der Park-Reihe. Kann es die Park-Rondell sein? Ich muß da nochmal nachsehen.
Stockrosenhybride Parkrondell (c) by Joachim Wenk
Stockrosenhybride Parkrondell


Neben Parkrondell steht eine selbst gesäte Stockrose und nimmt die  Schaufel-Eule als Halt.
Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose
 Aus der Distanz sieht man hinter der Stockrose mit Eule noch einen Verwandten. Der Eibisch in voller Blüte.
Stockrose und Eibisch (c) by Joachim Wenk
Stockrose und Eibisch
 Und wieder nahe ran. Auch die Blüten des Eibisch sind ein Foto wert mit ihrem reinen Weiß und in der Mitte den lila Staubfäden.
Eibischblüte (c) by Joachim Wenk
Eibischblüte



Schließlich unterm Walnußbaum erfreut mich diese kleine Szene mit Stockrosen.

Stockrosen unterm Walnußbaum (c)  by Joachim Wenk
Stockrosen unterm Walnußbaum
Hier noch einmal alle im Überblick. Links hinter der rosa Rose die Stockrose Parkrondell. Noch nicht arg erblüht, daher kaum zu erkennen. Dann nach rechts kommt die Stockrose mit Eule, daneben der Eibisch und schließlich die Stockrosenszene unterm Walnußbaum.