Montag, 1. Juni 2015

Geburtstagsparty, Geburtstagsgeschenk und viel Gemüse

Rosen kann man gut durch Stecklinge vermehren.

Zumindest höre ich das immer wieder. Geglückt hingegen ist es mir bisher noch nicht. Ich will es aber wieder einmal probieren. Bei uns in der Firma am Parkplatz stehen ein paar verwaiste und vergessene Rosenbüsche. Dort gießt niemand und die Sonne brennt hin. Dort düngt niemand oder schneidet sie aus. Im Winter schützt sie niemand gegen Frost und dennoch wachsen und gedeihen sie. Vielmehr, sie blühen und duften sogar ganz atemberaubend.

Rosenblüte am Parkplatz (c) by Joachim Wenk
Rosenblüte am Parkplatz

Rosenblüte am Parkplatz (c) by Joachim Wenk
Rosenblüte am Parkplatz 



Hier versuche ich mein Glück, dachte ich mir. Beim genauen Betrachten der Sträucher fallen allerdings viele neue kleine Sträucher auf. Die Rosen bilden mächtig Ausläufer.

Ausläufern von Rosensträuchern (c) by Joachim Wenk
Ausläufer von Rostensträuchern


Also bat ich unseren Hausmeister um einen Spaten und ging ans Werk. So steinhart war der Boden, daß ich mit dem Spaten so gut wie gar nicht eindringen konnte. Schließlich gelang es aber, ein paar ...... wie sagt man dazu eigentlich? .... abzutrennen. Ableger sind es ja noch nicht, da keine Wurzeln dran sind. Stecklinge sind es auch nicht, da ja mit unterirdischen Teilen ausgegraben. Absenker?

 Jedenfalls treibt so eine Rose unterirdisch wohl Ausläufer und die kommen etwas entfernt von ihr wieder nach oben, bilden dort einen neuen Busch und blühen. Wenn man diese aber versucht abzustechen und auszugraben, sieht man, daß die fingerdicken unterirdischen Ausläufer den Wurzeln ähneln, aber keine weiteren kleinen Wurzeln abgehen.

Ich habe jetzt jedenfalls 4 von diesen Absenkern mit Heim genommen. Das mächtige oberirdische Kraut  wurde auf vielleicht 10 oder 15 cm gekürzt, damit die Verdunstungsfläche möglichst klein ist. Jetzt stehen sie alle einzeln in größeren Töpfen mit feuchter Pflanzerde und ich hoffe, daß sich richtige Wurzeln bilden und ich so die hübschen und robusten Rosensträucher auch bei mir im Garten haben werde.


An diese oder all die anderen Gartenarbeiten war dann aber am Samstag nicht zu denken. Das hatte zwei Gründe.

Einmal war es bitter kalt. Das Quecksilber erreicht erst am späten Nachmittag den sicheren zweistelligen Bereich. Dabei fegte ein steifer Wind übers Land und brachte Dauerregen mit. Also so scheußlich war das, ich kann euch nur sagen.

Noch scheußlicher wird das Ganze, wenn man den zweiten Grund kennt. Ich feierte am Samstag meinen Geburtstag nach und konnte daher natürlich nicht im Garten arbeiten. Schade, daß genau dieser eine Tag so ein grausliges Wetter mitbrachte. Sonntag wieder 20° und Sonne und laues Lüftchen.

Gottseidank haben wir ja unseren Hüttenzauber. Der wurde umgeräumt und bereit gemacht für die Gäste. Zwanzig Personen passen zum Essen hinein. Das wissen wir mittlerweile.

Unser flexibles Tischsystem mit eingehängten Ergänzungsplatten bietet für jede Festlichkeit den passenden Tisch. Und wenn noch mehr Platz benötigt wird, haben wir ja noch die schöne Bierzelttischgarnitur.

Mit ein wenig Blumenschmuck, frisch aus und quer durch den Garten, wird dann aus dem Raum wieder ein schöner Partyraum.

Blumenschmuck direkt aus dem Garten  (c) by Joachim  Wenk
Blumenschmuck direkt aus dem Garten 

Blumenschmuck direkt aus dem Garten  (c) by Joachim  Wenk
Blumenschmuck direkt aus dem Garten

Blumenschmuck direkt aus dem Garten  (c) by Joachim  Wenk
Blumenschmuck direkt aus dem Garten 

Blumenschmuck direkt aus dem Garten  (c) by Joachim  Wenk
Blumenschmuck direkt aus dem Garten 

Hüttenzauber wartet auf die Geburtstagsgäste (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber wartet auf die Geburtstagsgäste

Hüttenzauber wartet auf die Geburtstagsgäste (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber wartet auf die Geburtstagsgäste 




Also eines der Geburtstagsgeschenke, das meines Mannes, muß ich euch ja unbedingt gleich zeigen. Noch garnicht lange ist es her, dass ich über so etwas hier geschrieben habe und schon steht es im Garten. Es oder besser er passt perfekt. Der gehört dorthin und man meint, daß er schon immer da stand und dass da auch einer stehen muß. Dass ich das nicht früher schon bemerkte, dass dort etwas hin muß. Von was ich rede möchtet ihr wissen? Seht selbst!


Rosenbogen als Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
mein neuer Rosenbogen an der Pforte zum Gemüsegarten


Ja da ist er der Rosenbogen, von dem ich schon einmal geschwärmt habe. Die Breite passt perfekt. Die Farbe, das rostige Mettall auch - gleiches Braun wie das kleine Bänkchen hinten im Gemüsegarten.

Und wenn man ihn vom Gemüsegarten aus betrachtet, rahmt er den Seerosenplatz schön ein und wiederholt das Dreieck des Hausdaches.

Rosenbogen als Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Rosenbogen als Eingang zum Gemüsegarten


Da kann sie jetzt schön hochwachsen meine Clb. Mme. Caroline Testout  . Eine wundervolle Rose, die ich viele Jahre im Hinterhof in der Stadt auch hatte. Eine Blütenfülle, dass es üppiger nicht geht und so große gefüllte leuchtend-rosa Blüten mit schwerem süßen Rosenduft. Und das nicht nur einmal sondern den Sommer über. Das wird ein Bild geben...

Clb. Mme Caroline Testout am Rosenbogen (c) by Joachim Wenk
Clb. Mme Caroline Testout am Rosenbogen


Die Geburtstagsfeier mit Freunden und Familie war auch trotz Kälte ein schönes Fest. Draußen auf der Terrasse vor dem Hüttenzauber haben wir in der Feuerschale ein Lagefeuer angezündet und darum dann die Gartenmöbel gestellt, daß man für einen Plausch auch draußen Platz nehmen konnte. So ein Feuerchen wärmt tatsächlich ganz angenehm.


Sonntag dann schien wieder die Sonne und es war wunderbare Luft, so frisch vom gestrigen Regen und so erfüllt vom Duft des Frühlings oder Frühsommers.

Nachdem der Hüttenzauber wieder aufgeräumt und eingeräumt, alles Geschirr gewaschen und das Leergut verräumt war, konnte ich mich noch eine Weile mit meinem Garten beschäftigen.

Dringend ins Freie mußten  Rosenkohl, Blumenkohl und  Weißkohl. Weil alles schon voll besetzt ist, blieb mir nichts anderes übrig, als Experimenten mit Mischkulturen zu machen.

Zwischen den Zucchini und Pattison ist noch Platz. Die Rosenkohlpflanzen sind groß und kräftig. Vielleicht klappt es ja, daß der Rosenkohl, der ja noch einiges in die Höhe wächst, sich zwischen den bald deutlich größer im Beet stehenden Zucchinipflanzen behaupten kann. Immerhin wir jener noch da stehen und gar erst richtig anfangen zu wachsen, wenn diese bereits das Beet wieder verlassen haben.

Weißkraut habe ich in die kläglichen Überbleibsel meiner beiden Ackerbohnenreihen gepflanzt. Auf die hat der Bagger noch vor dem Keimen einen Haufen Erde gekippt gehabt. Die Bohnen sind auch nicht mehr so lange im Beet und dann fängt das Kraut erst an zu wachsen.

Ich habe zu viele Saatkartoffeln gekauft und vorgetrieben. Die nehmen zu viel Platz ein. Für 2016 habe  ich mir schon notiert, wie viele kg Saatkartoffeln gereicht hätten. Zudem hat der Wegebau mir ein Dreieick meines Gemüsegartens bis vor etwa einer Woche blockiert. Dort kam der Zaun ab und der Bagger schaufelte den Aushaub darauf und die Schubkarren und Schuhe traten alles fest. Hier habe ich erst jetzt richtig anfangen können. Darum fehlt dieses Jahr noch mehr Platz also sonst schon.

Meine Jungpflanzen sind so herrlich groß und kräftig, die müssen ausgepflanzt werden. Die kann ich jetzt nicht in den Saatschalen verkommen lassen. Also müssen sie alle näher zusammen rücken. So habe sie dann doch noch untergebracht.

Die Blumen und Gemüsesamen von der Obi-Frühlingsgrußaktion mußten dann noch in größere Topfplattentöpfe umgesetzt werden.

Das war dann auch schon alles an  Gartenarbeit für dieses Wochenende. Trotz gestrigem Regen habe ich dann noch den Schlauch gezückt und die Stellen, die schon wieder ganz trocken sind gegossen. Die Vogeltränke muß ich regelmäßig ausspülen und auffüllen. Es ist so schön, dort den ganzen Tag über die Spatzen oder Finken planschen und trinken zu sehen. Sie haben wirklich ihren Spaß daran -und wir auch.

Spass macht mir auch mein Garten und der Gemüsegarten. Im Moment wächst alles doch recht schön. Das beteuerten auch die  Besucher der Geburtstagsparty. "Es steht doch alles ganz prächtig da" hörte ich immer wieder  "man merkt doch garnichts von den Schnecken". Immer wieder antwortete ich, daß das ja logisch ist, denn das was sie abgefressen haben, sieht man ja nicht mehr....

Trotz der Masse an Schnecken (in der Nacht habe ich von drei Dahlien 60 fingergroße spanische Schnecken entfernt!) überlebt im Moment sehr viel vom Gemüse und wächst. Wenn ich es jetzt gesund halten kann, also frei von  Erdflöhen (feuchter Boden und relgemäßige Hacken sollen helfen), frei von der weißen Fliege (ich werde wieder Niehmöl spritzen und habe Niemschrot schon beim Pflanzen ins Pflanzloch) oder frei vom Kohlweißling (ebenfalls Niehmbehandlung), dann wird es doch noch ein gutes Gartenjahr.

Im Moment jedenfalls ist der Blick in den Garten eine Freude.

Mischkultur, Weißkraut, Blaukraut und Tomaten und Sellerie (c) by Joachim Wenk
Weißkraut, Blaukraut und Lauch bei den Tomaten, die den Kohlweißling ablenken sollen

Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
und hier nochmal das Beet aus höherem Blickwinkel



Tomaten (c) by Joachim Wenk
die Tomaten sind alle angegangen und blühen jetzt

Wirsing, Buschbohnen und Weißkraut (c) by Joachim Wenk
links im Bild Wirsing, rechts neben den Brettern gesät Buschbohnen und wieder rechts 2x Weißkraut

Gemüsegarten(c) by Joachim Wenk
Der Erdhaufen vom Bagger ist weg und damit wieder ein freies Stückchen Erde zur Verfügung. Gleich kommt Weißrkaut darauf. Recht dicht gepflanzt, aber wenn eben der Platz fehlt....



rote Gemüsemelde (c) by Joachim Wenk
Feuer im Garten! Nein rote Gemüsemelde bringt hier Farbe ins Beet



Blumenkohl (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl 

Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi, die sich vom Schneckenfraß gut erholen


blaue Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
die blauen Kohlrabe werden bei immer am besten , keine Schnecken und kein Platzen



Jetzt wird es spannend. Die Steckzwiebeln sind da. Fehlen nur noch die beiden Reihen Möhren links und rechts davon. Ich weiß nicht, wie viele Reihen Möhren ich dieses Jahr schon wieder gesät habe, ohne dass etwas keimt. Wenn die hier wieder nicht keimen, dann werde ich keine Möhren mehr sähen. Schade um die Arbeit und den Platz. Dann verwende ich die Reihen lieber für all die schönen vorgezogenen Pflanzen. Auch Pastinaken habe ich dann dieses Jahr keine. Sie sind wieder nicht aufgegangen. Nur zwei oder drei. Wenn sie denn aufgehen (meist nach mehreren Versuchen und vielen Wochen Wartezeit) dann werden es schöne Wurzeln. Aber das ist mir mittlerweile auch zu dumm. Immer warten und warten und dann ist das Unkraut in den Reihen schon hoch, wenn sie keimen. Dann wieder kann man das Unkraut nicht rausreißen, weil man die winzigen zarten Pastinaken -  mit Möhren ist es ebenso - herausreißt. Die können aber wegen dem Unkraut nicht richtig wachsen oder stehen zu dicht und entwickeln sich nicht. Da versuche ich lieber etwas anderes und probier einmal etwas Neues.
Steckzwiebeln
Und zum Schluß noch ein Bild vom Ziergarten. Die großen blauen Kugeln dieses Zierlauches sind dieses Jahr besonders gleichmäßig und das Laub auch noch grün. Es hat also geholfen im Frühjahr gut zu düngen und dann immer regelmäßig zu gießen. 

Blüten vom Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Blüten vom Zierlauch

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