Donnerstag, 18. Juni 2015

Endlich habe ich auch einmal richtige Kugeln im Gemüsegarten

Vergangenen Samstag hatten wir doch wieder Erwarten noch vor dem Geburtstag Zeit,  einen Baumarkt aufzusuchen. Beim Schländern durch die Gänge der Gartenabteilung, findet man immer wieder etwas, das man noch nicht hat und eigentlich schon immer bräuchte. Scheinbar sollte es so sein, daß wir uns begegnen - die Buchs-Schere und ich.

Das ist ein wahrlich praktisches Teil. Und scheinbar sollte es wohl auch so sein, daß ich noch nicht dazu kam, meine Buchs-Kugeln im Gemüsegarten zu frisieren. Jetzt endlich habe ich einmal Kugeln. Den Buchs habe ich aus Stecklingen, die damals noch meine Oma im Park (nach dem Heckenschnitt) mitnahm gezogen. Oma ist seit über 15 Jahren tot. Das heißt die Buchse sind mindestens 16 Jahre alt. Eher 18 der gar 20. Bis etwa 2009 standen sie im Hinterhof in Töpfen, dann kamen sie in den Gemüsegarten auf meinem Feld und dann 2012 in unseren richtigen Garten, wo sie hoffentlich noch lange stehen können.



Buchskugeln im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch frisierte Buchs-Kugeln im Gemüsegarten



Buchsschere (c) by Joachim Wenk
die neue Buchs-Schere



Zusammen mit meinen Gemüsesamen orderte ich im Frühjahr auch ein Päckchen Samen vom Seidenmohn. Vor allem wohl, wegen dem Hinweises, daß er wenig durch Schnecken gefährdet ist.

Die Samen gingen ordentlich auf und überall pflanzte ich Mohnpflänzchen. Einige fielen dann doch der Übermacht der Schnecken zum Opfer. Gleichwohl war zu erkennen, daß er nicht unbedingt zur Leibspeise gehört, weil viele verschont blieben, während daneben alles weggefressen wurde.


Jetzt fängt der Seidenmohn an zu blühen und erfreut meine Gärtnerseele. Und wieder mache ich eine Beobachtung. Die Pflänzchen sind überall in etwa gleich groß. Eher zierlich gebaut. Aber im neuen Staudenbeet, das mit Wurmhumus vor dem Bepflanzen versorgt wurde, sieht die Mohnpflanze ganz anders aus. Sehr kräftig, gedrungen und voller Lebenskraft. Vielleicht könnt ihr das sogar auch am Foto erkennen.



Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Seidenmohn 

Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Seidenmohn 

Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
und hier der Seidenmohn mit Wurmhumusdüngung

Mein Staudenbeet bereitet mir dieses Jahr wirklich große Freude. Es blüht immer etwas und das bereits seit den ersten Frühlingsblühern. So wollte ich es haben. Und das Blühen hat auch noch lange kein  Ende, stehen doch  einige Stauden darin, deren Blüte erst noch beginnen wird.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet



Und auch meine so geliebten Fingerhüte kommen dieses Jahr an etlichen Stellen im Garten zur Blüte. hier im lichten Schatten unter der Walnuß. Davor die schön entwickelten Stockrosen, auf derer Blüten ich besonders gespannt bin. Weiß ich doch nicht, welche Farbe sie haben werden. Rechts in der Ecke wappnet sich der weiße Eisenhut mit seinen Blütenkerzen schon zum großen Auftritt.
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet



Spornblumen habe ich auch zum ersten mal in meinem Leben. Sie haben mich schon jetzt überzeugt. Reiche Blüte und kein Schneckenfutter. Ein wenig darin versteckt blüht der zierlichste Zierlauch, den ich habe.
Spornblume Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Spornblume und Zierlauch

Die Seerose in ihrem neuen Becken genießt das warme Wasser und die Sonne sichtlich. Die erste Blüte ist offen. Aber nur bei Sonnenschein und tagsüber. Am Nachmittag beginnt sie sich zu schließen und ruht dann bis zum nächsten Vormittag. Jetzt habe ich sie einmal bei vollem Sonnenschein abgelichtet.  Normal ist das grelle Sonnenlicht zur Mittagszeit nicht geeignet, Blüten zu fotografieren. Hier aber finde ich es dann doch passend.


Seerosenblüte (c) by Joachim Wenk
Seerosenblüte

 Zierwert haben aber nicht nur  Blüten. Auch wenn ich vor ein paar Tagen noch die hübschen lila Blüten der Blauwschokker-Erbse hier präsentierte. Jetzt sind die Schoten daran. Die machen sich in ihrem dunklen und kräftigen Lila doch auch ganz gut. Die Erbsen in ihnen sind grasgrün, so wie man es von Erbsen erwartet.


Schoten der Blauwschokker-Erbse (c) by Joachim Wenk
Schoten der Blauwschokker-Erbse

Etwas fürs Auge und vor allem für den Bauch ist die erste etwas üppigere Erdbeerernte. Köstlich!

frische Erdbeeren (c) by Joachim Wenk
frische Erdbeeren


Bei angenehmen Temperaturen von etwa 25°C machen wir weiter mit dem Wege- und Terrassenprojekt. 

Wenn man so am Arbeiten ist, wird man leicht übermütig und entschließt sich zu noch mehr Arbeit. 

Jetzt, da wir doch die schönen Granitsteine hier haben, könnte man doch um den Hausbaum in der Mitte des Rasens auch eine Mähkante basteln. Dann wuchert das Gras nicht so unschön um den Stamm und die darunter gepflanzten Stauden oder andere Pflanzen bleiben unkrautfrei. 

Mann ist das trocken bei uns. Mit dem Spaten komme ich fast nicht in die Erde und das, was ich dann abschabe, rieselt einem durch die Finger. So trocken wie Vogelsand, frisch aus der Tüte, ist der Aushub. 

Von unserem Buchsschnitt habe ich auch zwei Topfplatten voll mit Stecklingen gemacht. Hoffentlich bewurzeln viele von ihnen. Dann können wir innerhalb der Graniteinfassung eine niedrige Buchshecke um dem Baum anlegen. 



Hausbaum Einfassung (c) by Joachim Wenk
angezeichnet mit Sand... 

Hausbaum Einfassung (c) by Joachim Wenk
...und dann sauber ausgestochen. 





Total ausgetrocknete Lehmerde ist der Traum einer jeder Schaufel oder des Spatens. Vom Gärtner ganz zu schweigen. Oder seid ihr da anderer Meinung? 

Jedenfalls mußte ich auch hier Zentimeter für Zentimeter abkratzen. Das wird der neue Standort für unseren beleuchteten Brunne. Da kommt er sicher besser zur Geltung als bisher. Und wir können ihn von der Terrasse aus sehen. 



Die Terrasse vor dem Haus macht auch Fortschritte. Die Dreinage, auch hinter den Stelen im  Beet, ist verlegt oder vorbereitet. Die Umrandung steht. Jetzt muß die ganze große flache Wanne nur noch mit Split gefüllt werden. Dann können die Pflastersteine verlegt werden. 
Terrasse vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Terrasse vor dem Haus - Umrandung für Pflastersteine ist gesetzt

Terrasse vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Terrasse vor dem Haus , von der Haustür aus gesehen


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