Montag, 15. Juni 2015

Blüten wohin man sieht, sogar der Walnußbaum blüht über und über und riecht ganz betörend

Ein sehr heißes, trockenes,arbeitsames sowie faules Wochenende liegt nun wieder hinter uns.

Arbeitsam am Samstag und faul am Sonntag.

Am Samstag haben wir mit dem Wege- und Terrassenprojekt weiter gemacht.  Das ging so flott, daß wir vor der Geburtstagsfeier meiner Schwägerin sogar noch Zeit hatten, in den Baumarkt zu fahren.

Am Sonntag beschränkte sich meine ganze Gartenarbeit dann auf das Gießen. Den ganzen Tag habe ich nichts anderes gemacht als mit dem Schlauch vor den Beeten zu stehen. Stunde um Stunde. Es ist Wahnsinn, wie trocken alles ist. Mein einer Walnußbaum lässt die Blätter und Äste derart hängen, daß sogar zu meinem größten Schrecken das Meisenhäuschen heruntergefallen ist. Das hing dort seit ein paar Jahren und gottseidank ist die erste Generation bereits ausgeflogen.

So standen die beiden Tage also eher im Zeichen des Faulenzens und Betrachtens. Es gibt ja auch genug zu sehen. Oder zu genießen. Am Sonntag Mittag beim Grillen unter der Haselnuß war es einfach nur schön und entspannt. Ein leichter mit Blüten-Duft geschwängerter Luftzug erfrischte uns und den Besuch. Die frisch geernteten Erdbeeren  zum Vanilleeis waren traumhaft. Dafür, genau dafür habe ich eigentlich den Garten auch.

Jetzt also auch für euch ein paar der frühsommerlichen Garteneindrücke und Einblicke:

Der Rambler Paul's Himalayan Musk im Walnußbaum blüht und beduftet den Gemüsegarten. Mittlerweile hängen die Blütentriebe auch schon ganz malerisch und verträumt aus der Baumkrone heraus. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

Ramblerrose Pauls Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Pauls  Himalyan Musk im Walnußbaum

Ramblerrose Pauls Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose im Walnußbaum
Zu Füßen vom Walnussbaum blüht die hellrosa Pfingstrose, untermalt von den grüngelben Blüten des Frauenmantels. Und zum ersten Mal mischen dieses Jahr die hellblauen Blüten vom Storchschnabel mit.

Pfingstrose, Frauenmantel, Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Pfingstrose, Frauenmantel und Storchschnabel
Im selben Beet fand ich noch eine verträumte Komposition mit Frauenmantel. Hier begleitet er die weiße Jacques Cartier.
Rose Jacques Cartier Frauenmantel (c) by Joachim Wenk
Frauenmantel und Rose Jacques Cartier


Ich muß schon sagen, so langsam wird mein Garten so, wie ich es mir vorstelle. Diese schönen  Szenen, nicht geplant sondern einfach entstanden, werden mehr. Genau das finde ich so entzückend.
Die Fingerhutblüte hat sich durch den Zaun gereckt. Sicher um besser gesehen und gebührend bewundert zu werden.
Fingerhut (c) by Joachim Wenk
Fingerhut







Hier in dem Beet hatte ich meine Kräuter stehen. Da die Erde aber zum größten Teil aus Steinen und uraltem Bauschutt bestand, wuchs nichts so richtig gut. Jetzt haben wir mit dem Bagger ein paar Baggerschaufeln dieser Schutterde entsorgt und mit Erdaushub von den Wegen getauscht. Aus dem Kräuterbeet ist ein Staudenbeet mit Obstbaum und ein paar restlichen Kräutern geworden. Der Baum ist eine Khaki, die dem Wegeprojekt weichen mußte und hier schon wieder gut angewachsen ist. Mir fällt auf, daß in dem Beet jetzt plötzlich die Stauden sehr gut wachsen, sehr gesund und kräftig sind und auch die Kräuter, die noch dort blieben deutlich anders wachsen als die Jahre davor. 

Ich glaube den Grund zu kennen und werde das auch an anderen Stellen im Garten sehr aufmerksam beobachten. Vor der Neubepflanzung hatte ich auf der  Fläche eine Schale frischen Wurmhumus aus der Wurmfarm verteilt und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. 

Das wäre ja fantastisch, wenn der  Wurmhumus tatsächlich eine derart positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum hätte. Dann würden die Lobhudeleien aus der Literatur tatsächlich stimmen. 

Auch im Gemüsegarten habe ich bei manchen Starkzehrer-Reihen Wurmhmus vor dem Pflanzen eingearbeitet. Ich behalte das genau im Auge, ob ich auch dort eine so deutlich positive Wirkung wahrnehmen kann. 



Unter der Khaki blühen gerade der blau-lila Natternkopf und die rote Spornblume. 
Natternkopf und Spornblume (c) by Joachim Wenk
neues Staudenbeet unter dem Khakibaum


blauer Natternkopf und rote Spornblume  (c) by Joahchim Wenk
blauer Natternkopf und rote Spornblume





Diese cremefarbene Färberkamille hat den passenden Standort. Trocken und heiß ist es, das liebt sie. Daneben der dunkel-pink-farbene Cystus, dessen Blätter in der Hitze der Sonne sehr würzig duften.

Cystus und Färberkamille (c) by Joachim Wenk
pinfarbener Cystus und cremefarbene Färberkamille

Neben all den großen und prächtige Stauden lohnt aber immer auch ein Blick zu den Kleinen und Unscheinbaren. Der Dachwurz hat sich ebenfalls mit aparten rosa Blüten geschmückt.

blühender Dachwurz (c) by Joachim Wenk
blühender Dachwurz
 Abends noch haben wir einmal ganz neugierig die Blätter beiseite geschoben um nach Bütenknospen Ausschau zu halten. Am nächsten Morgen war sie bereits über dem Wasser zu sehen, die erste Knospe der Seerose in diesem Jahr.
Seerose mit Knospe (c) by Joachim Wenk
Seerose  mit Knospe

Ach ja, eine kosmetische Tätigkeit fällt mir allerdings noch ein, die am Samstag unbedingt noch erledigt werden musste. Die Frühlingsblumenwiese hat mich langsam aufgeregt in ihren Ausmaßen. Ans Staudenbeet kam ich nicht ran und die Vogeltränke hat man kaum mehr sehen können. Die Tulpen und Narzissen habe mittlerweile das Laub eingezogen und so kamen die Motorsense und dann noch der Rasenmäher zum Einsatz.


Staudenbeet und Vogeltränke (c) by Joachim Wenk
die Wiese ist weg, man sieht Vogeltränke und Stauden endlich wieder in ihrer vollen Pracht


Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
so hat es noch die Tage zuvor ausgesehen



Im Gemüsegarten gibt es nichts Neues. Außer dem Gießen oder Erdbeeren ernten habe ich dort auch nichts weiter gemacht. Die erste Zucchini blüht, die Ananaskirschen im Gewächshaus habe die ersten Blütchen und die Tomaten hängen vielversprechend an den Pflanzen.

Der Goldmohn ist einfach im Gewächshaus gekeimt und blüht jetzt dort. Ich weiß nicht woher er kam, hatte ich doch, was mir bewusst ist,  nie welchen im Garten.

Der dunkelrot gefärbte Basilikum ist nicht nur für die Nase und dann sicher auch für den Gaumen ein Genuß, nein er erfreut auch das Auge.

Die Frühkartoffeln mußte ich bereits wieder mit Schnüren im Beet halten, damit die Wege begehbar bleiben. Im Bild unten rechts sind die beiden Kartoffelkübel.  Der Kübel, den ich zuerst, Anfang April bepflanzte scheint sich schon langsam für die Ernte fertig zu machen.

Und die Blauwschokker-Erbsen blühen mittlerweile auch.

Bilder aus dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Potpourri aus dem Genmüegarten

Diejenigen unter euch, die das Wege- und Terrassenprojekt bisher aufmerksam verfolgen, sind sicher gespannt, was wir weiter gemacht haben.

Die Einfassung des Fliederbeetes und gleichzeitig Abstützung des Hanges ist nun fertig. Hier haben wir Granitstelen verwendet. Passend zu den Granitquadern, die als Wegbegrenzungen dienen.  Wenn die Noppenfolie restlich verlegt und die Drainage angeschlossen ist, kann ich anfangen, Erde auf zu füllen.

Einfassung für Beet und Weg aus Granitstelen (c) by Joachim Wenk
Einfassung für Beet und Weg


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