Montag, 25. Mai 2015

Roter Mohn und die blaue Pille - mein Pfingsten im Garten

Ja gibt es das denn auch noch? Jetzt mußte ich doch glatt mit dem täglichen Gießen des Gartens aufhören, weil ich sonst pitsch naß geworden wäre, so regnet es auf einmal...

Ist das herrlich, es schüttet wie aus Kübeln. Das war sehr nötig. Ich habe gerade die Kübelpflanzen noch gedüngt und dann im Gewächshaus gegossen, als es plötzlich anfing.

Jetzt sitze ich an meinem kleinen Sekretär vor dem PC und blicke hinunter in meinen Garten und freue mich über den Gewitterschauer. Die Zeit nutze ich gleich, um die Entwicklung im Garten der letzten Tage niederzuschreiben.

Wer erkennt diese ganz wundervollen Blüten? Es sind die ersten von sehr vielen, die in den kommenden Tagen noch aufgehen werden. Der Strauch ist über und über mit ihnen bedeckt.

Stimmt, es ist tatsächlich eine ganz normale Brombeerblüte. Sie steht aber den Blüten von Ziersträuchern in nichts nach, finde ich.

Brombeerblüte (c) by Joachim Wenk
Blütenschmuck eines Strauches im Gemüsegarten

Ebenfalls die ersten Blüten vom Mohn sind aufgegangen. Diese Staude blüht wirklich atemberaubend. Einmal ist die Größe der Blüten mit mindestens zwanzig Zentimetern Durchmesser ungewöhnlich groß. Zum Anderen ist das Rot der Blüten mit einem Feuer erfüllt, wie ich es sonst auch nicht im Garten habe. Die Farbe ist so schräg und grell, daß ich mit meiner Handykamera- und leider habe ich keine andere - immer etliche Versuche brauche, die dann auch wieder vom Tageslicht abhängig sind, um die Farbe originalgetreu wiedergeben zu können. Hier ist sie ganz genau getroffen.

Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
der Mohn beginnt sein Flammenspiel im Staudenbeet

Und so sieht es aus, wenn das Handy meint zu wissen, wie die Farber rüber kommen sollte, aber keine Ahnung hat, von der richtigen Farbe...

Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
Fehlfarben im Handyfoto


Jedenfalls ist das Mäuerchenbeet recht vielversprechend. Die kommenden Wochen müssen ein Blütenrausch werden. Die Stockrosen legen mächtig zu. Die Pfingstrosen haben jede Menge Knospen und das, obwohl sie erst im Herbst gepflanzt wurden. Bald kommt der große blaue Storchschnabel und die rosa Rose "Empress  Josephine" oder die weiße Bodendeckerrose  Sternenflor. Fäberkamillen und Bertram sind übersät mit Knospen und die Purpur-Witwenblume ist erst noch am Wachsen. Sie wird wieder sehr groß. Eigentlich viel zu groß für ihren Platz im Beet. Dafür sind aber die vielen Blüten, die da noch kommen, der absolute Hingucker. Ach ja schließlich werden die lila-farbenen Sommerflieder zu beiden Seiten der Weigelie ihr erstes Jahr im Staudenbeet hoffentlich mit einem gebührendem Einstand feiern.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet rüstet sich für das große Blühen demnächst


Gut angenommen ist inzwischen Volkers Geburtstagsgeschenk, die Vogeltränke. Erst gestern habe ich wieder einen Spatz beim Baden beobachten können. Kurz drauf kam ein Zweiter und sie planschten ausgelassen in ihrem Freibad.

Vogeltränke (c) by Joachim Wenk
gerne besuchte Vogeltränke


Ebenfalls die Freibadsaison eröffnet hat nun endgültig meine Seerose. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten haben wir jetzt endlich ihr neues Zuhause dicht bekommen. Sie stand die letzten Wochen dunkel unter der Haselnuß in ihrem alten Regenfass. Wegen der  Wegearbeiten haben die Kübelpflanzen heuer ganz allgemein ihren gewohnten Platz  nicht einnehmen können. 

Die Seerose ist die erste, die den endgültigen Sommerplatz bezogen hat. Beim Umsetzen des Topfes habe ich auch schon die erster Knospe entdeckt. 

Seerosenbecken aus Kanalrohren (c) by Joachim Wenk
endlich dicht! unser Seerosenbecken

Seerose (c) by Joachim Wenk
Seerose im neuen Quartier

Zwar ist der Weg noch nicht fertig. Er muß noch "gerüttelt" werden. Weil wir jetzt die Sonnenterrasse vor dem Haus neu machen und die Terrasse im Schatten unter der Haselnuß für uns gebraucht wird, kamen die Kübelpflanzen jetzt erst einmal aus dem tiefen Schatten ans Licht. Bis ihr eigentlicher Platz fertig ist.
Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
meine Kübelpflanzen 


Das war der Ziergarten zu Pfingsten. Lasst uns jetzt noch einen Blick in den Nutztgarten werfen. 

Gemüsegarten Ende Mai (c) by Joachim Wenk
Germüsegarten im Ende Mai


Am Samstag habe ich endlich die Tomaten gepflanzt. Sie hatten bereits erste Blüten und eine Höhe von 80-90cm. Es wurde Zeit für den Umzug. Das Gerüst steht ja schon länger und die Schnüre waren auch bereits gespannt. Ich habe entlang der künftigen Tomatenreihen eine Rille gezogen und frischen Wurmhumus etwas in die Erde eingearbeitet. Ich bin gespannt, ob ich Auswirkungen der Produkte aus meiner Wurmfarm feststellen kann. 

Dann kamen die Tomaten in die Erde. Schön tief, damit sich am Stängel unter der Erde neue und zusätzliche Wurzeln bilden können. 

frisch gepflanzte Tomaten (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzte Tomaten aus eigener Anzuch


Ebenfalls ausgepflanzt habe ich Zucchini und Pattison, den Ufokürbis. 


Zucchini und Ufokürbis frisch im Beet (c) by Joachim Wenk
Zucchini und Ufo-Kürbis frisch im Beet


Weil ich gerade so in Schwung war,  kamen die Gurken auch noch ins Freie. Mein Gemüsegarten hat ja leider einen begrenzten Platz zur Verfügung und so werden die Gurken auch in die Höhe geleitet. Ich versuche das dieses Jahr einmal. Das Gewuchere am Boden gefällt mir nicht und nimmt viel Platz in Anspruch.

Gurken und Rankgitter (c) by Joachim Wenk
aus Platzmangel müssen die Gurken dieses Jahr senkrecht wachsen


Die Stangenbohne "Blauhilde" von der ich im vergangen Jahr selbst Samen ernten konnte ist nun auch gesät. Immer wieder höre ich, daß man die Samen über Nacht vorquellen sollte. Weil gerade der Boden wieder sehr trocken ist und auch die Erbsen so langsam keimten in diesem Jahr, versuche ich  es zum ersten Mal mit Vorquellen. Als ich im Gartenbuch nochmal nachlese, wie tief sie nun genau gesteckt werden müssen, lese ich dort, daß man sie nicht (!) vorquellen soll. Na toll, das ist jetzt zu spät. Wie macht ihr das eigentlich? Steckt ihr sie direkt oder lasst ihr die Kerne über Nacht quellen? 


Bohnensamen vorgequollen (c) by Joachim Wenk
Bohnensamen Blauhilde vorgequollen

Bohnenzelt Marke Eigenbau (c) by Joachim Wenk
Bohnenzelt mit Haselnußstange und altem Rad-Reifen



Mein Bohnen-Tippi hatte sich im letzten Jahr bewährt. Eine etwas 5m lange Haselnußstange wird in den Boden gesteckt. Nein! zu hoch ist die nicht. Die Blauhilde geht da bis etwas 4m locker nach oben. Unten am Boden liegt ein alter metallener Ring, den ich im Schuppen gefunden habe. Das war wohl einmal der Reif eines Holzrades. Weil er ein Eigengewicht hat, brauche ich weiter keine Bodenanker. Ich befestige direkt an ihm die Schnüre nach oben. Gesät werden die Bohne im Kreisinneren. Die Erfahrung zeigte, daß es sinniger ist. Weil die Schnüre sich nach oben quasi verjüngen und die Bohnen vom Kreisinneren senkrecht nach oben wollen, treffen sie so eher auf eine  Rankhilfe. Sähe ich außerhalb des Kreises, und sie wachsen senkrecht nach oben, greifen sie zuerst einmal ins Leere. 

Weil im Gewächshaus endlich mehr Platz ist ohne Tomaten und Co. konnte ich hier  endlich die Paprika pflanzen. Drei Wildchili und eine Glocekenpaprika gesellen sich dazu. Vier Tomaten stehen schon länger darin. Das im März gesäte Gemüse ist abgeerntet oder ist bald weg. Der Salat bereichert beinahe täglich den Mittagstisch. Radieschen sind verzehrt und werden jetzt vom Rettich ersetzt. Bald stehen nur noch Kohlrabi, Kopfssalat und Frühlingszwiebeln in den Beeten. Hier müssen jetzt noch die Anananskirsche und eine Andenbeere ihren Platz beziehen. Und natürlich das Basilikum, das aber noch zu klein ist. 


Blick ins Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus

Tomate im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomate im Gewächshaus

Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paprika im Gewächshaus



Und dann ist da ja noch die kleine blaue Pille. Ja ja ihr habt schon richtig gehört. Nicht nur ältere Männer in der Fiat-Werbung haben die nötig. Da kann man ruhig darüber reden. Es ist doch nicht schlimmes dabei, finde ich. 




Schließlich kann das euch auch passieren, daß der Maulwurf plötzlich im Garten ist. Und wie sagt man ihm, daß er wieder raus soll. Bei mir hat er schließlich direkt daneben eine große Wiese, da könnte er hin. Also versuche ich diese wirklich streng riechenden  Pillen, die ich überall im Boden versenke. Ob die ihm auch so wenig zusagen, wie mir? 



Ich habe auch vibrierend  und summende Geräte. Eines vom Vorbesitzer ist das Uraltmodell mit vier Batterien und schwachem Sound. Zwei weitere haben Solarzellen und vibrieren. Eines davon gibt aber kein Lebenszeichen mehr von sich und das andere habe ich beim Herausziehen aus der Erde entzwei gerissen. Das war selbstredend nicht gut für seine Funktionsfähigkeit. Dann kamen jetzt ganz aktuell zwei solche Monster vom Discounter dazu. Wow so große Teile habe ich davon ja noch nie gesehen. Die machen so einen Terror im Beet, daß ich sie ausschalten mußte als ich in der Nähe arbeietet. 

Die Ruhestörung für mich und den Maulwurf erledigte sich aber zwei Tage nach dem ersten Gebrauch. Kein Ton kam mehr heraus. Vibieren und Summen war wohl zu viel für den Akku bei bewölktem Himmel. Jetzt summt es nur noch. Allerdings gibt das  zweite auch wieder keinen Mucks mehr von sich. Nach zweit Tagen im Einsatz. So ein Schrott!

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