Freitag, 22. Mai 2015

Liebster Award: eine feine Sache für uns neugierige Blogger



Der Liebster-Award, ein Begriff der irgendwie nicht passt, meiner Meinung nach. Immer wieder stoße ich darauf, in Artikeln anderer Blogs. Nun bin ich selbst einmal dazu nominiert worden und darf der Eva von gartensaison-gartentipps.blogspot.de ihre Fragen beantworten. Auch wenn der Begriff für meine Ohren nichts sagt, ist die Idee doch gut und für leidenschaftlich-neugierige oder sollte man sagen interessierte Blogger wie geschaffen.


Wenn man die Fragen beantwortet und sich selbst dadurch ein wenig vorstellt, darf man sich selbst Fragen einfallen lassen, die man von anderen Bloggern gerne beantwortet hätte. Dazu darf man wieder selbst nominieren. So erfährt man etwas von den Menschen hinter den Blogs. Eine feine Sache. Und ganz nebenbei ist es für den eigenen Blog auch gut, wird er doch durch die Verlinkungen wieder etwas bekannter. Vielleicht knüpft man auch neue Kontakte?


Ich mache da gerne mit und freue mich auf das was kommt.


Und das sind die Fragen von Eva an mich, die ich gerne beantworte:


  • Was verbindet dich mit deinem Blogthema? Warum liegt es dir am Herzen?


Seit ich denken kann bin ich absolut begeisterter, ja schon triebhafter Hobbygärtner. Ich wuchs mit einem großen Garten mitten in der Kleinstadt auf. Ich liebte alles, was mit Garten zu tun hat. Sogar die Tätigkeiten darin und einfach jede Pflanze. Was waren das für herrliche Einkaufsausflüge damals, wenn ich mit der Mutter in das Gartengeschäft (ja damals gab es solche Fachhandlungen noch!) ging. Der Geruch von Dünger, Torf und Erden weckt jetzt noch die Erinnerungen und die Freude und Leidenschaft, wenn er mir wieder in die Nase steigt. Torfquelltöpfchen, kleine Gewächshäuser und die Samen hatten es mir immer angetan.


Mit 14 zogen wir in ein anderes Haus, ganz ohne Garten. Der zugehörige Hinterhof mit Betonboden wurde aber schnell zur grünen Hölle. So auffällig, daß sogar die lokale Zeitung darüber berichtete. Die Leidenschaft muß ich von der Mutter haben. Sie pachtet dann einen Schrebergarten, in dem ich sehr viel Zeit verbrachte.


Später als ich beruflich in eine andere Stadt zog, wohnte ich in einer Dachwohnung mit Dachterrasse. Schnell war die eingewachsen und eine lebendige Oase mit ausgeklügelter automatischer Bewässerung, daß die Pflanzen die regelmäßigen Dienstreisen auch überstanden.


Wieder zurück in der Heimat fing ich an, ein Stück Feld zu bewirtschaften. Da musste der Gemüsegarten erst der Wiese abgerungen werden. Hier werkelte ich bis 2011. Ab da habe ich/haben wir das Haus am Land mit dem großen Garten direkt um das Haus. Jetzt konnte ich endgültig loslegen.


Und meine Leidenschaft hat sich über all die langen Jahre nie unterkriegen lassen. Ich muß Gärtnern. Das ist für mich das Paradies.



  • Warum hast du dich für einen Blog entschieden und nicht etwa für ein Buch oder YouTube?


Was ein Blog ist, wusste ich gar nicht. Ich habe mich damit auch nie sonderlich befasst, es nur manchmal gehört, daß es so etwas gibt.

Dann kam der große Garten. Ich werkelte auf Teufel komm raus und veränderte und verschönerte. Natürlich wollten Freunde und Familie immer wieder wissen, was ich gerade mache und was Fortschritte macht. Ich begann Fotos zu machen und per Mail zu verschicken. Auch an die, die es gar nicht so unbedingt wissen wollten. Aber ich fand einfach Spaß daran.

Einzelne, verstreute Mails waren mir bald zu wenig. Ich wollte auch für mich alles in einem Tagebuch festhalten. So kam ich zum Bloggen. Schnell gefiel mir die Möglichkeit, absolut unkompliziert seine Ideen und Meinungen oder Empfindungen veröffentlichen zu können.

YouTube ist mir zu kompliziert mit den Videos. Selbst wenn ich einmal ein Video vom Garten etwa veröffentlichen möchte mag es mir nicht gelingen. Und außerdem schaue ich selbst Videoblogs mit nur ganz wenigen Ausnahmen an. Ich selbst bin ein Mann der Worte und des Geschriebenen. Hier kann ich auch mal querlesen. Das, finde ich, geht bei Videos nicht. Daher schreibe ich auch selbst lieber Texte.

Ein Buch wäre natürlich einmal eine herrliche Sache, die mir viel Freude machen würde. Aber ich weiß nicht, wie man das angehen könnte. Außerdem habe ich so viel zu erzählen und zu zeigen, das ginge in ein Buch gar nicht hinein. Vielleicht fällt mir einmal ein Thema ein. Dann aber wüsste ich gar nicht wie das anzufangen ist, schließlich sollte das ja auch ein Buch sein, das verkauft wird, nicht nur ein Ausdruck meiner Texte. Kommt Zeit kommt Rat. Jedenfalls ist das Bloggen viel unkomplizierter, spontaner und freier. Daher wird es meinen Blog wohl auch noch eine ganze Weile geben.



  • Was sind deine ein bis drei wichtigsten Tipps, die du deinen Lesern mitgeben möchtest?



Tipps für was? Für einen eigenen Blog? Dann kann ich folgendes sagen:


Ein ganz wichtiger Tipp ist auf alle Fälle: einfach machen, anfangen zu schreiben und zu bloggen! Es gibt einfache und kostenlose Möglichkeiten, zum Beispiel hier bei blogger.com. Es kann ja nichts schief gehen. Schlimmstenfalls bekommt man keine Leser. Aber das geht eigentlich fast nicht, wenn man sich mal anschaut zu welchen Themen es Blogs mit Lesern gibt.


Und da ist der zweite Tipp. Wenn man selbst von etwas begeistert ist und auf seine eigene Art und Weise schreibt, findet man sicher auch Leser, die diese Begeisterung teilen und sich mit einem austauschen. Dabei sollte man schon auch ein wenig Freude am Schreiben und Veröffentlichen selbst haben. Schreiben um des Schreibens Willen. Nicht immer bekommt man Antworten und Rückmeldungen. Mir macht es einfach auch Spaß einfach meine Begeisterung zu teilen und zu schreiben. Ich weiß nicht immer, ob es gelesen wird und was davon gelesen wird. Meine ersten Rückmeldungen und Antworten bekam ich überhaut erst ein gutes halbes Jahr nach meinem ersten Blog.


Sind wir bei dem dritten Tipp. Durchhalten und regelmäßig schreiben. Ein Zeitungsjournalist schreibt auch, weil er schreiben will. Nicht zu jedem Artikel bekommt er sofort direkte Rückmeldung von den Lesern. Aber wer regelmäßig schreibt, wird auch erfahren, daß seine Texte gelesen werden.


Oder drei Tipps fürs eigene Gärtnern?


Oh weh ich bin doch selbst immer noch auf Tipp-Suche.

Vielleicht auch wieder: Anfangen, sonst wird es nie was. Als Tipp 1.

Dann fällt mir gerade ein, Tipp zwei könnt sein: Kaufe nie Billigpflanzen im Discounter oder Billigst-Discounter. Du wirst keine Freude daran haben, weil sie nicht wachsen und wenn sie wachsen, weil sie nicht lange überleben werden. Gerad Anfänger sollten gute Qualität kaufen. Fortgeschrittene lassen sich schon mal hinreißen ein Schnäppchen mit zu nehmen. Durch ihre Erfahrung gelingt es manchmal dieses aufzupeppeln. Aber oft nützt auch Erfahrung nichts, weil das Pflanzenmaterial genetisch so kaputt ist, daß es nichts werden kann.

Tipp drei: Bücher lesen, Blogs lesen, Magazine lesen und dann seinen eigenen Stil finden und kombinieren. Eigener Stil im Gestalterischen wie in den Arbeitstechniken, eigener Stil in der Pflanzenkombination und -auswahl, eigener Stil im Arbeitseinsatz und -rhythmus. In erster Linie machen die meisten, den Garten doch für sich selbst. Er spiegelt eigenen Geschmack und Persönlichkeit. Nur dann gefällt er einem selbst und man hat - wie jeder Gärtner, den schönsten Garten der Welt.


  • Wie findest du deine Schreibideen bzw. die Themen für deine Blogartikel?


Die Ideen kommen oft schon beim Gärtnern und Fotografieren. Oft habe ich ganz automatisch schon hier eine Idee für den neuen Text und die Geschichte. Dann mache ich vielleicht gleich noch Fotos, die genau dazu passen. Manchmal fällt mir auch ein Thema ein, über das ich schreiben könnte und ich mache dann die entsprechenden Fotos oder genau die Arbeiten, die dazu gehören. Manchmal sinniere ich auch über etwas, vielleicht schon jahrelang und schreibe auch hierüber.

Ab und an sehe ich in Magazinen oder anderen Blogs Sachen, die ich dann auf meine Art und Weise auch umsetze und darüber berichte.

Jedenfalls sind mir die Ideen und Themen noch nie ausgegangen. Manchmal kommen so viele auf einmal, daß ich sie einteilen muß, um meine Leser nicht zu überrennen mit Beiträgen.


  • Wo schreibst du? Zuhause im Arbeitszimmer? Unterwegs in der Bahn? Im Cafe? Im Garten?



Ich schreibe daheim. In unserem Häuschen ist im ersten Stock ein Treppenabsatz. Dort habe ich meinen Sekretär hingestellt und den Laptop darauf. Am Fenster stehen ununterbrochen blühende Orchideen und draußen vor dem Fenster liegt mir mein Garten zu Füßen. Das ist meine Kreativ-Schreibwerkstatt.

Im Garten habe ich auch schon geschrieben. In unserem Hüttenzauber, dem Partyraum, kann man es sich hierzu gemütlich machen. Aber wenn ich im Garten bin, habe ich fast immer dreckige Finger und bin am Arbeiten. Da habe ich keine Zeit zum Schreiben.


  • In welcher Stimmung schreibst du am liebsten und am besten?



Wenn ich eine Idee habe, will ich die immer so schnell wie möglich zu Papier beziehungsweise online bringen. Das kann dann auch spät nachts nach einem langen Gartentag noch sein. Dann bin ich wie in einem Rausch und die Worte fliegen mir so schnell in die Finger, daß ich mit dem Tippen nicht mehr hinter her kommen. Dann muß ich das auch durchziehen. Würde ich warten, wäre die Idee zwar noch da, aber die Worte blieben aus. Das jedenfalls hat die Erfahrung gezeigt.


Wenn ich gut gelaunt aus dem Garten komme und alles ist, wie ich es gern hätte - oder wenigstens annähernd so - dann schreibe ich freudig und leidenschaftlich drauf los. Aber auch wenn gerade wieder alles schief läuft (ich sag da nur Schnecken) schreibe ich an meinem Blog. Ich schreibe mir dann den Frust vom Laib. Und es tut auch einfach gut, wenn die Leser tröstende Worte parat haben oder es dem einen oder anderen ähnlich geht und man so dann weiß: ich stehe nicht allein da mit diesem Problem.


  • Ist dein Arbeitsplatz eher kreativ chaotisch und anregend oder klar strukturiert und Konzentration fördernd?



Klar strukturiert und konzentrationsfördernd sind Begriffe mit denen ich in dem Zusammenhang gar nichts anfangen kann. Mein Arbeitsplatz ist eher heimelig, schon aufgeräumt und organisiert, weil sehr klein, aber hübsch dekoriert und anregend zum Schreiben. Für mich jedenfalls. Das ist sicher bei jedem anders und man muß da seinen Stil finden.


  • Berücksichtigst du Suchmaschinenoptimierung oder schreibst du eher frei von der Leber weg, hauptsächlich auf die Inhalte konzentriert, künstlerisch kreativ und/oder witzig?



Ich glaube, diese Frage habe ich zwischen den Zeilen schon beantwortet. Ich stelle daher eine Gegenfrage. Sind Blogs die suchmaschinenoptimiert sind interessant und amüsant zu lesen? Für mich nicht. Das sind tote, unpersönliche und emotionslose Texte. Ich schreibe so, wie ich es schön finde, ich schreibe über die Dinge über die ich berichten möchte und ich schreibe was ICH denke und fühle. Das interessiert die Maschinen sicher nicht, aber meinen Lesern gefällt es. Und genau für die schreibe ich auch. Und für mich.


  • Gibt es ein oder mehrere Dinge, worüber du dich bei anderen Blogs schon oft geärgert hast?



Nicht dass ich wüsste. Was mir nicht gefällt sind Texte, denen man nicht anmerkt, daß sie ein Mensch mit Persönlichkeit und Leben geschrieben hat. Aber die lese ich dann auch nicht und so muß ich mich nicht ärgern.


Ausnahmen sind natürlich Blogs die ausschließlich zur Sachinformation dienen sollen, die sind eben sachlich verfasst. Aber für mich persönlich ist eben ein Blog ein Tagebuch und das ist persönlich geschrieben.


  • Was tust du, um Leser zu gewinnen und als Stammleser zu halten? Oder machst du dir darüber gar keine Gedanken?



Erst einmal musste ich überhaupt Leser haben. Jetzt habe ich einige, mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Ich lese und kommentiere ihre Blogs und sie die meinen. Dieser Kontakt ist wohl wichtig und macht das Bloggen dann wirklich wertvoll. Wir tauschen Erfahrungen und auch Pflanzen oder Samen aus, mal öffentlich, mal privat.


Ich scheue mich auch nicht in einem Bog deren BesitzerIn mir (noch) nicht bekannt ist zu kommentieren und meinen Senf dazu zu geben. Immer wieder finde ich Blogs oder Beiträge die mir einfach gefallen. Dann sage ich da auch etwas dazu. Ich warte nicht nur in meinem Loch, daß andere mich finden.


  • Wohin soll sich dein Blog entwickeln, was wünschst du dir, was wäre für dich persönlich und deinen Blog ein Riesenerfolg? Oder ist schon der Weg das Ziel?



Er soll sich weiter so entwickeln wie er es gerade tut. Ich freue mich über noch mehr Leser und lebhaften Kontakt und Austausch.


Ich hätte gern eine eigene Webpage, in der ich die vielen Teil-Themen dauerhaft darstellen könnte. Da sind einfach die Möglichkeiten hier bei google nicht darauf ausgelegt. Ich habe da auch Versuche laufen, aber bisher hat mich noch nichts überzeugt und dann kostet das sehr viel Zeit. Die fehlt dann für den Blog und vor allem fürs Gärtnern.


Schön wäre es auch wenn man mit einem Blog auch einmal Geld verdienen könnte, aber auch da fehlt es mir im Moment noch an Hintergrundwissen und Zeit und Ideen.


Daher bleibe ich beim Schreiben und Experimentieren im Blog. Vielleicht darf ich ja einmal für ein Magazin etwas schreiben. Das wäre doch auch schon einmal ein toller Erfolg und eine interessante Erfahrung.


Jedenfalls bin ich jetzt schon immer ganz glücklich, was aus meinem Familien-Mail-Ersatz bereits geworden ist.




Ich nominiere nun folgende BloggerInnen und ihre Blogs für den Liebster Award.

Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Ich überlege und benenne jetzt einfach einmal ein paar Bloggerinnen, von denen ich gern die Antworten auf meine Fragen wüsste. Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht.



www.derkleineschrebergarten.blogspot.de
Nadja Mende vom Blog: neues-vom-Landei
Anna Kastlunger vom Blog: wundervollehobbies
Sara Mary vom Blog: mein-waldgarten
Heike Ackermann vom Blog: vonrosenunddornen
Ingo Wobig vom Blog: neues vom Birkenholm



Und damit die von mir angefragten Blogger wissen, was ich gerne von ihnen wüsste, kommen hier meine 11 Fragen, die ich an euch stelle:








  • Wie groß ist dein Garten/Balkon und wo liegt er?
  • Wie viel Zeit verbringst du im Garten und bearbeitest du ihn allein oder hast du eine Hilfe?
  • Hättest du gern mehr Garten und was würdest du auf der neuen Fläche anbauen?
  • Wie ist dein Kontakt zu und Austausch mit anderen Garteninteressierten, außerhalb der online-Welt? Freunde, Nachbarn, Familie?
  • Bist du in einem Gartenbauverein und wenn ja, was macht ihr da so? Gibt es Angebote, Veranstaltungen oder Austausch?
  • Nenne mir drei Bücher zum Thema Garten die dir besonders ans Herz gewachsen sind. Egal ob Nachschlagewerk oder Bildband oder Gartenliteratur. Was ist so toll daran?
  • Sitzt du auch einmal einfach so im Garten und genießt ihn, nutzt ihn für andere Hobbies wie zum Beispiel Lesen oder Malen? Oder bist du eigentlich nur am werkeln im Garten?
  • Warum hast du damals angefangen zu bloggen?
  • Schreibst du noch in anderen Online- oder Printmedien?
  • Was ist dir lieber, Videos zum Beispiel auf YouTube oder liest du eher geschriebene Texte mit Bildern. Was gefällt dir speziell an Videos oder eben Texten?
  • Du sitzt am Sommerabend mit ein paar Freunden in deinem Garten. Was trinkst du Bier oder Wein oder Wasser?







Regeln für den Liebster Award


Und das sind die Regeln, die ich bei Vorgängern übernommen habe.


  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

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