Samstag, 16. Mai 2015

es wächst wieder - endlich kommen wieder die schönen Fotos aus dem Garten


Brückentagsfrei.  Juhu. Falsch gedacht. Wäre ich doch nur auf die Arbeit gegangen. Da hätte ich weniger arbeiten müssen....

Aber im Ernst. Der Tag heute war dringend notwendig für all die Pflanzarbeiten, die dringend zu erledigen waren.

Und ich habe mir wirklich Mühe gegeben, gerackert fast ohne eine Pause. Auf alle Fälle ohne Kaffee am Nachmittag und mit höllischem Kopfweh. Nichteinmal die Zeit, eine Tablette einzuwerfen, habe ich mir genommen. Trotzdem ist so viel noch liegen geblieben, obwohl ich wahnsinnig viel geschafft habe.

Jetzt ist es schon spät am Abend, der Teig für den Rhabarberkuchen morgen ist im Kühlschrank, das Brot ist eingeteigt und das Abendessen verspeist.

Und ich habe so viele schöne Fotos gemacht und natürlich auch Ekel-Fotos von Schnecken. Morgen früh geht es mit den Wegen weiter. Daher beschränke ich mich heute dann doch darauf nur kurz ein paar Fotos zu zeigen. Schöne Fotos für die Erbauung und als Mutmacher für die Arbeiten morgen.

Drückt mir aber bitte alle eure Daumen, daß morgen und übermorgen von den vielen schönen Gemüsepflanzen noch etwas im Beet steht. Oben Schnecken und unten Engerlinge. Das ist keine optimale Startbedingung für die Kleinen.

Beim Abendrundgang durch den Garten gefiel mir besonders diese romantische Szene im Vorgarten. Die hübsche Vogeltränke war übrigens ein Geburtstagsgeschenk für den Volker. Ich bin gespannt, ob da drinnen  auch einmal Vögel planschen oder wenigstens trinken.


Vogeltränke unterm Flieder (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke unterm Flieder

Noch ganz harmlos, aber jederzeit kann es losgehen. In leuchtendsem Feuerrot flattern dann wieder die riesigen Blüten überm Staudenbeet.

Knospen vom Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
Knospen vom Staudenmohn

Ganz überrascht, war ich über den kleinen Storchschnabel. Mit einem Mal ist er voller Blüten. Diese Überraschungen liebe ich so sehr. Voller Ungeduld warte ich auf Blüten oder Wachstum und kontrolliere Tag für Tag und das seit all den Monaten im Herbst zu seiner Pflanzzeit. Jetzt, wo alles wächst wie toll im Garten, komme ich mal hier und auch mal da zu einer Pflanze, die quasi über Nacht oder von Jetzt-auf-Gleich in voller Blüte steht. Herrlich, so überrascht zu werden.

Storchschnalbe (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel


Bereits am Mittwoch haben wir ein ganzes Stück Einschneidearbeit vollbracht. Schön, wenn die Pflaster jetzt so ordentlich bis zum Wegrand gehen.


neues Gartenweg-Pflaster (c) by Joachim Wenk
neues Gartenweg-Pflaster

neues Gartenweg-Pflaster (c) by Joachim Wenk
neues Gartenweg-Pflaster
 Ebenfalls am Mittwoch habe ich die Tomaten ins Gewächshaus gepflanzt und sie stehen noch immer sehr kräftig dort. Noch keine Schnecke daran. Ins Freiland pflanze ich Tomaten und Zucchini aber erst kommende Woche.

Was ich heute gepflanzt habe, ist nicht so kälteempfindlich wie die Tomaten und könnte schon längst im Beet stehen. Hoffentlich überstehen sie die ersten Nächte mit den Schnecken und fangen rasch an zu wachsen. Dann könnten sie es schaffen, dem Schneckenhorror zu entkommen. Manche von ihnen habe ich in der ersten Märzwoche gesät. Jetzt sind sie fertig zum Pflanzen. Allein darum schon wäre es so unendlich schade, wenn sie abgefressen werden würden und all die Monate voller Vorfreude und Hoffnung und auch Arbeit zunichte vergebens gewesen wären.

Hier im Beet stehen Blaukraut, Sellerie, Blumenkohl, Kerbel und auch Kohlrabi, griechischer Oregano, Speisechrysantheme und Winterlauch. Letzteres rechts ausserhalb des Bildrandes.

frisch gepflanztes Gemüse (c) by Joachim Wenk
die Gemüsesaat vom März kommt ins Beet


Knoblauch mögen die Schnecken allen Anscheins überhaupt nicht. Da findet man nicht eine Fraßspur. Ich habe den Knoblauch in die Erdbeerbeete gesteckt, wo er zur größten Gärtnerfreude wächst und wächst und wächst. Die Erdbeeren blühen dieses Jahr auch überreich. Das gibt eine reiche Ernte, wenn ich die Schnecken  irgendwie davon weghalten kann.

Beerenbeet mit Knoblauch (c) by Joachim Wenk
Beerenbeet mit Knoblauch

Das sind die jüngeren  Erdbeeren, ebenfalls mit Knoblauch. Sie stehen im Schneckenzaunbeet. In ihm habe ich auch heute wieder etliche Schnecken neutralisiert. Irgendwann werde ich sie wohl dann zum größten  Teil draußen haben aus dem Beet.

rdbeeren mit Knoblauch (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren mit Knoblauch

Das Schneckenzaunbeet im Überlick. Hier habe ich heute einige Stunden verbracht. Ganz rechts oben im Bild seht ihr die Erdbeeren mit Knoblauch.


Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Heute war hier Großeinsatz im Schneckenzaunbeet

Der Salat steht sehr schön in seiner Reihe. Danaben den Blumenkohl, am gleichen Tag gepflanzt, haben die Schnecken geholt. Das sind 40cm Entfernung. Warum hat der Salat alles überlebt und der Kohl ist weg? Was hat die Schnecken vom Salat abgehalten? Wenn man das herausbekommen könnte, wäre es sicher sehr hilfreich für die generelle Schneckenabwehr.

Möhren kommen keine, nach dreimaliger Saat. Sicher habe die Keimlinge sofort die Schnecken geholt. Mindestens ein Quadratmeter im Beet war dicht besetzt mit ganz super schönen kräftigen Jungpflanzen des Baumspinates. Meine selbst Gesäten liegen auf den Kompost. Heute habe ich  hier die schönsten Jungpflanzen ausgegraben und in eine eigene Reihe gepflanzt. Das mache ich nächstes Jahr gleich so und erspare mir die eigene Aussaat, wenn die so leicht wild aufgehen.


Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Salat, etwas Spinat, ein paar Radieschen und Weißkraut im Schneckenzaunbeet


Den Kohl ganz links habe ich vor etwa vierzehn Tagen gepflanzt. Neben dem Brett rechts stehen Kohlrabi, die heute ins Beet kamen. Die blauen gelingen mir am Besten. Sie keimen und wachsen irgenwie gleichmäßiger als die weißen. Außerdem liebe ich die Farbe im Gemüsebeet.

junge Kohlpflanzen und Kohlrabipflanzen (c) by Joachim Wenk
Kohl und Kohlrabi



Und ja auch hier steckt Arbeit darin. Ihr seht es nur nicht auf den ersten Blick. Zwei Reihen Möhren und eine Reihe Zwiebeln verstecken sich hier. Die Zwiebelchen in der Mitte kann man sogar etwas erahnen.

 (c) by Joachim Wenk
Möhren und Zwiebeln frisch in den Boden gebracht


Von den Kohlrabi links im Beet, über die Zwiebeln und Möhren kommen wir hier in zwei weitere Reihen. Blumenkohl, Sellerie und Kerbel haben wir jetzt vor uns. Ganz rechts sieht man noch den Sommerlauch

Alles schön gemischt. Ich nahm mir eine Gemüsesorte vor. Ganz konkret war es der Sommerlauch. Den pflanzte ich. Dieses Jahr sogar alles in den im Buch angegebenen Abständen, damit endlich mal das Gemüse perfekt in Beet kommt. Die Natur hat schließlich ihren Teil schon in Vorleistung gebracht und mir perfekte Jungpflanzen geschenkt.

Selleriejungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Selleriejungpflanzen

Blumennkohljungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Blumennkohljungpflanzen 

Kohlrabijungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Kohlrabijungpflanzen 


Nach dem Pflanzen die Frage, was ich als nächstes setzten könnte. Ein Blick in die Mischkulturtabelle machte etliche Vorschläge. Aha, Sellerie wäre gut. Dann mal ran an die Sellerie und fein säuberlich gepflanzt. Weit auseinander wegen der Pilzerkrankungen sollen sie stehen. Mache ich alles. Aber da ist viel Platz der "verloren " ist zwischen den einzelnen noch sehr kleinen Selleriepflanzen. Wieder blicke ich in die Tabelle und stoße auf Kerbel. Der muß ja auch noch ins Beet und steht jetzt zwischen dem Sellerie.

Die nächste Entscheidung wird fällig, eingeleitet vom Blick in die Mischkulturtabelle.  Dann kommt der Gang ins Gewächshaus und abermals geht es ab ins Beet mit den nächsten Pflanzen.

So geht das Stunde für Stunde, bis endlich die dringendsten Pflanzungen vollbracht sind. Schließlich muß ja auch der Boden noch mit Grabegabel oder Sauzahn vorbereitet werden, die Schnüre gespannt und die korrekten Abstände ermittelt werden. Ich habe mir Zeit gelassen und sehr ordentlich gearbeitet. Also an mir soll es nicht liegen, wenn das Gemüse nichts wird.
Blumenkohl, Sellerie, Kerbel und Sommerlauch (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl, Sellerie, Kerbel und Sommerlauch


Pflanzen war die eine Arbeit. Künftige Pflanzungen vorzubereiten die andere. Mein Tomatenrankgestell ist jetzt auch mit Schnüren bespannt. Wenn die Eisheiligen vorüber sind und die Nächte hoffentlich wärmer werden, können sie direkt ins Beet gestellt werden, die Tomaten.

Tomatenrankgestell (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgestell mit Schnüren bespannt

 Und weil noch genügend Schnur übrig war, bespannte ich auch gleich das Bohnenzelt neu. Beachtet auch einmal links hinter dem Bohnenzelt den Hopfen. Es ist doch garnicht lange her, daß ich hier über ihn schwärmte, wie schön er austreibt. Jetzt ist er schon in mehren Metern Höhe oben am Carportdach angekommen.
Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Bohnenzelt bereit zur Aussaat

 Die zuerst gesteckten Kartoffeln sind allesamt frühe und mittelfrühe Sorten. Sie sind schon prächtig gewachsen. Dabei ordentlich durchlöchert von den Schnecken. Ich weiß nicht, ob ihr es am Foto erkennt. In Realität ist es sehr schön ersichtlich, dass es drei unterschiedliche Sorten sind. Jede Sorte hat andere Blätter als die anderen.

Frühkartoffeln frisch angehäufelt (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln frisch angehäufelt


Reden wir lieber nicht über Schnecken sondern freuen uns an schönen Blumen, die trotzdem Blühen. Schnecken mögen Akeleien überhaupt nicht anbeißen!

Akeleien vor dem alten Hühnerhaus (c) by Joachim Wenk
Akeleien vor dem alten Hühnerhaus

Akeleien vor dem alten Hühnerhaus (c) by Joachim Wenk
Akeleien vor dem alten Hühnerhaus

 Bevor ich jetzt ins Bett gehe zeige ich noch meine Arbeit von vorgestern. Die spüre ich heute noch in den Knochen. Bergbauer sein ist auch nur in der Phantasie romantisch. Mir langt es schon, ein paar mal im Jahr den Steilhang vor dem Haus zu mähen. Es gab schon Menschen, die das nur mit den Fußballschuhen mit dicken Stollen schafften. Ja es ist steil. So steil, daß man mit dem Rasenmäher nicht arbeiten kann. Da muß die Motorsense her. Aber jetzt sieht man wenigstens wieder meine Quittenbäumchen in all ihrer jungen Pracht.


(c) by Joachim Wenk
die fränkische Hausquitte und der "Klettersteig" von der Dorfstraße hoch zu den  Häusern
(c) by Joachim Wenk
hinterm Rosenstrauch die Baumwollquitte und unten mein Schubkarrn

die Fränkisch Hausquitte einmal von unten fotografiert und im Flieder spiegeln sich die Wolken des Himmels

(c) by Joachim Wenk
Der Steilhang von der Zufahrt aus gesehen

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