Montag, 4. Mai 2015

Endlich sind sie da! Der Regen und die Wärme - so sehr habe ich darauf gewartet.

Ach ist das schön. Pünktlich mit dem Wonnemonat Mai kommt endlich der Regen und - ich bin begeistert - gleichzeitig die Wärme. Meine und unsere Freude wird noch einmal gemehrt durch die Tatsache, daß der Regen für unsere Wege-Arbeiten eine Pause machte. Die restliche und verregnete Zeit verbrachten wir mit sozialen Kontakten und Gartenarbeiten unterm Carport-Dach.

Am 1. Mai war es noch richtig frisch und es regnete. Ein wundervoller leichter und steter Nieselregen. Der Gartenboden sog ihn sofort auf und ich hörte die Pflanzen aufatmen, daß die so viele Wochen andauernde Dürre, gerade im Frühling, nun zu Ende ist.

Wir erwarteten Familienbesuch zu einem spontanen Weißwurstessen im Hüttenzauber. Hier haben wir den Ofen einmal kurz angefeuert, wäre es doch sonst noch immer zu frisch gewesen.

Am Nachmittag folgte dann eine obligatorische Wanderung. Mit unseren Stammtischfreunden und Partnern. Gute und wasserdichte Schuhe sowie ein  Regenschirm gehörten ebenso zur Ausrüstung, wie eine warme Jacke. So warteten wir am Garteneingang auf den Tross der Anderen. Von Station zu Station ging es so durch das Dorf. Unser Ziel war das Nachbardorf mit Campingplatz, Badeweiher, sehr schönem Biergarten und einer kleinen Gaststätte. Über die Felder (gottseidank auf betonierten Wegen) ging es durch Wind und Wetter, über Matsch und Schnecken. Schließlich fanden wir auch alle einen Platz und wärmten uns bei Kaffee und Kuchen im Gastraum. Biergarten wäre gänzlich undenkbar gewesen. Die Zeit verstrich rasch bei dem allgemeinen und immer wieder interessanten Ratsch und Tratsch und sonstigem Austausch. Der Kaffee wich dem Bier und der Kuchen der Vesper oder dem Schäufele. Dann hieß es mit schweren Bäuchen und noch schwereren Beinen den Heimweg durch Sturm und Regen anzutreten. Wir sprechen noch den morgigen Tag durch, da unsere unermüdlich fleißigen Helfer ja auch dabei waren. Und jeder hofft, daß das Wetter am Samstag etwas anders wird.

Samstag früh nieselt es noch immer, aber der Wind ist fast verschwunden und es ist wärmer. Die ersten Steine werden schließlich noch im Nieselregen verlegt.  Bald aber verschwinden die Wolken, es wird auch immer wieder sonnig und ist ein gutes Wetter zum Arbeiten. Wir wollen heute fertig werden mit den Randeinfassungen  unserer Wege. Steinquader für Steinquader muß fein säuberlich auf das Zementbett gesetzt werden.



Wegbegrenzung aus Granitsteinen (c) by Joachim Wenk
Wegbegrenzung aus Granitsteinen

Weg und Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Weg zum Haus mit Seerosenbecken auf dem Platz vor demPalmenhaus


Im Gemüsegarten und am äußersten Eck des Staudenbeetes kann ich sogar schon die ersten Meter Einfassung mit Erde hinterfüllen, daß es langsam wieder aussieht wie in einem schönen Garten.

lila Tulpen und Wegeinfassung aus Granit (c) by Joachim Wenk
so schön eingefasst sind künftig die Beete



Ich selbst vergnüge mich über mehrer Stunden mit dem elektrischen Bohrhammer an den alten Eingangsstufen beziehungsweise den Eingangsplatten vor der Werkstatt und dem Hüttenzauber. Die müssen weg, damit wir beim Pflastern eine einheitliche  und vor allem ebene Fläche erhalten. Ich habe was geschwitzt. Sicher hat der damalige Bauherr Beton für Flugzeuglandebahnen besorgt und da hin gekippt. Winzige Bröckchen lösten sich nur. Am Ende hatte ich ein paar Schaufeln Schotter, in so feinen Steinchen habe ich da Stück für Stück weggeschabt.

Mittags holen wir uns ein Essen aus dem Gasthaus in unserer Straße. Für den Nachmittagskaffe ist auch noch etwas Kuchen in der Gefriertruhe. Schön, wenn man immer ein wenig Vorrat zur Hand hat.

Unser Schlepperführer geht am Sonntag in Urlaub. Daher muß er am Samstag noch einen kleinen Einsatz fahren. Die beiden Treppenstufen sind vergangene Woche geliefert worden und müssen nun an Ort und Stelle ihres künftigen Einsatzes versetzt werden.

neue Beton-Treppenstufen (c) by Joachim Wenk
eine der beiden neuen Stufen, hier beim Eingang zum Hüttenzauber

neue Beton-Treppenstufen (c) by Joachim Wenk
und die zweite Stufe führt von der Terrasse am Haus hoch in den Garten 


Sie passen perfekt. Jetzt gibt es dann erst einmal den Kaffee. Danach machen wir weiter. Und wir schaffen es noch vor Einbruch der Dunkelheit fertig zu werden. Fertig heißt in diesem Fall, daß die Steine so weit wie möglich verlegt sind. Am kommenden Wochenende wird dann gepflastert. Danach wird die Terrasse vor dem Haus aufgegraben und die Weganschlüsse dorthin fertig gestellt. Daher konnten wir noch nicht bis ganz ans Wegende hin die  Einfassung verlegen.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
hier haben wir mit Randbefestigung aufgehört, die Weg-Anschlüsse müssen noch gemacht werden




Ich hätte niemals gedacht, daß wir so zügig mit dem Riesenprojekt Gartenwege voran kommen. Was mich betrifft, bleibt dabei im Moment allerdings die normale Gartenarbeit etwas zurück und der Gemüsegarten ist nach wie vor recht leer. Im Ziergarten wäschst es schön vor sich hin und verspricht schön zu werden.

lila Tulpen und tränendes Herz im Maien-Regen (c) by Joachim Wenk
lila Tulpen und tränendes Herz im Maien-Regen

weißes tränendes Herz (c) by Joachim Wenk
und auch das weiße tränende Herz hat seine erste Blüte

Ramblerrose am Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose - ich freu' mich auf die lila Blütenpracht


Am Sonntag dann kümmerte ich mich ausschließlich um den Garten. Also in den paar Stunden, die ich in ihm verbrachte. Es nieselte den ganzen Tag und ist dabei sehr mild, fast schon warm. Das ist jetzt der erste Tag in diesem Jahr, in dem man eine Wärme auch ohne Sonne spürt. Bisher war es zwar an manchen Tagen in der Sonne sehr warm, kam man aber einen Meter weiter in den Schatten oder bekam den eisigen Wind ab, fröstelte man sofort. Sonntag hingegen war es einfach ungemein mild und angenehm. Der Niesel störte mich auch nicht. So sehr hatte ihn der Garten nötig.

Ich verzog mich mit den Topfplatten, Erdsäcken und Samentüten unter das Dach des Carporsts und widmete mich dem Gemüse. Etliche Gemüsesorten mußten von den ganz kleinen Töpfchen in größere Topfplatten umgesetzt werden. Andere Samen mußten in die Erde. Zum ersten Mal oder als Nachsaat. Und wieder anderes keimte überraschend doch noch. So zu Beispiel meine alten Stechapfelsamen, über die ich im Frühjahr einmal berichtet habe. Mitte März gesät, sind sie jetzt reif zum Pikieren

Stechapfel (c) by Joachim Wenk
junge Stechapfel-Pflänzchen



Auch die Frühlingsgruß-Samen von Obi habe ich gesät. Was mir da wirklich ganz besonders gefallen hat, sind die hübsch bedruckten  Namensschildchen, die in jeder Samentüte sind. Da mußte ich nicht selbst zum Stift und Schild greifen.

Topfplatte mit Aussaat und schönen Schildchen aus den Samen vom Obi-Frühlingsgruß


Meine letzten Samen vom Neuseeländer Spinat habe ich gesät. Zweimal schon versuchte ich es dieses Jahr  ergebnislos. Dabei war es schon so schwierig überhaupt die Samen von ihm zu bekommen. Und neugierig wäre ich auch gewesen, auf die Pflanze und deren Geschmack. Auch Dill und Kerbel oder Rote Beete kamen in die Topfplatten. Im Freien holen einfach alles die Schnecken, bevor es aus dem Keimblattstadium heraus wächst. Vielleicht habe ich mit vorgezogenen Pflanzen mehr Glück. Obwohl: sogar von meinen schönen großen Kohlrabipflanzen ist mittlerweile fast nur noch Gerippe im Beet. Der Rhabarber ist schon wieder durchlöchert. Und die Ackerbohnen als Gründünger, die ich vor 8 Wochen säte, und die endlich etwa  5 oder 6 cm hoch sind, werden die Schnecken nicht lang überstehen. Der Ewige Kohl oder im Freiland wachsender Spinat sind derart mit Schnecken übersät, daß man sie gar nicht ernten will. Diese Massen an kleinen Schnecken kann man nicht alle wegspülen und hat immer die Vorstellung beim Essen, daß Schnecken noch drin sein müssen. Igitt.

Im Gewächshaus habe ich noch einmal eine große Portion Spinat geerntet für Spinat-Fisch-Quiches zum Mittag. Der Rest liegt jetzt abgeschnitten am Boden und kann dort von den Regenwürmern abgebaut werden. Bald kommen die Tomaten in das Gewächshaus, dann ist deren Boden gut vorbereitet.
Blick ins Gewächshaus Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Blick ins  Gewächshaus - Spinat als Mulch abgeschnitten

Blick ins Gewächshaus Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
junges Gemüse

Salat Till im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Salat Till im Gewächshaus - dort gesät im März

junge Gemüsepflanzen in den Topfplatten (c) by Joachim Wenk
noch mehr junges Gemüse

Frühlingszwiebeln , Salat, Radieschen Eiszapfen und Portulak (c) by Joachim Wenk
Frühlingszwiebeln am linken Bildrand, dann Salat, Radieschen Eiszapfen und Portulak


Weiter zu ernten sind die sehr leckeren und zarten Radieschen Eiszapfen und der Rucola (als Salat mit einem  Sahne-Parmesan-Dressing einfach umwerfend). Die Rettiche dauern noch und der Salat ist demnächst so weit. Die Kartoffeln in den Kübeln wachsen schön. Vor allem die zuerst gesteckten. Wenn der Platz vor dem Palmenhaus fertig gepflastert ist, stelle ich sie raus und genau dorthin. Da stehen sie sehr geschützt und warm. Mal sehen, ob es diesen sehr frühen Kartoffeln zu früher Ernte verhilft.

Frühkartoffeln im Kübel (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln im Kübel 

Frühkartoffeln im Kübel (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln im Kübel



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