Montag, 18. Mai 2015

ein erster Rundgang auf den neuen Gartenwegen

Könnte ich das bitte öfter haben? So schöne Tage liegen hinter mir. Mittwoch, mein freier Tag. Donnerstag Christi Himmelfahrt und ein wunderbarer Ausflug, über den ich noch berichten werde. Abgeschlossen wurde der Tag von einer Geburtstagsfeier bei Freunden.  Dann kam der Brückentags-Freitag, den ich mir frei nahm, gefolgt von einem abwechslungsreichen Wochenende mit viel Geselligkeit und Essen und Trinken. Wir hatten Kirchweih bei uns im Dorf, die ja direkt vor unserem Haus stattfindet.

Und an allen Tagen war schönes Wetter mit Sonnenschein. Klar, gearbeitet wurde auch wieder viel Dazu habe ich ja die Urlaubs- und Frei-Tage.

Unsere Gartenwege sind im ersten Abschnitt, bis auf das abschließende Rütteln, auch fertig.

Folgt mir doch einfach durch den Garten und ich zeige sie euch. Natürlich lassen wir dann den Blick auch nach links oder rechts schweifen, um alles das, was sich uns entlang des Weges so bietet, gebührend wahrzunehmen.

Komme ich nach dem Gassi-gehen zum Hintereingang wieder in den Garten, so kann ich jetzt auf einem richtigen Weg schreiten. Bisher befand sich hier nur Moos und kümmerliches Gras. Der Boden war bei Regen immer aufgeweicht und matschig.

Nachdem ich mittlerweile die beiden Erdhaufen vom Baggeraushub verschafft habe, können wir dort auch den neuen Zaun montieren. Die Pfosten sind gesetzt  und der Maschendraht liegt auch bereit. Wir machen ihn aber nicht mehr so hoch wie er vormals war. Der alte sollte ja die Hühner im Gehege halten. Heute hat der Zaun nur noch die Aufgabe das schwarze Tier auf dem Foto draußen zu halten. Die Idee, daß er jede Gemüsepflanze als  "seine" markieren muß, gefällt zwar wohl im, aber nicht mir!




neuer Gartenweg am Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Ein Weg, wo vorher nur Moss und Gras waren

Auf diesem neuen Weg also drehen wir uns kurz nach rechts und blicken in den abgeschlossenen Gemüesgarten.

Blick in den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Gemüsegarten

Um die Scheune herum führt der Weg zur Scheuneinfahrt, im Bild der untere rechte Rand. Oder man folgt ihm bis vor zum Staudenbeet, um an diesem weiter entlang zu laufen.

neuer Gartenweg (c) by Joachim Wenk
neuer Gartenweg

Bevor wir aber um das Staudenbeet herum gehen, wagen wir einen Blick entlang des noch übrigen hohen Hühnergehegezaunes hindurch, durch das Staudenbeet. Alles haben die Schnecken also doch noch nicht weggefressen, so schön grün wie es hier ist. Die Brennessseln sind dann am Abend noch in meinen grünen Smoothie gewandert.  Was noch immer durch den Zaun wächst, kommt noch in die Tonne. Es wird Zeit, Brennesseljauche anzusetzen. Um die nötigen Mengen für die großen Fässer zusammen zu bekommen, werde ich sie aber draußen an den Weihern abmähen. Da sind die Böschungen zum Bach dicht mit ihnen bewachsen.

Blick durchs Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Blick durchs Staudenbeet



Auch frontal von Vorne ist es ein schöner Anblick, das Staudenbeet. Mittlerweile ist der erste Sand auf den Wegen verteilt und in die Fugen gekehrt. Die Wegbegrenzung ist von außen zum Rasen hin mit der Erde von den Haufen im Gemüsegarten angefüllt. Hier wird hoffentlich bald wieder Gras darüber wachsen.

Vor dem Staudenbeet gefällt mir der neue Weg ganz besonders. Vorher war hier ebenfalls nur Wiese. Die Grenze zwischen Wiese und Beet war keineswegs eine gerade Linie, sondern, je nach Wuchskraft der Stauden am Rand, eher irgendeine undefinierte ausgefranste Linie.

Zum Rasenmähen mußte ich immer mit einer langen Stange die großen Storchschnabelbüsche anheben und Volker fuhr dann so nah wie möglich mit dem Aufsitzmäher an der Rasenkante entlang. Das können wir uns nun sparen. Die Stauden werden romantisch über den Weg hängen und der ist breit genug, daß man mit dem Rasenmäher nicht an die Stauden heran kommt.

Blick auf das Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
neue Mäh-Kante oder doch einfach nur neuer Gartenweg?

Blick auf das Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet
Ringsum wird das Beet nun vom neuen Weg eingerahmt. Geht man denn am Staudenbeet entlang bis vor zum Carport, kann man sich entscheiden. Entweder wandert man weiter nach rechts in den Gemüsegarten oder wendet sich nach links Richtung Wohnhaus.

on drei Seiten rahmt der neue Weg das Staudenbeet ein (c) by Joachim Wenk
von drei Seiten rahmt der neue Weg das Staudenbeet ein


Zuerst, so schlage ich vor, entscheiden wir uns an der Wegkreuzung für den Gemüsegarten.  Durch das kleine Tor kommen wir direkt hinein. Und - ich habe vergangene Woche zweimal sehr schöne Rosenbögen aus rostigem Eisen gesehen, die es jetzt überall zu kaufen gibt. So einen will ich über das Törlein haben. Rechts neben dem Tor, hinter dem Asternbusch steht schon eine Kletterrose und wenn sie loslegt mit Wachsen, dann braucht sie schließlich eine angemessene Stütze.

Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Eingang zum Gemüsegarten


Im Gemüsegarten selbst hat sich seit dem  letzten Bericht über ihn nichts Neues getan. Meine Gemüsepflanzen aus der freitäglichen Pflanzaktion haben bisher die Schnecken überlebt. Nur den Salat, was allerdings auch sehr zärtliche und viel zu kleine Pflanzen waren, sowie die ebenfalls eher mickrige Petersilie haben sie komplett entfernt. Speisechrysanthemen sind auch stark gefährdet und ich weiß nicht, ob sie es schaffen werden, zu überleben.

Im Gewäschhaus ernte ich jetzt täglich Salat. Der Rettich ist ebenfalls speisefertig. Im Freien stehen für das Salatbüffet bereit der Schnittlauch und fürs Auge und einen feinen säuerlichen Geschmack der Blut-Ampfer.

Und im Gewächshaus stehen schon wieder die nächsten Pflanzen Schlange. Ein wenig müssen sie noch warten. Ich habe keinen Platz mehr in den Beeten. Und das Beet neben dem neuen Weg an der Scheune ist total verdichtet, wegen den Erdhaufen und  dem Bagger. Das muß ich erst noch aufbereiten.
Kohl und Andenbeeren wachsen im Gewächshaus heran (c) by Joachim Wenk
Kohl und Andenbeeren (von den Samen von Anna aus Wien)

rotes und grünes Basilikum (c) by Joachim Wenk
zum ersten Mal probiert: Basilikum selbst heranziehen

Obi-Frühlingsgruß Samen keimen (c) by Joachim Wenk
die Obi-Frühlingsgruß - Samen keimen. Und auch die Inkagurken ebenfalls von Anna und ein Malabarspinat


Wenn die kühlen Nächte endlich vorbei sind, kommen die Kartoffelkübel auch raus aus dem Gewächshaus. Die Kartoffeln haben bereits Blüh-Knospen. Und den Platz im  Gewächshaus brauche ich dringend, um weiter zu Pflanzen. Die Paprika und Chillies müssen ins Beet.
Frühkartoffeln im Kübel im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln im Kübel im Gewächshaus
Meine vier Gewächshaustomaten habe ich schon gepflanzt. Sie sind angegangen und die ersten Blüten öffnen sich.
Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Gewächshaus 

Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Gewächshaus

Das sind die Tomaten für das Freiland. Leider sind die Nächte wirklich noch sehr kalt mit etwa 3°C und werden sogar bis zum Wochenende noch kälter. Hoffentlich hat das bald ein Ende, damit sie raus können und der Platz frei wird im Gewächshaus.
Tomatenjungpflanzen fürs Freiland (c) by Joachim Wenk
Tomatenjungpflanzen fürs Freiland


So werden die Kartoffeln in ihren Kübeln auf den Gemüsegarten blicken. Hier hinten in die ehemalige Mistgrube mit Betonboden und gemauerten niedrigen Wänden, werde ich sie stellen. Da stehen sie warm und geschützt, um bald reif zu werden.

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten
 Das erste Jahr überhaupt, daß ich eigenen Rhabarber ernte. Nachdem er nun endlich einen Standort hatte, an dem er stehen bleiben kann, überfielen ihn vergangenes Jahr die Schnecken, daß nur noch Blattgerippe da waren. Ich konnte nichts ernten. Dieses Frühjahr kam er lange nicht und als er wuchs zerfetzten sofort die Schnecken die Blätter. Aber er wuchs schneller als sie fressen und der Regen war nur kurz. Jetzt ist es weider trocken. Die Schnecken haben  ihm dieses Jahr also entgegen meines anfänglichen Schrecks nichts angetan. Der erste Rhabarberkuchen, den ich so liebe, ist gebacken und fast verspeist. Ich werde auf alle Fälle auch noch Rhabarber einfrieren. Den kann man dann mit anderen Früchten mischen. Erdbeer-Rhabarber-Marmelade zum Beispiel.


Rhabarber (c) by Joachim Wenk
mein erster eigener Rhabarber

Verlassen wir den Gemüsegarten, so blicken wir direkt auf das Haus. Jetzt befindet sich auf halben Weg ein kleiner halbrunder Platz mit dem  Seerosenbecken. Das ist noch nicht ganz dicht und muß noch einmal von innen gestrichen werden. Vorher kann sie nicht einziehen, die Seerose.

Gartenweg mit halbrundem Platz und Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Gartenweg mit halbrundem Platz und Seerosenbecken
 Mittwoch und Samstag waren die großen "Einschneidetage". Entlang der gesamten Weglänge mussten die Steine so eingeschnitten und zugeschnitten werden, damit sie ordentlich hinein passen in den von der Begrenzung vorgegebenen Rahmen.

Steinsäge (c) by Joachim Wenk
Steinsäge
 Und wie genau alles passt.
neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege
Rechts geht es auf die Terrasse vor dem Hüttenzauber und geradeaus geht es hinunter auf die Terrasse vor dem Haus. Links wir der Weg das Fliederbeet einrahmen und ebenfalls auf die Terrasse vor dem Haus führen. Dieser letzte Wegabschnitt so wie die ganze Terrasse vor dem Haus sind jetzt der zweite Bauabschnitt im Wegeprojekt.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

Den Blick vor das Haus werfen wir aus dem Inneren des Hauses. Im ersten Stock hat man einen schönen Blick hinunter zum neuen Vogelplanschbecken. Ein Karree aus den Wegpflastern ist doch der passende Untergrund, oder? Muß nur noch der Rasen ordentlich hinwachsen. Im Moment ist die ganze Fläche wieder hohe Wiese und kein Rasen. Die Blätter der Zwiebelblumen sollen noch in Ruhe einziehen können. Danach erst wird auch hier wieder gemäht.
Vogeltränke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
das neue Vogeplanschbecken auf dem Pflaster-Sockel

 Genießen wir noch ein wenig die Fliederblüte und den süßen Duft im Garten. Links im Bildrand könnt ihr die Zelte von der Kirchweih sehen. Nachmittag fand auf der Straße um den Weiher der Kirchweihumzug statt. Dann kam das, was mich jedes Jahr selbst erzittern lässt. Zwei der Kirchweihburschen müssen in den Weiher und zur Insel schwimmen, um dort das versenkte Fässchen Bier zu holen. Und Anfang  Mai ist der Weiher noch sehr kalt und am Sonntag war der Wind draußen noch viel kälter. Brrrrrr. Dieses Jahr wurden die "Schwimmer" zudem noch von ihren Kameraden gelinkt. Das Fässchen war nicht auf der Insel. Sie hätten garnicht ins Wasser müssen. Es hing hoch oben am Maibaum, von wo sie es schließlich herunter holten.

Im Anschluß gab es  Kaffe und Kuchen und ein paar Geschäfte für die Kleinen. Jedenfalls ist das ganze Dorf anwesend. Meine Eltern waren auch da. Wie jedes Jahr waren wir vorher in der Gaststätte zum Kirchweihessen.

Bereits am Samstag Abend war im Saal der Gaststätte Tanz mit life-Musik. Der Sohn unseres Stammtischfreundes hat eine Band. Die haben auch auf unserer Hochzeit gespielt und heizen da wirklich ein. Die Stimmung war  super gut. Einfach ein sehr schöner Abend mit all den bekannten Gesichtern. Man ist unter sich, man kennt sich.  Anonymität ist hier nicht gegeben. So lässt sich entspannt feiern und das Leben genießen.

Blick auf den Dorfweiher mit Kirchweiplatz (c) by Joachim Wenk
Blick auf den Dorfweiher mit Kirchweiplatz

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