Donnerstag, 23. April 2015

Und es nimmt kein Ende...

ein großes, schweres Gerät nach dem anderen kommt in unseren Garten. Am Wochenende waren es der Bagger und die Schlepper mit Hänger. Jetzt kommt ein Laster nach dem anderen.

Der erste brachte die Steine zum Pflastern der neuen Wege. Wohin jetzt damit? Wie gewünscht kippt er sie vor die Scheune in die hintere Einfahrt. Und die müssen alle noch verschafft werden! Schöne Steine sind das. Wir haben eine gute Wahl getroffen.

Pflastersteine (c) by Joachim Wenk
ein paar Steine zum Pflastern der Wege

Pflastersteine (c) by Joachim Wenk
so ungefähr werden sie einmal verlegt



Lange können wir uns nicht am Anblick der Pflastersteine erfreuen, da steht der nächste Laster  vor der Tür. Diesmal sind es die Granitsteine zum Einfassen der Wege. Sie werden links und rechts vom Weg auf Zement gesetzt und geben dem Ganzen Halt und einen Rahmen.

Granitsteine für die Wegbegrenzungen (c) by Joachim Wenk
hier kommen die Granitsteine für die Wegbegrenzungen

Granitsteine für die Wegbegrenzungen (c) by Joachim Wenk
Granitsteine für die Wegbegrenzungen 



Dann ist eine Weile Ruhe, bis kurz vor Feierabend noch eine Ladung Sand geliefert wird. Der Zement für die Granitblöcke muß ja schließlich noch angerührt werden.

Wenn wir nun Zeit hätten, könnten wir direkt loslegen. Leider müssen sie aber vorerst einmal alle dort liegen bleiben, wo sie sind. Jetzt am Wochenende ist andere Arbeit angesagt. Arbeit die nicht körperlich anstrengend ist und mit der wir unser Geld verdienen. Was sein muß, muß eben sein.


Gottseidank habe ich neben all den Lieferterminen und Wegearbeiten auch noch Zeit gefunden für die eigentliche Gartenarbeit. Und auch zum Bewundern der schon vorhandenen Schönheiten der Natur bin ich noch gekommen.  Auch wenn diese sich heuer sehr viel Zeit lässt mit dem Wachsen. Es ist einfach viel zu trocken.

weiße Narzissen in der Wiese (c) by Joachim Wenk
die gelben Narzissen sind verblüht, jetzt sind die Weißen dran

bunte Tulpenwiese vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
die bunte Tulpenwiese vor dem Haus

Ramblerrose im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
im noch kahlen Walnußbaum sieht man jetzt schön die Ramblerrose

Ramblerrose im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
anderer Walnußbaum, andere Ramblerrose

(c) by Joachim Wenk
Ranblerrose an Scheunenwand vor blühender Birne




Vor dem Bewundern steht aber noch immer die Arbeit. Sonst ist irgendwann Schluss mit Bewundern - oder Essen. Ich habe auch wieder einiges für den Gemüsegarten vollbracht.

Auch wenn es Nachts noch immer sehr frisch ist, kamen jetzt die restlichen Kübelpflanzen ins Freie oder in den Carport. Nur die Zitruspflanzen, das Zitronengras und die Zimtrinde stehen jetzt innen.

Lorbeer als Kübellpflanze (c) by Joachim Wenk
die Kübelpflanzen kommen raus - hier der Lorbeer

Weil die Terrasse vor dem Haus auch mit den Wegen erneuert wird, habe ich ein Problem mit den Kübelpflanzen. Sie stehen eigentlich dort. Diesjahr müssen sie vorerst auf der Sitz-Terrasse vor dem Hüttenzauber zwischengelagert werden.
(c) by Joachim Wenk
Ein Päuschen auf der Bank . Der Blick geht vorbei an den Kübelpflanzen zur Tulpenwiese und Dorfweiher



Wegen den Nachtfrösten und der allgemeinen Kälte und Trockenheit habe ich bisher, anders als letztes Jahr, noch keine Kartoffeln gesteckt. Nur im Gewächshaus steht ein Mörtelkübel mit etwas Erde und jetzt wachsenden "Duke of York"-Kartoffeln. Eine sehr frühe Sorte mit angeblich hervorragendem Geschmack. Sie eine der beiden Sorten, die ich neben meinem Standardsortiment dieses Jahr teste. Ich habe sie bewusst für die ebenfalls diesjahr zu testende Kübelmethode gewählt, weil sie sehr früh ist und nicht zu lange in der Erde bleiben soll. Das verändert ihren Geschmack negativ. Die Kübel (ich habe noch einen zweiten bepflanzt) sind noch transportierbar, weil erst etwa 20cm Erde darin sind. Dadurch können sie geschützt im  Gewächshaus stehen. So wie das Kartoffelkraut wächst, werde ich immer wieder Erde nachfüllen. Das erhöht den Ertrag. Aus den dann unter der Erde sich befindenden Krautstängeln wachsen wieder Wurzeln und bilden  zusätzliche Knollen für die Ernte. Bis die so weit sind dass wieder Erde darauf kommt, kann ich die Kübel dann noch ins Freie an eine geschützte Stelle transportieren. Ich erhoffe mir damit so zeitig als nur möglich erste eigene Kartoffeln. Außerdem vergrößern die Kübel meine Anbaufläche. Die ist nämlich zu klein, um neben dem anderen Gemüse ausreichend Kartoffeln zu bauen. Ein wenig mehr Kartoffelfläche wäre hilfreich. Das möchte ich nun mit den Kübeln bewirken.

Frühkartoffel Duke of York im Kübel (c) by Joachim Wenk
Die Frühkartoffeln kommen


Die ersten Kartoffeln im Freien habe ich heute auch gesteckt. Eine frühe und eine mittelfrühe Sorte. Allesamt vorgetrieben in Eierkartons. Darunter auch die im letzten Jahr getestete Sorte "Mayan Gold" eine wirklich sehr köstliche Kartoffel mit unschlagbar kurzer Garzeit.


Die gesäten Pflänzchen von Rotkohl, Blumenkohl, griechischem Oregano, Kohlrabi, Berglauch (der fast überhaupt nicht keimte), Kerbel und Seidenmohn konnten pikiert werden.

frisch pikierte Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk
das Gesäte kann pikiert werden

frisch pikierte Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk
wie die Soldaten stehen sie in ihren Töpfchen

Und hier keimt es fleißig für ordentlich Nachschub. 

keimende Blumensamen (c) by Joachim Wenk
keimende Blumensamen



Neben den mühsam selbst gesäten und gepeppelten Pflänzchen habe ich auch noch ein paar andere pikert. Im Staudenbeet beim Herausrupfen von Unkraut bemerkte ich, daß Mini-Ausgaben meiner Stauden im Beet stehen. Die haben sich selbst ausgesät. Da musste ich sofort meinen Pikierstab holen und ein paar ausgraben. Die werden jetzt in der Topfplatt groß gezogen. Billiger kommt man nicht an weitere Stauden. Ich werde das weiter beobachten, vielleicht finde ich noch andere Sorten. Bisher sind es die Purpur-Witwenblume, die ich sehr liebe und die Katzenminze mit ihren unermüdlich erscheinenden hellblauen Blütchen.

(c) by Joachim Wenk
Purpurwitwenblume und Katzenminze haben sich selbst ausgesät



Ein paar frühe Weißkohlpflanzen habe ich dann noch direkt ins Beet gesetzt. Die Kohlrabi haben die Schnecken schon wieder ganz oder fast ganz abgefressen. Und ich mühe mich seit Wochen, stecke all mein Herzblut in die Vorkultur. Dann kommend die Pflanzen ins Beet und weg sind sie. Zum Kotzen ist das!

frühes Weißkraut (c) by Joachim Wenk
selbst gezogene Weißkrautpflanzen
 Und? könnt ihr sie sehen? Ich auch nicht mehr. Das waren ganz wunderschöne Kohlrabipflänzchen. Vor etlichen Wochen gesät, pikiert, groß gezogen und dann  dummerweise ins Beet gepflanzt. Eine Nacht und weg waren sie. Da hätte ich sie auch gleich auf den Kompost werfen können. Dann hätten sie wenigstens die Schnecken nicht bekommen.
(c) by Joachim Wenk
Suchbild mit drei! Kohlrabipflanzen...

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