Donnerstag, 9. April 2015

kleine Frühlingsfortschritte gesucht und gefunden

Er ist da! Was für eine Freude, endlich warm und es soll so bleiben, sagt der Wetterbericht. Jetzt kann es also losgehen. Und noch dazu passend zu meinem freien Tag wurde es warm. Ein Geschenk des Himmels. Ich habe im Haus alles gelassen wie es ist, schließlich läuft die Arbeit ja nicht weg. Jetzt ist erst einmal der Garten daran.

Bevor ich euch aber von meinen gestrigen Aktionen berichte, gibt es Neuigkeiten in Sachen Milchtankstelle. Nach meinem Bericht über die Tankstelle, an der wir unsere Milch kaufen, hat mich der Betreiber einer Art Gelben Seiten im Internet angeschrieben. Sie haben die Milchtankstellen in Deutschland gelistet. Wenn also von euch auch jemand seine Milch direkt vom Bauern an einer Milchtankstelle kaufen möchte, empfehle ich zur Suche diese Seite. "Unsere" Tankstelle ist gelistet, die hätten wir dort finden können. Man muß in das Suchfeld Milchtankstelle eingeben, dann kommen alle in Deutschland. Etwas unübersichtlich. Am besten man gibt seinen Ort oder nächst größeren Ort mit ein oder wie ich, einfach "Milchtankstelle Franken". Vielleicht findet ihr ja in eurer Nähe auch so ein praktische Tankstelle.

Liste der Milchtankstellen in Deutschland



Jetzt aber zu meinem Garten und dem noch winzigen Frühlingsgeschehen. Man muß überall noch sehr nah mit der Kamera ran gehen oder mit dem Auge, dann sieht man etwas.

Hübsch anzusehen sind diese Bärlauchsämlinge. Zum besseren Einschätzen ihrer Größe lohnt ein Blick rechts im Bild auf die Schnittlauchhalme oder links im Bild ein "richtiges" Bärlauchblatt. Ich lasse die jetzt ein wenig wachsen und werde dann versuchen mit einer großen Schaufel die ganze Scholle zu lösen und in den wilden "Waldgarten" hinterm Gemüsegarten zu verpflanzen. Dort sollte er sich ansiedeln. Aber da stehen erst ein paar einzelne Pflänzchen. Diese  stehen am Rand eines Gemüsebeetes. Hier wird aber gegraben und gepflanzt oder gehackt. Da kann er ja nicht in Ruhe wachsen.


Bärlauchsämlinge (c) by Joachim Wenk
Bärlauchsämlinge
Am 31. März habe ich die hübschen Schwestern hier fotografiert und gesagt, daß ich mich auf Wärme und den Duft ihrer Blüten freue. Simsalabim, schon ist es so weit. Und wirklich, die Luft ist ein wenig geschwängert von ihrem Blütenduft. Der Wind, welcher immer wieder leicht aufkommt, bläst ihn aber leider wieder weg.

Hyazinthenblüten (c) by Joachim Wenk
Hyzinthenblüten


Die ersten Kohlrabi in diesem Jahr habe ich heute gepflanzt.  Selbst gezogene Pflänzchen. Noch klein und beim Gärtner oder Baumarkt würde man sie nicht kaufen, weil es größere gibt. Das macht aber nichts, so meine Erfahrung aus dem letzten Jahr. Wenn die erstmal in der Gartenerde stehen rappeln sie sich rasch auf und werden zu wundervollen Kohlrabipflanzen. 

Kohlrabi im kalten Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi im kalten Gewächhaus

Von kleinen Frühlingserfolgen ist heute also die Rede. Da passen die Selleriepflänzchen sehr gut  hin. Bereits vor ein paar Wochen habe ich sie gesät. Jetzt können sie pikiert werden, weil das erste richtige Blatt da ist. Also ein richtiges Sellerieblatt mag anders sein, viel größer, viel dicker und fester. Aber man kann es erkennen, die Keimblätter sind einfach rundlich und die nächsten Blätter hübsch gezackt. Wie es eben typisch ist für Sellerie. Und das ist der richtige Moment zu pikieren, wenn das erste richtige Blatt kommt.

Ich vermute ja meine Mini-Sellerie im letzten Jahr lagen an der zu späten Aussaat. Das kann schon sein. Sie brauchen schon recht lange, bis sie wachsen.

frisch pikierter Sellerie 8c) by Joachim Wenk
frisch pikierter Sellerie

Nach dem Pflanzen und Pikieren kam das große Sähen. Wie ein Weltmeister habe ich gesät. In den Beeten und in Topfplatten. Alles, was eben Anfang April in die Erde kommt. Im Freien sollen die Vliesabdeckungen noch vor der Nachtkühle schützen. Und vor Amseln,  was jetzt, wo es ohnehin wärmer werden soll, wohl noch wichtiger ist. Die Amseln graben mir ja ständig die nicht bewachsenen Beete um. Immer auf der Suche nach Würmern. Vor meinen Saatreihen machen sie dabei nicht halt. So würden die feinen Samen überall verteilt und meine Reihen blieben leer. Das Vlies lasse ich drauf, bis die Samen gekeimt sind. Weil es gerade auch schon wieder sehr trocken ist, kommt ein weiterer Vorteil des Vlies zum Tragen. Die Wasserverdunstung wird reduziert, die Feuchte bleibt besser im Boden.

Unter dem Vlies neu dazugekommen sind heute wieder Spinat und Möhren, Dill und Radieschen.

schützendes Vlies über den neuen Saaten (c) by Joachim Wenk
schützendes Vlies über den neuen Saaten


Die Palerbsen meiner geliebten Sorte Blauwschokker sind seit zwei Wochen in der Erde, keimen aber noch nicht. Jetzt sind die Markerbsen dran. Als Rankgerüst für die Erbsen dient ein Kompostbehälter. Ja, aus diesen ummantelten Gittern bestehen meine Kompostsilos. Die gibt es bei uns im sogenannten Billig-Baumarkt. Als Erbsenrankgitter habe ich sie mit den Verbindungsfedern montiert, wie die anderen Silos. Aber am Schluß werden sie nicht zu einem Viereck zusammengefügt, sondern als zusammenklappbare "Wand" aus den vier Seitenelementen offen gelassen. Das hat sich letztes Jahr als gut erwiesen. Sind die Erbsen abgeerntet, werden die  Gitter einfach zusammengeklappt und im ehemaligen Hühnerhaus - hinten im Bild - aufbewahrt.

Und was bin ich doch für ein ordentlicher und sparsamer Mensch. Als ich die Gitter im hintersten Eck des  Hauses hervorzog, befanden sich daran ordentlich zusammengebunden, die Befestigungsschnüre, mit denen das Gitter an den  Haltepfosten festgebunden war. Die werden natürlich wieder verwendet. Immer darauf achten unnötigen Müll zu vermeiden....

Rankhilfe aus Kompostsilo für Erbsen (c) by Joachim Wenk
Kompostsilo-Rankgitter für die Markerbsen


Alles andere als klein im Frühling ist mein Knoblauch.  Im Herbst gesteck,t begann er als einziger schon vor ein paar Wochen richtig zu Wachsen. Der Einsame Kämpfer im Gemüsebeet. Vielleicht fangen die müden Krieger um ihn  herum ja auch bald an zu wachsen und zu fruchten. Leckere frische Erdbeeren, da freuen wir uns natürlich schon jetzt darauf. 

Knoblauch im Erdbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Knoblauch im Erdbeerbeet

Scheinbar haben beide sich abgesprochen. Der Rhabarber für Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre ist auch noch  nicht weiter. Wenn man sich fast auf den Boden legt und ein wenig mit den Händen dort scharrt, wo er stehen müsste, sieht man die ersten Spitzen seiner Blätter.

Rhabarber (c) by Joachim Wenk
der Rhabarber lässt es langsam angehen



Die Triebspitzen vom Kaukasischen Rankspinat. Im letzten Bericht noch klein und rot gefärbt, sind mittlerweile grün und man erkennt die ersten Blätter. Selbst dieser kältetolerante Geselle kommt erst jetzt langsam zum Wachsen. Im April! Also wieder nah ran mit der Foto-Linse und mit wachem Auge die kleinen Fortschritte wahrgenommen. Etwa 1-2 cm werden sie haben die Triebe. Jetzt freue ich mich noch über einen Farbwechsel von rot auf grün. Ich nehme an, daß jetzt mit der Wärme dann die Freude umschlägt auf 20cm Neutrieb oder 30?  Da muß überall schon ganz schön Gas gegeben werden mit dem Wachsen.

Kaukasischer Rankspinat (c) by  Joachim Wenk
kaukasischer Rankspinat 

Der Wermut gefällt mir sehr mit seinem krausen Grün. Endlich hat sich einer ansiedeln können. Vorher haben ihn immer die Schnecken gefressen, bevor er wachsen konnte. Die schrecken doch vor garnichts zurück. Dieses fürchterlich bittere Gewächs scheint ihnen dennoch gut zu schmecken. Letztes  Jahr habe ich den Schneckenring darum gemacht und so konnte er wachsen. Er steht zwischen den Johannisbeerbüschen. Dort soll auch hin und sie vor Krankheit (Säulchenrost) schützen.

Also entweder war es Zufall oder das hilft wirklich. Im vergangen Sommer hatte sie fast keine Blatterkrankungen, wohingegen sie die Jahre davor schlimm aussahen im Sommer.

Wermut als Gesundheitsvorsorge für Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
Wermut als Gesundheitsvorsorge für Johannisbeeren
Nach all dem Sähen, Pflanzen und Gießen wende ich mich abermals der Beeteinfassung vom Mäuerchenbeet zu. Diesmal habe es geschafft. Alle Steine liegen. Demnächst muß  nur noch die Erde links und rechts der Platten angefüllt werden. Dann hat das Beet eine saubere Einfassung und mit dem Rasenmäher kann man gut mähen. Und, wir mußten keinen Cent dafür ausgeben. Die Steine begrenzten hier schon den Vor-Vorgänger dieser Endversion meines Staudenbeetes. Und an anderer Stelle im Garten lagen auch hier und da noch welche. Alle zusammengesammelt, reichten sie gerade aus.

Beeteinfassung aus Betonfertigsteinen (c) by Joachim Wenk
Beeteinfassung aus Betonfertigsteinen


Den einen oder anderen Cent hingegen müssen wir  hier in die Hand nehmen. Es geht los das diesjährige große Bauprojekt "Terrasse, Mauer und Wege". Die Waschbetonplatten müssen runter von der Terrasse. Im Gemüsegarten warte ich schon auf sie. Der Mittelweg im Schneckenzaunbeet, ein Weg am Rand und als Austausch für zu kleine Platten werden sie gebraucht. Auch soll das Gewächshaus mit ihnen umlegt werden. So kann im Sommer besser  Rasen gemäht werden, das Regenwasser vom Dach tropft auf sie und nicht  auf die Erde, in die es viele kleine Krater schlägt. Und ich kann auf der ebenen Fläche später meine Gewächshaustische mit den Sämlingen auch im Freien - zu Abhärtung- sicher aufstellen. 


(c) by Joachim Wenk
jetzt geht Projekt Terrasse- Mauer-Wege los. 


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