Donnerstag, 30. April 2015

Die Frühlingssonne bringt die Farben der Blüten zum leuchten - da arbeitet man doch gern im Garten

Das sehr kurze Regen-Intermezzo hat gut getan. Jetzt ist der Boden ganz leicht feucht. Ehrlich! Er ist nicht nass geworden, nur ein wenig feucht. Aber das ist immer noch besser als gar kein Regen und die Pflanzen brauchen ihn ganz dringend.

Über zu wenig Sonne hingegen können wir uns die Tage nicht beklagen. Sie scheint viel und ausgiebig. Das sieht man den Fotos heute auch an. Ich habe es  nicht hinbekommen, das passende Licht und den richtigen Moment zu erwischen. Früh war ich zwar schon um 7 Uhr im Garten. Aber das, was ich fotografieren wollte lag noch im Schatten. Später waren dann die Fotos halb im Schatten und halb in der vollen Sonne. Dieser Kontrast mitten im Bild sieht wirklich nicht schön aus. Also habe ich wieder abgewartet und schließlich war dann Sonne auf den Blüten und zwar volle Pulle. Man kann immerhin erkennen, daß es mittlerweile recht bunt ist im Garten.


Erdbeerblüten (c) by Joachim Wenk
die Erdbeeren blühen
Nicht nur in meiner sagenhaft schönen und bunten Tulpenwiese blühen jetzt die Tulpen auch überall im Garten. Diese lila Gruppe hier habe seit Herbst 2010. Obwohl es  Tulpen vom Discounter waren kommen sie und die dazugehörigen Hyazinthen jedes Jahr wieder.

lila Tulpen (c) by  Joachim Wenk
lila Tulpen

Wo anders blühen die Tulpen in eher gelben Farbabstufungen, gemischt mit einem Hauch Orange. Diese Gruppe habe ich im Herbst gesteckt. Es waren verschieden Tulpen, die ich gemischt und dann gesteckt habe. Ich wusste garnicht mehr, wie sie genau blühen sollten. Die Mischung war damals ein Geschenk. Sehr interessiert beobachtete ich die Knospen von einigen Tulpen hier. Sie schienen so prall gefüllt, als explodierten sie jeden Moment. Auf diese Blüten war ich ja was gespannt. Jetzt weiß ich, warum sie gar so drall waren. Es sind gefüllte Tulpen. Solche hatte ich ja auch noch nie.

hellblaue Vergißmeinnicht und dottergelbe gefüllte Tulpen (c) by Joachim Wenk
Was für eine Kombination hellblaue Vergissmeinnicht und dottergelbe gefüllte Tulpen

Tulpen in der Frühlingssonne (c) by Joachim Wenk
Ein wenig Orange im Gelb macht sich auch gut


Tulpen in der Frühlingssonne (c) by Joachim Wenk
Tulpen in der Frühlingssonne 


In dem Tulpenpaket waren auch rote Tulpen. Nun rot passt so gar nirgends  zu meinen Farbvorstellungen. Schon die Roten in der Tulpenwiese lassen mich einerseits die Stirn runzeln und erfreuen mich andererseits aber durch die doch irgendwie stimmige Kombination. Ich hätte Rot und Lila ja niemals kombiniert. Jedenfalls sind die neuen roten Tulpen zur weißen Ramblerrose gekommen. Die blüht zwar noch nicht, aber die weißen Gänseblümchen und der gelbe Löwenzahn. Auch die benachbarte Birne blüht schön weiß. So hat die Szene hier doch etwas unbeschwert Ländliches. Mir gefällt es jetzt so.

rote Tulpen und weiße Gänseblümchen (c) by Joachim Wenk
rote Tulpen und weiße Gänseblümchen

rote Tulpen und weiße Birnenblüten (c) by Joachim Wenk
und hier seht ihr die roten Tulpen mit den Birnenblüten

Säulen-Kirschbaum in Blüte (c) by Joachim Wenk
die Säulen-Kirsche blüht auch schon


Im Gemüsegarten habe ich nicht all zu viel gemacht. Ich wollte keine größeren Arbeiten beginnen. Einmal war sehr viel zu erledigen, so dass ich erst am frühen Nachmittag in den Garten kam. Dann sollte ich auch immer wieder bei den ersten Wege-Arbeiten zur Hand gehen. Also machte ich mich an diverse Gruschtel-Arbeiten.

Im Schneckenzaun-Beet gedeihen die prachtvollsten gelbe Melde-Pflanzen. Ich habe zwar vor langem auch welche ausgesät, werde sie aber wohl doch nicht verwenden. Die hier selbst aufgehenden  Melden sind unvergleichlich kräftiger und schon abgehärtet. Ich habe sie ausgegraben und in die Reihe verpflanzt, in der sie dieses Jahr stehen werden. Jetzt wo ich weiß, daß sie auch wirklich überall aufgehen, werde ich mir im nächsten Frühjahr deren Aussaat in Saatschalen ersparen. Gleiches gilt für den nun überall keimenden  Baumspinat.

Die Pflanzen im Gewächshaus sollte ich - gemäß einer plötzlichen Eingebung in voriger Nacht - doch langsam einmal abhärten und an die Sonne gewöhnen. Dazu stellte ich sie heute ein paar Stunden ins Freie. Eigentlich selbstverständlich und doch habe da überhaupt nicht mehr daran gedacht. Es ist so viel zu tun, da vergesse ich eben das eine oder andere ganz gern einmal.

Das Gießen habe ich mir dann doch erspart heute. Nur die beiden Flächen mit der Wildblumenmischung von Neudorff habe ich gegossen.  Sie sollen ja unbedingt feucht gehalten werden, bis die Samen keimen. Das sollten sie langsam auch machen. Die eine Fläche lasst da noch nichts erkennen, während auf der anderen wirklich schon einiges sprießt.


Schließlich war es dann so weit, daß ich es endlich im Beet sehen wollte. Die Neugier siegte und die Zeit ist auch bald reif dafür.

Mein neues Tomatenrankgerüst. Und wow - ich bin begeistert. Alles passt perfekt und es sieht gut aus und wird wohl ewig halten.

Von den handelsüblichen Tomaten-Spiralstäben habe ich jede Menge. Nun ist es aber so, daß ich mir meine Pflanzen ja selbst ziehe, gerade um mir die möglichst widerstandsfähigen Sorten gegen die Braunfäule anzubauen. Gerade diese Sorten aber haben alle wirklich sehr lange Internodien. Das wird bereits im Katalog erwähnt. Was das ist? Die Internodien sind die reinen Stängel zwischen den Blättern. Sprich, diese Tomaten werden sehr sehr hoch. Sie haben die untersten Früchte fast dort, wo andere Sorten oben aufhören.

Damit sind die normalen Stützstäbe um die Hälfte zu kurz. Immer hing alles oben drüber, ich stückelte an mit anderen Stäben und alles war nur noch heilloses durcheinander. Dann habe ich im letzten Jahr alte Eisenstützen vergraben und Schnüre gespannt. Dieses Höhe war gut. Ein der beiden Stützen seht ihr im Bild auch. Das komische Braune Teil was im Blickfeld steht.

Wir überlegten, wie das Gerüst einfach aufzubauen sein sollte, optisch ansprechend, zweckmäßig und auch an anderer Stelle wieder aufbaubar.

Das Ergebnis ist perfekt geworden. In jedem der drei  Felder werde ich 4 Tomaten anpflanzen. Die können dann, wenn die senkrechten Schnüre gespannt sind bis zu 190cm hoch wachsen.

Tomaten-Stützgestell aus Wasserrohren (c) by Joachim Wenk
mein neues Tomaten-Stützgestell

Das Gerüst besteht aus vier senkrechten Rohren (verzinkte, normale Wasserrohre). Die haben wir 60cm tief in den Boden geschlagen. Geschlagen und gehämmert? Diese Idee ließ uns bei der Konzeption auch Falten auf die Stirn wachsen.  Wenn wir da mit dem Hammer immer oben drauf schlagen, verformt sich der Rand des  Rohres und die Querstangen lassen sich nicht mehr einhängen.

Eine Einschlaghilfe musste her. Das untere dünnere Teil passt genau in die Rohre, bis zur verdickenden Stufe der Einschlaghilfe. Oben auf das Eisenteil kann man jetzt schön mit dem Hammer eindreschen und der eigentlichen Stützstange passiert überhaupt nichts. Tolle Sache.

Einschlaghilfe fürs Tomaten-Stützgestell (c) by Joachim Wenk
Einschlaghilfe fürs Tomaten-Stützgestell


Jede Querstange ist in etwa 2,5 m lang. So dass sie in die anderen Beete des Gemüsegartens auch passen würden. Zwei nebeneinander ergeben eine Reihe von über 5m. Damit mehr Stabilität gegeben ist nutzen wir die Dreieckform meiner Gemüsebeete und schließen mittig im rechten Winkel eine dritte Querstange an.


Tomatenstützgestell aus Wasserrohren (c) by Joachim Wenk
gebogene Rohre stecken in den kräftigen senkrechten Rohren



Die Querstangen sind ebenfalls aus gebogenen Wasserrohren. Sie sind vom Durchmesser dünner, so dass sie sich in die senkrechten Rohre einhängen lassen. Wieder gab es eine Denkaufgabe. Wie gestalten wir die mittlere Stütze, in der alle drei Querstangen zusammen laufen? Sägen und Schweißen war notwendig und führte zu diesem Ende. Und alles passte perfekt zusammen. Hervorragende Handwerksarbeit meines Schwagers!

Tomatenstützgestell aus Wasserrohren (c) by Joachim Wenk
mittlere Stütze mit den drei  Querstangen


Tomatenstützgestell aus Wasserrohren (c) by Joachim Wenk
Aufnahme für drei Querstangen 




Fotos vom Gemüsegarten sind ansonsten noch immer unspektakulär. Hier wächst es noch nicht so recht. 

Der Rhabarber kommt endlich in Schwung. 

Rhabarber (c) by Joachim Wenk (c) by Joachim Wenk
der Rhabarber wächst endlich

 Die ersten gepflanzten Gemüsepflanzen tun sich noch schwer damit, sich zu behaupten. Kälte und Wind und Schnecken stören.


Gemüsebeet im April (c) by Joachim Wenk
alles noch recht übersichtlich im Gemüsebeet


Der Hopfen hingegen legt mächtig zu. Bis zur Höhe des Zaunes hat er es schon geschafft.

Hopfen (c) by Joachim Wenk
wenn einer wächst, dann ist es der Hopfen
(daneben Fingerhut und Stockrose)


Bevor wir dann Feierabend machen möchte ich euch natürlich noch das Ergebnis der ersten aufbauenden Arbeiten an unseren Wegen zeigen. Mühselig ist es und ein Gefiesel. Aber wenn die Ränder ordentlich und befestigt sind, lässt es sich dann auch richtig gut pflastern.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
Die Wege nehmen Gestalt an

Die nächsten beiden Samstage werden ganz im Zeichen des Wegebaus stehen. Vorher kommt aber noch der 1. Mai mit lieben Mittagsbesuch der Familie und einer Stammtisch-Wanderung zum Biergarten im Nachbarsort. Am Tag der Arbeit werden wir also nicht (!) arbeiten.

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