Donnerstag, 19. März 2015

Grüne Hölle im Gewächshaus und Saunatemperaturen im Weinberg - ein herrlicher Frühlingstag im Garten


Diese Woche haben  wir Frühling pur. Das Wetter habe ich genutzt zum Ernten, Pflanzen, Sähen und Aufräumen.

Im Gewächshaus wächst es unbändig. Wir haben nun fast jeden Tag Spinat oder Feldsalat als Salat zum Mittag.

Spinat im Gewächshaus (C) by Joachim Wenk
Spinat im Gewächshaus - beinahe täglich ist es mehr

Feldsalat im Gewächshaus (C) by Joachim Wenk
gleiches gilt für den Feldsalat im Gewächshaus
Und auch das vor Kurzem Gesäte im  Gewächshaus macht Fortschritte. Jetzt ist auch der hier direkt gesäte Salat schön zu erkennen. Radieschen, Rettich und Rucola wachsen schön. Nur die Frühlingszwiebeln wollen auch hier nicht keimen. Kennt sich von euch da jemand aus. Weder im Sommer, Herbst noch Frühjahr, nicht im Boden noch in der Topfplatte - ich bekomme bis auf 2 oder 3 Exemplaren nach vielen vielen  Versuchen einfach keine Frühlingszwiebeln zum Keimen.

Rettich, Radieschen, Rucola und Salat im März im Gewächshaus gesät (c) by Joachim Wenk
Rettich, Radieschen, Rucola und Salat im März im Gewächshaus gesät



 Bevor ich aber irgendetwas anderes im Garten machte, wird endlich der Wein gepflanzt. Es ist schließlich höchste Zeit, daß er in die Erde kommt. Er muß noch einwurzeln, so lange die Erde feucht ist. Und das ist sie bereits heute nicht mehr sonderlich. Sechs Tafeltrauben habe ich nun gepflanzt. Schon jetzt ist es dort am Westhang vor dem Haus unbeschreiblich warm. Mir war, als würde ich in einer Sauna hocken und Wein pflanzen. Und das im März. Im Sommer werden dann die Stützpfosten gesetzt und die Drähte gespannt.

frisch gepflanzte Tafeltrauben für den Weinberg (c) by Joachim Wenk
endlich gepflanzt die Tafeltrauben für den Weinberg

frisch gepflanzte Tafeltrauben für den Weinberg (c) by Joachim Wenk
hier sieht man, daß es tatsächlich ein Hang ist - eben ein richtiger Weinb-Berg

Nach dieser wirklich schweißtreibenden Arbeit konnte ich mich in aller Ruhe den noch anstehenden Arbeiten widmen. Das Wetter ist sehr schön. Nachts kein Frost oder nur ein oder zwei Grad unter Null. Es ist nun möglich, die großen Palmen und den Oleander aus dem Winterquartier zu holen. Dort zu verbleiben, wäre nicht so gut für sie. Zu wenig Licht kommt, für die doch schon hohen Temperaturen darin, hinein. Im Carport stehen sie geschützt. Die kräftige Sonne kann die noch empfindlichen Blätter nicht verbrennen und die Kälte der Nacht ist eher auf freien Flächen im Garten spürbar.

Die Hanfpalme blüht auch wieder sehr prächtig.

blühende Hanfpalme (c) by Joachim Wenk
die Hanfpalme blüht

eschützt im Carport stehen die ersten Kübelpflanzen im Freien (c) by Joachim Wenk
geschützt im Carport stehen die ersten Kübelpflanzen im Freien

Weil Wetter und Boden es zulassen, habe ich die Ackerbohnen gesät und die Palerbsen gesteckt. Palerbsen kommen  noch vor den Markerbsen in den Boden. Ich habe die Sorte Blauwschokker mit wunderhübschen lila Blüten und lila Schoten. Die Erbsen selbst sind grün.

Auch Salat, Radieschen, Spinat und Rettich habe ich bereits ins Freiland gesät. Laut Sortenbeschreibung ist das möglich. Ich selbst habe aus Furcht vor Frost und Kälte noch nie so früh im Freiland ausgesät. Neugierig warte ich auf die weitere Entwicklung. Am Wochenende, wenn das Wetter wieder kühler wird, werde ich die  Saatreihen mit Vlies abdecken. Schaden kann das ja nicht.

Ein ganz schönes Arbeitspensum für heute. Schließlich ist an den Weihern auch noch einiges zu erledigen. Die Erlenhecke um den großen Weiher muß noch von der Wasserseite aus geschnitten werden. Das geht nur noch jetzt. Dann wird der Weiher wieder gesteckt und läuft voll Wasser. Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt.  Der Volker bei den Weihern und ich im Garten. Daher habe ich von den  Fortschritten der Arbeiten dort draußen heute keine Fotos. Ich nutze aber die Gelegenheit, einmal auf ein  online-Magazin aufmerksam zu machen. Die haben erst kürzlich über Gartenteiche und deren Anlage berichtet. Ich habe zwar keinen Gartenteich, dennoch fanden sie unsere richtigen Weiher für die in Franken obligatorischen Karpfen so interessant, daß sie auch über uns berichtet haben. Schaut doch einfach einmal im Magazin  vorbei: Gartenhaus-Magazin.

Die im Winter bestellten Saatkartoffeln kamen heute auch, schon sehnsüchtig von mir erwartet, per Post. Ich wollte sie auch gleich in die Eierschachteln sortieren, damit sie zu treiben beginnen. Dann las ich aber im Lieferschein, daß man sie erst einmal zwei Tage bei 20°C lagern soll. Damit beendet man die Keimruhe. Erst dann werden sie bei 10°-12°C ausgelegt und vorgetrieben. Also wieder ab in den Karton damit und ins Wohnzimmer gestellt. Dann werden sie eben am Wochenende in die Eierschachteln sortiert.

Saatkartoffeln (c) by Joachim Wenk
die Saatkartoffeln sind eingetroffen

Es ist nun bereits frischer draußen, die Sonne steht flach am Horizont. Lust zum Reingehen haben wir beide noch nicht. Wir holen noch den Häcksler heraus und machen uns über den Berg an abgeschittenen Hecken- und Staudenabällen. Da kommt ganz schön was zusammen. Das Häckselgut liegt nun auf einem Haufen am Kompostplatz. Im Laufe des Sommers werde ich immer wieder etwas unter den Kompost mischen. Vor allem wenn gerade wieder viel Grünzeugs angefallen ist oder Rasenschnitt auf den Kompost wandert.  Dafür ist es dann gut, etwas von dem holzigen Material unterzumischen.

gehäckselter Heckenschnitt (c) by Joachim Wenk
gehäckselter Heckenschnitt


Jetzt ist es 19 Uhr und bereits dunkel. Ein langer und sehr schöner Gartentag geht zu Ende. Drinnen im Haus nach einer schönen Dusche merke ich dass mein Gesicht brennt. Ja die Sonne hat schon richtig Kraft. Vor allem, wenn man den  ganzen Tag draußen ist.

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