Mittwoch, 25. März 2015

Ein geriatrisches Profil und ausgiebiges Gießen bereits im März - was es nicht alles gibt!

Im Sommer 2013 ging es los, dann wurde es ganz schlimm. Das zog sich bis März 2014. Jetzt geht das schon wieder los. 

Jedenfalls war ein Tierarztbesuch heute dringend notwendig. Damals haben sie den ganzen Kerl befallen die  Haarbalgmilben. Kopf, Bauch, Hals, Intimbereich, Hinterbeine und Schwanz waren nackt. Ich habe mich geschämt, mit dem Hund raus zu gehen. Und schlecht ging es ihm wegen der Entzündungen. Er wäre beinahe gestorben. Jetzt ist der Hals stellenweise wieder ohne Haare und elend geht es ihm auch schon ein paar Tage.

Was gegen die Milben zu machen ist, wissen wir ja mittlerweile. Wegen der Schlappheit hat die Tierärztin ihn heute geröntgt. Das kann das Herz sein, meint sie. Und ein geriatrisches Profil wurde angeordnet. Als Altenpfleger muß man da schon schmunzeln, daß  es bei den Hunden auch die geriatrische Fachdiagnostik gibt. Am Samstag müssen wir wieder hin. Dann erfahren wir, was er hat und was wir machen werden. Und die bestellten Medikamente sind dann auch da. Eines jedenfalls ist sicher. Wir müssen eine gut gefüllte EC-Karte mitbringen. Das sehe ich jetzt schon. 

Nach einem sehr leckeren Dosen-Futter mit frisch gekochten Nudeln für den Max und ein paar ebenfalls sehr leckeren, spontan besorgten Weißwürsten für mich, ging es dann nach den Aufregungen des Vormittages zur Frühlingssonne in den Garten. 

In meinem kleinen grünen to-do-Notizbüchlein standen ein paar Aufgaben für heute, so dass ich mich gleich an die Arbeit machen konnte. Max wälzte sich genüsslich im Gras, um dann einen ausgedehnten Mittagsschlaf zu machen. Mit bald 11 Jahren braucht man eben seine Ruhe. 

Bevor aber die bereits eingeplanten Dinge erledigt werden konnten, mußt ich doch tatsächlich schon wieder den ganzen Gemüsegarten gießen. Es ist so derart staubtrocken. Wie sollen da Spinat, Erbsen, Radieschen, Möhren,  Ackerbohnen oder Gründünger keimen? Die restlichen Pferdeäpfel vom Herbst und Laub liegen knistertrocken oben auf. Da verrottet nichts. Also stehe ich im März schon mit dem Schlauch im Garten. 

Im Gewächshaus die Pflanzen haben es gut, die bekommen das temperierte Wasser aus dem Regenfass im Gewächshaus. Gleich fülle ich es wieder auf, damit die Sonne es wieder erwärmen kann. Es dient auch als Wärmespeicher für die Nächte. Tags ist es heute wieder so warm, daß die Fenster alle bis zum Anschlag geöffnet sind. Ein Hoch auf diese automatischen Fensteröffner. Das ist eine der genialsten Erfindungen zum Gewächshaus. 

Der direkt in die Gewächshauserde gesäte Salat hat sein erstes richtiges Blatt. Die winzigen Pflänzchen haben Fingernagelgröße. Jedenfalls sind sie nicht kleiner als die in der Topfplatte im ungeheizten aber gut isolierten Partyraum gesäten Salatpflanzen. Dort kühlt es zwar in der Nacht nicht so ab, wie im Gewächshaus, was aber dem Salat keinen  Wachstumsvorschub bringt. Da werde ich den ersten Salat nächstes Jahr gleich direkt in die Erde sähen. 

Im Gewächshaus geht das Direktsähen wirklich prima. Die Erde ist locker, fast frei von Unkraut und feucht. Schnecken sind keine drin. Im Freien gelingt mir Direktsaat nur bei robusten und schnell keimenden Gemüsearten. Möhren, Pastinaken oder gar Petersilie sind ein Horror. Da kommt nichts nennenswertes dabei heraus. Und doch probiere ich es dieses Jahr auch wieder. Ich kann schließlich die Möhren nicht in Saatplatten vorziehen. 

In so eine Saatplatte kamen heute Blumenkohl, Kerbel, Kohlrabi, Rotkohl, Berglauch und Mohn . Das kann man beinahe auch schon im Freien sähen. Daher stelle ich diese Platte gleich ins Gewächshaus. Auch wenn es die kommenden Tage wieder kälter wird, dort haben sie genügend Licht und vergeilen daher nicht. Winterlauch habe ich, in eine Saatschale gesät und pikiere in dann nach dem Keimen. Der Sommerlauch ist schon pikiert und sieht recht schön aus. 

Gewächshaustisch mit Saatplatte (c) by Joachim Wenk
der erste von vier Tischen steht im Gewächshaus


Im Freien habe ich Erdnußrukola gesät und rote Melde. 

Neuseeländer Spinat werde ich dieses Jahr zum ersten Mal auch probieren. Ich habe schon viel von ihm gehört. Dauernd nachwachsendes Grünzeug, das ist genau das Richtig für mich. Allerdings las ich dann auf der Samentüte, daß man ihn einen Tag in Wasser legen soll vor dem Sähen. Also gut, dann sähe ich eben am Wochenende. Es ist ja noch Zeit. 

Zum Tagesabschluß kümmerte ich mich dann wieder um die Randsteine meines Mäuerchenbeetes. Die sollen als ordentlicher Abschluß und Mähkante dienen. Mühsam ist es, sie ordentlich einzugraben. Da werde ich wohl noch etwas daran zu Arbeiten haben. 

Beeteinfassung mit Betonsteinen (c) by Joachim Wenk
das erste Stück Beeteinfassung ist verlegt

Beeteinfassung mit Betonsteinen (c) by Joachim Wenk
nur noch um den Oster-Strauch herum und bis zur Einfahrt vor...


Trotz nun schon etlicher schöner warmer Tage halten sich die Pflanzen noch ein wenig zurück. Die Nächte sind eben noch fast täglich mit Minusgraden recht kalt. Und die Feuchtigkeit fehlt. Regen würde das Wachstum ankurbeln, vorausgesetzt die Temperaturen sinken dabei nicht wieder stark ab. 

Aufgefallen sind mir heute allerdings die Tulpen. Sie waren bisher nicht sichtbar. Aber plötzlich waren sie da. Das wird wieder eine Pracht. 

Narzissen in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
die Narzissen blühen beinahe in der Blumenwiese. Die Tulpen wachsen gerade erste

(c) by Joachim Wenk
die neuen, im Herbst gesteckten Tulpen sind auf einmal auch schon da


Wenn dann alles so richtig losgeht und es blüht und riecht und wächst, möchte ich wieder überhaupt nicht raus aus dem Garten. Jedem möchte ich es zeigen, meine Freude und Begeisterung teilen. Familie und Freunde teilhaben lassen. Aber es wird sein wie jedes Jahr. Viel zu selten ist Gelegenheit die anderen Menschen im Garten zu haben. Das ist der Grund, warum ich damals im Mai 2013 den Blog hier startete. So kann ich meine Freude und Begeisterung teilen, die anderen sehen wenigstens auf den Fotos die Pracht und  ich freue mich mit ihnen - und euch. 

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