Sonntag, 1. Februar 2015

Endlich wieder einmal Sonnenschein. Hoffentlich aber scheint sie die nächsten Tage nicht!

Der Winter weiß noch immer nicht, ob er kommen soll oder nicht. Ich bin auf das Wetter die kommenden Tage gespannt, dann wissen wir, ob er noch bleibt oder sich bald ganz zurück zieht. Eines aber ist deutlich spürbar. Das Licht kommt wieder zurück. Seit den Weihnachtsfeierlichkeiten haben wir nun schon eine ganze Stunde länger Tag!

Heute morgen beim Gassi-Gehen hatten wir Sonnenschein, der sich dann tagsüber immer wieder erneut darbot. Der Schnee taut wieder weg oder ist garnicht richtig liegen geblieben. Ich wandere nach jeder Gassirunde zum Abschluss noch einmal durch meinen Garten. Kopfschüttelnd stehe ich vor den Beeten, wie die aussehen. Und das soll in wenigen Wochen alles wieder sauber und ordentlich sein  und von frischem Grün und Blüten bedeckt. Es wird kommen wie seit jeher und ich beobachte fleißig, was sich so im Garten tut. Ich will diesen Wechsel ganz bewusst und mit staunenden Augen verfolgen.

winterlicher Gartenrundgang (c) by Joachim Wenk
nach dem Gassigehen kommt der Gartenrundgang

Haselnußblüte (c) by Joachim Wenk
die Haselnuß steht bereits in voller Blüte

Palmenüberwinterungshaus in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
ins Palmenüberwinterungshaus scheint auch wieder die Sonne und hilft mir beim Heizen

Sitzplatz unter der Haselnuß in der Wintersonne (c) by Joachim Wenk
morgen an Lichtmess zeigt es sich, ob wir bald wieder hier in der Frühlingssonne sitzen können


Morgen ist der 2. Februar, Lichtmess. Ein wichtiger Tag, der vielleicht genauer am  Vollmond (Mittwoch 4. Februar) anzusiedeln ist. Ab jetzt kommt sie zurück. Verjüngt und gereinigt. Sie bringt das Wasser wieder in Bewegung.  Das Wasser in den Bächen und Flüssen genau wie das Wasser in den Bäumen und Sträuchern. Und auch die Säfte in uns bringt sie wieder ins Wallen, vorsicht "Frühlinsgefühle" im Anmarsch. In den Bäumen beginnt der Saft wieder zu steigen. (Höchste Zeit, an den Schnitt zu denken). Sie zieht übers Land, rüttelt an den Bäumen um sie zu wecken, genau wie die Samen in der Erde. Jetzt blüht das Lichtmessblümchen, das Schneeglöckchen. Sein Blühen zeigt die Rückkehr der Göttin Brigit an. So deuteten die Kelten das Jahr für Jahr beobachtete Spektakel. Später dann wurde das Schneeglöckchen der Jungfrau Maria geweiht. Eines aber blieb unabhängig vom gerade aktuellen Glauben. Der immerwährende Gang der Dinge in der Natur. Hier also der markante Termin Anfang Februar und die verbreitete Wetterbeobachtung an diesem Tag. Scheint an Lichtmess die Sonne und es ist klar, so dauert der Winter noch 6 Wochen, bis zum Frühlingsanfang.  Dann müssten wir uns noch eine ganze Weile gedulden mit der Gartenarbeit.

Ich jedenfalls werde das Wetter der nächsten Tage sehr genau unter die Lupe nehmen. Die Naturbeobachtung der Kelten und sonst alter Völker ist beachtenswert. Schaut euch um im Garten und ihr werdet es auch feststellen, daß die Säfte wieder steigen.

Meine Brombeere, um nur eine Pflanze zu nennen, will anfangen zu treiben. Groß und prall sind ihre Knospen. Und im Staudenbeet kommen auch immer mehr und mehr grüne Frühlingsblüher-Spitzen aus der  Erde.

Brombeere will treiben (c) by Joachim Wenk
die Brombeere steht mächtig in den Startlöchern




Frühlingsblüher spitzen aus dem Boden ( c) by Joachim Wenk
immer mehr Frülingsblüher spitzen aus dem Boden

Und ganz brach lag das Leben im Garten ja auch in den vergangenen Monaten nicht. Es war nur alles fürchterlich langsam. Schaut zum Beispiel den Kompostbehälter. Den füllte ich im Herbst noch bis kanpp über seine Obergrenze. Und jetzt? Auf die Hälfte ist der Inhalt geschrumpft. Da wurde also darin gearbeitet.  Auch im (sehr milden) Winter.

Kompost ist zusammen gesackt (c) by Joachim Wenk
Kompost ist auf die Hälfte zusammengesackt


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