Samstag, 14. Februar 2015

Die närrische Zeit hat wohl auch die Wettervorhersagen fest im Griff.

Verfolgt ihr sie auch? Die Wettervorhersagen und Prognosen für die kommenden Tage? Im Radio zu jeder halben Stunde. Im Fernsehen nach den Nachrichten oder im Internet in verschiedenen Portalen. Ich habe auch eine "Wetterstation", die mit einem  Wetterportal verbunden ist und mir immer für unsere nähere Umgebung das künftige Wetter anzeigt. 


Schneeglöckchen im Laub (c) by Joachim Wenk
ist es so weit? wird es wärmer und der Frühling beginnt?

Im Großen und Ganzen waren sich die Vorhersagen einig. Seit einer Woche sehe ich positive Berichte. Es wird wärmer. Tags deutlich über Null Grad und nachts leichter Frost. 

Das war der Grund, warum ich begann, mich mit den ersten Gemüseaussaaten zu befassen. Klar, die müssen noch drinnen stattfinden. Aber wenn es jetzt wärmer wird und auch die Sonne wieder scheint, so dachte ich, kann es langsam losgehen. So vorgezogen können die ersten dann in ein paar Wochen ins kalte Gewächshaus. 

Die Idee war gut, aber dann kam die Realität. Statt Sonne kam Hochnebel. Und statt der positiven Tagestemperaturen stellte sich Dauerfrost ein. So lange Zeit so permanent unter Null Grad gab es diesen Winter glaube ich noch gar nicht. Alles ist fest gefroren. 

Für Mitte Februar ist das dann doch nichts Ungewöhnliches. Aber, so frage ich mich jeden Tag, was habe ich dann in den Prognosen gesehen? Und so schaue ich täglich überall nach, wie denn das Wetter laut Wetterbericht werden wird. Ich staune nicht schlecht, daß konsequent weiter von Tauwetter tagsüber und Sonne gesprochen wird. Zwar sind die Höchstwerte mittlerweile etwas nach unten korrigiert, aber immer über der 0°C-Grenze gegen Mittag. Ab Freitag dann der Druchbruch, die Kurven zeigen nach oben und die Temperaturen machen einen Sprung über 8°C und mehr. So die Vorhersagen.

Es ist dann schließlich Freitag und was meint ihr? Dickster Hochnebel in weiten Teilen Bayerns (jedenfalls überall dort wo ich langekommen bin über die Autobahn). Deutlicher Frost den ganzen Tag. Alle Bäume weiß und dick mit Reif überzogen. 

So langsam komme ich mir wirklich veräppelt vor! 


Heute morgen beim Frühstück starrt es mich wieder an, das Display der Wetterprognosestation. Heute also werden tagsüber bis 6°C und nachts vier Grad unter Null. Es hätte mir zu  denken geben sollen, daß diese Wolke ganz ohne Sonne mit abgebildet wird. 



 Blicke ich aus den Fenstern, sehe ich Winter und ...? Genau! Hochnebel wie jeden Tag. Es hat etliche Grad unter Null.

Aber es hilft nichts, der Hund muß raus und so machen wir unseren gewohnten Nebelspaziergang. Es bleibt auch heute bei Dauerfrost!

Winter im Dorf (c) by Joachim Wenk
noch hängt der Winter über dem Dorf, der Weiher ist gefroren

blühende Haselnuß im Rauhreif (c) by Joachim Wenk
blühende Haselnuß im Rauhreif

Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Garten 
Winterlandschaft mit Hund (c) by Joachim Wenk
heute werden 6°C ÜBER Null, so hat es geheißen

Rauhreif in den Hecken (c) by Joachim Wenk
der ewige Nebel hat sich in den Zweigen materialisiert


Es ist zwar Samstag, aber ein Arbeiten im Garten habe ich wieder beiseite geschoben. Der Schneckenzaun kann warten. Auch das Abstecken der beiden Weinberg-Reihen verschiebe ich auf sonnigere Stunden. Keine Lust habe ich, bei dem Wetter raus zu gehen.

Die Arbeit läuft schließlich nicht davon. Sie muß nur dann in einer kürzeren Zeit erledigt werden. Ich schreibe mir einfach wieder in meine Aufgabenliste, was zu tun ist. Wenn das Wetter besser wird, lege ich los.

Eine der ersten Tätigkeiten wird das Aufräumen sein. Ich kann sie bald nicht mehr sehen diese schlampige Unordnung. Einen geschniegelten Garten habe ich zwar nie. Aber überall das Herbstlaub und die Äste, Eicheln und Walnußreste auf dem Rasen und den Wegen sehen so ungepflegt aus. Ich habe sie immer mal wieder versucht zu entfernen. Aber dann kam der nächste Sturm und schon waren sie wieder verteilt. Immer neue Ästchen brachen aus der Eiche oder den Haselnußsträuchern. Und wo das Laub noch in den Beeten lag, katapultierten es die Amseln auf der Suche nach Freßbarem in weitem Bogen überall hin.




(c) by Joachim Wenk
Eichenlaub und Eichenäste überall im Gemüsegarten



Schneeglöckchen in der Wiese (c) by Joachim Wenk
Laub in der Wiese - aber mit ersten Schneeglöckchen

Laub auf den Wegen (c) by Joachim Wenk
Laub auf den Wegen - hier im Gemüsegarten


(c) by Joachim Wenk
das Laub sollte als Mulch unter der Johannisbeere liegen. Jetzt ist der ganze Rasen gemulcht
Nein, diese Unordnung muß wirklich zeitnah beseitigt werden. Heute aber nicht, auch wenn am Nachmittag für eine gute Stunde wirklich die Sonne durch den Dunst kam. Und selbst dieses kurze Aufblitzen ließ mich dieses wunderbare Frühlingsgefühl von Licht und Wärme spüren, als ich mich deswegen in den Garten begab.

Wie wird das schön, wenn es richtig losgeht mit Frühling. Wann das sein wird? Wenn er halt da ist. Den Wetterberichten glaube ich so schnell jedenfalls kein Wort mehr.

(c) by Joachim Wenk
nachmittags kam doch noch die Sonne


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