Montag, 19. Januar 2015

Männer brauchen immer ein Spielzeug!

Jawohl so ist es. Männer brauchen eben immer ein Spielzeug, das ihr Interesse geweckt hat und mit dem sie sich beschäftigen können.

Und ich habe ein neues Spielzeug. Hübsch bunt, handlich und aus Plastik, daß es nicht so schnell kaputt geht.

mein neues Spielzeug (c) by Joachim Wenk
mein neues hübsches und buntes Spielzeug aus Kunststoff

In der Theorie, genau wie in diversen bereits angestellten Trockenübungen funktioniert es sogar.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, wann es endlich Frühjahr wird und ich es im echten Einsatz testen kann.

Für all diejenigen, die es nicht nur -wie ich - hübsch bunt finden, sondern auch gerne wüssten, was es denn ist, kommt nun die Erklärung.

Es ist ein Säh-Gerät.

Mit ihm kann man die Samen in der Reih,e gleichmäßig auf Abstand verteilt, ausbringen. Das spart zum einen  Samen und zum Anderen Arbeit beim Vereinzeln.

Es stehen vier verschiedene Lochgrößen zur Verfügung.  Praktisch ist eine farbige Tabelle mit einzelnen Gemüsesorten. Jede Lochgröße, durch die der jeweilige Samen passen sollte, hat eine eigene Farbe.

Aussaatgerät (c) by Joachim Wenk
Aussaat-Gerät für gleichmäßigen Abstand in der Saatreihe
Man wählt also die gerade benötigte Farbe, setzt sie auf das durchsichtige Unterteil und verschließt damit die Löcher.  Jetzt füllt man in den löffelartigen Teil etwas von den Samen und verschließt mit dem durchsichtigen Deckel.
Aussaatgerät (c) by Joachim Wenk
durch diese Löcher werden sie fallen, die Samen
Aussaatgerät (c) by Joachim Wenk
fertig zum Einsatz

Durch leichtes Schütteln verteilt sich der Samen im "Löffelstiel". Dabei rutscht auch in jedes der Löcher ein Samen.

Platziert man das Sähgerät nun über der Saatreihe öffnet und schließt ein kurzes "Ritsch-Ratsch"- Hin- und Hergeschiebe der beiden Geräteteile kurz die Löcher. Dabei entweicht pro Loch ein Samenkorn in den Boden.

Nun setzt man erneut, etwas weiter voran geschritten (markiert durch den Abdruck der Löffelfüße im Boden), das Gerät in die Saatreihe. Ritsch-Ratsch und wieder sind ein paar Samen im Boden. Das macht man über die ganze Länge der Reihe. Somit sind, glaubt man der Anleitung die Samen dünn und gleichmäßig ausgebracht. Man kann damit auch in einer Saatschale sähen, wenn sie so lang wie das Gerät ist.

Ich werde das auf alle Fälle für Möhren, Frühlingswziebeln, Spinat, Feldsalat, Radieschen oder Rettich testen. Die habe ich immer zu eng in de Reihe. Ich muß vereinzeln. Das aber bleibt bei mir immer aus und so können die wenigen Möhren, die dann doch aufgehen, gar nicht richtig wachsen. Und die Radieschen drücken sich immer gegenseitig flach. Das wird alles anders dieses Jahr. Ich werde euch auf dem Laufenden Halten.



Aber so weit ist es wohl noch länger nicht. Man könnte auch noch  nichts im Garten machen. Der Boden ist bis zur Oberfläche mit Wasser gefüllt. Selbst laufen ist in der Wiese nicht möglich, ohne Löcher hinein zu treten. Und wenn dann erst einmal der VW-Bus von der Spur abkommt, dann sieht es aus, als  hätte ich bereits die ersten Saatrillen für mein neues Spielzeug gezogen.



Aussaatgerät (c) by Joachim Wenk
Nichts als aufgeweichter Boden und Matsch im Garten
Gleichzeitig aber ist das schlummernde Leben im Garten schon in Hab-Acht-Stellung.

Der Ranunkelstrauch möchte treiben, genau wie die Kletterhortensie. Die Knospen der schwarzen Johannisbeere sind schon deutlich gewachsen und die Haselnüsse blühen bereits.

Ranunkelstrauch Knospen (c) by Joachim Wenk
Ranunkelstrauch Knospen


Kletterhortensie Knospen (c) by Joachim Wenk
die Kletterhortensie treibt bald aus

Johannisbeere Knospen (c) by Joachim Wenk
die schwarze Johannisbeere wartet
aufs Frührjahr

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen