Montag, 8. Dezember 2014

Paprikaernte im Dezember, kein Frost, keine Sonne aber viel Arbeit fürs Frühjahr.

Das Ernten nimmt einfach kein Ende.  So habe ich heute die restlichen 50 Glockenpaprikas geerntet.  Die Pflanze steht mittlerweile seit etlichen Wochen, ausgegraben aus dem Gewächshaus  und einen Blumentopf gepflanzt,  im Überwinterungsraum der Kübelpflanzen. Dort im Palmenhaus hat es ca. 12°C und ich bin gespannt, ob sie einen zweiten Winter auch übersteht.

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika

Obwohl die große Menge Hasel-Nüsse im Herbst ja auf einen harten Winter hindeuten sollte, gibt der sich abermals sehr handzahm.  Bis jetzt jedenfalls. Wir hatten noch immer keinen nennenswerten Frost. Der Grünkohl schmeckt daher auch  eher bitter und irgendwie nicht besonders gut. Ich muß ihn also weiter stehen lassen und auf Frost warten.

Grünkohl (c) by Joachim Wenk
Grünkohl wartet noch immer auf Frost


Weil eben gerade der Frost bislang ausgeblieb, ist auch die Banane noch immer grün und nicht erfroren. Sie steht tapfer im Beet und winkt mit ihren großen Blättern. 

Winterharte Banane (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane


Im Gemüsegarten sieht es  wüst aus. Die Phacelia als Gründünger ist noch sehr schön grün. Der Buchweizen hingegen ist schon angefroren  und der Pferdemist zerfällt so nach und nach. Ein oder maximal zwei Grad Kälte müssen schon einmal gewesen sein. Und das wohl auch nur kurz gegen morgen.

Ich stehe immer wieder staunend in meinem Gemüsegarten und, wüsste ich es nicht aus eigener Erfahrung, so würde ich niemandem glauben, daß hier bald wieder knackige Gemüse wachsen, dass überhaupt etwas wächst. Dass die Natur ihre Ruhe beendet und von Abbau zu Aufbau wechselt. Dass Licht und Wärme und Leben zurück kehren. 

Gemüsegarten im Dezember (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Dezember

Mulch und Gründünger im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mulch und Gründünger im Gemüsegarten

Durch die kahlen Äste der Walnuß kann man jetzt schön die Paul's Himalayan Musk Ramblerrose sehen. Die Zweige hängen mittlerweile schön wieder nach Unten aus dem Ästen heraus. Sie ist gut verzweigt und auf dem Foto nicht so leicht erkennbar, hat auch bereits die nächste Etage im Baum erklommen. Sie macht sich dann auch weiter  oben  breit. Das wird wieder ein Blütenrausch werden im Juni.
Ramblerrose im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose im Walnußbaum


Auch wenn es jetzt gerade ruhig ist im Garten, so entdecke ich doch überall schon wieder die als nächstes zu erledigenden Arbeiten. Bis zum Jahreswechsel allerdings ist Ruhe. Ruhe für mich und Ruhe für den Garten. Dann im neuen Jahr müssen wieder viele Haselnußsträucher mächtig ausgelichtet werden, Holunderbüsche gekappt, der Flieder reduziert und eine Esche gefällt werden.

Und das neue  Gewächshaus benötigt dann dringend eine Dachwäsche. Durch das Grün von den Algen kommt die erste, freudig erwartete Frühjahrssonne sond nicht hindurch. 

Veralgtes Gewächshausdach (c) by Joachim Wenk
veralgtes Gewächshausdach


Apropos Sonne, wie ist das denn bei euch so in den anderen Regionen Deutschlands? Wir jedenfalls haben seit Wochen keine Sonne mehr gesehen. Es ist nur grau. Immerfort. 

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