Montag, 10. November 2014

Warten auf Frost oder lieber nicht?

So viele herrliche Nüsse gab es dieses Jahr.  Ein Anzeichen für einen harten Winter. Hoffentlich wird er nicht zu hart, dann muß ich mir nur wieder Sorgen um meine armen Pflanzen draußen in der Kälte machen. Den Freilandpflanzen macht ja ein harter Winter für gewöhnlich nichts.  Trotzdem sorge ich mich halt doch immer um sie.

Diese hier können Kälte überhaupt nicht vertragen. Mein Jasmin und die Weihnachtssterne. Sie durften schon vor ein paar Wochen in den niedrig temperierten aber geschützten Vorraum.

Der Jasmin steht den ganzen Sommer unbeachtet irgendwo auf der Terrasse und wuchert vor sich hin. Er ist halt grün und mehr auch nicht. Aber dann im Herbst, wenn ich ihn ins Haus hole hat er schon die ersten Knospen und blüht dann bis nach Weihnachten ohne Unterlass und sehr reichlich. Und selbst schon ein oder zwei geöffnete Blütchen erfüllen den ganzen Vorraum vom Haus mit einem süßen orientalischen Duft. Ich liebe das. Man kommt heim, macht die Haustüre auf, draußen ist es meist eben dunkel, naß und kalt. Drinnen wird man von diesem Dufterlebenis empfangen.

weißer Jasmin und
rote Weihnachtssterne

weißer, duftender Jasmin (c) by Joachim Wenk
weißer, duftender Jasmin

Die Weihnachtssterne fangen auch schon an, sich rot zu färben. Der Platz hier im Vorraum ist ideal, weil nur das Licht beim Heimkommen oder Verlassen des Hauses kurz an ist. Ansonsten haben sie den ganz natürlichen winterlichen Hell-Dunkel-Rhythmus. Also mehr dunkel als hell. Und genau das veranlasst sie dazu, die Blätter rot zu färben. Im beleuchteten Wohnzimmer wird das nicht der Fall sein. Und die Blätter sind von einer natürlichen Proportionalität zur Pflanze. Genaus ist das Rot ein anderes, als das von den gekauften Weihnachtssternen . Hier sind auch einmal noch hübsch anzusehende, dunkelgrüne Adern im roten Blatt, das sich eben noch im Farbwechsel befindet. Insgesamt ein einfach viel natürlicherer Eindruck geht von der Pflanze aus.


Weihnachtssterne beginnen sich rot zu färben (c) by Joachim Wenk
Weihnachtssterne beginnen
sich zu färben

Ganz anders sind die Genossen hier im Gemüsebeet. Mein Grünkohl Lerchenzungen. Der mags kühl und nass und wächst auch jetzt noch. Die Lerchenzungen sollen auch noch frosthäerter, als der Halbhoher Krauser, den ich sonst immer hatte, sein. Er wartet mittlerweile schon auf etwas Frost um seinen Geschmack für uns zu verbessern.

Grünkohl Lerchenzungen (c) by Joachim Wenk
Grünkohl Lerchenzungen

Nun und dann gibt es da noch so ein Zwischending an Pflanzen. Sie können draußen bleiben, vertragen etliche Minusgrade, sollten aber dennoch etwas geschützt werden.

Das ist bei mir einmal die frostharte Zitrone und der frostharte Eukalyptus. Letzten Winter hatte ich sie in ein Vlies eingehüllt. Das sieht aber im Beet nicht so schön aus. Jetzt habe ich gelesen, daß man dazu auch gut etwas Hühnerdraht um die Pflanzen konstruieren kann. Das Gehege wird dann mit trockenen Herbstlauf aufgefüllt.

Das habe ich gleich gemacht und es gefällt mir besser als das Vlies. Ich werde da nach und nach noch etwas Laub nachfüllen. So sind sie wirklich schön verpackt. Wenn Schnee kommt, sind sie auch geschützt.

Letzten Winter mit dem Vliesüberzieher war das sehr ungünstig bei vor allem  Naßschnee. Der hat die ganze Pflanze umgebogen, da er auf dem Vlies liegen blieb und die Äste nicht sehr dick sind. Hier jetzt kann er darauf fallen und biegt nichts um. Die Äste sind vom Herbstlaub und dem Gitter gestützt.

Winterschutz im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Winterschutz im Staudenbeet

winterharte Zitrone im Laubmantel (c) by Joachim Wenk
winterharte Zitrone
im Laubmantel
Beim Einpacken des Eukalyptus habe gleichzeitig etwas zu Erkältungsvorbeugung getan. Ich habe intensiv Eukalyptusöl inhaliert.

Es begeistert mich immer wieder, wie stark der Eukalyptusgerucht der Pflanze ist. Und das bei mir im Garten und nicht im fernen Amerika oder Australien oder sonst einem fernen  Land. Nächstes Jahr werde ich noch etwas mehr für den Kräutertee abzwacken. Wenn er den Winter auch wieder überlebt, ist er schon so groß, daß ich einige Zweige zur Ernte entfernen kann.

winterharter Eukalyptus im  Laubmantel (c) by Joachim Wenk
winterharter Eukalyptus im
Laubmantel


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