Donnerstag, 6. November 2014

Mein Hinterhof-Garten und mein erster Gastartikel. Erinnerungen an lange vergangene Zeiten werden geweckt.

Jetzt ist er also da der schlimme Monat im Gartenjahr. Der November mit der Kälte und der Feuchtigkeit und vor allem mit der Dunkelheit und dem Nebel.

Wir haben trotz allem dieses Jahr noch Glück und ein recht mildes Wetter. So mild und bisher ohne Minusgrade bei uns, daß ich lange hin un her gerissen war die abschließenden Herbstarbeiten zu machen oder vorzubereiten. Und wirklich ganz genau zum Monatswechsel änderte die Qualtität des Wetters, der Wärme und des Lichtes.

Was bin ich jetzt froh, daß ich sie doch machte und nicht jetzt im Schmuddelwetter anfangen muß.

Besonders denke ich hier an meine Kübelpflanzen. Die großen robusten Pflanzen sind im Carport vor Wind und Regen geschützt. Wenn es nun kalt wird muß ich sie nur "ums-Eck" ins Palmenhaus schleppen und nicht mehr stutzen und den Berg hinauf von der Terrasse befördern.

Kübelpflanzen im Carport (c) by Joachim Wenk
am 1.11. war es noch sonnig


Ein paar Gedanken habe ich mir die letzten Tage zum Überwintern der Kübelpflanzen gemacht. Angeregt durch einen netten Kontakt zu einem Blumen-Kübel-Fachhändler.  Eastwest trading. Ja, ich muß schon sagen, gerade die Stein-Nachbildungen würden auf unserer neuen Terrasse kommendes Jahr sicher gut aussehen. Als Begrenzung zum tiefer gelegenen Kräutergarten etwa.

Jedenfalls kamen die auf mich zu, weil ich in meinem Blog über Kübelpflanzen geschrieben habe. Die an mich gewendete Anfrage, einen Gastartikel zu schreiben, nahm ich gerne an. Das ist mein erster Artikel in einem anderen Blog. Schaut doch mal dort vorbei: Gastartikel von Achim.

Und weil es nun im Garten etwas ruhiger wurde  hatte ich Muße, über meine Zeit als Kübelpflanzen-Gärtner nachzudenken und in Erinnerungen und Fotos zu versinken.

Einen ganz kurzen Ausschnitt stelle ich euch hier und heute vor:

Geboren und aufgewachsen bin ich in einem uralten Haus in der Altstadt mit sehr großem Garten. Dort frönte ich meiner Leidenschaft von Kindesbeinen an.

Mit 14  Jahren musste wir dort ausziehen. Das neue  Haus, war dann zwar unser eigenes, aber ohne jeden Garten. Großes Glück hatte ich, daß der Hinterhof mit den Garagen vorhanden war. In dieser Straße mit kaum Parkplätzen ein Luxus. Meine Gärtnerleidenschaft nötigte die Eltern mir viel zu ermöglichen. Und so wurde der mit Betonplatten zugelegte Hinterhof mit allem was sich als Pflanzkübel verwenden lässt zugestellt.

Kübelpflanzen im Hinterhof (c) by Joachim Wenk
alles was bepflanzt werden kann,
wurde bepflanzt

Kübelpflanzen im Hinterhof (c) by Joachim Wenk
alles was bepflanzt werden kann,
wurde bepflanzt
Meine Leidenschaft waren schon immer die Rosen. Und mein Tick, nichts so zu machen, wie "man" es eben macht, ist mir geblieben. Geranien und Petunien im Balkonkasten? Gibt es da nichts anderes? Es gibt!

Staudenbeet im Blumenkasten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im Blumenkasten
Staudenbeet im Blumenkasten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im Blumenkasten
Staudenbeet im Blumenkasten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im Blumenkasten
Staudenbeet im Blumenkasten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im Blumenkasten 



Staudenbeet im Blumenkasten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im Blumenkasten





Rosen im Winter im Kübel im Freien (c) by Joachim Wenk
Rosen im Winter im Kübel im Freien

Rosen im Sommer im Kübel im Freien (c) by Joachim Wenk
Rosen im Sommer im Kübel im Freien

Rosen im Sommer im Kübel im Freien (c) by Joachim Wenk
Rosen im Sommer im Kübel im Freien
Kübel wohin das Auge reicht - auch auf dem Dach (c) by Joachim Wenk
Kübel wohin das Auge reicht - auch auf dem Dach




Zeitweise war auch ein Betonmäuerchen entlang der Grundstücksmauer vorhanden.  In dieses "Hochbeet" wurden etwa 30 cm Erde gefüllt und ich konnte losgärtnern.

Hoch-Beet auf den Betonplatten im Hinterhof (c) by Joachim Wenk
Beet auf den Betonplatten,
links ein Holunderstrauch

Hoch-Beet auf den Betonplatten im Hinterhof (c) by Joachim Wenk
Das Beet im Sommer und von Oben


Dann wurden mein Bruder und ich älter. Aus einem Familienauto wurden zwei dann drei. Die Pflanzen wurden weniger. Das  Betonmäuerchenbeet schrumpfte und die Pflanzen mussten mobiler werden. Und immer noch habe ich aus dieser Zeit manche Pflanzen.

mobile Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
mobile Kübelpflanzen


Die Palmen und die Seerose zum Beispiel. Auch die Feige stammt noch daher.

Miniaturseerose (c) by Joachim Wenk
Miniatur-Seerose


Es kamen Jahre der Berufstätigkeit, des Studiums, der Arbeit in einer anderen Stadt. Immer aber blieb, wenn auch rudimentär mein Kübelpflanzengarten erhalten.

Seit 2011 nun ist es endgültig vorbei damit. Da haben wir unser eigenes Haus mit meinem großen Garten gekauft. Und hätte ich nicht die liebgewonnenen alten Pflanzen, hätte ich wahrscheinlich keine Kübelpflanzen. Jetzt habe ich ja genug Erde um direkt darin zu pflanzen. Keine Betonplatten mehr, die keinen Kontakt zur Erde zuließen.

Umso erstaunlicher ist die  Pracht meiner Hinterhofoase von damals, die ganz aus Kübelpflanzen - einheimischen und exotischen - bestand. Durch die Toreinfahrt blieben immer wieder Passanten staunend stehen und einmal war ich damit sogar in der Zeitung.

Blick in den Hinterhof mit Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
Blick von der Straße in den Hinterhof

ich in der Zeitung (c) by Joachim Wenk
17 Jahr, blondes Haar.....

Kommentare:

  1. Hallo Achim, ich kann dich nur für deinen tollen Garten bewundern!
    Hab schon den ein oder anderen Tipp hier gefunden.
    lg
    Christian

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    1. Hallo Christian, vielen Dank für das Kompliment. Besonders freut mich, wenn du wirklich schon auch den einen oder anderen Tipp mitnehmen konntest. Liebe Grüße Achim

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