Donnerstag, 27. November 2014

Alles hat seine Zeit. Jetzt ist die Zeit der Weihnachtsbeleuchtungen und Lichterketten in der dunklen, kalten Nacht.

Also die ersten Weihnachtsmärkte haben auf. Lebkuchen gibt es seit  Beginn des neuen Schuljahres und ich habe gestern unseren Türkranz installiert.

Im September Weihnachtsgebäck. Das ist mir definitiv zu früh. Ich will ja nicht nur mein Obst und Gemüse saisonal genießen, sondern ich will auch ganzheitlich, saisonal leben. Ich will die Vorteile und Nachteile jeder Saison bewußt wahrnehmen.

Wenn man rund ums Jahr Erdbeeren verspeist, freut man sich dann noch auf die guten sonnengereiften im Juni? Nein. So ist es mit den Jahreszeiten eben auch. Im November will ich gar keine Sonne und Frühlingstemperaturen. Daher ist der Nebel, die dicke  Wolkendecke und die Temperaturen knapp über Null Grad Celsius jetzt auch zur rechten Zeit am rechten Ort.

Und in dieser dunklen Zeit finde ich es immer so wunderschön, wenn abends überall schöne (!) Lichter leuchten. Das liebe ich. Und das ist der Grund, warum bei uns schon der Kranz an der Haustüre leuchtet.

Wir haben den Kranz  vor kurzem in der Gärtnerei (nicht im Billigdiscount!) erstanden. Ein Foto gab es hier im blog auch davon. Ich wartete noch auf die Post und das Paket in dem unter anderem diese hübsche Lichterkette geliefert wurde. Batteriebetrieben, für draußen und sogar mit einer Zeitschaltuhr. So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen und bin hin und weg, wie viel Stimmung das verbreitet.

beleuchteter Türkranz (c) by Joachim Wenk
beleuchteter Türkranz
Die viele Dunkelheit und die lange Zeit, die ich jetzt im und nicht vor dem Haus verbringe, hat auch noch etwas Gutes. Ich sehe nicht so viel von der wirklich tristen Stimmung im Garten. Und wenn ich sie doch sehe, stehe ich davor und schwelge in Erinnerungen und genieße die Vorfreude. Vorfreude auf das kommende Jahr, wenn hier wieder im Frühjahr der Blütenreigen beginnt. Und Vorfreude auf die neuen Stauden und deren Blüten.

herbstliche Tristesse im Garten (c) by Joachim Wenk
herbstliche Tristesse im Garten

Es ist trotz allem gut, daß es auch einmal hell wird und ich das Haus verlasse. Sonst würde ich ja die letzten Blüten der Rosen nicht wahrnehmen können. Rosenblüten zum Ende des Novembers, des wärmsten Novembers seit Aufzeichnung dieser Wetterdaten. Zumindest so habe ich es heute im Radio gehört.

rote Rosen im November (c) by Joachim Wenk
rote Rosen im November
gelbe Rosen im November (c) by Joachim Wenk
gelbe Rosen im November

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