Montag, 27. Oktober 2014

Herbstarbeiten im Landgarten und neue Pläne für das Jahr 2015


Nachdem das grauselige, kalte, nasse und stürmiche Unwetter-Wetter vom Mittwoch und Donnerstag vorbei ist, war es am Wochenende höchste Zeit, ein paar dringende Herbstarbeiten zu erledigen. Jetzt bedarf es kein Diskutieren und Überlegen mehr, ob man bereits damit beginnen solle. Jetzt ist es höchste Zeit damit anzufangen. 

Im Gewächshaus habe ich die Paprikapflanzen abgeschnitten und gleich an Ort und Stelle kleingeschnitten und auf dem Boden verteilt. Die Bewässerung und sämtliche Stütz- und Haltevorrichtungen sind beseitigt. Ich habe auch Spinat und Feldsalat gesät. Der sollte auch langsam mal aufgehen, wenn er denn keimen will.

Von der Stangenbohne rechts im Bild, die Blauhilde, habe ich jetzt die Samen fürs nächste Jahr geerntet und die Pflanze entfernt.

Gemüsegarten im Herbst (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im späten Herbst

Meinen Kren habe ich geerntet. Leider ist die Ausbeute nicht sehr groß. Letztes Jahr hatte ich garnichts und somit auch nur sehr spärliche Fechser zum Pflanzen in diesem Frühjahr. Die trieben zwar aber, wurden aber keine besonders erwähnenswerten Wurzeln. Eine einzige, dafür aber fast perfekte lange dicke Stange ist dennoch dabei. Die anderen sind kurze Stummel, die ich aber auch einlagere und verwende. Im Winter benötige ich immer Meerrettich. Irgendwie besteht eine besondere Verbindung zwischen mir und der Meerrettichpflanze.


Gemüsegarten im Herbst (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Herbst


Auch die Dahlien habe ich ausgegraben. Die noch schönen Blüten stehen in der Vase und ein paar hat meine Mutter mit nach  Hause bekommen. Die Dahlienknollen sind dick und kräftig und werden den Winter im Überwinterungsraum sicher überstehen.

Sie haben mich von Ende Mai/Anfang Juni bis jetzt kontinuierlich mit den herrlichen Blüten erfreut. Ich werde mich gut um sie kümmern und sie dann im Frühjahr wieder in Schalen vortreiben. Wo genau ich sie pflanzen werde weiß ich noch nicht. Die Schnecken zerstören sie leider, wenn sie dran kommen. Und alle in Kübeln halten kann  und will ich auch nicht. Ich muß warten, wie nächstes Jahr die Schneckensituation ist und überlege dann, wohin ich sie pflanzen werde.

Mein Staudenbeet sieht mittlerweile auch sehr herbstlich aus. Es ist fast alles abgeblüht und bereitet sich auf den Winter vor. Auch die Walnüsse sind im Großen und Ganzen heruntergefallen und aufgesammelt.

abgeblühtes Staudenbeet im Herbst (c) by Joachim Wenk
abgeblühtes Staudenbeet im späten Herbst


Auf der mediterranen Terrasse ist es nun auch leer geworden.

Ein paar Kübelpflanzen stehen bereits im Winterwquartier. Das sind die Zitronen, der Drachenbaum, Weihnachtsstern, Jasmin mit vielen Blütenknospen, Cassia, Opuntie, Kaffee, Datura-Steckling und Schokoladenblume.

Dann habe ich da noch die richtig großen  Gesellen, die aber härter im Nehmen sind und auch etwas Frost überstehen. Die standen noch draußen. Jetzt habe ich sie aber alle von der Terrasse entfernt und ins Carport gestellt. Dort können sie nun noch eine Zeit stehen. Im Haus ist es einfach noch zu warm und zu bald. Und wenn sie bereits im Carport sind, stehen sie schon direkt neben dem Palmenhaus zum Überwintern. Das ist ja immer das Problem im Herbst. Man sollte so lange wie möglich diese harten Kübelpflanzen im Freien lassen. Aber dann kommt irgendwann der Zeitpunkt dass deutliche Fröste kommen. Dann heißt es immer alle auf einmal einzuräumen. Bei der Größe kein leichtes und schnelles Unterfangen. Daher werde ich jetzt weiter Stück für Stück einräumen. Beginnend bei den  Geranien, dann vielleicht Olive und Lorbeer gefolgt von Zitronenverbene ( Verveine) und Rosmarin.   Die beiden letzten sind im Sommer immer ausgepflanzt. Im Herbst grabe ich sie aus und überwintere sie in Kübeln frostfrei.

Feige, Oleander und die großen Palmen werden als allerletzte eingeräumt. Auch die Agapanthus muß noch draußen bleiben. Nachdem ich letzten Winter las, daß sie einige Wochen unter 10 Grad haben muß! um überhaupt zu blühen, hatte ich dieses Jahr endlich einmal eine üppige Blühte. Ich habe sie letzten Winter dann noch einmal aus dem Winterquartier in die ungeheizte und nicht frostfreie Werkstatt gestellt und erst an Weihnachten wieder ins Palmenhaus geholt. Diese Kältebehandlung hat ihr sehr gut getan. Dieses Jahr bleibt sie gleich noch draußen aus dem beheizten Winterquartier, bis es richtig kalt wird.

Kübelpflanzen im Carport (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen im Carport
Kübelpflanzen im Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
die haben es schon kuschelig im Palmenhaus

Die winterharte Banane, die im Kübel steht, war die Schwerste. Deren mehr als armdicke Triebe mußte wir vor dem Transport gleich kappen. Sonst hätten wir den Betonmischkübel mit ihr darin nicht bewegen können. Da ist ein einziger Trieb schon richtig schwer, wenn man ihn abgeschnitten herumhiefen muß. Und sie hatte glaube ich 8 solche Triebe.

Jetzt ist die Terrasse leer und man kann sich frei darauf bewegen. Im Sommer war sie ja total zugewuchert von Kübelpflanzen.

Kübelpflanzen auf der Terrasse (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen auf der Terrasse


So ein Dschungel ist ja ganz nett, aber eigentlich kommen die einzelnen Exemplare garnicht richtig zu Geltung. Ich komme zur Pflege nicht an sie ran und das Beet dahinter ist im tiefen Schatten so dass nur Unkraut wächst.

Andererseits müssen sie alle hier stehen, weil ich hier die automatische, computergesteuerte Bewässerung habe. Ich kann sie nicht wild im Garten verteilen, auch wenn die eine oder andere hier oder da ganz hübsch wirken könnte. Die brauchen im Sommer zweimal Wasser und da komme ich einfach nicht von Hand dazu.

Jetzt wollen wir im kommenden Frühjahr das schon länger beabsichtigte Projekt  "Terrassenweg" in Angriff nehmen. Die Terrasse vor der Eingangstür hat noch einen ganz großen Nachteil. Man erreicht sie von keiner Seite aus ohne nicht mindestens ein hohe Stufe zu überwinden. Zum Transport der riesigen Kübelpflanzen ist gerade auch das ein immer schwieriger zu überwindendes Hindernis.

Die Waschbetonplatten senken sich überall und sowieso soll der aus bröckelnden Betonplatten Marke "Eigenbau" bestehende Weg ans andere Ende des Gartens erneuert werden.

Also gibt es ein sehr großes und sehr viel Gewühle und Dreck verursachendes Projekt am Anfang von 2015.

Waschbetonplatten auf Terrasse (c) by Joachim Wenk
Blick auf Terrasse
von Haustür aus

Waschbetonplatten auf Terrasse (c) by Joachim Wenk
Blick auf Terrasse  von Haustür aus

Wenn man von der Grundstücksgrenze auf die Terrasse schaut, muß man sich das geplante Weglein folgendermaßen vorstellen. Es wird am hangoberen Eck beginnen und sich um das runde Beet herumwinden, hinter der im Moment dort stehende Holzbank entlang bis zum Hauptweg, der neu gepflastert werden soll.

Der Übergang von Terrasse zum Weg wird so angelegt, daß man ihn mit Wägelchen oder Sackkarre befahren kann und so die Kübel darauf transportiert werden können. Zudem soll eine niedrige Brüstungsmauer die Terrasse zum Abgrund, hinunter zum Kräuterbeet,  begrenzen.

Leider habe gerade jetzt im Herbst in des runde Beet Stauden gepflanzt, da das Projekt eigentlich für 2015 noch nicht vorgesehen war. Es wird aber nötig die Terrasse umzubauen und den Weg zu machen. Daher müssen die Stauden wieder raus und irgendwie auch das Khaki-Bäumchen vorne in dem runden Beet vor dem Flieder.

Terrasse und Beet werden umgestaltet (c) by Joachim Wenk
Blick von Grundstücksgrenze auf die Terrasse
links die Terrasse, rechts das runde Beet mit Khaki

(c) by Joachim Wenk
Hier muß man ebenerdig
auf die Terrasse fahren können

(c) by Joachim Wenk
Die Terrasse im Sommer

Palmen auf der Terrasse (c) by Joachim Wenk
Die Terrasse im Sommer 

(c) by Joachim Wenk
eine Brüstung soll das Bild abrunden

Hauptweg durch den Garten (c) by Joachim Wenk
Hauptweg durch den Garten

Und wenn dann der Weg nach oben zum hinteren Teil des Gartens gepflastert ist, ein kleiner Platz vor dem Palmenhaus angelegt sein wird und mich ein Weg als Mähkante vor meinem Staudenbeet im Frühjahr vor dem  matschigen, patschigen  Gras beschützt, dann können wir auch meinen noch in Töpfen wachsenden Wein Pflanzen.  Die noch anzulegende Pergola ist dann nur noch ein Kinderspiel. Die Weggeschichte wird wirklich ein großer Kraftakt. Hoffentlich hat mein Cousin mit seinem Minibagger zu der Zeit dann Zeit, uns zu helfen. 

Und ich dachte nach unseren ganzen Projekten dieses Jahr, wird es im kommenden Jahr etwas ruhiger.  

Ich freue mich trotzdem schon darauf, wie schön das werden wird. Und dieses Jahr haben wir auch alles geschafft, was wir  uns vorgenommen hatten. Nur das Projekt der Brücke über den Bach bei den Weihern ist nicht vollendet. Die Träger haben wir und die Bretter. Wir müssen sie nur noch aufbauen. Aber das wird bestimmt auch eine Frühjahrsarbeit. 

Jetzt muß erst einmal noch der eine Weiher gefischt werden, damit Karpfen für die Speisekarte zur Verfügung stehen. Hoffentlich hält das Wetter noch 2 Wochen durch. Denn dann erst haben wir Zeit zum Weiherfischen. Brrrrr mich schüttelt es jetzt schon, wenn ich an schlechtes Wetter im November zum Fischen denke. 

Drückt uns bitte die Daumen, daß wir schönes Wetter haben werden.

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