Donnerstag, 18. September 2014

Staudenblüten, Gemüseernte und eine verkannte Heil- und Würzpflanze im Gemüsegarten

Na da habe ich ja schöne Wunder-Stauden vom Gaissmayer bekommen. Kaum habe ich sie gepflanzt, da blühen sie auch schon!

Darf ich vorstellen:

Herbstanemone "Serenade"

Herstanemone Serenade (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone "Serenade"
Storchschnabel "Rozanne"
Storchschnabel  Geranium Rozanne (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel "Rozanne"
 Zwerggoldrute
Zwerggoldrute (c) by Joachim Wenk
Zwerggoldrute


Blut-Storchschnabel "Apfelblüte".  Er soll bei sonnigem Standort- und den  hat er dann hier - im Herbst die Blätter blutrot färben. Jetzt jedenfalls hat er mir erstmal eine ganz bezaubernde Blüte geschenkt.

Blut-Storchschnabel Geranium Apfelblüte (c) by Joachim Wenk
Blut-Storchschnabel
"Apfelblüte"
Die anderen Stauden blühen noch nicht. Diese hier hätte ich auch noch nicht im Blütenkleid erwartet. Aber manchmal wird man eben auch positiv überrascht. Die kleine Blütenvorschau gefällt mir sehr und mildert ein wenig meine unbändige Ungeduld auf das kommende Jahr, bis ich endlich die neuen Stauden blühen sehen werde.


Eine schöne Überleitung von meinem Herbst-Staudengarten zum Herbst-Nutzgarten sind doch diese Hagebutten meiner Wildrose. Wenn ich am Wochenende Zeit habe, werde ich Hiffenmark machen, zusammen mit dem Hagebutten meiner Gardasee-Rose. Aber ich sehe schon, daß das wieder nichts wird und die Früchte wieder nicht geerntet werden.

Hagebutten Septembersonne (c) by Joachim Wenk
Hagebutten in der
Septembersonne
Im  Gemüsegarten schließlich ist es herbstlich, wie sonst nirgends im Garten.

Einige Beete sind bereits abgeräumt und mit fleißig keimenden Gründünger bestückt (Phacelia und Platterbsen habe ich noch gesät).

Andere müssen am Wochenende noch geräumt werden. Dazu gehören leider noch weitere Tomaten, die der Fäule nicht weiter Stand halten konnten. Selbst die resistenten Sorten sind so weit geschädigt, daß auch angesichts des Wetters keine reifen Früchte mehr zu erwarten sind.

Mein Grünkohl steht und wächst wie es schöner nicht sein könnte. Und das obwohl, oder eben wahrscheinlich weil, ich ihn erst Ende Juli gepflanzt habe. Leider ist er sehr instabil, so dass ich jeden einzelnen Kohl stützen mußte. Bei meinen früheren Kohlpflanzen der Sorte "halbhoher Krauser" war der Stamm so fest, daß ich ihn beim Ernten kaum mit der Gartenschere habe abschneiden können. Dieses Jahr probiere  ich die "Lerchenzungen", die zarter sein sollen als der "halbhoher Krauser". Somit ist wohl auch der Stamm deutlich zarter und kann die Blattmasse nicht selbst stemmen.


Grünkohl Lerchenzungen (c) by Joachim Wenk
Grünkohl "Lerchenzungen"

Mein Schneckenzaunbeet. Noch immer steht der Rotkohl darin, wird aber bald einmal geerntet. Statt Kopfsalat wächst jetzt Eissalat. Allerdings gelang mir die Kopfsalatanzucht im Frühjahr wie im Schlaf. Dann habe ich im Sommer den Eissalat gesät, so wie es auf dem Tütchen stand. Nur, der wollte nicht keimen. Dann wollte er nicht wachsen. Ein paar Exemplare sind im Beet kaputt gegangen. Drei oder vier aber haben überlebt und fangen jetzt an sehr schön zu wachsen.

Gemüsebeet im Herbst (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet im Herbst
Vom Mangold ernte ich laufend und die Roten Rüben dahinter sollten auch aus der Erde. Aber wo lagere ich sie wieder? Ein paar habe ich schon geerntet, gedämpft und geschält und so eingefroren. Ich esse sie allerdings auch gern als Rohkost.   Sie haben einen ganz exquisiten Geschmack. Die Beschreibung, daß sie gut für Rohkost geeignet sind, hatte damit absolut Recht. Jetzt habe ich ein Rezept für Rote-Beete Risotto im Internet gefunden. Das probiere ich gleich am Wochenende aus. So habe ich sie noch nie gegessen.

Die Stangenbohnen Blauhilde  hinten links im Beet sind so weit auch abgeerntet. Jetzt hängen nur noch die alten und großen Schoten daran, die ich für die Samenernte  brauche.


Eissalat Rosenkohl Sellerie (c) by Joachim Wenk
Eissalat, Rosenkohl und
Sellerie

Auf der anderen Seite die Dreieck-Beete. Man sieht den Bux wieder.  Es ist Herbst oder Winter oder Frühjahr. Im Sommer ist er jedenfalls immer ganz verschwunden vor lauter Gemüse. Vorne im Beet ist Spinat gesät und Gründünger.

Bux im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Bux im Gemüsegarten - jetzt sieht man ihn wieder

Meine Johanissbeersträucher  hatten dieses Jahr keine Krankheit an den Blättern. Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr. Da sahen sie schlimm aus. Ob das wirklich am Wermut liegt, der zwischen ihnen steht? Ich habe immer wieder über seine positive Wirkung auf Johannisbeeren gelesen. Letztes Jahr hat er die Schnecken nicht überlebt. Dieses Jahr  blüht er sogar.


Johannisbeersträucher und Wermut (c) by Joachim Wenk
Johannisbeersträucher und Wermut
Ein paar Köpfchen Weißkraut wird es geben. Zwischen den Tomaten der Kohl ist nicht gewachsen, die Blätter verkrüppelten und schließlich haben die Schnecken ihn geholt. Und der soll doch zwischen die Tomaten, damit der Kohlweißling ihn nicht riecht und seine Eier darauf ablegen kann. Diese Mischkultur-Idee ist aber glaube ich nur in der Theorie erfolgreich. Ich habe  hier noch nie eine Wirkung auf den Kohlweißling gesehen. Der findet seinen Kohl auch direkt zwischen den Tomaten.

 
Weißkohl (c) by Joachim Wenk
Weißkohl
Im Gewächshaus die Tomaten sind noch in Ordnung und werden jetzt auch vermehrt rot. Gut, das ist schön, denn die im Freien werden mir keine Früchte mehr bringen.
Tomate Tica Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomate "Tica"
 im Gewächshaus

Hoffentlich werden hier noch ein paar der Glockenpaprika rot.
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika
 Mit der Röte muß ich mir bei  meinen Gemüsepaprika keine Sorge machen. Sie tragen sehr reich und haben eine herrliche Farbe. Geschmacklich sind sie auch ganz vorzüglich.

Paprika Sommergold (c) by Joachim Wenk
Paprika "Sommergold"

Wie gesagt:  Im Frühjahr war die Salatanzucht ein Kinderspiel. Diesen hier habe ich für die Herbsternte gesät. Er heißt Till und war mein Liebling dieses Jahr. Aber er wuchs  einfach nicht jetzt im Herbst. Zum Schluß standen noch ein paar Pflänzchen in der Saatschale und ich wollte sie nicht auf den Kompost werfen. Vielleicht wachsen sie im Gewächshaus ja noch ? 

Salat  Till (c) by Joachim Wenk
Salat Till

Zum Abschluß noch ein  aktuelles Foto von einem meiner liebsten und treuesten Begleiter. Jedes Jahr ernte ich ausreichend für den Winter. Nur letztes Jahr war so ein katastrophales Jahr, daß ich nichts ernten konnte. Ich habe dieses Jahr im Frühjahr sogar zwei Pflanzen gekauft, weil ich mir nicht sicher war, ob die dünnen welken Würzelchen noch einmal austreiben. Aber es sieht ganz gut aus. Allerdings dauert es bis zur Ernte noch einige Wochen. Soll er noch die restliche Energie der Herbstsonne in seinen Wurzeln speichern und uns dann im Winter mächtig einheizen damit. 

Es ist schon eine ganz interessante Schärfe. Ganz anders als die der Chillies. Wenn er richtig gut ist, steigt er sofort bis in die Nase hinauf und räumt mächtig auf. Das ist immer wieder faszinierend. 

Über seine vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen hatte ich in der Comunity auch schon einmal berichtet. Eine wirklich verkannte Pflanze! 

Sein Verwandter  ist in aller Munde und total  hipp. Nur weil sie aus fernen Ländern kommt und nicht hier in Franken wächst. Aber schon sehr sehr lange bevor der Verwandte berühmt wurde gab es hier den heimischen Bruder und den sehr speziellen Vertrieb. Vornehmlich von (älteren) Frauen übernommen, die nach ihm benannt sind. 

Fast jeder Gartenbesucher bleibt bei der Pflanze stehen und fragt, was es ist. Es ist an der Zeit ihn bekannter zu machen!

Laut Wikipedia wird sein Abastz und Genuß seit 2010 im Rahmen des Weltgenusserbe Bayern sogar gefördert!


Wisst ihr was hier wächst?


(c) by Joachim Wenk
Wäre er aus Japan, wäre er berühmter

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