Montag, 15. September 2014

Herbstarbeiten im Gemüsegarten und im Ziergarten.

Letzten Mittwoch habe ich hier so geschwärmt von meinem freien und so herrlichen Tag in der Küche und vor allem im Garten.

Wie sich das Wetter dieses Jahr doch von einem Tag zum anderen ändert. Es folgten zwei Tage mit Dauerregen und Wolken -  gefühlt auf Knie-Höhe inklusive Kälte. Schaurig in jeder Hinsicht. Umso mehr habe ich mich immer mehr über den tollen Tag am Mittwoch gefreut und dass ich ihn genießen konnte.

Die zwei Regentage mit Kälte haben den Herbst erneut um ein großes Stück näher an uns heran gerutscht.

Und die Schnecken kommen auch wieder heraus aus ihren Löchern. Damit ich sie leichter finde, wollte ich meinen Hokkaido-Kürbis stutzen. Wenn jetzt noch Blüten daran sein sollten, entwickeln die sich ohnehin zu nichts mehr. Drei Kürbisse liegen im Beet. Schön dunkel orange in der Farbe. Da habe ich mich entschieden, sie zu ernten und den Kürbis komplett zu entsorgen.  Dann können die Schnecken mir die Ernte nicht mehr streitig machen.

Somit habe jetzt wieder etwas mehr in meiner Speisekammer und auf dem Beet ist der Boden frei. Ich sähe gleich Gründünger ein. Auf dem vor einer Woche abgeernteten Tomatenbeet keimt bereits die Phacelia. Die sähe ich hier im Kürbisbeet auch und dazu Platterbsen.

Beides kann man im September noch sähen. Und beides soll bei Frost abfrieren. Ich werde mal sehen, wie hoch das jetzt noch wächst und entweder es dann noch abmähen oder warten, bis  Schnee und Frost das übernehmen. Im letzten milden Winter hat es damit nicht geklappt. Da musste ich im Frühjahr mit der Motorhacke darüber gehen.



Dahlie im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Dahlie im Gemüsegarten


Gründünger zwischen Kohl (c) by Joachim Wenk
ehemaliges Kürbisbeet jetzt mit  Gründünger-
Einsaat. 

Kürbisernte Hokkaido (c) by Joachim Wenk
Kürbisernte Hokkaido


keimende Phacelia (c) by Joachim Wenk
keimende Phacelia

Nach drei Tagen beinahe ununterbrochenen Regens war ich sehr gespannt, was die noch im Beet stehenden  Tomaten und Kartoffeln so treiben. 

Eine Reihe Tomaten habe ich wegen der Braunfäule bereits entsorgen müssen.  Die Kartoffeln bis auf die noch stehenden sind geerntet. Jetzt befinden sich nur noch von beiden Gemüsearten die am stärksten gegen diese üble Seuche resistenten Sorten im Garten. Und trotzen der Braunfäule! Es mag wohl das eine oder andere Blatt beschädigt sein aber es schreitet nicht voran. Gerade bei den bereits entsorgten Tomaten, die überhaupt nicht resistent dagegen waren, hatte die Fäule binnen 2 oder 3 Tagen die kompletten Pflanzen ergriffen und zerstört. 

Braunfäule resistente Tomaten (c) by Joachim Wenk
Braunfäule resistente Tomaten


Braunfäule resistente Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Braunfäule resistente Kartoffeln 

Aber nicht nur im Gemüsegarten fallen weiterhin Arbeiten im Herbst an. Auch im Ziergarten habe ich noch zu tun. Endlich ist es nun geschafft. Die letzten meiner 60 neuen Staudenpflanzen stehen an Ort und Stelle und können nun, da es wieder wärmer ist, im gut durchfeuchteten Boden einwurzeln und sich aufs nächste  Jahr vorbereiten. 

Der Huppel hinterm Zaun war bisher nicht weiter genutzt. Ich wartete ja ab, bis der  Zaun fertig ist. Dann haben wir die gelbe Rose dort hin gepflanzt, weil wir nicht wussten wo hin mit ihr. Meine Gardaseerose steht dort und eine Kletterhortensie sowie die Aronia. Am Boden wucherte Gras und Winden und  Giersch. Das habe ich alle zwei Wochen mit der Motorsense abmähen müssen. 

Schließlich haben wir uns gedacht, dass wir auch gleich noch  Sträucher und Stauden dort pflanzen könnten um den Eingangsbereich bunter zu gestalten. 

Dazu müsste aber das Unkraut als Bodendecker verschwinden. Wie soll das gehen? Es sind noch immer die drei Strünke der sehr großen Nadelbäume im Boden und deren Wurzeln. Mit der Motorhacke brauche ich es erst gar nicht zu versuchen dort umzugraben. Also von Hand mit dem Spaten? Diese Arbeit gefällt mir eher nicht und ich fand eine viel bessere Lösung. 

Wir verteilten einfach bei jedem Rasenmähen das Schnittgut auf der Fläche dort. Dabei haben wir mit  Material  nicht gespart und eine eher dicke Schicht Mulch aufgetragen. Jetzt sprießt nur noch hier und da ein Unkraut durch die Mulchdecke, das im feuchten Boden leicht herausgestochen werden kann. Unter dem Mulch ist nichts Grünes mehr vorhanden. Aber dafür umso mehr  Regenwürmer. Es wimmelt nur so davon. Beim Pflanzen meiner Stauden habe ich es gemerkt. Die arbeiten jetzt das organische  Material in den Boden ein, verarbeiten es dabei zu sehr hochwertigem Dünger und lockern durch ihre Gänge den Boden. Und ich hatte keine  Arbeit damit. Das  haben alles die fleißigen Heinzelmännchen im Dunkeln von ganz allein gemacht. 


neue Stauden im gemulchten Beet (c) by Joachim Wenk
neue Stauden im gemulchten Beet
Auf der anderen Seite der Einfahrt ins Grundstück ist mein erstes Sonnenbeet. Hier habe ich auch noch weitere trockenheitsverträgliche und sonnenhungrige Stauden, welche nicht von Schnecken gefressen werden, gepflanzt. Vorher wurde Topinambur und Baumspinat entsorgt, daß Platz wird.

Und dahinter seht ihr eine  Reihe von Platten.

Stauden im Sonnenbeet (c) by Joachim Wenk
neue Stauden im Sonnenbeet und Steinplatten

Stauden im Sonnenbeet (c) by Joachim Wenk
neue Stauden im Sonnenbeet und Steinplatten
Hier im vordersten Teil liegt auch  Rasenmulch. Beim nächsten Mähen wird wieder alles was noch Rasen ist mit Rasenschnitt gemulcht. So verschwindet der übrige Rasen im Beet von ganz allein.
Stauden im Sonnenbeet (c) by Joachim Wenk
neue Stauden im Sonnenbeet und Steinplatten

Sonnenbeet in der Herbstsonne (c) by Joachim Wenk
Sonnenbeet in  der Herbstsonne, im Hintergrund
sieht man die beiden Schmetterlingsflieder
Und von Oben wird dann wohl die Steinreihe auch verständlicher. Beinahe 2 Jahre liegen die Rabattensteine, die früher schon das Beet begrenzten, nun  herum. Immer wieder ändert sich die Breite des Beetes und wir ließen sicherheitshalber die Steine noch liegen. Jetzt haben wir uns entschlossen, die Weigelie ins Beet zu integrieren. Man kommt sonst zu schlecht mit dem Rasenmäher drum herum. Dann habe ich noch  zwei Schmetterlingsflieder in der benachbarten Wiese. Wir hatten einmal vor, dort einen Sitzplatz anzulegen. Sie wären dann teil des Sichtschutzes gewesen. Da wir aber nie hier vorne im Garten sitzen bleibt das mit dem Sitzplatz und die Sträucher stehen nun unnütz in der Wiese und gehören irgendwie dort nicht hin.

Wir werden sie ausgraben und in die Beule des Sonnenbeetes zur Weigelie pflanzen. Sie passen farblich genau zur Farbscala im Beet. Diese Umpflanzaktion mache ich aber dann erst, im späten Herbst. Jetzt wissen wir, wie die Konturen des Beetes aussehen sollen. Beim nächsten Rasenschnitt wird wieder gemulcht, damit der Rasen innerhalb der abgelegten Grenze auch noch verschwindet. Und nächstes Jahr haben wir dann endlich eine saubere Mähkante und Abgrenzung des Beetes.

Sonnenbeet (c) by Joachim Wenk
endgültige Form
des Sonnenbeetes
Von Oben ist es gut zu sehen. Rechts das Sonnenbeet mit der künftigen Kontur und links der neue Stauden-Sonnenhügel.

Und jetzt? Ja, das ist der große Unterschied zu Pflanzarbeiten im April. Jetzt muß ich etwa ein dreiviertel Jahr warten! Warten auf das was kommt, ohne selbst etwas machen zu können. Aber dann! Dann wird es schön bunt mit viele Blüten vor unserem Haus.

Eingangsbereich vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Eingangsbereich vor dem Haus

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