Montag, 11. August 2014

Diesmal sind die Karpfenweiher an der Reihe und liefern uns Arbeit für das Wochenende

Ruhiges Spätsommerwetter liegt in der Luft. Ich sage Spätsommer und sollte Früh-Herbst schreiben. Die Herbstastern beginnen zu blühen, genau wie die Herbstanemonen. Die Walnußbäume werfen das erste Laub ab und die Vogelbeeren sind orange, das Laub gelb. Nachts hat es viel Tau und abends wird es spürbar eher dunkel und frisch. Das nennt man doch Herbst oder?

Im Garten habe ich jedenfalls das ganze Wochenende fast nichts anderes gemacht als gegossen. Mal mit Regner, mal mit Brausestab und in jedem Fall zu wenig. Ich kann doch nicht die großen Walnußbäume auch noch gießen. Sie lassen aber so die Blätter hängen und werfen die ersten in die Beete unter ihnen.

Meine Tomaten beginne sich zu färben. Die Zucchini sind beide abgefault am Stengel. Und das bei der Trockenheit und nach nur 4 kleinen Zucchinis. Was mache ich jetzt mit all den leckeren gesammelten Zucchinirezepten? Ärgerlich. Jetzt muß ich wieder ein ganzes Jahr warten. Das ist das lästige am Garteln!

Schnecken sind gerade kein Thema, so trocken ist es überall. Dafür weiße Fliege und Kohlweißling. Einmal die Woche spritze ich Niehmöl. Manche Grünkohl sind putzmunter und kräftig und unversehrt und andere schwächeln und sind angefressen. Ich überlege gerade in welcher Reihenfolge. Ich glaube fast, daß sie erst schwächlich waren und dann oder besser daher befallen wurden. Das würde bestätigen, was ich über einen gesunden Boden  mit den diversen  Heinzelmännchen gelesen habe. In der Tat sind die Schwächelnden außerhalb des Schneckenzaunbeetes bei den Erdbeeren und dort habe ich nicht viel Gedüngt und auch noch nie Kompost hin. Während ich im Schneckenzaunbeet ja bereits seit Frühjahr versuche gemäß Plan zu düngen (Kompost, Hornmehl, Brennesseljauche), seit einigen Wochen regelmäßig hacke und im Frühjahr gelockert hatte.

Meine  Frühkartoffeln haben es irgendwie nicht sonderlich eilig einzuziehen und ich warte darauf den Platz wieder zu bepflanzen. Man sieht aber gerade im Beet in dem sie nebeneinander stehen sehr deutlich die frühen und die späten Sorten. Lange dauert es nicht mehr. Ich werde schon einmal die Holz-Obstkisten hervorholen und säubern.

An dieser und jener stelle habe ich mich auch von ohnehin nicht mehr gedeihenden Kohlraben oder Spitzkohl und anderen kümmerlichen Pflanzen getrennt, den Boden gelockert, ein paar Hand voll Kompost oberflächlich eingearbeitet und gegossen.  Zwei oder drei  Tage darauf habe ich gesät: Winterrettich, Erdnußrukola (von Christine) ,Asiasalate (Red Giant und Mizuna), Feldsalat, Radieschen.

In der Saatplatte geht später Blumenkohl und Brokkoli auf. Der kommt dann zu den abgeernteten Frühkartoffeln.

Karpfenweiher im Sommer (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher im Sommer


Das waren die Arbeiten in meinem Garten. Am Samstag hatten wir aber auch wieder einmal Arbeitseinsatz bei unseren Karpfenweihern. Der Rasen mußte gemäht werden und die Wege und Zugänge zu den Weihern sollten wieder begehbar werden. Schade dass unser Aufsitzmäher eher für den Garten ist und keinen hohen Wuchs zulässt. Es gibt ja so schöne, die meterhohes Dickicht sogar bewältigen. Mit so einem müsste man  nicht so oft Rasen mähen, sondern könnte auch einmal bis auf die Wege, Wiese stehen lassen. Das bleiben aber schöne Träume, wenn man die Preise für so ein Gerät ansieht. Da lassen wir wohl lieber unseren reparieren und sind froh ihn zu haben. Ohne so ein Gerät kämen wir garnicht rum. Der Vorgänger hatte ja, bevor er sich diesen Mäher kaufte ganz viele Mähhhh-Roboter die alles inklusive der Böschung zum Bach kurz hielten. Das ist eine sehr praktische Sache, für die wir aber leider nicht die nötige Zeit haben. Also bleibt es beim Aufsitzmäher.

Eine neue Motorsense allerdings muß demnächst einmal angeschafft werden. Mit unserer schon nicht sehr kleinen komme ich durch das Dickicht zum Bach hinunter aber nicht mehr durch.

Nach getaner Arbeit sieht es aber wieder ordentlich aus und wir freuen uns, das abermals vollbracht zu haben.

Die Karpfen in den Weihern schwimmen auch munter herum und fressen fleißig das dargebotene Futter. Es scheint alles in Ordnung zu sein. Gut so.

Ein vorher-nachher Vergleich von einer unserer Brücken.

Brücke über den Bach (c) by Joachim Wenk
Brücke über den Bach

Brücke über den Bach (c) by Joachim Wenk
Brücke über den Bach 

Wo war noch mal der Bach?

Wuchernde Winden am Hang zum Bach (c) by Joachim Wenk
Wuchernde Winden am Hang zum Bach

Rechts seht ihr das Stück, welches wir seit zwei Jahren nicht mehr mähen. Wir haben es einmal stehen lassen aus Zeitgründen. Dann war es zu hoch für den Mäher. Mittlerweile kommt nicht einmal mehr ein Balkenmäher durch. Es ist zu hoch, zu verfilzt und es sind zu viele Huppel darin.  Jetzt ist es Brachland. Dahinter sieht man die Spitzen meiner Benjes-Hecke vom Herbst/Frühjahr. Irgendwann stehen da einmal Heckensträucher.


Brachland mit Benjes-Hecke (c) by Joachim Wenk
Brachland mit Benjes-Hecke

Volker beim Mähen (c) by Joachim Wenk
Volker beim Mähen
 Der kleine Weiher. Den haben wir im Frühjahr gefischt und auch die Erlen ausgeschnitten. Die bilden jetzt die Benjes-Hecke. Seither stand er trocken. Seht nur wie schnell hier wieder etwas wächst. Jetzt haben wir ihn wieder "gesteckt" damit sich Wasser ansammelt. Er wird ausschließlich vom Grundwasser gespeist. Dementsprechend lange dauert das, bis er wieder voll ist in unserem Wüstenklima ohne Regen.


Karpfenweiher füllt sich wieder mit Wasser (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher füllt sich wieder mit Wasser
Fränkischer Himmel, fränkische Landschaft und typisch fränkisch ein Karpfenweiher. Hier ist es so herrlich ruhig und man ist mitten in der Natur. Da macht (meistens) sogar die Arbeit Spaß.

Karpfenweiher in fränkischer Lanschaft (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher in fränkischer Landschaft
 Unser Problemkind. Es sieht alles sehr schön aus. Das hier ist der Damm zum großen Weiher von oben. Leider leckt er und es läuft - ja läuft und nicht sickert - Wasser aus dem Weiher. Das ist sehr schlecht und muß mit größerem Gerät zeitnah behoben werden.

frisch gemähter Weiherdamm (c) by Joachim Wenk
frisch gemähter Weiherdamm



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