Donnerstag, 28. August 2014

Braunfäule an den Kartoffeln, erste Tomaten zum Ernten und ein genesener reich tragender Apfelbaum

Die  August-Eiszeit scheint sich wieder etwas zurück zu ziehen.

Sonntag bis Dienstag waren wirklich schlimm. So kalt und nass und eklig. Montag und Dienstag hat es dann auch bei uns über 30l/qm geregnet. In der großen Wiese im Garten stand das Wasser und es patschte unter den Schuhen. Dann hat es wirklich viel geregnet.

Eigentlich ein echter Anlass zur Freude, wenn es nur nicht so unsäglich kalt dabei geworden wäre. Nachts nur 5-6 °C im August. Ich mache mir Sorgen um meine Tomaten. Sie waren bisher sehr schön gewachsen und es hängen Früchte daran, die allerdings noch immer grasgrün sind. Auch die Kartoffeln mögen die feuchte Kälte ja nicht unbedingt. Hoffentlich geht das gut.


Braunfäule an Spätkartoffeln (c) by Joachim Wenk
Braunfäule an den späten Kartoffeln

Braunfäule an den späten Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Braunfäule an den späten Kartoffeln

So dachte ich am Sonntag. Am Dienstag Abend nach der Arbeit gehe ich bei Regen in den Garten und stelle fest, daß die Kartoffeln die Fäule haben.

Das gibt es doch nicht. Innerhalb zweier Tage? Es hat doch bisher nicht geregnet, auch jetzt in der  Kälte nicht. Der ganze Sommer super trocken, kein Niederschlag und warm auch in den Nächten. Und dann die Fäule? Ich habe extra die bisher bewährten Sorten mit hoher Resistenz gegen die Fäule angebaut. Letztes Jahr habe ich diese nach einem mehr als verregneten Sommer erst Ende Oktober Anfang November ausgegraben. Da hatten sie noch immer kerngesundes Laub.

Also wieder ein Rückschlag im Garten. Langsam nervt es. Was da nun wieder falsch ist kann ich mir echt nicht erklären. Jetzt müssen nur noch die Tomaten auch befallen werden und dann habe ich das 2 Jahr ohne Ernte aber mit viel viel Arbeit.

Gut in diesem Jahr habe ich das Gewächshaus. Die Tomaten darin werden schon länger rot und ich ernte von ihnen. Sogar eingekocht habe ich sie. Hier allerdings sind die Früchte alle an gefressen und fangen an zu schimmeln, wenn man sie nicht abnimmt. Aber immerhin ich ernte und esse davon.

Also, wenn ihr eine Hand frei habt, drückt mir die Daumen, daß die Freiland Tomaten noch reif werden. Wenigstens noch ein paar, daß ich wenigstens von Ernte sprechen kann.

Das sind sie meine ersten Freilandtomaten dieses Jahr, die rot werden. So weit eigentlich doch wunderschön, mich irritiert nur, daß es schon die letzte Woche im August ist, wo die Reife erst beginnt.
reifende Tomaten (c) by Joachim Wenk
erste rote Tomaten

Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
eine Reiher meiner Freilandtomaten


Ich habe  ja immer wieder den Eindruck , daß ich im Garten all die Krankheiten und Schädlinge habe, die für eine Gemüsepflanze typisch sind und in der Literatur beschrieben werden. Daher beobachte ich Pflanzen, die so eine oder überhaupt eine Krankheit hatten immer sehr vorsichtig. Manchmal habe ich garkeine Lust, sie anzusehen, weil ich Angst habe die Krankheit wieder zu sehen. So steht im Gemüsegarten als Überbleibsel ein alter Apfelbaum. Er war von den Haselnußsträuchern fast überwuchert und erdrückt. Der Pilz wächst im Stamm. Wir haben ihn stehen lassen. Aber die Äpfel fielen meist vom Baum. Die, die hängen blieben hätten zwar gut geschmeckt, waren aber vom Schorf übersät. Die Blätter waren krank. Letztes Jahr, das unwahrscheinlich feucht, verregnet und kalt war, lies alle Äpfel fürchterlich verschorft sein. Die Blätter des Baumes waren schon bald gelb und überhaupt sah der Baum aus, als würde er jetzt endgültig eingehen. Ich überlegte schon ihn zu fällen, da er doch eigentlich störend ist im Gemüsegarten.

Dieses Jahr ist er von Anfang an kerngesund und hing bald voller Äpfel. Er ist so eine Pflanze, die ich mich kaum ansehen traue. Nur um nicht wieder und abermals enttäuscht feststellen zu müssen, daß die Krankheit und der Verderb doch wieder gesiegt hat.

Und was ist? Nichts ist! Er ist noch immer gesund, das Laub wunderbar grün und die Äpfel haben keinen Schorf. Sie färben sich gerade herrlich herbstlich orange. Von den ersten wurmigen Falläpfeln habe ich bereits voller Freude Gelee gekocht.

Es ist schön den Baum anzusehen. Hier allerdings glaube ich zu wissen woran die Gesundung liegt. Nach den Bodenproben weiß ich vom massiven Stickstoffmangel und drastisch überhöhtem Phosphor. Dieses Jahr kam Hornmehl und Brennesseljauche zum großzügigen Einsatz. Das hat dem Baum sichtlich auch gut getan.

reich tragender Apfelbaum  (c) by Joachim Wenk
wunderbare, gesunde Äpfel

reich tragender Apfelbaum im Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
reich tragender Apfelbaum
 im Gemüsegarten




Und weil das  Wetter gestern schon wieder recht angenehm und trocken war, habe ich etwas im Garten gewerkelt. Abgeblühte oder unansehnliche Pflanzen herausgerissen. Schnecken entsorgt und meine neuen Stauden sortiert.

Für jedes Beet eine Schale. Jetzt weiß ich wenigstens schon einmal welches Pflänzchen für welches Beet bestimmt war und kann mich in Kürze ans Auspflanzen machen.

Stauden für Herbstpflanzung (c) by Joachim Wenk
vorsortierte Stauden. Jedes Beet eine Schale


Die erste Staude ist bereits gepflanzt. Ein dauerblühender blauer Storchschnabel namens "Orion" steht jetzt zu Füssen der weißen Kletterrose "Snowflake"  mit halbgefüllten Blüten, die die dottergelben Staubgefäße  umrahmen. Diese Standort war mit sofort klar als ich in der Beschreibung zum Storchschnabel gelesen habe, daß die etwas herumrankenden Triebe der raumgreifenden Storchschnabelstaude sich gut zu Füßen großer Strauchrosen machen oder die oft nackte untere Partie von Kletterosen umschmeicheln. Auf diese  Blütenkombination bin ich schon sehr gespannt!

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