Sonntag, 20. Juli 2014

Premiere: Arbeitsplatz im Garten

Ich wusele schon das ganze Wochenende im Garten herum. Auch wenn ich gerade nichts Neues pflanzen kann gibt es viel zu tun.

Wir haben Sommer. Es hat über 30°C. Wie werde ich mich in ein paar Monaten bereits wieder nach genau diesen Tagen sehnen. Also freue ich mich am Wetter und schwitze vor mich hin.

Die gröbsten Arbeiten des Wochenendes sind vollbracht und ich will euch davon berichten. Gleichwohl bringe ich es nicht übers Herz an so einem herrlichen Sommertag ins Haus zu gehen. Was also liegt näher, als den Laptop (Danke an die neuen Möglichkeiten der Technik) mit in den Garten zu nehmen und einfach hier draußen das Wochenende Revue passieren zu lassen.

Arbeitsplatz im Freien (c) by Joachim Wenk
mein neuer "Arbeitsplatz"

Wegen der heißen Temperaturen musste ich gestern wieder ausgiebigst und allumfassend wässern. Wie gut, daß ich den neuen Kreisregner habe. Der ist -nach meinem  Gewächshaus - dieses Jahr die genialste Anschaffung gewesen. Und unser Wasserwerk funktioniert wieder, der Brunnen hat den ganzen Tag fleißig Wasser geliefert.

Kreisregner im  Einsatz (c) by Joachim Wenk
genialer Kreisregner im Einsatz
Nußbaum (c) by Joachim Wenk
sogar der Nußbaum lässt
Blätter hängen

Durch die große Trockenheit hängen alle Gemüsepflanzen schlapp herunter. Das, so glaube ich, begünstigt wohl auch Schädlinge, weil die Pflanzen geschwächt sind. Die Schnecken zerfressen auch große und kräftige Pflanzen wie den Rhabarber. Der Kohl ist irgendwie, ich weiß auch nicht, durchlöchert wäre zu viel. Angelöchert? Über und über diese kleinen Schadstellen. Sind es Erdflöhe? Viele Kohlpflanzen köpfen sich nicht, sondern bilden irgendwelche Blätter.

Kohlschädlinge (c) by Joachim  Wenk
angelöcherter Kohl

nicht köpfender Kohl (c) by Joachim  Wenk
nicht köpfender Kohl

Blattgerippe am Rhabarber durch Schnecken (c ) by Joachim Wenk
Blattgerippe am Rhabarber
durch Schnecken

Schneckenterror am Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
Schneckenterror am Kohlrabi

 Meine Kapuzinererbsen "Blauwschokker" habe ich heute auch weggeräumt. Sie sind wie gewohnt sehr hoch gewachsen. Aber sie waren nicht sonderlich kräftig und haben nicht viel geblüht. Zum Ernten hat es nicht gelangt. Jetzt sind die Schoten an den vertrockneten Trieben auch rascheltrocken. Ich habe diese geerntet und werde die Erbsen aufheben als Saatgut fürs nächste Jahr, da diese Sorte nicht leicht zu erwerben ist. Der Standort war wohl Schuld am schlechten Wachstum. Ich habe sie unter dem Walnußbaum platziert gehabt. Aber ich darf direkt unter dem  Baum nichts mehr anbauen. Es wächst wirklich nichts dort. Somit geht mir zwar wieder Gemüsefläche verloren. Das kann ich aber angesichts der Ergebnisse dort angebauten Gemüses verschmerzen. Was aber mache ich mit der Fläche? Verunkrauten lassen ist nicht gut. Nur mulchen? Ich muß mir da einmal etwa überlegen. Auf die Fläche habe ich Kompost aufgetragen und Rasenschnitt gemulcht.

Blauwschokker Erbsen (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker-Ernte

Rasenmulch am Beet (C) by Joachim Wenk
abgeerntet, Kompost und Mulch
oben drauf
Im trockenen Sonnenbeet ist wieder einmal Wüste. Die bewusst als trockenheitstollerierend gepflanzten Stauden und  Büsche sind wirklich robust und ertragen die Trockenheit. Meine Bodendeckerrose und die andere Rose allerdings mögen diese Hitze hier nicht.

Ach ja und die Palmlilie. Ich habe sie bestimmt auch schon etwa 10 Jahre. Die ersten Jahre im Kübel im Hinterhof. Sie hat schon oft geblüht. Aber ich kann mich garnicht mehr daran erinnern, daß sie durch die Blüte so kaputt ging. Ein neuer Blattwuschel ist ausgetrieben, aber die alte Pflanze scheint kaputt zu sein. Ist das normal?

verblühte und kaputte  Palmlilie (b) by Joachim Wenk
verblühte und kaputte
Palmlilie
Sonnenbeet (c) by Joachim Wenk
das heißeste Beet im Garten
das Sonnenbeet
Aber heiß war es an diesem Wochenende eigentlich überall. Und wenn ich sowieso schon schwitze kann ich dabei. So jedenfalls war die Idee, die mich dazu verleitete endlich einmal wieder das Unkraut aus den Pflasterfugen auf der mediterranen Terrasse zu entfernen. Das Ergebnis gefällt mir auch wenn die Idee nicht gut war. Noch schlimmer als die Hitze waren die lästigen und bissigen Ameisen. Kleine fiese schwarze Kerlchen überall in den Fugen.

mediterrane Terrasse (c)  by Joachim  Wenk
vorher

mediterrane Terrasse (c)  by Joachim  Wenk
nachher

Auch sonst habe ich im ganzen Garten viele Säcke mit Wildwuchs, Unkraut und übermäßig wuchernden Pflanzen wie zum Beispiel die Pfefferminze entsorgt. Ein Kompostbehälter ist voll und der Garten kann sich wieder sehen lassen. So gefällt er mir. Ich genieße es, freue mich über meine vollbrachte Arbeit, auch während ich hier davon berichte.

Es wird bereits windig. Vielleicht kommt heute noch ein Gewitter oder Regen. Die Vorhersagen lassen es nicht unmöglich erscheinen. Mein Garten und damit ich würden uns sehr darüber freuen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen