Montag, 30. Juni 2014

Meine kleine Farm.

In meiner Regenwurmfarm von Wurmwelten.de stellt sich nach einer guten Woche so langsam Leben ein. Das erste Futter, das ich ihnen gab ist zum Teil verarbeitet und es wuselt in der Box. Ich muß jeden Tag Früh und Abend zu den Würmern schauen, weil ich es richtig spannend finde, was sich da jetzt entwickeln wird und wie sie anfangen zu fressen und ob die Sache bald richtig ins Laufen kommt.

Wurmfarm (c)by Joachim Wenk
Wurmfarm


Ein paar Mal wurde ich gefragt, wozu so eine Wurmfarm gut ist und warum Wurmkompost. Langt nicht der Komposthaufen im Garten?

Bis vor ein paar Wochen habe ich mich mit diesem Thema selbst auch nicht wirklich beschäftigt. Jetzt habe ich mich nach und nach eingearbeitet und arbeite noch immer daran. Ich bin von allem was ich darüber lese wirklich begeistert und sehe in meinem Boden immer mehr das Problem der Schädlingsinvasionen und kränkelnden Pflanzen. Das sehr schöne Buch -"Biodünger selber machen" von  A. Heistinger und- A. Grand, welches ich zum Geburtstag bekam ist eine Fundgrube an Wissen und interessanten umsetzbaren Dingen für den Garten (oder auch nur Balkon, je nach Gelegenheit).

Aus diesem Buch heraus will ich auch in ein paar Stichworten zusammengefasst euch einmal zeigen, wozu nun genau der Wurmhumus gut ist. Natürlich ist das auch alles im gut verrotteten Gartenkompost enthalten aber in einer bedeutend geringeren Konzentration. Im Wurmhumus hat man sozusagen eine sehr reines und konzentriertes Produkt vor sich (Düngewirkung 5-7fach im Vergleich zum normalen Kompost).

Wurmhumus erhöht den Humusgehalt des Bodens. Seine organische Masse ist zwar geringer als im Kompost, aber stärker abgebaut, vererdet. Dadurch wird sie sehr stabil und gibt dem  Boden Struktur. Gerade das fördert das Bodenleben und Wachstum der Pflanzen. Nährstoffe werden anders als bei mineralischen Düngern nicht ausgewaschen.

Wurmhumus erhöht den Wassergehalt des Bodens. Er kann sehr viel Wasser aufnehmen und speichern. Durch die oben erwähnte stabile Struktur verschlämmt er dabei nicht, sondern bleibt locker und luftdurchlässig. Die Pflanzenwurzeln haben damit die dringend benötigte Luft und Nährstoffe und Wasser (auch in Trockenperioden ist der Boden im Vergleich zu anderen länger feucht) direkt zur Verfügung.

Wurmhumus erhöht die Vielfalt und auch die Aktivität des Bodenlebens. Er enthält in großen Mengen die für den Boden so wichtigen Mikroorganismen. Diese leisten im Gartenboden enormes. Dazu gehört der Abbau organischer Masse zu "Dünger", der den Pflanzen gleich zur Verfügung steht. Oft ist es im Gartenboden ja so, daß ausreichend Nährstoffe vorhanden sind, aber in einer für die Pflanzen nicht oder nur schwer zugänglichen Form. Die Pflanzen haben dann Mangelerscheinung und somit wird nachgedüngt. Dadurch reichern sich die schwer zur Verfügung stehenden Stoffe immer weiter im Boden an, was wiederum zu Problemen führt. Bei mir ist es das nachgewiesene Phosphat zum Beispiel. Die Organismen im Wurmhumus können dieses vorhanden Phosphat nun umwandeln in eine von den Pflanzen aufnehmbare Form. Auf diesen Effekt hoffe ich bei mir ganz besonders (langfristig).

Wurmhumus reduziert auch etwas. Der Krankheits- und  Schädlingsdruck wird reduziert.  Die enthaltenen Mikroorganismen können Pilze, Insekten und Nemathoden reduzieren oder gering halten. Die Pflanzen werden nicht mehr von diesen Schädlingen belästigt und können gesund wachsen. Besonders schädliche Nemathoden, die dem Wurzelgemüse an den Kragen gehen und gesunde kräftige Wurzeln verhindern, werden in Schach gehalten. Durch den hohen Kieselsäuregehalt des Wurmhumus werden die Pflanzen sehr kräftige Blätter ausbilden. Die sind dann kein gefundenes Fressen mehr für Blattläuse, Spinnmilben und andere saugende Insekten. Das wäre traumhaft in meinem Garten, da  zu diesen Schädlingen die lästige weiße Fliege gehört. Bis dahin wird es noch ein langer Weg sein. Da muß erst einiges vom Wurmhumus in den Boden bis der Kieselsäuregehalt erhöht ist. Meine Würmer haben noch viel Arbeit vor sich. Aber ich gebe nicht auf. Es gibt für ungeduldige Menschen wie mich auch eine gute Nachricht. Der  Wurmhumus wirkt wie eine Impfung. Was also die Vielzahl günstiger Bodenlebewesen angeht, kann ich eher mit Erfolg rechnen. Wenn ich dann meinen fertigen Humus auf den Beeten verteile, kommt es nicht unbedingt auf die Menge an. Die im Humus enthaltenen Lebewesen, gelangen in meinen Gartenboden und vermehren sich (bei günstigen Umweltbedingungen wie Mulchen, Gründünger, keine Pestizide oder Herbizide etc. ) dort reg. So hat man schnell die Zahl der Bodenlebewesen erhöht.


Wurmhumus beschleunigt Keimung und Wachstum. Samen werden mit Wurmhumus gebeizt und in die Aussaterde kommt Wurmhumus. Dadurch keimen die Pflanzen rascher und wachsen zügiger.  Gerade das Jugendstadium ist gefährlich und viele überleben es nicht. Wenn sie aus diesem labilen Stadium rasch heraus wachsen ist das nur ein Vorteil. Ich werde auf alle Fälle einmal meine Möhrensamen damit beizen. Vielleicht habe ich dann nächstes Jahr Möhren die keimen.

Wurmhumus sorgt für mehr Geschmack im Gemüse. Die Pflanzen haben eine höhere Trockenmasse und damit mehr Inhaltsstoffe. Das Gegenteil davon wären dann wässrige Tomaten, die wohl jeder kennt. Auch der Nitratgehalt  des Gemüses soll bei  Wurmhumusdüngung geringer sein (z.B. Spinat, Rote Beete etc.). Die Pflanzen sind einfach mit allem bestens versorgt, wachsen gesund und widerstandsfähig und lassen die Schädlinge abblitzen.

Ich freue mich auf dieses spannende Thema gestoßen zu sein und wieder Hoffnung auf einen gesunden Garten im Gleichgewicht zu haben.



Sonntag, 29. Juni 2014

Wenig Gartenarbeit - viel Küchenarbeit. Als Selbstversorger muß man überall präsent sein.

Sonntag Abend und ein ruhiges Gartenwochenende aber arbeitsreiches Selbstversorgerwochenende neigt sich seinem Ende zu.

Gestern habe ich endlich meine Selleriepflanzen restlich im Garten verteilt gepflanzt. Jetzt muß ich abwarten, ob sie noch zu einer Ernte führen. Ich war etwas spät mit dem Sähen dran und so hat sich alles verzögert. Aber es waren schöne kräftige buschige kleine Pflanzen.

Damit das Ernten weiter gehen kann habe ich auch wieder Kohlrabi gesät, Endivien, Frühlingszwiebeln und Wurzelpetersilie. Gut dass ich meine eigene Aussaattabelle habe und dort immer wieder nachsehe, was gerade gesät werden kann oder sollte. Den Blumenkohl und Brokkoli wollte ich auch sähen, habe aber festgestellt, daß ich damit noch ein wenig Zeit habe. Der ist in etwa 14 Tagen dran.

Und es hat endlich geregnet. Erst wenig. Gerade so viel, daß ich ins  Haus musste, aber nicht einmal so viel, daß unter meinem noch kleinen Mangold der Boden nass geworden wäre.

Wir hatten ja aber genügend im Haus zu tun. Wenn man sich selbst  versorgen möchte mit leckerem und auch überaus gesundem Obst und Gemüse, dann hat man eben auch in der Küche immer wieder reichlich Arbeit.

Heute haben wir meine zwei Blumenkohl geerntet,weil wieder irgend etwas anfing daran zu knabbern. Blanchiert und eingefroren ist er künftig wieder eine willkommene Beilage oder Zutat. Und Salat gibt es im Moment täglich zum Essen.



Blumenkohl und Salat (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl und Salat

Die Ackerbohnen fingen an umzubrechen vom  Wind und vom Regen. Daher haben wir einmal alle durchgeerntet, bevor die Arbeit umsonst war. Von dem halben Korb voller Schoten haben wir eine gute Portion gepult. Die sind so interessant. Die dicken Schoten sind innen sehr dick ausgepolstert und weich und flauschig. Die essbaren Kerne wurden ebenfalls kurz blanchiert und eingefroren.

Ackerbohnen (c) by Joachim Wenk
Ackerbohnen


Vom Stammtischfreund haben wir die Woche schon einmal einen Eimer Kirschen bekommen und heute wieder einen Eimer voll dicker süßer Herzkirschen geerntet. Eine Schüssel Himbeeren bekam ich auch geschenkt. Die Kirschen haben wir eingefroren für Kuchen oder Süßspeisen, eingekocht als Kompott. Zusammen mit den Himbeeren und weißer Schokolade haben wir dann noch ein paar Gläschen wahnsinnig aromatische Konfitüre gemacht.

Wintervorrat (c) by Joachim Wenk
Fertig für die Vorratskammer


Meine schwarzen Johannisbeeren waren auch erntereif. Das sind mir neben Himbeeren meine aller liebsten Beeren. Ich liebe den Geruch der Blätter und den Geschmack der Beeren. Beides macht mich richtig froh und glücklich. Es ist fast wie eine Droge für mich.

schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren

Gestern abend war dann das Wetter wieder schön, so dass wir den vereinbarten Grillabend mit Tante und Onkel auch einhalten konnten. Gegrillt wurde wieder über Holzglut in der Feuerschale und gegessen im Rohbau vom Hüttenzauber, wo  wir noch lange saßen und redeten und uns des Lebens freuten. Zum Nachtisch gab es dann noch Vanilleeis mit Erdbeeren. Die ernte ich gerade auch mehrmals die Woche.

Erdbeerernte (c) by Joachim Wenk
Erdbeerernte

Leider hat der heiß ersehnte und notwendige Regen auch sofort, noch bevor er den Boden erreichte die Schnecken mobilisiert. Auf meiner im Freien ausgepflanzten Dahlie waren sofort sechs oder sieben riesige braune Schnecken. Ich weiß wirklich nicht wo ich nächstes Jahr die Dahlien, die mir so gut gefallen in ihren Rosa und Flieder-Tönen, hinpflanze. Im Gemüsegarten im Schneckenzaunbeet oder in den Beeten die mit Schneckenkorn relativ schneckenfrei sind (mit  Schneckenring) wachsen sie schön, aber die beiden in den Blumenbeeten laufen ständig Gefahr unwiederbringlich vernichtet zu werden.




Schnecken im Erdbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Blick ins Erdbeerbeet

In den Kompostbehälter mag ich schon garnicht mehr hineinschauen.

Schneckenplage (c) by Joachim Wenk
Schneckenplage

Schneckenplage (c) by Joachim Wenk
Schneckenplage


Schneckenplage (c) by Joachim Wenk
Schneckenplage 


Heute hat es den ganzen Vormittag geregnet. Aber wir hatten ja noch Selbstversorgerarbeiten im Haus zu erledigen. Und unseren ersten Hochzeitstag haben wir auch gefeiert. Wir haben uns nahe gelegenen Hofgut Schönbronn ein Schlemmer Menü gegönnt.

Genießermenü (c) by Joachim Wenk
Genießermenü

Donnerstag, 26. Juni 2014

Nicht nur der Fußball ist rund! Und schon habe ich auch hier im Blog über meinen Garten die WM thematisiert.

So, das heiß ersehnte Fußballspiel ist siegreich beendet. Jetzt ist wieder Zeit sich anderen Dingen zu zu wenden. Und eines kann ich jetzt schon sagen, nicht nur ein Ball ist rund...

Aber der Reihe nach und wie alles begann.

Hier sieht man die Kinderstube.

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
19. März 2014
 Das Jugendzimmer ist vorbereitet.
Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
9. April 2014

Einzug nach längerem Regen im April.

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
27. April 2014


Langsam wird das Wetter besser und die Farbe kehrt zurück
Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
3. Mai 2014
Aber es könnte Nachtfrost kommen.
Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
3.Mai 2014



Es kam ein Frost, dafür aber immer mehr wohlige Sonne, die zum Wachsen verleitet.

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
13.Mai 2014

Und weil Wachsen hungrig macht, wird gefüttert. Sehr mutig! Warum? Weil sich im frischen Grasmulch die Schnecken so wohlfühlen und ich deren explosives Auftreten dieses Jahr vermeiden möchte. Aber hier im Schneckenzaunbeet traute ich mich ein wenig und dünn zu mulchen. Zu futtern gibt es auch noch Hornmehl (vor der Pflanzung) und Brennesseljauche. 


Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
17. Mai 2014


Das Futter scheint zu schmecken und sorgt für kräftigen Zuwachs.

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
2.Juni 2014


Zum Mulchen ist schon lang kein Platz mehr zwischen den Reihen. Die Freude wird noch getrübt von den vielen vielen weißen Fliegen auf der Blattunterseite der Kohls. Schnecken sind ein paar im Schneckenzaunbeet. Sie haben noch das Schneckenkorn überlebt, aber die kommen auch noch dran. Ein paar Pflanzen sind den Engerlingen zum Opfer gefallen und ein paar den Ameisen. Aber die, die überlebt haben sind jetzt wirklich kräftig. 

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
15. Juni 2014

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
15. Juni 2014

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
15. Juni 2014

Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
17.Juni 2014

Und die erste Ernte ist fällig. Die erste dralle runde Kohlrabi dieses Jahr. Selbst gesät! Und so etwas von zart und geschmackvoll und saftig. Und die Blätter ein Traum für grünen Smoothie und zum Kochen. Ich habe noch nie bessere Kohlrabi gehabt. 


Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
26.Juni 2014
 Und der hier erst. Hier ist nichtmal die weiße Fliege dran. Auch keine Schnecken. Wenn man die  Blätter anfasst, kann man sich vorstellen warum. So fest - da beißt keines der Viecher rein. Mal sehen, ob der Kohlweißling es versucht. Ich bin wachsam.

Nicht mehr lange und er ist rund und groß, wie ein Fußball. Aber wesentlich schöner gezeichnet und mit Sicherheit schmeckt er auch viel viel besser...
Kohlgemüse (c) by Joachim Wenk
26.Juni 2014




Dienstag, 24. Juni 2014

Abendstimmung im Landgarten

Momentan genieße ich wo immer es geht diese wundervollen langen und hellen Tage. Sie sind so schön! Und das Wetter spielt größtenteils auch mit. Die Temperaturen sind angenehm. Manchmal gegen Abends fast schon sehr warm und dann geht die  Sonne langsam hinter dem Haus unter. Es ist je nach Gartenteil immer nur ein ziemlich kurzer Moment in dem die untergehende und schwächer werdende  Sonne vielleicht noch durch die Bäume oder Hecke strahlt. Just in dem Moment ist die Atmosphäre ganz besonders. Es heißt ja auch, daß immer an Orten oder zu Zeiten die einen Übergang kennzeichnen sich auch die Pforten in die andere Welt öffnen. Hier ist man auf alle Fälle in einer eigenen Welt. Sehr weich, sehr ruhig, sehr angenehm und irgendwie gedämpft.

Ich wünsche euch ein paar ruhige Augenblicke beim Betrachten der Bilder.


Dahlienblüte in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte in der Abendsonne

Knospe Schokoladenblume (c) by Joachim Wenk
erste Knospe
der  Schokoladenblume

Bodendeckerrose Sternenflor (c) by Joachim Wenk
Bodendeckerrose Sternenflor

Spiegel der Abendsonne Austin Rose golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Spiegel der Abendsonne Austin Rose golden Celebration


Witwenblume und Ringelblume (c) by Joachim Wenk
Witwenblume und Ringelblume

Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Witwenblume


Witwenblume und Ringelblume (c) by Joachim Wenk
Witwenblume und Ringelblume 

Witwenblume und Ringelblume (c) by Joachim Wenk
Witwenblume und Ringelblume 

Sonntag, 22. Juni 2014

Mein Urlaub und die Woche im Garten geht zu Ende. Und ich habe viel geschafft.

Eine Woche Urlaub ist zu Ende und ich war jeden Tag in meinem geliebten Garten. Das Wetter war nicht unbedingt das, was man im Juni erwartet. Nachts ist es deutlich unter 10°C kalt. Das Gewächshaus mache ich Nachts zu. Früh, wenn ich den Hund zum Gassi machen raus lasse, sind um 8 Uhr noch immer die Fenster geschlossen, obwohl die Sonne darauf scheint. Das war im April ja schon anders, das standen sie um diese Zeit voll geöffnet. Tagsüber hatten wir etwa 22°C manchmal auch nur 17°C.

Aber es fehlt nicht nur die Wärme in der Nacht - Tags ginge es ja sogar - sondern ganz massiv einmal wieder der Regen. Ich habe also sehr viel Zeit diese  Woche mit Gießen verbracht. Bei einem so großen Garten ist es dennoch wie ein Tropfen auf einen heißen Stein. Die Erdebeeren zum Beispiel würden sehr gut tragen. Weil der Boden dort aber total trocken ist, sind die Früchte sehr trocken, winzig klein und sehr sauer. Dort habe ich also fast jeden Tag gegossen. Mit dem Erfolg, dass die Beeren jetzt tatsächlich etwas größer und saftiger sind. Ich hoffe dass das Wasser auch den Himbeeren gut tut, die gerade Früchte ansetzen und den  Schwarzen Johannisbeeren, die gerade reifen. Die waren nach der Blüte auch schon zu trocken und haben viele Beerchen darum abgeworfen.

Weil es Mitte der Woche kühl war und nachts ganz leicht nieselte habe ich die Tage genutzt, um wieder Hornmehl (gemäß Düngeplan des Bodenanalyseinstitutes) auszubringen. Auch Komposttee habe ich wieder gemacht und gegossen. Ich will doch meinen Boden beleben, was er sehr nötig hat.

Aus diesem Grund habe ich mir auch die Regenwurmfarm angeschafft. Seit ein paart Tagen stehen sie nun in ihrem neuen Quartier im Palmenhaus. Diese Tage sollten sie jetzt gemäß Handbuch dann langsam anfangen zu Fressen. Ich bin gespannt.

Mein Kohl steht wie im Bilderbuch. Also Früh und spät abends. Tags hängen die Blätter schon recht welk an den Pflanzen. Und unten drunter überall weiße Fliege. Ich habe Neemöl gespritzt. In den vergangen Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, daß der Kohlweißling wohl wegen des starken Geruches vom Neemöl weniger Eier auf meinem Kohl ablegt.

Schließlich wurde ja auch unser neuer Zaun fertig. Bis da wieder alles verräumt und sauber gemacht war dauerte es auch eine ganze Weile. Dann habe ich die Erde, die ich beim Abbau des alten Zaunes habe weggeschafft wieder her geholt und den Graben aufgefüllt. Und ich habe mitgezählt. 100 Schritte sind es vom neuen Zaun, den Berg hoch hinter die Scheune am anderen Grundstücksende. Dort hatte ich die Erde zwischengelagert.

Meine Kompostbehälter sind fast voll. Diese Woche habe ich wieder ungezählte Säcke mit Unkraut aus den Beeten entfernt und auf den Kompost. Der "wilde" Haufen, auf den wir einfach alles im ersten Herbst vor dem Einzug kippten ist immer noch nicht verrottet. Äste kreuz und quer darin. Ich bräuchte den Platz für meinen aktuellen Kompost aber das würde viel Arbeit bedeuten diesen alten Haufen irgendwie wegzuschaffen. Man kann ja nicht einmal mit der Schaufel hineinstechen, wegen der Äste und Zweige.  Aber im Winter werde ich mir das einmal vorknüpfen. Vielleicht aber auch schon früher...

Ansonsten blüht hier und da etwas recht hübsch. Und einige Gemüse gedeihen auch prächtig. Zum Beispiel die Kartoffeln und Tomaten. Die Ackerbohnen sind so nach und nach erntereif.  Salat gibt es gerade häufig.

Geranien in Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Geranien in Abendsonne

Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat Magenta Spreen von
Christine



Palmlilie mit Blütenknospen (c) by Joachim Wenk
Palmlilie mit Blütenknospen

Zwergseerose im Regenfass (c) by Joachim Wenk
Zwergseerose im Regenfass



Ramblerrose Snowflake (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake's
erste Blüten

Rittersporn (c) by Joachim Wenk
mein "super prächtiger" Rittersporn
weißer Eisenhut (c) by Joachim Wenk
wirklich prächtiger Eisenhut


Dahlienblüten (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüten

Dahlienblüten (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüten
Meinen Geranien vor dem Haus gefällt die Trockenheit und Wärme, genau wie der Palmlilie gegenüber, die etliche Blütenstiele in die Höhe streckt. Im Sonnenbeet blühen weiter die Wärmeliebenden. Meine Schokoladenblume (das Geburtstagsgeschenk aus dem Büro) hat schon eine Knospe. Ach ja Geburtstag. Auch am gestrigen Samstag, welchen wir für eine Zweiergeburtstagsparty mit einer Kollegin nutzten, bekamen wir wieder schöne Pflanzen geschenkt. Die kommen auch nach Vorne Richtung neuer Zaun. Aber genau wie für meinen Ranunkelstrauch ist es dort gerade so heiß und vor allem so trocken, daß es nichts bringen würde jetzt dort einen Pflanzversuch zu unternehmen. Also werden sie an die Kübelpflanzenbewässerung angeschlossen und müssen warten, bis es wieder feuchter wird.

rose Zwergstrauchrose und Lavendel  (c) by Joachim Wenk
rose Zwergstrauchrose und Lavendel was für ein schönes
Geschenk
Gestern haben wir unseren Garten einmal wieder für eine Feier genutzt. Es war so schön bei Kaffee und Kuchen im Freien zu sitzen. Alle Arbeiten  waren erledigt und man konnte einfach nur in Ruhe mit Freunden zusammen sein. Gegrillt haben wir wieder  über der Feuerschale über echtem Holzfeuer und dessen Glut. Im kleine Grill daneben hatten wir Kohle. Die Gäste waren begeistert über unsere Art des Grillens. Scheinbar ist man schon viel zu sehr an hochtechnisierte Profigrills gewöhnt. Wir waren 12 Personen und das Fleisch war im Nu gegrillt, schmeckte so köstlich und das Feuer wärmte uns noch den ganzen Abend während des  Fußballspieles. Natürlich mußten wir regelmäßig nachlegen. Ein schöner Abschluß für eine schöne Woche.
Grillen über Holzfeuer (c) by Joachim Wenk
Grillen überm Holzfeuer

genießen im Garten(c) by Joachim Wenk
Genießen im Garten


gemeinsam Fußball WM schauen (c) by Joachim Wenk
gemeinsam  Fußball WM schauen


Freitag, 20. Juni 2014

Meine neuen Untermieter im Palmenhaus.

Am Mittwoch Nachmittag kamen sie an, die neuen Untermieter im Palmenhaus. Den ganzen Tag habe mir so geplant und eingerichtet, dass ich ihre Ankunft ja nicht verpasse. Am Donnerstag war ja der Feiertag und so mussten sie am Mittwoch auch wirklich in Empfang genommen werden.

Im Internet habe ich ihre Route verfolgt und dann am späten Nachmittag gelesen, daß sie schon da sind. Ups, die sind zur anderen Adresse im Ort gegangen, zu meiner Schwägerin.

Also habe die Zaun-Aufräumarbeiten unterbrochen und bin zu ihr gefahren, meine Mieter abzuholen. Im Schatten unter der großen Haselnuß auf der Hollywoodschaukel habe ich es mir bequem gemacht und sie willkommen geheißen.

Das Begleitschreiben war etwas durcheinander, aber dennoch ist es mir gleich gelungen das Gästeappartement zusammen zu bauen und einzurichten. Jetzt habe ich sie aus dem Sack gelassen und ins neue Zuhause gesetzt. Die waren - wahrscheinlich vor lauter Angst und Schrecken was auf sie zukommt - zu einem Knäuel zusammengehockt.

In dem Schreiben steht, daß sie jetzt ein paar Tage nichts oder fast nichts essen werden, bis sie sich umgewöhnt haben. Und wenn sie verstärkt umherirren und mich wieder verlassen möchten, soll ich einfach Licht anlassen. Dann gehen zurück ins neue Zuhause und bleiben dort. Scheinbar haben sie aber gemerkt, daß sie hier sehr willkommen sind und haben sich nur in aller Ruhe einmal in ihren neuen Örtlichkeiten umgesehen.

Weil sie erst mal kaum Hunger haben werden soll man auch nur ganz wenig zu Essen anbieten. Ein wenig Grünzeug habe ich ihnen daher gegeben. Wenn ich merke dass es gegessen wird, kann das Füttern losgehen. Sie haben Kost und Logis frei. Miete zahlen sie in  Naturalien. Und die sollen unbezahlbar und unschlagbar sein. Warten wir es einfach einmal ab.

Lombrikco Wurmfarm (c) by Joachim Wenk
Meine Wurmfarm mit der ersten "Arbeitsebene"
Übrigens, die Wurmfarm steht nicht in der Sonne am Fenster! Ich habe sie nur zum Fotografieren hochgestellt. Ihr eigentlicher Platz ist unter diesem Tisch. Dort ist es dunkel, da ja die Wand davor ist.
Lombrikco Wurmfarm (c) by Joachim Wenk
hier wohnen und arbeiten sie

Lombrikco Wurmfarm (c) by Joachim Wenk
die weiteren Zimmer 


der neue Zaun ist fertig

Und wieder ist ein Projekt im Garten abgeschlossen. Und wir sind äußerst zufrieden mit und glücklich über das Ergebnis.

Jetzt wird dann so nach und nach auch der vordere Gartenteil weiter gestaltet und aufgehübscht.

Als wir 2011 einzogen haben wir die drei sehr großen Nadelbäume neben dem Eingangstor entfernt. Sie machten zu viel Schatten, standen zu dicht aufeinander und hatten daher wegen Wassermangel auch kaum noch grüne Nadeln und was einmal passiert, wenn eine Sturmböhe hinein bläst konnte auch niemand sagen.

(c) by Joachim Wenk
Beim Einzug 2011 mit alten Nadelbäumen und altem Zaun

Auf dem Foto sieht man auch den alten Zaun. Es war ein klassischer Holzlattenzaun. Die Latten waren marode. Wir sind auch schon Heim gekommen und ein ganzes Feld lag auf der Straße. Das Holz war so morsch, daß es einfach herausgefallen ist. Zudem hatten wir damals noch die zwei Hunde, welche durch den Zaun nicht aufgehalten werden konnte. Da wir wussten, der neue Zaun kommt irgendwann später, haben wir mit Latten aus dem Baumarkt eine provisorische Erhöhung gezimmert.

(c) by Joachim Wenk
gut zu erkennen: die Lattenzaunerhöhung

Ende Mai war es so weit und wir begannen den Rückbau. Der Zaun war seit März bestellt und der Termin der Montag nun endlich festgelegt. Die Erhöhung wurde abmontiert, dann der Zaun. Die Betonpfosten musste abgemeißelt werden.Diedabei entstandenen "Löcher" haben wir mit übrigen Waschbetonplatten abgedeckt. Dummerweise war da gerade die heißeste Zeit in diesem Jahr und der Südwesthang vor dem Haus potenzierte die Hitze noch einmal. Was haben wir geschwitzt. 

(c) by Joachim Wenk
der Abbruch beginnt

Aber die Mühe hat sich gelohnt. Jetzt ist er montiert und gefällt uns super gut. Endlich geht das Gartentürchen auf, auch ohne dass man gleichzeitig klinkt, anhebt und mit dem Fuß dagegen drückt. Die Klinke ist nicht mehr unterhalb der Kniehöhe und alles ist aus einem Guß. Hoch genug, daß der Hund nicht raus kann. 

Der Zaun ist verzinkt und muß auch somit nicht mehr gestrichen oder sonst gepflegt werden. Arbeit finde wir schließlich noch genügend im Garten. 


verzinkter Gartenzaun mit Kügelchen  (c) by Joachim Wenk
der neue Zaun
verzinkter Gartenzaun mit Kügelchen  (c) by Joachim Wenk
der neue Zaun