Donnerstag, 22. Mai 2014

Vorstellungsrunde: meine liebsten Gartengeräte

Der Sonntag ist verarbeitet und fast vergessen. Gestern hatte ich wieder mehr Zeit und keine weiteren Termine. Ich konnte mich ausgiebig und in Ruhe meiner Gartenarbeit widmen.

Nein, so ein Tag wie den Sonntag brauche ich so schnell nicht mehr. Aber fast alle Arbeiten, die ich am Sonntag auf meine Aufgabenliste setzen musste habe ich heute ordentlich erledigt. Es war sogar noch Zeit Hefewaffeln zu backen, Erdbeeren  und Sahne zu besorgen und die Eltern zum Kaffee zu empfangen. Sie genossen das herrliche Wetter im Garten. Ich erledigte meine Arbeiten und dann gab es herrliche Waffeln mit Sahne und gezuckerten Erdbeeren zum Kaffee. Ein Traum!

Er hier ist natürlich auch nicht leer ausgegangen. Dafür hat er schon gesorgt....

Labradormischling (c) by Joachim Wenk
Max


Die meiste Zeit habe ich heute mit dem Gießen verbracht. Es ist so trocken und heiß. Meine frisch gepflanzten Gemüse, Blumen und Dahlien und Bäume brauchten eine ordentliche Portion erfrischendes und labendes Brunnenwasser.

Es steht alles prächtig im Garten. Toi Toi Toi, ich hatte keinen weiteren Engerlingschaden mehr. Scheinbar hält es sich doch in Grenzen. Und die Schnecken sind auch (noch?) recht harmlos dieses Jahr. Das gibt mir wieder Zuversicht und Freude an meinem Garten. Von daher ist die Hitze und Trockenheit eigentlich garnicht so schlecht. Den Schnecken wird das ordentlich missfallen.

Und weil ich heute zwar viel geschafft habe, es aber nicht so wahnsinnig fotogen war, habe ich eine andere Idee, die ich schon länger verfolge.

Ich stelle heute einmal meine wichtigsten, hilfreichsten und für mich wertvollsten Gartengeräte persönlich vor. Immer wieder habe ich Fotos gesammelt und heute auch noch welche gemacht. Eines wird euch auffallen. Im Gegensatz zu den vielen schönen Gartenmagazinen bilde ich meine Geräte so ab, wie ich sie verwende. Ich zeige keinen nagelneuen sauberen Geräte, die noch nie einen Garten erlebt haben, dafür aber hübsch dekoriert sind. Und ich zeige nur Geräte, ihr werde es ihnen ansehen, die auch praxiserprobt sind. Kein Schnickschnack oder Firlefanz.

Also Vorhang auf, hier sind sie. Meine liebsten Gartengeräte:

Mein multifunktionaler Bollerwagen. Das erste Jahr hatte ich ihn noch nicht. Nur einen Schubkarren konnte ich verwenden. Aber der ist unpraktisch für all die vielen Transporte, wie ihr hier zwei Beispiele seht.

Die Kübelpflanzen sind im Schubkarren nicht zu transportieren. Sie kippen um, kippen raus, gehen kaputt. Der Sackkarren ist hier auch keine gute Lösung. Bollerwagen ohne Seitenwände funktioniert prächtig.

In einem großen Garten  hat man weite Wege. Das wird einem erst bewusst, wenn man die immer laufen muß. Und oft muß man einiges an Gerätschaften an eine Stelle transportieren. Zum Beispiel hier alles, um die Geranien in den Trog zu pflanzen. Auch das kann man auf dem Bollerwagen - hier mit den Seitenwänden - ganz bequem transportieren und muß nicht mehrmals laufen .

Bollerwagen Bananentransport (c) by Joachim Wenk
Bollerwagen zum Bananentransport

Bollerwagen zum Gerätschaften transportieren (c) by Joachim Wenk
Bollerwagen zum Gerätschaften transportieren
 Ach ja. Hier meine Umgrabehilfe. Eine benzinbetriebene Motorhacke. Klein, kräftig, ausdauernd. Die haben wir schon so viele Jahre und in allen unseren Gärten gehabt. Was ich mit der schon Wiesen- oder Rasenfläche in Gemüsebeete umgewandelt habe. Und hier im Herbst und Frühjahr oder vor der Pflanzung im Mai, schnell noch mal durch die Beete gefahren. Wunderbar. Auch Wicken oder Ölrettich und sonstigen Gründünger einarbeiten ist kein Problem.  Ich bin doch ein von Natur aus fauler Mensch und mache mir nicht gern unnötig Arbeit. Umgraben sehe ich als solche an.  Also Umgraben mit dem Spaten. Mit der Hacke ist es kein Problem und daher möchte ich sie nicht mehr missen. Und wenn der Motor richtig eingestellt ist ( gerade muß sie einmal wieder zum Kundendienst) dann bin ich immer wieder fasziniert, welche Kraft der kleine Motor hat. Egal wie voller Unkraut und Lehm unten die Hacken sind oder wie schwer der Boden ist. Der Motor stirbt niemals ab und arbeitet unaufhörlich.

kleine Motorhacke (c) by Joachim Wenk
kleine Motorhacke
Wenn der Boden schon vorgelockert ist und im alltäglichen Pflanz -und Sähgeschäft kommt sie hier zum Einsatz, meine Grabegabel. Sie ist glaube ich noch älter als die Motorhacke und begleitet mich schon seit sehr sehr vielen Jahren. Ich möchte eine Reihe Buschbohnen sähen oder meinen Kohl pflanzen? Mit dem Zollstock wird gemessen, mit der Gärtnerschnur an Eichenholzstäben (meine diesjähre neue Errungenschaft) markiere ich die Reihe und dann wird einmal mit der Grabegabel mittig der Schnur entlang gelockert. Eventuell dort wachsendes Unkraut kann dann leicht herausgezogen werden. Und schon kann es los gehen das Sähen und Pflanzen.
Grabegabel, Gärtnerschnur und Zollstock
Grabegabel, Gärtnerschnur
und Zollstock





Gärtnerschnur mit  Eichenholzstäben (c) by Joachim Wenk
Gärtnerschnur mit
 Eichenholzstäben
Und wenn der Boden also von Grabegabel oder Motorhacke gelockert ist, sagte ich eben, daß es gleich losgehen kann. Ich muß aber natürlich noch meine mehrmals die Woche eingesetzten Handpflug erwähnen. Wenn ich sähe, so ziehe ich entlang der Gärtnerschnur die Saatrille immer mit dem Pflug. Unersetzlich ist er für den ursprünglich erworbenen Zweck, das  Stecken der Kartoffeln und das Anhäufeln.

Hier ziehe ich links und rechts der Gärtnerschnur eine möglichst tiefe Rille. Zwischen den beiden Gräben ergibt sich schon ein Hügel, der mit einem Rechen noch verbessert wird, bevor die Kartoffeln in den Wall gesetzt werden.

Diesjahr habe es aber einmal anders gemacht. Ich habe den  Graben gezogen und in den Graben die vorgekeimten Kartoffeln gesteckt. Danach bin ich links und rechts davon mit dem Pflug durchgegangen und habe wie oben beschrieben die zwei Gräben gezogen, daß sich der Wall zwischen ihnen und nun genau über den bereits gelegten Kartoffeln beginnt abzuzeichnen.

Dann habe ich gewartet, bis die Kartoffeln sichtbar waren und zog nun wieder zwischen den Wällen mit dem Pflug hindurch. Die Erde wurde gelockert und schon zur Seite geschoben. Danach wird sie mit dem Rechen hochgezogen und es entstehen schöne Kartoffelbeete.

Handpflug (c) by Joachim Wenk
Handpflug

Der hier ist neu in diesem  Jahr. In einem  Gartenmagazin las ich von einem permanenten Eimer im Garten in den man laufend das doch immer wieder gesichtete und ausgerissene Unkraut geworfen wird. Man muß nicht mit jedem Büschel extra zum Kompost laufen oder es zum Nachbarn hinüber werfen. Und als ich bei den Blumentöpfen und Schalen den alten Eimer hier sah, war mir sofort klar, wohin er gehört. Das ist wirklich ungemein praktisch. Man sieht doch unentwegt, selbst wenn man nur schnell etwas Schnittlauch abschneiden geht wieder Unkraut. Jetzt ist es schnell ausgerupft, in den Eimer geworfen und der Fall ist erledigt.


Unkrauteimer (c) by Joachim Wenk
Unkrauteimer 

Ob ihr es glaubt oder nicht. Ja ich kehre in meinem Gemüsegarten. Wie ihr seht, bestehen meine Wege aus Betonplatten und im Laufe eines Gartentages sammelt sich darauf immer Erde, Mulch, Unkraut an.  Die letzte, tagesabschließende Arbeit im Gemüsegarten ist dann das kehren der Wege. Danach sieht alles wieder ordentlich aus und ist eine Augenweide, die ich dann aber auch genieße.

Besen für die Wege (c) by Joachim Wenk
Besen für die Wege 

So wie der Eimer ein festes Mobiliar im Gemüsegarten ist, trage ich diese beiden hier stets in der Hosentasche. Eine kleine Rosenschere und eine kleine Schaufel. Die braucht man doch wirklich immer und überall, zu jeder Jahreszeit und in jeder Ecke des Gartens. Und immer zu den Gartengeräten laufen, wenn ich einmal schnell was abzwicken möchte oder eine Pflanze ausgraben muß. wäre viel zu umständlich.

Natürlich besitze ich, wie ihr erkennen könnt auch eine normalgroße Pflanzkelle.

Minirosenschere und Minischaufel für die Hosentasche (c) by Joachim Wenk
Minirosenschere und Minischaufel
für die Hosentasche
Pflanzkellen und Rosenschere (c) by Joachim Wenk
Größenvergleich
Eine Sache muß ich auch unbedingt noch erwähnen. Meine automatische Bewässerung. Ohne die wäre bei meinen möglichen Zeiten die vielen Töpfchen von Hand zu bewässern keine Kübelpflanze im Garten. Ich habe die Bewässerung schon damals im Hinterhof gehabt und nun im neuen Haus ergänzt und erweitert. Viele Tropfer sind aber noch aus den Anfangszeiten (nicht die abgebildeten).  Dieses System ist unwahrscheinlich langlebig, pflegeleicht und zuverlässig. Selten erlebt man so ein hochwertiges Produkt. Hier habe ich den zugehörigen batteriebetriebenen Bewässerungs"computer" dazu geschaltet und kann so auch beruhigt in den Urlaub fahren. Meine Kübelpflanzen zumindest werden immer richtig bewässert. Auch die Flüssigdüngung selbst mit der dickflüssigen Melasse funktioniert automatisch und problemlos.


automatische Bewässerung für Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
automatische Bewässerung für Kübelpflanzen



automatische Bewässerung für Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
automatische Bewässerung für Kübelpflanzen 

Und hier kommt es her das viele Wasser, welches man in den heißen und trockenen fränkischen Sommern so dringend und reichlich im Garten benötigt. Was bin ich froh um diesen sehr sehr sehr tiefen Brunnen mit Hauswasserwerk. Er speist alle Hähne im Garten und liefert zuverlässig frisches chlorfreies Brunnenwasser.

Hausbrunnen (c) by Joachim Wenk
Hausbrunnen




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