Dienstag, 13. Mai 2014

Tauschaktion: 2 Baumspinat Magenta Spreen gegen eine Baumhaselnuß

Waren das nun vor ein paar Tagen die Eisheiligen oder nicht?

Eigentlich sind sie genau jetzt dran und es ist wirklich richtig kalt. Es kommt wohl Nachts Gottseidank kein Frost mehr, aber auch tags ist es so ungemütlich, daß ich fast keine Lust hatte, in den Garten zu gehen.

Als ich dann aber erst einmal draußen war und die viele Arbeit, die zu erledigen ist, wahrgenommen habe, vergaß ich das scheußliche Wetter. Und am Nachmittag konnte man sogar ohne Jacke im Garten arbeiten, bei gelegentlichem Sonnenschein.

Und wieder habe ich neue Blüten gefunden. Mein Cistus hat die erste Blüte des  Jahres und die Färberkamille blüht zum ersten mal in ihrem Leben.

Cistus (c) by Joachim Wenk
Cistus

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
Färberkamille


Was ich allerdings im Garten feststellen musste, gefiel mir noch weniger als das Wetter. Also letztes Jahr haben mir die Myriaden an Schnecken die Freude am Gärtnern genommen. Und da gehört wirklich viel dazu. Die Verzweiflung sitzt noch immer so tief, daß ich fast nichts direkt sähe sondern alles vorziehe, daß es mehr Chancen hat. Mein Schneckenzaun ist ja auch fertig und darin habe ich meine selbst gezogenen Gemüsepflanzen gesetzt. Auch jetzt nach viel viel Regen habe ich noch keinen nennenswerten Schneckenschaden.

Freuen kann ich mich aber wieder nicht, obwohl das Jahr so gut begann und ich wieder Hoffnung schöpfte. Und dieses Jahr wollte ich alles sehr gründlich und ordentlich und richtig machen.

Letzte Nacht waren es drei schöne große Pflanzen (Salat, Kohlrabi und Weißkraut) die Nächte und Tage davor auch schon viele Pflanzen. Sie liegen welk und unangetastet am Boden. Fasst man sie an, hat man sie in der Hand, denn sie haben keinerlei Wurzeln mehr. Alle ab gefressen. Und wenn man dann mit der Schaufel dort gräbt, ist immer einer zu finden und zu vernichten. So ein dicker sehr großer Engerling.

Ich habe zwar einige Pflanzen vorgezogen, aber eben auch nicht unbegrenzt. Und wenn sie derart zahlreich abgenagt werden, kann ich keine ernten.

Ach Mann. Kann nicht einfach einmal etwas ordentlich klappen? Und jetzt ist noch garnicht die Kohlweißlingzeit und weiße Fliege Zeit. Ob ich die diesjahr in Schach halten kann? Ob mein Lauch die Lauchfliege auch irgendwann mal übersteht? Jedes Jahr nur mikkrige zerfressen Lauchstangen, von denen ich mir ein wenig Unzerfressenes wegschneide, nur um überhaupt etwas zu haben.

Ich habe jetzt heute auf alle Fälle doch einmal die Nemathoden gegen Engerlinge bestellt. Aber bis der Gutschein dafür kommt und ich die dann angefordert und erhalten haben werde, vergeht noch so viel Zeit. Und dann weiß ich noch nicht, ob ich es damit schaffe die Engerlinge zu dezimieren. Im Kompost sind immer ganze Nester. Eine Hand voller fetter  Engerlinge und wenn man weiter gräbt die nächste Hand voll und wenn man in der Erde gräbt auch Engerlinge, Engerlinge, Engerlinge. Ich hoffe die Nemathoden dezimieren sie.

Da ich noch große Gemüsepflanzen habe, die aus dem Gewächshaus raus wollen und in der Erde wachsen, habe ich heute weiter gepflanzt. Zwei Engerlinge habe ich dabei gleich erwischt.

Kohlrabi, Kohl und Salat (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi, Kohl und Salat


Und weil mein Schneckenzaunbeet voll ist, habe ich im anderen Gemüsegarten auch noch gepflanzt. Ungeschützt vor Schnecken.  Mutig! Aber ich muß es versuchen. Früher habe ich auch ohne Schneckenzaun angebaut und nicht alles an die schleimigen Viecher verloren.

Dann habe ich noch, ich weiß nicht zum wievielten  Male Möhren gesät und Frühlingszwiebeln. Seit Monaten sähe ich und es geht nichts auf. Mangold habe ich nachgesät, wo Lücken in der Reihe waren. Den habe ich dieses Jahr bewusst dünn gesät, daß ich nicht wieder so viel und so fürchterlich engstehenden Mangold habe.

Und ich habe das Gestell für meine Tomaten endlich fertig installiert. Die beiden metallenen Pfosten haben unten Betonklötze daran und haben einmal ein Dach für Brennholz gestützt. Die habe ich eingegraben und da es nur zwei statt drei waren, habe ich aus Haselnußruten noch eine Stütze eingegraben, verstrebt und dann die Schnüre gespannt. Dazu habe ich die Tage extra im Maschendrahtzaun noch Spanndrähte gezogen, daß die Abstände besser passen. Die Schnüre sind doppelt, also um den Stab oder die Stangen herum gezogen. Jetzt können die emporwachsenden Tomaten zwischen den parallel laufenden Schnüren durchgefädelt werden. Ich werde zwar den Stamm an der Schnur selbst anbinden, aber durch die doppelte Schnurführung kann man ganz einfach einmal dann Seitentriebe durchfädeln und schon sind sie etwas gestützt. Der Vorteil so eines Gestells ist auch, dass man die Tomaten zwei oder dreitriebig  ziehen kann und mehr Platz hat. Wenn man versucht die drei Triebe an einem normalen Stab fest zu machen wird es immer sehr eng.



Gerüst für Tomaten (c) by Joachim Wenk
Gerüst für Tomaten


Und mein Bohnenzelt für die Blauhilde habe ich auch bespannt. Ein alter Metallreifen liegt schon immer in der Scheune. Von was der ursprünglich stammt weiß ich nicht. Aber er kreisrund und sehr gut dafür geeignet. Eine Haselnußstange in die Mitte gestellt. In etwa 2m Höhe ein paar kleine Spax reingedreht und dann Schnüre darüber angebunden und nach unten geleitet, wo sie wiederum am Metallring angebunden werden. Die Spax oben im Stab verhindern, daß die Schnüre unter der Last der Bohnen herunter rutschen. Es muß nur wieder wärmer werden dann kommen Tomaten, Andenbeere und Bohnen dran.

Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Im Hintergrund das Bohnenzelt


Unser Hüttenzauber ist auch endlich fertig gemauert. Wir haben auch schon beim Schwager die eingelagerten Fenster geholt. Sie passen! Gut haben wir gemauert. Morgen werden wir sie montieren. Dann können wir am Samstag mit den Freunden doch im Hüttenzauber Geburtstag feiern. Improvisiert, aber eben windgeschützt. Bei den Temperaturen ist das sicher sinnvoll.

Und weil wir wegen den Fenstern sowieso mit VW-Bus und Hänger unterwegs waren, haben wir einem Freund seine lange versprochenen Baumspinatpflänzchen gebracht. Er war durch meine Beschreibung neugierig geworden und wollte die auch ausprobieren.

Wir haben einen guten Tausch gemacht. Für die beiden kleinen Baumspinat haben wir einen mannshohen Haselnußbaum(!) bekommen. Das war auch schon länger so besprochen. Er hatte den Sämling übrig und wir überlegen schon länger welchen Baum wir als Hausbaum ins Grundstück setzen könnten. Früher stand eine riesige Birne dort, bis ein Sturm  ihr den Gar ausmachte. Ab morgen wird ein Baumhasel dort stehen.

Baumhaselnuß als Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Baumhaselnuß - unser
neuer Hausbaum

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