Donnerstag, 3. April 2014

Wieder Wasser im Weiher, zu wenig Wasser im Garten und gottseidank kein Wasser im Rasen: die Bilanz für heute.


Ich kann mich garnicht genug erfreuen an diesem traumhaften Frühling und an Tagen wie heute. Ich war den ganzen Tag draußen und in der Sonne.

Bei solchem Wetter gehen die Arbeiten wie von alleine - bis auf das Ausschachten des Gewächshausfundaments. Das geht weder von alleine noch l geht es leicht. Es geht nur in den Rücken.

fertig ausgehobener  Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
fertig ausgehobener  Fundamentgraben fürs Gewächshaus


Mein Morgenspaziergang führte mich einmal wieder zu unseren Weihern. Wie schön, der große Weiher, dessen Damm wir am Samstag "flicken" mußten hat wieder Wasser bis oben hin.  Es läuft sogar zum Mönch hinaus. Und das obwohl das Bächlein daneben kaum Wasser hat und somit nur ganz wenig Wasser durch das Rohr in den Teich laufen kann. Aber es läuft eben rund um die Uhr. Gottseidank hat das mit dem Abdichten geklappt. Wir hätten keine andere Idee mehr gehabt, was wir noch tun hätten können.

In der Wiese beim oberen Weiher sind ganz viele Schlüsselblumen am Aufblühen.

Schlüsselblumen bei Weihern (c)by Joachim Wenk
Schlüsselblumen bei Weihern




Den restlichen Tag habe ich im Garten verbracht. Ich habe mich im Baumarkt verleiten lassen eine  Schale Salatpflanzen zu kaufen. Mein gesäter Salat ist noch nicht so weit. Ich habe ihn heute erst pikiert. Pflanzen kann ich den noch länger nicht, da ich mangels Gewächshaus nicht zeitig genug sähen konnte. Also setze ich eben diese Pflanzen in mein Schneckenzaunbeet. Zuvor habe ich noch die empfohlene Menge Hornmehl in den Boden eingearbeitet. Damit ist dieses Beet mit der ersten Portion Stickstoffdünger, wie mir vom Bodenanalyseinstitut (genaueres findet ihr hier:  Bodenanalyseergebnisse) empfohlen wurde, versorgt. Weil der Boden staubtrocken ist, habe ich ihn gegossen, damit das Hornmehl besser aufgenommen werden kann. Die Bodenorganismen brauchen ja auch Feuchtigkeit, um es umzusetzen. Zwischen den Salat habe ich dann noch Rettiche gesät.

Meine Palerbsen, die schönen blauen Blauwschokker, keimen bereits. Das freut mich besonders, weil es selbst geerntete Samen vom letzten Sommer waren und ich nicht wußte, ob die wirklich keimen. Auch meine Puffbohnen spitzen endlich aus der Erde. Die Bohnen habe ich vor ein paar  Wochen gesät und wundere mich schon die ganze Zeit, warum die nicht keimen. Laut Anleitung sollen sie glaube ich 8cm tief gelegt werden. Das habe ich gemacht und dann befürchtet, daß es zu tief war. Zu kalt jedenfalls war ja der  Boden nicht. Aber jetzt scheint alles gut zu werden, sie kommen.

Am zuverlässigsten keimt immer der Spinat. Den sät man und ein paar Tage später sind die Reihen grün. Meine Möhren, die ich dieses Jahr einmal wieder probieren will, keimen einfach nicht und ebenso die Frühlingsszwiebeln. Was ich die schon gesät habe und nie Erfolg hatte.....

Nach einer Tasse Kaffee im Garten sähe ich noch schnell auf den vorbereiteten Reihen meine Markerbsen. Ich setze sie zwischen die Reihen der Asiasalate vom Herbst. Die ernte ich noch für grünen  Smoothie. Eine Sorte hat Blüten angesetzt. Da es samenechte Sorten sind, werde ich ihn blühen lassen und die Samen versuchen zu ernten. Danach wird er abgehackt und dient als Mulch für die dann schon sicher hohen Erbsen. Bis dahin sind wohl auch die Kürbise bereit zum Auspflanzen. Ich setze sie zu den Erbsen. Bis der Kürbis richtig wächst, sind die Erbsen schon geerntet und hinterlassen durch ihre verrottenden Wurzeln Stickstoff, den der Kürbis ja braucht. Ich bin gespannt, ob meine Rechnung aufgeht.

Jetzt ist es früher Abend und die fleißigen Helfer treffen ein. Meine Erbsenrankgitter muß ich ein anderes Mal aufstellen.

Wir halten  Ausschau nach dem Lieferanten für den Beton. Bestellt ist extra einen kleinen Mischer. Da aber keiner zur Hand war, kommt das Größte, was am Hof herum stand. Mir wird Himmelangst, wie er vor der Einfahrt steht.

Wie kommt der jetzt zu uns rein und den Berg hinauf? Erster Versuch. Vorwärts die  Einfahrt hoch. Fehlanzeige, das Monster kommt nicht um die Kurve. Ich bin heilfroh, daß wir den neuen Zaun erst im Mai bekommen und er noch nicht dran ist. Zweiter Versuch. Rückwärts den Berg hoch. Das wird eng. Hängen wir lieber einmal das Gartentor aus und fahren auch das letzte Auto zum Nachbarn.

Es gelingt dem Fahrer. Und es ist mir unverständlich, wie man dieses riesige Gerät rückwärts unser Einfahrt rein bekommt. Und den Berg hoch. Da steckt wohl Übung dahinter. Ein paar mal muß er ihn wieder runterrollen lassen und neu lenken. Dann wieder hoch den Berg. Mein Korkenzieherhasel muß nur ein paar verblühte Kätzchen einbüßen, ansonsten kommt auch er heil davon.

Geschafft. Er ist oben. Nun noch ein wenig in der Wiese rangieren und rückwärts an den Hüttenzauber ran. Und hier ist es so gut, daß es seit Wochen nicht geregnet hat. Die sonst im Frühjahr sehr matschige Wiese ist steinhart. Als der LKW am Abend wieder fort ist, entdeckt man nur ein paar leichte Spuren.

Spuren im Rasen (C) by Joachim Wenk
Spuren im Rasen


Aber so weit sind wir noch lange nicht!

Nachdem der Fahrer perfekt eingeparkt hat, werden noch die letzten Vorbereitungen getroffen.


Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber

Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hier kommt unser Boden für den Hüttenzauber



Bevor sich schließlich die Trommel schneller dreht und der Motor dank vermehrter Arbeit lauter schnaubt. Der erste Beton rutscht die Rinne herunter. Der Maurer prüft mit fachmännischem Gefühl die Konsistenz. Es wird noch ein wenig Wasser dazu gegeben und los geht's. Jetzt heißt es schaufeln.

Ja da "legst di nieder". Mein Rücken! So eine Schaufel frischer Beton fühlt sich anders an, als eine Schaufel voll Kompost! Wie schön, daß ich erst einmal  aufgefordert werde, Fotos zu machen. Mein Blog hier wird schließlich gelesen und "Mann" braucht Beweisfotos für die Ehegattin zu Hause. Beweise für den tatsächlich sehr engagierten und fleißigen Arbeitseinsatz. Als ob die Frau überhaupt daran zweifeln könnte.....

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar 

fleißige Helferschar (c) by Joachim Wenk
fleißige Helferschar

Und aus dieser schweren klumpigen  Masse soll ein glatter Boden werden? Fasziniert sehe ich unserem Fachmann beim Arbeitseinsatz zu. Frischen Mutes steigt er rein in die Pampe. Bewaffnet mit einer kleinen Maurerkelle und einer Wasserwaage zum Abziehen. Zwei oder drei Handgriffe später verstehe ich, was er macht. Eine Zeile Beton an der Wand entlang. Alles in der Waage. Eine zweite Zeile an der anderen Wand entlang und dann dazwischen Beton. Die beiden ausgerichteten Zeilen an den Wänden dienen als Maßstab und so zieht er und glättet und zieht und glättet. Das sieht so leicht und selbstverständlich aus. Und wenn ich es hätte machen sollen, hätte ich nicht gewußt wie anfangen. Und wenn er es mir gesagt hätte, wäre sicher der Beton fest, bis ich überhaupt erst den Dreh hätte ein wenig heraus gehabt.

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an

Boden nimmt Gestalt an (c) by Joachim Wenk
Boden nimmt Gestalt an 

Der letzte Rest Beton hat den Mischer verlassen. Der Fahrer freut sich auf seinen Feierabend und auf unserer Baustelle wächst der saubere und glatte Betonboden. Nach etwas mehr als zwei Stunden sind wir fertig und trinken ein "Bummerla" auf den  "Erfolg".

neuer Boden im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
neuer Boden im Hüttenzauber

Das sieht doch richtig gut aus unser Werk. Beachtlich, wie sauber man den doch feuchten Beton abstechen kann und er aus freien Stücken "stehen" bleibt. Vorne an der ausgesparten Ecke sieht man es. 

Jetzt ist Feierabend. Am Samstag geht es weiter. 

Und jedem, der sich fragt, warum wir vorne diese Ecke ausgespart haben, sage ich folgendes:  

Auch an einem perfekten und schönen Tag wie heute kann nicht alles glatt laufen.

Er hat halt einfach nicht gelangt unser Beton.......


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