Montag, 21. April 2014

Frühlingspracht fürs Auge und im Gemüsegarten wird gepflanzt für den Gaumen

Das sehr späte aber sehr schöne Osterfest 2014 liegt nun hinter uns. Nur der Karfreitag hatte echt schauriges Aprilwetter mit sogar Hagelschauer. Das Wetter verleitete zum drinnen bleiben und nichts tun. Samstag haben wir meinem Bruder beim Umzug ins neue Haus geholfen. Wenn da erst einmal alles an Ort und Stelle ist und die letzten Bauarbeiten abgeschlossen sind, kann er sich auch um seinen Garten kümmern. Wie schon lange gewünscht, hat er  nun auch einen großen Garten direkt beim Haus. Noch ist es seit Jahren brach liegende Wildnis. Aber der wird sicher sehr schön und ich bin schon gespannt, wie er ihn anlegt.

Gestern und heute war das Wetter wieder gewohnt schön und ich habe ein wenig im Garten gekrautert. Nichts weltbewegendes, einfach nur hier und da gebuddelt und geschaut und das Wetter und die Tage und den Garten genossen.

Und wer würde das nicht, bei dieser Frühlingspracht:

Clematis alpina (c) by Joachim Wenk
Clematis alpina blüht
 Der kleine Storchschnabel wächst an und in der Treppe zum Haus hinauf. Der steht da sicher schon seit Jahren oder Jahrzehnten. Dort wird nie gegossen oder gedüngt. Er zwingt sich durch einen Kriechwacholder und steht unter der  Korkenzieherhasel. Wenn ich da etwas hinpflanzen würde, bin ich mir sicher, daß nichts gedeihen würde. Er tut es und erfreut uns mit seinen Blüten. Solche Ecken sind ein Vorteil von "eingewachsenen" Gärten, die seit vielen Jahren bestehen.
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
irgendein Storchschnabel
Die Tulpen sind dieses Jahr wirklich ein Pracht. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihnen.
Tulpenblüte (c) by Joachim Wenk
Tulpenblüte
 Und in der Blumenwiese gesellt sich mittlerweile zu meinen lila Tulpen blau blühendes "Unkraut". Romantischer hätte man es garnicht bewusst pflanzen können.

ila Tulpen in Wiese mit blauem "Unkraut" (c) by Joachim Wenk
lila Tulpen in Wiese mit blauem "Unkraut"

In den Stauden-Streifen am Haus habe ich ein paar vorgezogenen Pflänzchen gesetzt.

Bertram, eigentlich ein Hildegard-Gewürz, das aber auch sehr schöne weiße Blüten hat. Wie wilde Kamille. Der passt bestens zu den anderen Stauden dort.

deutscher Bertram (c) by Joachim Wenk
deutscher Bertram 
Und zur Banane habe ich Baumspinat gesät. Der ist schon so groß, daß es eng wird in der Saatschale. Und er hat dieses irre Pink was mir so gefallen hat am Neuastrieb. Der soll bis zum Herbst noch über zwei Meter hoch werden!
Baumspinat magenta spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat magenta spreen

Auch im Gemüsegarten tut sich etwas. Allerdings recht langsam, da einfach das Wasser fehlt. Ich habe heute einmal ausgiebig gegossen. Sogar mit dem Rasensprenger, damit ich nicht so lange mit dem Schlauch im Garten stehen muß und mit der weiteren Arbeit voran komme.

Verschieden Gemüse keimen in den Saatschalen im neuen Gewächshaus

keimendes Gemüse (c) by Joachim Wenk
keimendes Gemüse

Anderes Gemüse ist schon weiter. Salat und Kohlrabi beginnen schon mit dem Wachstum


Salat und Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
Salat und Kohlrabi
 Und andere sind bereit zum Auspflanzen. Hier der gerade erwähnte Baumspinat, Bertram und gelbe Melde.
Baumspinat, gelbe Melde und deutscher Bertram (c) by Joachim Wenk
Baumspinat, gelbe Melde und deutscher Bertram
Ein paar Melden, Kohlrabi und Salat habe ich heute ins Freiland gesetzt.

Kohlrabi und Melde frisch gepflanzt  (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi und Melde frisch gepflanzt und gegossen

Salat Till aus eigener Anzucht (c) by Joachim Wenk
Salat Till aus eigener Anzucht
Die Tomaten sind auch vom Wohnzimmerfenster in das Palmenhaus umgezogen. In Töpfe habe ich sie dabei auch gleich gesetzt.

junge Tomatenpflänzchen (c) by Joachim Wenk
Meine Tomaten für die Saison 2014

junge Tomatenpflänzchen (c) by Joachim Wenk
Meine Tomaten für die Saison 2014


Und schließlich habe ich heute ein paar meiner vorgetriebenen Kartoffeln gesetzt.

Zuerst wird mit einer Schnur die Reihe abgesteckt. Dann gehe ich noch einmal mit der Grabegabel der Schnur entlang und ziehe schließlich mit dem Handpflug eine Rille. Ich probiere dieses Jahr das erste Mal diese Methode. Sonst habe ich immer Hügel angelegt und dann in die Hügel die Kartoffeln. Die Hügel habe ich  immer wieder mit dem Rechen hochgezogen, da die Erde herunter rutscht. Wenn die Kartoffeln größer waren ging es nicht mehr, da ich nicht mehr in die Reihen kam um die Hügel zu pflegen. Die Erde ist durch Regen und sonstige Einflüsse aber doch immer wieder herunter gerutscht, was den Effekt hatte, daß Kartoffeln nicht mit Erde bedeckt waren und grün würden. Die Knollen hatten einfach nicht genug Platz in meinen händisch angelegten Hügeln. Die Landwirte machen es mit der Maschine, da sind die Hügel bestimmt dreimal so groß wie meine. Bei Trockenheit hatten die Kartoffeln nicht genug Wasser in den Hügeln.

Dieses Jahr ziehe ich eben im gelockerten Boden die Rille, lege die vorgetriebenen Kartoffeln hinein  und schließe die Rille. Wenn sie nun wachsen werde ich sie mit dem Rechen ein paar Mal anhäufeln. Dabei entstehen wieder Hügel, aber die Knollen können sich schon unten im Boden gut ausbreiten. Dort haben sie Platz sich zu entwickeln, schauen nicht ans Tageslicht. Und zusätzlich können die Pflanzen, da ich sie, wenn gewachsen ja immer wieder anhäufele aus den dann mit Erde bedeckten Trieben wieder Wurzeln bilden und an denen können wieder Kartoffeln wachsen. Ich bin gespannt wie das in der Realität aussieht. Diese Anleitung habe ich hier bei mein schöner Garten bei google gelesen und fand das probierenswert.


vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln


Schnur und Grabegabel, wichtige Gärtnerwerkzeuge (c) by Joachim Wenk
Schnur und Grabegabel

Rille mit Handpflug gezogen (c) by Joachim Wenk
Rille mit Handpflug gezogen


Kartoffeln in die Rille legen (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln in die Rille legen

Kartoffelbeet (c) by Joachim Wenk
Rille schließen
Heute habe ich die Kartoffelsorten Orla, Belle de Fontenay, Galactica und Mayan Gold gesteckt. Das sind vor allem frühe Kartoffeln. Die Lagerkartoffeln setze ich später, da muß ich erst den Gründünger mit der Motorhacke unterarbeiten. Die haben auch noch ein wenig Zeit. Ich esse noch immer meine eigenen Kartoffeln vom letzten Herbst. Das freut mich richtig.

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