Sonntag, 27. April 2014

Alle Kartoffeln versteckt bevor der große Regen kam - jetzt kann alles nach Herzenslust wachsen

Und wieder geht ein wundervolles Wochenende zu Ende. Es war wirklich traumhaft schön, ich habe jede Minute genossen und das obwohl - nein WEIL - es seit vergangene Nacht sehr viel geregnet hat und auch heute den ganzen Tag immer wieder regnet.

Herrlich. Wir haben den Regen so dringend gebraucht. Ich bin gespannt, wie es draußen in den kommenden Tagen wächst. Es müsste alles wahrlich explodieren, jetzt wo das so ersehnte Wasser vorhanden ist.

Gestern habe ich in weiser Vorahnung noch alle Arbeiten im  Garten und Erdboden erledigt. Heute waren dann Säh- und Pikierarbeiten im Gewächshaus dran. Da war es egal, ob es draußen regnet.

Gestern haben wir angefangen mit dem  Projekt "Hüttenzauber" weiter zu machen. Die erste und auch komplizierteste Wand ist fertig gemauert.

Projekt Hüttenzauber schreitet voran (c) by Joachim Wenk
Projekt Hüttenzauber schreitet voran 


Projekt Hüttenzauber schreitet voran (c) by Joachim Wenk
erste  Wand ist fertig

Während an der Baustelle fleißigst gemauert und gerackert wurde konnte ich mich meinen Gartenarbeiten widmen. Ich habe festgestellt, daß meine vorgetriebenen Saatkartoffeln langsam in den Boden müssten. Sie haben schon einen dicken Wurzelfilz und die Triebe sind auch zum Teil schon recht hoch.

vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln

vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln 


Das Beet auf das sie kommen sollen muß aber noch vorbereitet werden. Nur wann mache ich es? Heute habe ich mir keine Aufgabenliste vorbereitet, da ich nicht wusste in wie weit ich auf der Baustelle gebraucht werde. An solchen Tagen frustriert so eine Liste meist nur, wenn man dann am Ende des Tages nichts oder kaum etwas davon umgesetzt hat, wenn man doch an anderer Stelle gebraucht wird.

Ich wurde nicht gebraucht und so machte ich mich ans Werk. Die Motorhacke steht  bereit und leistet mir wieder gute Dienste. Ein Gerät im Garten, daß ich nie mehr missen möchte. Was haben wir gemeinsam schon alles bewerkstelligt.

vorbereitetes Kartoffelbeet (c) by Joachim Wenk
vorbereitetes Kartoffelbeet


Ich arbeite auch gleich noch das Hornmehl, wie damals vom Bodenanalyseinstitut empfohlen ein. Die Erde ist wunderbar locker und trocken. Man macht sich bei den Erdarbeiten nicht einmal sonderlich dreckig. In aller Ruhe und bei schönstem Sonnenschein verschwindet eine Eierschale voller treibender Kartoffeln nach der anderen in der Erde.

Ich bin ganz stolz auf mich, daß ich wohl langsam den Dreh raus habe, wie viele Saatkartoffeln ich für meine Fläche benötige. Letztes Jahr habe ich einige im Kompost entsorgen müssen, weil am Ende des freien Platzes noch so viele Kartoffeln übrig waren.

Eine Sorte der am Montag gesteckten Kartoffeln kommt sogar schon aus der Erde.

(c) by Joachim Wenk
erste Kartoffeln kommen schon

Als alle Kartoffeln versteckt waren ging es ans Gemüse. Einige meiner ersten selbst gezogenen Pflanzen stehen  schon im Beet und heute kommen noch zwei Reihen dazu. Sie sind schon so schön gewachsen und müssen aus den Saatplatten raus.

selbst gezogene Gemüsesorten (c) by Joachim Wenk
selbst gezogene Gemüsesorten

selbst gezogene Gemüsesorten (c) by Joachim Wenk
selbst gezogene Gemüsesorten


Salat, Kohlrabi, Rotkohl, Melde und Blumenkohl werden gepflanzt. Ich mische sie auch in der Reihe. So kann etwa zwischen zwei Rotkohl Pflänzchen locker noch ein Salat stehen. Bis der Kohl so groß ist, daß er den Platz für sich benötigt, ist der Salat geerntet oder erntereif. Ich glaube, das sieht ach schön aus, wenn alles ein wenig gemischt ist.




Mittlerweile ist es fast schon Abend und am Himmel ziehen Gewitterwolken auf. Es donnert schon. Wir wollen doch noch den Rasen mähen, weil es bis zum nächsten Wochenende zu lange hin ist. Mit vereinten Kräften und Geräten düsen wir mit Aufsitzmäher und Benzinrasenmäher durchs Gelände und schaffen alles pünktlich zu den ersten Regentropfen.

Heute ist Sonntag und ich widme mich meinen Gemüsepflänzchen. Nach dem intensiven Regen mache ich aber erst einmal einen Gartenrundgang und genieße die feuchte, milde Luft angereichert mit den unterschiedlichsten Gerüchen nach geschnittenem Gras, feuchter Erde, Weißdorn, Traubenkirsche und Flieder.


weißer und lila Flieder (c) by Joachim Wenk
Der Flieder blüht wieder


lila Flieder (c) by Joachim Wenk
Lila Flieder

Weißdorn (c) by Joachim Wenk
riesiger Weißdorn hinterm Haus


Meine Ramblerrose "Paul's Himalayan Musk" im Walnussbaum bereitet sich auf ihren dritten Sommer vor und hat erstmals viele Knospen angesetzt. Seit fast drei  Jahren warte ich ungeduldig auf die ersten Blüten. Dieses Jahr ist es endlich so weit!

Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
Paul's Himalayan Musk
Und meine Staudenbeet nimmt auch langsam wieder Form an.

Staudenbeet vor Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor Gemüsegarten


Und im Gemüsegarten wächst der als erstes gepflanzte (noch Baumarktware) Salat ruhig vor sich hin. Links daneben Puffbohnen und Erdbeeren, die fleißig blühen.

Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet


Ich habe diverse Topfplatten.  Sie unterscheiden sich im Durchmesser der einzelnen Töpfchen. Die Kleinsten sind ideal um zum Beispiel  Lauch und Salat oder Kohlrabi einzeln zu sähen. In die Größeren kommen heute die schön gewachsenen und noch nicht ausgepflanzten Pflänzchen. Die einzelnen Töpfchen haben unten fast keinen  Boden. Eher ein großes Loch. Das sieht erstmal ungewohnt aus, ist aber sehr praktisch. Die schön gewachsenen Pflänzchen kann man einzeln von unten mit dem Finger durch eben das große Loch leicht nach oben heraus aus dem Töpfchen drücken. Die Platten stehen in Bewässerungsschalen. Das sind flache Schalen mit Rillen am Boden und einem Vlies darin, bedeckt mit einer speziellen porösen Folie.  Darauf stehen die Topfplatten. Jetzt füllt man unten Wasser hinein. Durch das Vlies mit Folie gelangt es über das große Loch in die Erde der Töpfchen. In den Schalen ist ein Wasservorrat, der zwei bis drei Tage ausreicht. Sehr gut, wenn man nicht immer Zeit hat zu gießen. Und sehr praktisch, da man nicht jedes einzelne Töpfchen vorsichtig gießen muß.

Topfplatte in Bewässerungsschale mit Vlies (c) by Joachim Wenk
Topfplatte in Bewässerungsschale mit Vlies


Ich habe die zweite Ladung Kohlrabi und Salat gesät.
Salat und Kohlrabi gesät (c) by Joachim Wenk
Salat und Kohlrabi gesät

Tagetes, Levkojen und Zinien habe ich pikiert.

Tagetes, Levkojen und Zinnien pikiert (c) by Joachim Wenk
Tagetes, Levkojen und Zinnien pikiert

Und schöne Kohl- und Salatpflanzen habe ich umgepflanzt, da sie die nächsten Tage noch nicht ausgepflanzt werden können. Die liebe Zeit fehlt mal wieder.


Rotkohl, Weißkohl und Salat umgepflanzt (c) by Joachim Wenk
Rotkohl, Weißkohl und Salat umgepflanzt


Das wächst im neuen Gewächshaus einfach erstklassig. Und langsam sind alles Tische im Gewächshaus besiedelt. Da ich im Boden direkt noch nichts gepflanzt habe konnte ich dort auch Dünger ausstreuen und ein wenig Rasenschnitt als Mulch darüber streuen. Dann ist er vorbereitet, bis die Tomaten gepflanzt werden.

Pflanztische im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Pflanztische im Gewächshaus

Pflanztische im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Pflanztische im Gewächshaus

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