Dienstag, 29. April 2014

Hier kann man den Arbeitsalltag hinter sich lassen. Hier kann man sein.

Heute mache ich etwas früher Feierabend. Ich freue mich auf zuhause. Das Wetter ist eigentlich schön. Zwar bedeckt und nur etwa 15 Grad warm. Aber irgendwie mild. Der Regen vom Sonntag und die kühleren Temperaturen haben dem Garten und der Natur wahnsinnig gut getan. Wir haben ja auch noch immer April und in anderen Jahren würden wir Freundensprünge machen über so ein Wetter wie heute. Dieses Jahr sind wir fast schon verwöhnt mit Sonne und Wärme.

Daheim angekommen mache ich in aller Ruhe eine ausgedehnten Gartenrundgang.

Könnte man doch diese Jahreszeit irgendwie konservieren. Fotos sind eine sehr schöne Möglichkeit. Die Sinneseindrücke, die zu den optischen Eindrücken noch dazu kommen, sind so umwerfend.


Gundermann und Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk
Gundermann-Vergissmeinnicht-Arrangement vom Gärtner "Zufall"

Clematis alpina in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
jetzt ist sie aufgeblüht,
die Bergclematis
Clematis alpina in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
und hinter ihr kommt der
weiße Flieder


riesiger Weißdorn in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
Prachtexemplar eines Weißdorns (im Hintergrund sieht man das
Dach des Hüttenzaubers, immerhin auch über 2m hoch!)

riesiger Weißdorn in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
und jede einzelne Blüte duftet honigsüß und nicht enden wollend
und das summiert sich bei der Fülle an Blüten!

















Die Gerüche sind irgendwo zwischen betäubend und berauschend einzuordnen. So schwer und so beinahe klebrig süß riecht der Weißdorn zusammen mit dem gerade aufblühenden Flieder. Die leicht feuchte Luft und der fehlende Wind sorgen dafür, daß er durch den ganzen Garten wabern kann. Egal wo ich stehe oder gehe ich muß unentwegt tief einatmen und dabei die Augen schließen. Ich glaube so kann ich ihn am besten konservieren, den Moment. In meiner Erinnerung.

Und überall  hört man das Leben. Es summt und brummt in jedem Quadratzentimeter. Die Bienen und so viele andere Insektchen arbeiten auf Hochtouren. Sie nutzen den überreich gedeckten Blütentisch. Und das Gezwitschere, Geflirte und Gemackere der vielen Vögel in den Büschen und Bäumen und der Wiese. Der erschreckte Ruf der Amsel, die einmal wieder von mir erschrickt und aus ihrem Nest im Carport heraussticht, ab in den Apfelbaum im Gemüsegarten. Hier und da fauchen und zischen zwei konkurrierende Kater im Nachbarsgarten.


Wie ein Blitz zischen sie an mir vorbei, weiter in den anderen Nachbarsgarten.

Ich rupfe ein wenig Bekraut aus dem Gemüse, binde meine Ramblerrose am Walnußstamm fest. Die Erde ist feucht und riecht frisch. Die Blätter der Rose Marie Vieaud sind samtweich, auch ihre Stacheln sind eher flexibel und verletzen die Haut nicht. Anders die Zweige der Paul's Himalayan Musk. Ihre Stacheln oder Stachelchen sind irgendwie wie spitze Wiederhaken. Bis man ihre dünnen Zweige im Geäst des Walnußbaumes umdrappiert haken sie sich immer wieder an den Unterarmen fest. Als wollten sie einen festhalten und nicht mehr loslassen. Wie gerne würde ich mich festhalten lassen und diesen Traum an einem Stück Erde nicht mehr verlassen.

Ich setze mich auf mein Bänkchen im Gemüsegarten und blicke vor mich hin. Der Kopf wird frei, leer und gerät in ganz eigene Schwingungen. Hier kann man den Arbeitsalltag hinter sich lassen. Hier kann man sein. Einfach nur sein und genießen. Mehr braucht es nicht zu dieser Jahreszeit.

Sonntag, 27. April 2014

Alle Kartoffeln versteckt bevor der große Regen kam - jetzt kann alles nach Herzenslust wachsen

Und wieder geht ein wundervolles Wochenende zu Ende. Es war wirklich traumhaft schön, ich habe jede Minute genossen und das obwohl - nein WEIL - es seit vergangene Nacht sehr viel geregnet hat und auch heute den ganzen Tag immer wieder regnet.

Herrlich. Wir haben den Regen so dringend gebraucht. Ich bin gespannt, wie es draußen in den kommenden Tagen wächst. Es müsste alles wahrlich explodieren, jetzt wo das so ersehnte Wasser vorhanden ist.

Gestern habe ich in weiser Vorahnung noch alle Arbeiten im  Garten und Erdboden erledigt. Heute waren dann Säh- und Pikierarbeiten im Gewächshaus dran. Da war es egal, ob es draußen regnet.

Gestern haben wir angefangen mit dem  Projekt "Hüttenzauber" weiter zu machen. Die erste und auch komplizierteste Wand ist fertig gemauert.

Projekt Hüttenzauber schreitet voran (c) by Joachim Wenk
Projekt Hüttenzauber schreitet voran 


Projekt Hüttenzauber schreitet voran (c) by Joachim Wenk
erste  Wand ist fertig

Während an der Baustelle fleißigst gemauert und gerackert wurde konnte ich mich meinen Gartenarbeiten widmen. Ich habe festgestellt, daß meine vorgetriebenen Saatkartoffeln langsam in den Boden müssten. Sie haben schon einen dicken Wurzelfilz und die Triebe sind auch zum Teil schon recht hoch.

vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln

vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln 


Das Beet auf das sie kommen sollen muß aber noch vorbereitet werden. Nur wann mache ich es? Heute habe ich mir keine Aufgabenliste vorbereitet, da ich nicht wusste in wie weit ich auf der Baustelle gebraucht werde. An solchen Tagen frustriert so eine Liste meist nur, wenn man dann am Ende des Tages nichts oder kaum etwas davon umgesetzt hat, wenn man doch an anderer Stelle gebraucht wird.

Ich wurde nicht gebraucht und so machte ich mich ans Werk. Die Motorhacke steht  bereit und leistet mir wieder gute Dienste. Ein Gerät im Garten, daß ich nie mehr missen möchte. Was haben wir gemeinsam schon alles bewerkstelligt.

vorbereitetes Kartoffelbeet (c) by Joachim Wenk
vorbereitetes Kartoffelbeet


Ich arbeite auch gleich noch das Hornmehl, wie damals vom Bodenanalyseinstitut empfohlen ein. Die Erde ist wunderbar locker und trocken. Man macht sich bei den Erdarbeiten nicht einmal sonderlich dreckig. In aller Ruhe und bei schönstem Sonnenschein verschwindet eine Eierschale voller treibender Kartoffeln nach der anderen in der Erde.

Ich bin ganz stolz auf mich, daß ich wohl langsam den Dreh raus habe, wie viele Saatkartoffeln ich für meine Fläche benötige. Letztes Jahr habe ich einige im Kompost entsorgen müssen, weil am Ende des freien Platzes noch so viele Kartoffeln übrig waren.

Eine Sorte der am Montag gesteckten Kartoffeln kommt sogar schon aus der Erde.

(c) by Joachim Wenk
erste Kartoffeln kommen schon

Als alle Kartoffeln versteckt waren ging es ans Gemüse. Einige meiner ersten selbst gezogenen Pflanzen stehen  schon im Beet und heute kommen noch zwei Reihen dazu. Sie sind schon so schön gewachsen und müssen aus den Saatplatten raus.

selbst gezogene Gemüsesorten (c) by Joachim Wenk
selbst gezogene Gemüsesorten

selbst gezogene Gemüsesorten (c) by Joachim Wenk
selbst gezogene Gemüsesorten


Salat, Kohlrabi, Rotkohl, Melde und Blumenkohl werden gepflanzt. Ich mische sie auch in der Reihe. So kann etwa zwischen zwei Rotkohl Pflänzchen locker noch ein Salat stehen. Bis der Kohl so groß ist, daß er den Platz für sich benötigt, ist der Salat geerntet oder erntereif. Ich glaube, das sieht ach schön aus, wenn alles ein wenig gemischt ist.




Mittlerweile ist es fast schon Abend und am Himmel ziehen Gewitterwolken auf. Es donnert schon. Wir wollen doch noch den Rasen mähen, weil es bis zum nächsten Wochenende zu lange hin ist. Mit vereinten Kräften und Geräten düsen wir mit Aufsitzmäher und Benzinrasenmäher durchs Gelände und schaffen alles pünktlich zu den ersten Regentropfen.

Heute ist Sonntag und ich widme mich meinen Gemüsepflänzchen. Nach dem intensiven Regen mache ich aber erst einmal einen Gartenrundgang und genieße die feuchte, milde Luft angereichert mit den unterschiedlichsten Gerüchen nach geschnittenem Gras, feuchter Erde, Weißdorn, Traubenkirsche und Flieder.


weißer und lila Flieder (c) by Joachim Wenk
Der Flieder blüht wieder


lila Flieder (c) by Joachim Wenk
Lila Flieder

Weißdorn (c) by Joachim Wenk
riesiger Weißdorn hinterm Haus


Meine Ramblerrose "Paul's Himalayan Musk" im Walnussbaum bereitet sich auf ihren dritten Sommer vor und hat erstmals viele Knospen angesetzt. Seit fast drei  Jahren warte ich ungeduldig auf die ersten Blüten. Dieses Jahr ist es endlich so weit!

Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
Paul's Himalayan Musk
Und meine Staudenbeet nimmt auch langsam wieder Form an.

Staudenbeet vor Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor Gemüsegarten


Und im Gemüsegarten wächst der als erstes gepflanzte (noch Baumarktware) Salat ruhig vor sich hin. Links daneben Puffbohnen und Erdbeeren, die fleißig blühen.

Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet


Ich habe diverse Topfplatten.  Sie unterscheiden sich im Durchmesser der einzelnen Töpfchen. Die Kleinsten sind ideal um zum Beispiel  Lauch und Salat oder Kohlrabi einzeln zu sähen. In die Größeren kommen heute die schön gewachsenen und noch nicht ausgepflanzten Pflänzchen. Die einzelnen Töpfchen haben unten fast keinen  Boden. Eher ein großes Loch. Das sieht erstmal ungewohnt aus, ist aber sehr praktisch. Die schön gewachsenen Pflänzchen kann man einzeln von unten mit dem Finger durch eben das große Loch leicht nach oben heraus aus dem Töpfchen drücken. Die Platten stehen in Bewässerungsschalen. Das sind flache Schalen mit Rillen am Boden und einem Vlies darin, bedeckt mit einer speziellen porösen Folie.  Darauf stehen die Topfplatten. Jetzt füllt man unten Wasser hinein. Durch das Vlies mit Folie gelangt es über das große Loch in die Erde der Töpfchen. In den Schalen ist ein Wasservorrat, der zwei bis drei Tage ausreicht. Sehr gut, wenn man nicht immer Zeit hat zu gießen. Und sehr praktisch, da man nicht jedes einzelne Töpfchen vorsichtig gießen muß.

Topfplatte in Bewässerungsschale mit Vlies (c) by Joachim Wenk
Topfplatte in Bewässerungsschale mit Vlies


Ich habe die zweite Ladung Kohlrabi und Salat gesät.
Salat und Kohlrabi gesät (c) by Joachim Wenk
Salat und Kohlrabi gesät

Tagetes, Levkojen und Zinien habe ich pikiert.

Tagetes, Levkojen und Zinnien pikiert (c) by Joachim Wenk
Tagetes, Levkojen und Zinnien pikiert

Und schöne Kohl- und Salatpflanzen habe ich umgepflanzt, da sie die nächsten Tage noch nicht ausgepflanzt werden können. Die liebe Zeit fehlt mal wieder.


Rotkohl, Weißkohl und Salat umgepflanzt (c) by Joachim Wenk
Rotkohl, Weißkohl und Salat umgepflanzt


Das wächst im neuen Gewächshaus einfach erstklassig. Und langsam sind alles Tische im Gewächshaus besiedelt. Da ich im Boden direkt noch nichts gepflanzt habe konnte ich dort auch Dünger ausstreuen und ein wenig Rasenschnitt als Mulch darüber streuen. Dann ist er vorbereitet, bis die Tomaten gepflanzt werden.

Pflanztische im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Pflanztische im Gewächshaus

Pflanztische im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Pflanztische im Gewächshaus

Donnerstag, 24. April 2014

Manchmal kommt etwas dazwischen und wirft den ganzen Plan um. Und manchmal ist das trotzdem schön!

Ich bin ja schon ein Mensch, der seine Arbeit plant und dann zielgerichtet zu Werke geht. Ich habe erst kürzlich darüber berichtet, wie ich mich auf so einen Tag im Garten mit Aufgabenliste vorbereite. Das Schöne daran ist aber auch, daß man viel zustande bringt, vollendet und sich dann selbst auf die Schulter klopfen kann. 

Da die Tage im Garten von äußeren Umständen wie Arbeit und Wetter oder Feiertagen abhängen, ist es beinahe notwendig seine Tätigkeiten für den Tag vorzubereiten. 

Und dann kommt etwas dazwischen. Das gefällt mir immer überhaupt nicht. Der Plan muß geändert werden. Tätigkeiten, die vielleicht sogar schon dringend sind, werden noch einmal aufgeschoben. Mein Bauchgefühl nach so einem Tag ist immer irgendwie nicht so zufrieden und ausgeglichen, wie an Tagen mit vollständig abgehakter Liste. 

Heute kam einmal wieder etwas dazwischen. 

Aber auch solche Vorkommnisse gibt es, die dann doch wirklich erfreulich sind. 

Was also hat meinen Plan so durcheinander gewirbelt? Ich berichte euch gerne davon. 

Früh waren wir wegen einem anderen Termin schon bald aus dem Bett und so war der nutzbare Tag etwas länger. Für heute hatten wir uns vorgenommen in den Baumarkt zu fahren und  Material für den Weg im Gewächshaus zu besorgen. Und ich freute mich natürlich - wie könnte es anders sein - auf die Gartenabteilung. 

Nachdem das Material für den Weg zusammengestellt war, zog es mich unaufhaltsam in die Freifläche zu den Pflanzen. Ich fand drei oder vier Stauden, die sofort in den Einkaufswagen gelangten. Erde für die Aussaaten und für die Jungpflanzen musste noch ausgewählt werden. Ich wartete gerade auf meine Mann zwecks Hilfe mit den großen Erdsäcken, als er mit einer Idee schon auf dem Weg zu mir war. 

In der Gartenabteilung gab es alle möglichen Obstbäume als Säulenbäume. Nun ich hatte im Mutters Garten damals einen solchen gepflanzt. Das ist über 20 Jahre her. Wir hatten sehr gute Erfahrung damit gemacht. Er wuchs wirklich auch ohne Schnitt als schmale etwa schulterbreite Säule nach oben. Er hat sehr reichlich getragen und hatte gutes Obst. 

Der Vorschlag war nun, daß wir ein paar solche Säulen mit Heim nehmen und entlang des Zaunes pflanzen. Dann hätten wir wenigstens ein wenig Obst zum Naschen im Garten. Ansonsten haben wir keinen Obstbaum. Da ich diese Idee auch schon ein paar Mal hegte, war ich natürlich sofort dabei. 

Rasch wurde ein zweiter Wagen geholt, die Bäume ausgesucht  und dann mit Scheuklappen, damit nicht noch ein dritter  Wagen voll wird, Richtung Kasse marschiert. 

Mit vier Säulenobstbäumen fuhren wir nach Hause. 

Obstbäume pflanzen stand natürlich überhaupt nicht in meinem Aufgabenplan und ließ sich auch nicht einfach so, ohne dass etwas anderes gestrichen werden musste, in die Liste aufnehmen. Da hieß es flexibel bleiben. Dann pflanze ich eben heute Obstbäume. Auch eine sehr schöne Tätigkeit. 

Mit Richtschnur, Zollstock, Spaten, Schubkarren, Dünger und ebenfalls gekauftem Rindenhumus (ich habe gerade überhaupt keinen hierfür verwendbaren Kompost zur Verfügung) bepackt, machte ich mich an die Arbeit. 

Hier sollen sie also einmal stehen.



Säulenobstwiese (c) by Joachim Wenk
künftige Säulenobstwiese

Säulenobstwiese (c) by Joachim Wenk
künftige Säulenobstwiese

Mit der Schnur habe ich dafür gesorgt, daß sie in einer Linie stehen und mit den Stückeln habe ich die jeweiligen  Standpunkte markiert.

Jetzt wird jeweils in Loch ausgehoben. Die Erde ist bis unten sehr krümelig, da sehr trocken. Viel zu trocken. Ich habe gleich einmal das Loch gewässert.

Pflanzloch für Obstbaum (c) by Joachim Wenk
Pflanzloch für Obstbaum

Als nächstes mische ich etwas Aushub mit organischem Dünger und dem Rindenhumus aus dem Sack. Damit wird das Loch schließlich wieder aufgefüllt. Ich habe es tiefer als nötig ausgehoben, damit unten auch gleich von der Mischung noch etwas ins Loch passt. 

Erde-Dünger-Mischung für Pflanzloch (c) by Joachim Wenk
Erde-Dünger-Mischung für Pflanzloch

Der Baum steht jetzt in seinem Loch. Ich richte ihn noch an der Schnur und dem Positions-Stückel aus. Jetzt wird der Befestigungspfosten in den Boden geschlagen.  Daran binde ich den Baum fest, daß er auch wirklich senkrecht steht. Erst dann fülle ich von der Erde-Dünger-Mischung etwas ein.  Das drücke ich fest und wässere. Schließlich fülle ich das Loch restlich mit der Mischung auf.
Baum beim Pflanzen ausrichten (c) by Joachim Wenk
Baum ausrichten

Am Ende modelliere ich noch mit der ausgehobenen Erde einen Wall um jeden Baum. Unser Grundstück liegt am Hang und ohne den Wall würde mir das Gießwasser davonlaufen und der Baum hätte nichts davon. Ich habe noch ein paar mal gründlich gewässert, wegen der wirklich großen Trockenheit. 


fertig gepflanzter Obstbaum (c) by Joachim Wenk
fertig gepflanzter Obstbaum

Mein Werk ist vollendet und unsere Obstwiese gefällt uns sehr gut. Wir haben übrigens einen Apfel, eine Birne, eine Süßkirsche und eine Zwetschge gepflanzt. 

Jetzt könnte ich dann zu den eigentlich geplanten Tätigkeiten übergehen. Da aber das Pflanzen von vier Obstbäumen ja auch seine Zeit in Anspruch nimmt, wir uns über den Besuch meiner Eltern freuten, die zum Kaffee und Sonne-genießen kamen und es somit mittlerweile schon früher Abend ist, verschiebe ich hier das meiste auf das Wochenende. 

Eine geplante Tätigkeit für heute ist aber beinahe zeitgleich mit der Obstwiese fertig geworden!

Wir haben uns die Arbeiten geteilt und während ich Bäume in der Erde versenkte, machte das  mein Mann mit den Wegplatten im Gewächshaus. Und das Ergebnis ist atemberaubend toll geworden.

Hier: seht selbst!

Weg im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Weg im Gewächshaus
 Zuerst wurden die Platten auf die Erde gelegt und dabei haben wir festgestellt, daß wir vorne beim Eingang mit der Doppeltür einmal zwei nebeneinander legen müssen. Sonst tritt man bei nur einer geöffneten Türhälfte immer in die Beete statt auf die Platten.

Dann hat er die seitlichen Rabatten mit der Flex zurechtgeschnitten und in die Erde eingelassen. Gestützt wurden sie dabei von den  Wegplatten.

Die Rabatten, welche das Fundament des Hauses bilden, waren deutlich dicker und größer. Die haben wir unten mit Beton stabilisiert. Hier beim Weg glauben wir, daß es ausreicht, wenn sie einfach nur in die Erde gegraben werden.

Als die Umrahmung mit den Rabatten fertig war, hat er mit einem Plattenheber die Platten wieder entnommen. Es blieb ein Rahmen aus Rabatten stehen. Hier hat er etwas Erde entnommen und dafür Sand eingefüllt. Darauf liegen nun die Wegplatten.

Herrlich, jetzt kann ich dann mit der Bodenbearbeitung und vielleicht bald mit dem Pflanzen beginnen.

Tomaten und Paprika kommen hier hinein. Und Schlangengurken. Die sollen zwar nicht mit Tomaten in ein Haus, aber ich mache es schon immer und habe dennoch Gurken geerntet. Die Gurken waren dann zwar bald im Sommer mit Mehltau besiedelt, aber die geernteten Gurken waren lecker.

Der Grund für die eigentlich notwendige Trennung von Gurken und Tomaten ist folgender:

Tomaten lieben Wärme und trockene Luft. So bekommen sie keine Braunfäule.

Gurken lieben auch Wärme und feuchte Luft. Sonst bekommen sie Mehltau.

Als Hobbygärtner muß man da eben Abstriche machen. Oder zwei Häuser aufstellen.....

Aber das werden wohl die Wenigsten tun (können). Ich übrigens auch nicht!

Weg im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Weg im Gewächshaus

Weg im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Weg im Gewächshaus

Montag, 21. April 2014

Frühlingspracht fürs Auge und im Gemüsegarten wird gepflanzt für den Gaumen

Das sehr späte aber sehr schöne Osterfest 2014 liegt nun hinter uns. Nur der Karfreitag hatte echt schauriges Aprilwetter mit sogar Hagelschauer. Das Wetter verleitete zum drinnen bleiben und nichts tun. Samstag haben wir meinem Bruder beim Umzug ins neue Haus geholfen. Wenn da erst einmal alles an Ort und Stelle ist und die letzten Bauarbeiten abgeschlossen sind, kann er sich auch um seinen Garten kümmern. Wie schon lange gewünscht, hat er  nun auch einen großen Garten direkt beim Haus. Noch ist es seit Jahren brach liegende Wildnis. Aber der wird sicher sehr schön und ich bin schon gespannt, wie er ihn anlegt.

Gestern und heute war das Wetter wieder gewohnt schön und ich habe ein wenig im Garten gekrautert. Nichts weltbewegendes, einfach nur hier und da gebuddelt und geschaut und das Wetter und die Tage und den Garten genossen.

Und wer würde das nicht, bei dieser Frühlingspracht:

Clematis alpina (c) by Joachim Wenk
Clematis alpina blüht
 Der kleine Storchschnabel wächst an und in der Treppe zum Haus hinauf. Der steht da sicher schon seit Jahren oder Jahrzehnten. Dort wird nie gegossen oder gedüngt. Er zwingt sich durch einen Kriechwacholder und steht unter der  Korkenzieherhasel. Wenn ich da etwas hinpflanzen würde, bin ich mir sicher, daß nichts gedeihen würde. Er tut es und erfreut uns mit seinen Blüten. Solche Ecken sind ein Vorteil von "eingewachsenen" Gärten, die seit vielen Jahren bestehen.
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
irgendein Storchschnabel
Die Tulpen sind dieses Jahr wirklich ein Pracht. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihnen.
Tulpenblüte (c) by Joachim Wenk
Tulpenblüte
 Und in der Blumenwiese gesellt sich mittlerweile zu meinen lila Tulpen blau blühendes "Unkraut". Romantischer hätte man es garnicht bewusst pflanzen können.

ila Tulpen in Wiese mit blauem "Unkraut" (c) by Joachim Wenk
lila Tulpen in Wiese mit blauem "Unkraut"

In den Stauden-Streifen am Haus habe ich ein paar vorgezogenen Pflänzchen gesetzt.

Bertram, eigentlich ein Hildegard-Gewürz, das aber auch sehr schöne weiße Blüten hat. Wie wilde Kamille. Der passt bestens zu den anderen Stauden dort.

deutscher Bertram (c) by Joachim Wenk
deutscher Bertram 
Und zur Banane habe ich Baumspinat gesät. Der ist schon so groß, daß es eng wird in der Saatschale. Und er hat dieses irre Pink was mir so gefallen hat am Neuastrieb. Der soll bis zum Herbst noch über zwei Meter hoch werden!
Baumspinat magenta spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat magenta spreen

Auch im Gemüsegarten tut sich etwas. Allerdings recht langsam, da einfach das Wasser fehlt. Ich habe heute einmal ausgiebig gegossen. Sogar mit dem Rasensprenger, damit ich nicht so lange mit dem Schlauch im Garten stehen muß und mit der weiteren Arbeit voran komme.

Verschieden Gemüse keimen in den Saatschalen im neuen Gewächshaus

keimendes Gemüse (c) by Joachim Wenk
keimendes Gemüse

Anderes Gemüse ist schon weiter. Salat und Kohlrabi beginnen schon mit dem Wachstum


Salat und Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
Salat und Kohlrabi
 Und andere sind bereit zum Auspflanzen. Hier der gerade erwähnte Baumspinat, Bertram und gelbe Melde.
Baumspinat, gelbe Melde und deutscher Bertram (c) by Joachim Wenk
Baumspinat, gelbe Melde und deutscher Bertram
Ein paar Melden, Kohlrabi und Salat habe ich heute ins Freiland gesetzt.

Kohlrabi und Melde frisch gepflanzt  (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi und Melde frisch gepflanzt und gegossen

Salat Till aus eigener Anzucht (c) by Joachim Wenk
Salat Till aus eigener Anzucht
Die Tomaten sind auch vom Wohnzimmerfenster in das Palmenhaus umgezogen. In Töpfe habe ich sie dabei auch gleich gesetzt.

junge Tomatenpflänzchen (c) by Joachim Wenk
Meine Tomaten für die Saison 2014

junge Tomatenpflänzchen (c) by Joachim Wenk
Meine Tomaten für die Saison 2014


Und schließlich habe ich heute ein paar meiner vorgetriebenen Kartoffeln gesetzt.

Zuerst wird mit einer Schnur die Reihe abgesteckt. Dann gehe ich noch einmal mit der Grabegabel der Schnur entlang und ziehe schließlich mit dem Handpflug eine Rille. Ich probiere dieses Jahr das erste Mal diese Methode. Sonst habe ich immer Hügel angelegt und dann in die Hügel die Kartoffeln. Die Hügel habe ich  immer wieder mit dem Rechen hochgezogen, da die Erde herunter rutscht. Wenn die Kartoffeln größer waren ging es nicht mehr, da ich nicht mehr in die Reihen kam um die Hügel zu pflegen. Die Erde ist durch Regen und sonstige Einflüsse aber doch immer wieder herunter gerutscht, was den Effekt hatte, daß Kartoffeln nicht mit Erde bedeckt waren und grün würden. Die Knollen hatten einfach nicht genug Platz in meinen händisch angelegten Hügeln. Die Landwirte machen es mit der Maschine, da sind die Hügel bestimmt dreimal so groß wie meine. Bei Trockenheit hatten die Kartoffeln nicht genug Wasser in den Hügeln.

Dieses Jahr ziehe ich eben im gelockerten Boden die Rille, lege die vorgetriebenen Kartoffeln hinein  und schließe die Rille. Wenn sie nun wachsen werde ich sie mit dem Rechen ein paar Mal anhäufeln. Dabei entstehen wieder Hügel, aber die Knollen können sich schon unten im Boden gut ausbreiten. Dort haben sie Platz sich zu entwickeln, schauen nicht ans Tageslicht. Und zusätzlich können die Pflanzen, da ich sie, wenn gewachsen ja immer wieder anhäufele aus den dann mit Erde bedeckten Trieben wieder Wurzeln bilden und an denen können wieder Kartoffeln wachsen. Ich bin gespannt wie das in der Realität aussieht. Diese Anleitung habe ich hier bei mein schöner Garten bei google gelesen und fand das probierenswert.


vorgetriebene Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffeln


Schnur und Grabegabel, wichtige Gärtnerwerkzeuge (c) by Joachim Wenk
Schnur und Grabegabel

Rille mit Handpflug gezogen (c) by Joachim Wenk
Rille mit Handpflug gezogen


Kartoffeln in die Rille legen (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln in die Rille legen

Kartoffelbeet (c) by Joachim Wenk
Rille schließen
Heute habe ich die Kartoffelsorten Orla, Belle de Fontenay, Galactica und Mayan Gold gesteckt. Das sind vor allem frühe Kartoffeln. Die Lagerkartoffeln setze ich später, da muß ich erst den Gründünger mit der Motorhacke unterarbeiten. Die haben auch noch ein wenig Zeit. Ich esse noch immer meine eigenen Kartoffeln vom letzten Herbst. Das freut mich richtig.