Montag, 31. März 2014

Sonnen-Wochenende mit Aufgabenliste und spontanen Aufgaben.

Wenn ich frei habe und im Garten arbeiten werde, setze ich mich immer, vielleicht am Abend davor, hin und schreibe mir auf, was ich alles tun möchte. Ich schaue im Mondkalender nach, was an dem Tag günstig wäre. Dann gehe ich meine tatsächlich sehr lange Liste durch, in der alles Gemüse und Blumen, welches ich sähen werde, aufgelistet ist. Wann wird gesät, wo (Zimmer, Freiland, Gewächshaus) und wann gepflanzt oder geerntet. Hier sehe ich nach - je nachdem ob zum Beispiel Blatt- oder Wurzeltag ist - was ich gerade sähen könnte. Das hilft schon einmal bei der Entscheidung, welche Beschäftigung ich aus der Vielzahl der anstehenden Arbeiten also tatsächlich an dem Tag angehen werde. Dann sammle ich noch sonstige Tätigkeiten wie Kompost umschlichten, Unkraut rupfen, Gießen und vieles mehr.

Das alles schreibe ich auf einen Block und zusammen mit den benötigten Sämereien mache ich mich auf in den Garten. Diese Liste finde ich sehr hilfreich. Die arbeite ich wirklich ab, je nachdem wieviel Zeit gerade ist. Es ist kurz vor dem Mittag, da fange ich keine große Arbeit mehr an. Etwas muß wirklich heute noch erledigt werden (siehe Kübelpflanzen weiter unten im Blog) dann starte ich damit. Und wenn ich eine Arbeit erledigt habe streiche ich sie bewusst und stolz auf mich durch. Es ist ein schönes Gefühl, wenn am Ende des Tages viele oder manchmal alle Aufgaben erledigt sind. Man verzettelt sich nicht bei der Arbeit, sondern kann zielgerichtet seinem Hobby nachgehen. Früher habe ich das und jenes im Garten gesehen und alles angefangen und am Ende des  Tages war ich frustriert, weil ich "nichts" geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Und tatsächlich ging nicht so viel voran, wie jetzt mit meiner Liste. Und wenn mir bei der Arbeit Dinge einfallen, die auch noch gemacht werden müssen, schreibe ich sie erstmal auf die Liste dazu. Alles was nicht erledigt ist, bleibt für den nächsten  freien  Tag stehen. Diese Vorgehensweise ist sehr zu empfehlen.

Und doch kommt es manchmal anders als geplant. Da heißt es flexibel sein. Am Wochenende war es einmal wieder so weit, daß Flexibilität  gefordert war. Aber dank  meine Liste war dann Sonntag Abend vieles erledigt und ich war zufrieden. Aber der Reihe nach:

Ich beginne einmal in der Nacht, so gegen 0 Uhr. Da habe selbst ich natürlich nicht ! im Garten gearbeitet. Aber vor dem zu Bett gehen, lasse ich den Hund immer noch einmal hinaus. Es ist doch fantastisch wie fein deren Sinne ausgeprägt sind. Ich mache die Haustür auf und er geht hinaus. Sofort verändert sich seine Haltung, die Stellung der Augen und er ist hellwach. Bis ich schaue, ist er schon ums Hauseck. Das waren Sekunden. Neugierig bin ich hinterher. Meist jagt er dann einer Katze hinterher. Diesmal wedelte er etwas an, was das Beschnuppern und  Wedeln aber nicht so toll fand. Ja er ist wieder oder noch da. Selten sehe ich ihn. Und wenn, dann immer nur, weil mein Hund mich auf ihn aufmerksam macht. Unser Igel.

Igel im Garten (C) by Joachim Wenk
unser Igel im Garten


Am Morgen danach weckt mich die Frühlingssonne. Bei Sonnenschein hält mich nichts mehr im Bett und auf das Frühstück freue ich mich auch immer.

Danach gehe ich mit dem Hund Gassi bei unseren Weihern und finde endlich, wo der große Weiher Wasser verliert. Seit zwei Wochen bereits beobachte ich, dass der Wasserspiegel fällt. Aber wo fließt es hin? Das ist nicht immer leicht herauszufinden. Heute bemerke ich mehr oder weniger zufällig eine Stelle im Damm an der das Wasser so arg hinaus fließt, dass es sogar plätschert.

Allerhöchste Zeit etwas zu unternehmen! Aber was?

Wir können doch nicht den Damm aufgraben und schon gar nicht mit dem Spaten. Wenn wir nichts machen spült aber das fließende Wasser ein immer größeres Loch hinein, bis es einen richtig großen Schaden gibt.

Das sind diese Ereignisse, bei denen ich meine schöne Aufgabenliste erstmal beiseite legen muß. Das hier hat Vorrang. Wir haben uns dann einen Boden-Rüttler ausgeliehen und sind so lange mit ihm oben am Damm hin und her gerobbt  bis der Boden etwa 20 cm eingedrückt war und das Wasser aufhörte zu fließen. Es hat geklappt. Erstmal ist Ruhe mit Wasserverlust. Hoffentlich hält das so. Jetzt musste ich nur noch am Bach mit zur Zeit nicht gerade viel Wasser, unseren Zulauf, ein Plastikrohr etwas tiefer setzten, daß überhaupt Wasser ins Rohr fließt. Jetzt fließt ganz wenig aber beständig erst einmal wieder Wasser in den Weiher.

Nachmittag half dann ein Bekannter mit dem Schlepper und Frontschaufel zwei vorhandene Erdhaufen etwas zu verteilen und unser eingedrücktes Gebiet  aufzufüllen, daß der Damm wieder eben ist. Eigentlich wollten wir in der Zeit den Graben für das Gewächshausfundament soweit fertig machen, daß er überall gleich tief ist und alles "in der Waage" ist. Das verschieben wir auf Mittwoch.

Bach neben Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Bach neben dem Weiher

Damm am Weiher (c) by Joachim Wenk
jetzt verdichtete Stelle im Damm, aufgefüllt mir Erde
Wenigstens die groben Grabearbeiten an meinem Gewächshausfundament konnte ich am Wochenende noch abschließen. Dann bekamen wir lieben Besuch zum Kaffee und saßen gemeinsam in der noch warmen Abendsonne. Die Arbeit läuft ja nicht davon und wenn doch, hab ich sie ja wenigstens notiert in meiner Liste. Die kommt nicht weit......

Am Sonntag habe ich dringend das Gesäte gießen müssen so warm ist es. Und - eine Aufgabe die dringend war - die Bewässerung für die Kübelpflanzen haben wir wieder eingerichtet. Laut Wetterbericht bleibt das Wetter zumindest diese  Woche auch noch nachts frostfrei und Tags sehr sehr warm. Damit die großen Kübelpflanzen, die seit Anfang März im Freien  stehen ausreichend Wasser bekommen, wenn ich tags nicht daheim bin zum Gießen, haben wir sie gleich an Ort und Stelle auf die Terrasse gestellt und verkabelt. So früh habe ich diese Arbeit noch nie gemacht glaube ich. Die Tropfbewässerung mit Bewässerungscomputer funktioniert einfach gut. Seit Jahrzehnten nutze ich das System, manche Tropfer sind noch von den Anfängen meiner Bewässerung der Töpfe im  Hinterhof. Was täte ich ohne diese Bewässerung. Und wenn kein Wasseranschluß da ist, funktioniert es mit einer kleinen Tauchpumpe im Regenfass. Das hatte ich seinerzeit in der Dachwohnung am Balkon. Also wenn alles was man sich so, auch für den Garten kauft derart gute Qualität wäre und zuverlässig arbeiten würde auch über  Jahre oder Jahrzehnte, fände ich das wirklich gut.

Und nur mal so nebenbei. Schaut euch doch mal den Himmel an. Nicht eine Wolke und das den ganzen Tag!

erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische (c) by Joachim Wenk
erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische


Ansonsten habe ich noch den einen oder anderen Krimskrams von meiner Liste erledigt. Und so klingt dann wieder einmal ein unwahrscheinlich sonniges und schönes Wochenende aus. Die Uhr ist auf Sommerzeit gestellt und es ist abends länger hell. Eine schöne Zeit mit den langen hellen Abenden. Nach getaner Arbeit mache ich immer noch einen Rundgang durch den Garten um mich an allem zu erfreuen. Heute habe ich euch von diesem Rundgang das Primel hier mitgebracht. Ausgepflanzt letztes oder vorletztes Jahr hat es sich hier eingenistet und freut sich ganz offensichtlich auch über das schöne Wetter.

Primel im Garten (C) by Joachim Wenk
Primel im Garten

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