Donnerstag, 27. März 2014

Dreizehn Steine zu je 100 Kilogramm - ich hoffe das genügt als Fundament.

Über die Leserjurysitzung und den schönen Schloß- und Landschaftspark habe ich  ausführlich berichtet. Jetzt juckt es mich aber arg, auch wieder von meinem, im Vergleich kleinen und bescheidenen,  Landgarten zu berichten.

Hochmotiviert nach so viel Gartenliteratur muß ich einfach selbst auch wieder praktisch aktiv werden.

Leider war gestern das Wetter zwar sonnig, aber dieser eisige Wind hat mich eher gelähmt, als angespornt. Dennoch war der Geist williger als das Fleisch schwach war. Ich habe einiges geschafft.

Fotos habe ich gemacht, das war eine leichte Aufgabe. Hier ist unserezwei Jahre alte Blumenwiese vor dem Haus. In den  Gesprächen bei der  Gartenbuchpreisverleihung habe ich von Fachleuten erfahren, daß die Narzissen es feucht brauchen (bingo, die Wiese ist im Sommer steintrocken), dass eher lehmiger als  sandiger Boden gut wäre (na wenigstens das haben die Narzissen dort) und, was wohl ganz enorm wichtig ist, sie brauchen einen gut gedüngten Boden. Das ist natürlich auch wieder so überhaupt nicht der Fall. Den Rasen hat schon lange niemand mehr gedüngt. Ich fragte sofort, wann ich düngen soll und da es jetzt gut wäre, mit was. Kompost, organischer Dünger oder Blaukorn. Kompost habe ich gerade nicht und der würde jetzt ausgestreut auch optisch nicht dazu passen. Organischen Dünger müsste ich erst bestellen und das Blaukorn hat unser Gemischtwarenladen im Dorf. Da es auch gerade regnet, habe ich mich entschlossen, das erste mal in meinem Leben so einen Kunstdünger zu kaufen. Was soll es , ich brauche eine schnelle Lösung und der ist jetzt schnell verfügbar. Das brauchen sie weil sonst nichts im Boden ist.  Wenn sie nicht gedüngt werden, verschwinden sie und nach all der Mühe die letzten beiden Herbste, sie zu stecken, will ich das nicht. Also habe ich jetzt einmal mit Blaukorn gedüngt und werde vielleicht im Sommer oder Herbst noch gesiebten Kompost ausbringen und mich nach einem geeigneten organischen Dünger umsehen.

Narzissenwiese vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese vor dem Haus

Im Dennenloher  Schloßpark steht, wie beschrieben, auch eine winterharte Zitrone. Darum habe ich gleich auch ein Foto von meiner, nach ihrem ersten Winter im Freien, gemacht. Ich bewundere ja immer wieder diese übermächtigen Dornen. Der Baum in Dennenlohe hatte noch viel stärkere und größere Dornen. 

winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk
winterharte Zitrone
Heute kam auch wieder ein Paket von Rühlemanns. Ewiger Kohl, Wermut, Meerrettich  und Oregano. Ich weiß ja schon lange, wo die stehen sollen. Alles ist vorbereitet. Der Kohl hat schon Kompost und Dünger im Boden eingearbeitet, die auf ihn warten. Jetzt kann es losgehen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihn. Weil es nachts auch wieder recht kalt werden soll, habe ich alles sicherheitshalber noch mit Vlies abgedeckt. 

Meine Tomaten habe ich endlich gesät und die ganz frühen Kartoffeln zum Vorkeimen in Eierkartons gestellt. 

Bitte schön, darf ich vorstellen von Links nach Rechts: Orla, Belle de Fontenay und Mayan Gold. Die Orla hatte ich vergangenes Jahr bereits. Sehr gesund, keine Fäule, kein Schorf, sehr guter Ertrag und guter Geschmack. Daher habe ich sie gleich wieder genommen. Die anderen sind wohl eher Feinschmeckerkartoffeln, sie sollen einen sehr guten Geschmack haben. Daher probiere ich dieses Jahr neue Sorten zu meinen bewährten. Als Kartoffelfan bin ich schon sehr gespannt, wie sie schmecken werden. 

Orla, Belle de Fontenay und Mayan Gold


Und das hier sind meine ganz kleinen.  Links der Baumspinat, in der Mitte gelbe Melde und rechts außen Bertram. Die wären jetzt super schön in meinem ungeheizten Gewächshaus, aber das steht ja noch nicht.

Baumspinat, gelbe Melde und Bertram (c) by Joachim Wenk
Baumspinat, gelbe Melde und Bertram


Das erinnert mich an etwas. Ich sollte wohl langsam einmal beginnen den Graben für das Fundament auszuheben. Lust habe ich ja gerade bei dem kalten Wetter so garnicht. Aber kommende Woche wird Beton geliefert damit es mit dem Hüttenzauber weiter geht und da könnte man schon gleich auch mit dem Fundament beginnen, wenn etwas übrig bleibt. Wegschütten tun wir da ja nichts. Dazu aber wieder ist besagter Graben notwendig. Also mache ich mich an die Arbeit. 

In der Zwischenzeit werden die Baumaterialien für den Hüttenzauberbau angeliefert. Und die Betonrabatten für das Fundament. Der Fahrer des riesigen Baumaterialien-LKWs weiß, daß eine solche Rabatte fast 100kg auf die Waage bringt. 13 hat er für mich dabei. Da kommt Freude auf. Und die Paletten mit Steinen. Wie gut, daß man den Lieferanten im Dorf beinahe als Nachbar hat. Somit mußte der LKW mit Kran nur vor dem Zaun abladen und der Rest wurde uns dann mit dem Gabelstpler beinahe an Ort und Stelle gebracht. Dem Rasen hat es an manchen  Stellen nicht gefallen, aber wie hätten wir das alles den Berg hinauf bringen sollen? Jeden Stein einzeln? Da wären wir aber ein paar Tage beschäftigt. 

Baumaterial für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Baumaterial für den Hüttenzauber

Baumaterial für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Baumaterial für den Hüttenzauber

Gewächshausfundament (c) by Joachim Wenk
künftiges Gewächshausfundament

Es hilft alles nichts der Graben fürs Fundament muss einfach her. Drei Seiten habe ich geschafft. Die vierte Seite ist am Samstag dran. für heute reicht es mir. Alle Glieder schmerzen, die  Sonne ist weg und es noch viel kälter, ich friere und schwitze gleichzeitig. Das ist ein sicheres Zeichen für heute Feierabend zu machen.

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus 

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus
So, ich brauche jetzt erst einmal eine ausgiebige und sehr warme Dusche, um mich wieder zum Leben zu erwecken. Am Samstag geht es weiter. Da muß wieder etwas gesät und vielleicht gepflanzt werden, bevor es an dieser Baustelle weiter geht. 



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