Montag, 31. März 2014

Sonnen-Wochenende mit Aufgabenliste und spontanen Aufgaben.

Wenn ich frei habe und im Garten arbeiten werde, setze ich mich immer, vielleicht am Abend davor, hin und schreibe mir auf, was ich alles tun möchte. Ich schaue im Mondkalender nach, was an dem Tag günstig wäre. Dann gehe ich meine tatsächlich sehr lange Liste durch, in der alles Gemüse und Blumen, welches ich sähen werde, aufgelistet ist. Wann wird gesät, wo (Zimmer, Freiland, Gewächshaus) und wann gepflanzt oder geerntet. Hier sehe ich nach - je nachdem ob zum Beispiel Blatt- oder Wurzeltag ist - was ich gerade sähen könnte. Das hilft schon einmal bei der Entscheidung, welche Beschäftigung ich aus der Vielzahl der anstehenden Arbeiten also tatsächlich an dem Tag angehen werde. Dann sammle ich noch sonstige Tätigkeiten wie Kompost umschlichten, Unkraut rupfen, Gießen und vieles mehr.

Das alles schreibe ich auf einen Block und zusammen mit den benötigten Sämereien mache ich mich auf in den Garten. Diese Liste finde ich sehr hilfreich. Die arbeite ich wirklich ab, je nachdem wieviel Zeit gerade ist. Es ist kurz vor dem Mittag, da fange ich keine große Arbeit mehr an. Etwas muß wirklich heute noch erledigt werden (siehe Kübelpflanzen weiter unten im Blog) dann starte ich damit. Und wenn ich eine Arbeit erledigt habe streiche ich sie bewusst und stolz auf mich durch. Es ist ein schönes Gefühl, wenn am Ende des Tages viele oder manchmal alle Aufgaben erledigt sind. Man verzettelt sich nicht bei der Arbeit, sondern kann zielgerichtet seinem Hobby nachgehen. Früher habe ich das und jenes im Garten gesehen und alles angefangen und am Ende des  Tages war ich frustriert, weil ich "nichts" geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Und tatsächlich ging nicht so viel voran, wie jetzt mit meiner Liste. Und wenn mir bei der Arbeit Dinge einfallen, die auch noch gemacht werden müssen, schreibe ich sie erstmal auf die Liste dazu. Alles was nicht erledigt ist, bleibt für den nächsten  freien  Tag stehen. Diese Vorgehensweise ist sehr zu empfehlen.

Und doch kommt es manchmal anders als geplant. Da heißt es flexibel sein. Am Wochenende war es einmal wieder so weit, daß Flexibilität  gefordert war. Aber dank  meine Liste war dann Sonntag Abend vieles erledigt und ich war zufrieden. Aber der Reihe nach:

Ich beginne einmal in der Nacht, so gegen 0 Uhr. Da habe selbst ich natürlich nicht ! im Garten gearbeitet. Aber vor dem zu Bett gehen, lasse ich den Hund immer noch einmal hinaus. Es ist doch fantastisch wie fein deren Sinne ausgeprägt sind. Ich mache die Haustür auf und er geht hinaus. Sofort verändert sich seine Haltung, die Stellung der Augen und er ist hellwach. Bis ich schaue, ist er schon ums Hauseck. Das waren Sekunden. Neugierig bin ich hinterher. Meist jagt er dann einer Katze hinterher. Diesmal wedelte er etwas an, was das Beschnuppern und  Wedeln aber nicht so toll fand. Ja er ist wieder oder noch da. Selten sehe ich ihn. Und wenn, dann immer nur, weil mein Hund mich auf ihn aufmerksam macht. Unser Igel.

Igel im Garten (C) by Joachim Wenk
unser Igel im Garten


Am Morgen danach weckt mich die Frühlingssonne. Bei Sonnenschein hält mich nichts mehr im Bett und auf das Frühstück freue ich mich auch immer.

Danach gehe ich mit dem Hund Gassi bei unseren Weihern und finde endlich, wo der große Weiher Wasser verliert. Seit zwei Wochen bereits beobachte ich, dass der Wasserspiegel fällt. Aber wo fließt es hin? Das ist nicht immer leicht herauszufinden. Heute bemerke ich mehr oder weniger zufällig eine Stelle im Damm an der das Wasser so arg hinaus fließt, dass es sogar plätschert.

Allerhöchste Zeit etwas zu unternehmen! Aber was?

Wir können doch nicht den Damm aufgraben und schon gar nicht mit dem Spaten. Wenn wir nichts machen spült aber das fließende Wasser ein immer größeres Loch hinein, bis es einen richtig großen Schaden gibt.

Das sind diese Ereignisse, bei denen ich meine schöne Aufgabenliste erstmal beiseite legen muß. Das hier hat Vorrang. Wir haben uns dann einen Boden-Rüttler ausgeliehen und sind so lange mit ihm oben am Damm hin und her gerobbt  bis der Boden etwa 20 cm eingedrückt war und das Wasser aufhörte zu fließen. Es hat geklappt. Erstmal ist Ruhe mit Wasserverlust. Hoffentlich hält das so. Jetzt musste ich nur noch am Bach mit zur Zeit nicht gerade viel Wasser, unseren Zulauf, ein Plastikrohr etwas tiefer setzten, daß überhaupt Wasser ins Rohr fließt. Jetzt fließt ganz wenig aber beständig erst einmal wieder Wasser in den Weiher.

Nachmittag half dann ein Bekannter mit dem Schlepper und Frontschaufel zwei vorhandene Erdhaufen etwas zu verteilen und unser eingedrücktes Gebiet  aufzufüllen, daß der Damm wieder eben ist. Eigentlich wollten wir in der Zeit den Graben für das Gewächshausfundament soweit fertig machen, daß er überall gleich tief ist und alles "in der Waage" ist. Das verschieben wir auf Mittwoch.

Bach neben Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Bach neben dem Weiher

Damm am Weiher (c) by Joachim Wenk
jetzt verdichtete Stelle im Damm, aufgefüllt mir Erde
Wenigstens die groben Grabearbeiten an meinem Gewächshausfundament konnte ich am Wochenende noch abschließen. Dann bekamen wir lieben Besuch zum Kaffee und saßen gemeinsam in der noch warmen Abendsonne. Die Arbeit läuft ja nicht davon und wenn doch, hab ich sie ja wenigstens notiert in meiner Liste. Die kommt nicht weit......

Am Sonntag habe ich dringend das Gesäte gießen müssen so warm ist es. Und - eine Aufgabe die dringend war - die Bewässerung für die Kübelpflanzen haben wir wieder eingerichtet. Laut Wetterbericht bleibt das Wetter zumindest diese  Woche auch noch nachts frostfrei und Tags sehr sehr warm. Damit die großen Kübelpflanzen, die seit Anfang März im Freien  stehen ausreichend Wasser bekommen, wenn ich tags nicht daheim bin zum Gießen, haben wir sie gleich an Ort und Stelle auf die Terrasse gestellt und verkabelt. So früh habe ich diese Arbeit noch nie gemacht glaube ich. Die Tropfbewässerung mit Bewässerungscomputer funktioniert einfach gut. Seit Jahrzehnten nutze ich das System, manche Tropfer sind noch von den Anfängen meiner Bewässerung der Töpfe im  Hinterhof. Was täte ich ohne diese Bewässerung. Und wenn kein Wasseranschluß da ist, funktioniert es mit einer kleinen Tauchpumpe im Regenfass. Das hatte ich seinerzeit in der Dachwohnung am Balkon. Also wenn alles was man sich so, auch für den Garten kauft derart gute Qualität wäre und zuverlässig arbeiten würde auch über  Jahre oder Jahrzehnte, fände ich das wirklich gut.

Und nur mal so nebenbei. Schaut euch doch mal den Himmel an. Nicht eine Wolke und das den ganzen Tag!

erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische (c) by Joachim Wenk
erste Kübelpflanzen in der  Sommerfrische


Ansonsten habe ich noch den einen oder anderen Krimskrams von meiner Liste erledigt. Und so klingt dann wieder einmal ein unwahrscheinlich sonniges und schönes Wochenende aus. Die Uhr ist auf Sommerzeit gestellt und es ist abends länger hell. Eine schöne Zeit mit den langen hellen Abenden. Nach getaner Arbeit mache ich immer noch einen Rundgang durch den Garten um mich an allem zu erfreuen. Heute habe ich euch von diesem Rundgang das Primel hier mitgebracht. Ausgepflanzt letztes oder vorletztes Jahr hat es sich hier eingenistet und freut sich ganz offensichtlich auch über das schöne Wetter.

Primel im Garten (C) by Joachim Wenk
Primel im Garten

Donnerstag, 27. März 2014

Dreizehn Steine zu je 100 Kilogramm - ich hoffe das genügt als Fundament.

Über die Leserjurysitzung und den schönen Schloß- und Landschaftspark habe ich  ausführlich berichtet. Jetzt juckt es mich aber arg, auch wieder von meinem, im Vergleich kleinen und bescheidenen,  Landgarten zu berichten.

Hochmotiviert nach so viel Gartenliteratur muß ich einfach selbst auch wieder praktisch aktiv werden.

Leider war gestern das Wetter zwar sonnig, aber dieser eisige Wind hat mich eher gelähmt, als angespornt. Dennoch war der Geist williger als das Fleisch schwach war. Ich habe einiges geschafft.

Fotos habe ich gemacht, das war eine leichte Aufgabe. Hier ist unserezwei Jahre alte Blumenwiese vor dem Haus. In den  Gesprächen bei der  Gartenbuchpreisverleihung habe ich von Fachleuten erfahren, daß die Narzissen es feucht brauchen (bingo, die Wiese ist im Sommer steintrocken), dass eher lehmiger als  sandiger Boden gut wäre (na wenigstens das haben die Narzissen dort) und, was wohl ganz enorm wichtig ist, sie brauchen einen gut gedüngten Boden. Das ist natürlich auch wieder so überhaupt nicht der Fall. Den Rasen hat schon lange niemand mehr gedüngt. Ich fragte sofort, wann ich düngen soll und da es jetzt gut wäre, mit was. Kompost, organischer Dünger oder Blaukorn. Kompost habe ich gerade nicht und der würde jetzt ausgestreut auch optisch nicht dazu passen. Organischen Dünger müsste ich erst bestellen und das Blaukorn hat unser Gemischtwarenladen im Dorf. Da es auch gerade regnet, habe ich mich entschlossen, das erste mal in meinem Leben so einen Kunstdünger zu kaufen. Was soll es , ich brauche eine schnelle Lösung und der ist jetzt schnell verfügbar. Das brauchen sie weil sonst nichts im Boden ist.  Wenn sie nicht gedüngt werden, verschwinden sie und nach all der Mühe die letzten beiden Herbste, sie zu stecken, will ich das nicht. Also habe ich jetzt einmal mit Blaukorn gedüngt und werde vielleicht im Sommer oder Herbst noch gesiebten Kompost ausbringen und mich nach einem geeigneten organischen Dünger umsehen.

Narzissenwiese vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese vor dem Haus

Im Dennenloher  Schloßpark steht, wie beschrieben, auch eine winterharte Zitrone. Darum habe ich gleich auch ein Foto von meiner, nach ihrem ersten Winter im Freien, gemacht. Ich bewundere ja immer wieder diese übermächtigen Dornen. Der Baum in Dennenlohe hatte noch viel stärkere und größere Dornen. 

winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk
winterharte Zitrone
Heute kam auch wieder ein Paket von Rühlemanns. Ewiger Kohl, Wermut, Meerrettich  und Oregano. Ich weiß ja schon lange, wo die stehen sollen. Alles ist vorbereitet. Der Kohl hat schon Kompost und Dünger im Boden eingearbeitet, die auf ihn warten. Jetzt kann es losgehen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihn. Weil es nachts auch wieder recht kalt werden soll, habe ich alles sicherheitshalber noch mit Vlies abgedeckt. 

Meine Tomaten habe ich endlich gesät und die ganz frühen Kartoffeln zum Vorkeimen in Eierkartons gestellt. 

Bitte schön, darf ich vorstellen von Links nach Rechts: Orla, Belle de Fontenay und Mayan Gold. Die Orla hatte ich vergangenes Jahr bereits. Sehr gesund, keine Fäule, kein Schorf, sehr guter Ertrag und guter Geschmack. Daher habe ich sie gleich wieder genommen. Die anderen sind wohl eher Feinschmeckerkartoffeln, sie sollen einen sehr guten Geschmack haben. Daher probiere ich dieses Jahr neue Sorten zu meinen bewährten. Als Kartoffelfan bin ich schon sehr gespannt, wie sie schmecken werden. 

Orla, Belle de Fontenay und Mayan Gold


Und das hier sind meine ganz kleinen.  Links der Baumspinat, in der Mitte gelbe Melde und rechts außen Bertram. Die wären jetzt super schön in meinem ungeheizten Gewächshaus, aber das steht ja noch nicht.

Baumspinat, gelbe Melde und Bertram (c) by Joachim Wenk
Baumspinat, gelbe Melde und Bertram


Das erinnert mich an etwas. Ich sollte wohl langsam einmal beginnen den Graben für das Fundament auszuheben. Lust habe ich ja gerade bei dem kalten Wetter so garnicht. Aber kommende Woche wird Beton geliefert damit es mit dem Hüttenzauber weiter geht und da könnte man schon gleich auch mit dem Fundament beginnen, wenn etwas übrig bleibt. Wegschütten tun wir da ja nichts. Dazu aber wieder ist besagter Graben notwendig. Also mache ich mich an die Arbeit. 

In der Zwischenzeit werden die Baumaterialien für den Hüttenzauberbau angeliefert. Und die Betonrabatten für das Fundament. Der Fahrer des riesigen Baumaterialien-LKWs weiß, daß eine solche Rabatte fast 100kg auf die Waage bringt. 13 hat er für mich dabei. Da kommt Freude auf. Und die Paletten mit Steinen. Wie gut, daß man den Lieferanten im Dorf beinahe als Nachbar hat. Somit mußte der LKW mit Kran nur vor dem Zaun abladen und der Rest wurde uns dann mit dem Gabelstpler beinahe an Ort und Stelle gebracht. Dem Rasen hat es an manchen  Stellen nicht gefallen, aber wie hätten wir das alles den Berg hinauf bringen sollen? Jeden Stein einzeln? Da wären wir aber ein paar Tage beschäftigt. 

Baumaterial für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Baumaterial für den Hüttenzauber

Baumaterial für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Baumaterial für den Hüttenzauber

Gewächshausfundament (c) by Joachim Wenk
künftiges Gewächshausfundament

Es hilft alles nichts der Graben fürs Fundament muss einfach her. Drei Seiten habe ich geschafft. Die vierte Seite ist am Samstag dran. für heute reicht es mir. Alle Glieder schmerzen, die  Sonne ist weg und es noch viel kälter, ich friere und schwitze gleichzeitig. Das ist ein sicheres Zeichen für heute Feierabend zu machen.

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus 

Fundamentgraben fürs Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Fundamentgraben fürs Gewächshaus
So, ich brauche jetzt erst einmal eine ausgiebige und sehr warme Dusche, um mich wieder zum Leben zu erwecken. Am Samstag geht es weiter. Da muß wieder etwas gesät und vielleicht gepflanzt werden, bevor es an dieser Baustelle weiter geht. 



Mittwoch, 19. März 2014

Kompostvandalismus und Frühlingsarbeiten im Garten

Heute morgen bringe ich die Küchenabfälle zum Kompostplatz und muß feststellen dass  hier irgendjemand gehaust hat.

Kann mir jemand sagen welches Tier so etwas fertig bringt? Und vor allem Interesse am Inhalt des Kompostbehälters hat? Scheinbar hat es erst versucht den Inhalt unter dem Behälter hervor zu graben. Ein richtiger Graben ist gezogen entlang der Unterkante des Silos. Dann ist wohl die Klappe herausgefallen und es hat wüten können und den Inhalt herauszerren und davor verteilen. Ob und wenn ja was genau fehlt konnte ich noch nicht zu Protokoll bringen. Entweder es war Vandalismus ohne etwas zu klauen oder es war Einbruch und Raub.

Katzen haben wir viele aber die graben nicht und interessieren sich nicht für Kompost. Amseln wühlen den ganzen Garten durcheinander, aber der Graben um das Silo, das schaffen Amseln nicht. Ein Marder geht dort auch ein und aus. Aber haben Marder Interesse an Pflanzenresten?

Der Igel ist auch nicht fähig dazu. Wir sind doch in Bayern und in Bayern gibt es Wolpertinger. Ich weiß jetzt nicht, ob auch in Nordbayern, also in Franken. Vielleicht aber doch?

Kompostvandalismus (C) by Joachim Wenk
Kompostvandalismus
Bei uns bläst seit Tagen ein sehr starker und ungemütlicher Wind. Ich mußte mein im  Freiland Gesätes wieder gießen. Der Boden ist staubtrocken.

Ich habe heute auch in ein paar Saatschalen und Topfplatte erste Gemüse gesät. Da mein Gewächshaus ja noch nicht steht, habe ich diese in den Vorraum am Haus ans Fenster gestellt. Dort ist es nicht sonderlich hell, aber irgendwie muß ich ja mit dem Sähen beginnen. Ich habe von allem nur immer ein paar Gesät und werde dann wieder und noch mal sähen. Sonst habe ich zu viele Pflänzchen und dann erntereifes Gemüse auf einmal.  Ich bin ja rechtzeitig dran und kann die Aussaat etwas entzerren. Heute waren es Wirsing Winterfürst, Salat Till und eine Sorte die nur aus Buchstaben besteht, Blumenkohl Odysseus, Kohlrabi Lanro, Rotkohl Rodynda und Baummelde.

Gemüsesaat (c) by Joachim Wenk
einige meiner Gemüsesaaten

Hier sähe ich und dort enferne ich junge und ältere Pflänzchen. Im Beet am Haus mit Flieder, Strelitzie, Brunnen, Stauden und Zwiebelblumen sowie Rosen mußte Unkraut gerupft werden. Die Rasenkante habe ich auch ein wenig in Form gebracht. Und weil das Unkraut dort Giersch war und Pfefferminze habe ich das alles in die  Biotonne und nicht auf den Kompost. Also Pfefferminze die richtig eingwachsen ist, ist wirklich als  Un-Kraut zu bezeichnen. Mit der wird man fast schwerer Herr, als mit dem Giersch. Den lasse ich mancherorts auch mal stehen, damit ich ihn fürs Essen verwenden kann, aber hier hatte er nicht gepasst.

Ein paar Erlen an den Weihern haben wir auch wieder abgeschnitten und damit unsere Benjeshecke weiter aufgebaut. Fundamentmaterial für das Gewächshaus und  Baumaterial für den Hüttenzauber haben wir geordert. Und ich habe versucht das Fertigfundament aus Plastikteilen für meine Gewächshaus zusammen zu stecken.  Nach dieser Schablone wird dann das richtige Fundament gemacht und alles darauf verschraubt. Aber wie auch immer ich die dummerweise in  zwei Längen sortierten Fundamentteile zusammensteckte, ich kam nicht auf die in der Anleitung und im Katalog genannten Aussenmaße. Die Fundamentanleitung ist nicht die, für die von mir bestellte  Gewächshausgröße. Zu dumm, habe ich sie beim Auspacken aus den extra gekennzeichneten Kartons durcheinander gebracht? Gut dass eine Servicenummer angegeben ist. Ich denke die muß ich die Tage einmal ausprobieren und mir dort Hilfe holen. Aber die 4 mitgelieferten Gewächshaustische, auch aus Kunststoff, habe ich schon einmal zusammengesteckt. Die werden künftig meine Saatschalen und Jungpflanzen beherbergen im Gewächshaus. Die machen einen soliden und guten Eindruck. Wenn das Gewächshaus selbst auch so ist, bin ich zufrieden.


Mittwoch, 12. März 2014

Gutes timing, gute Qualität und gutes Wetter - was will man mehr?

Na das hat doch mal gut geklappt. Heute an meinem freien Tag wurde mein neues Gewächshaus ggeliefert. Per LKW auf einer Palette. Gut, daß ich daheim sein konnte um es anzunehmen. 

Ordentlich in 7 Kartons verpackt. Über 200kg schwer. Gekauft beim Gartenbedarf-Versand. Ich habe die breite Version mit zweiflügeliger Tür, die ich auf Nachfrage bekam.  Die gebundene "Bastel"-Anleitung dazu schön vorne darauf geklebt, daß man nicht in allen Kartons erst danach suchen muß. Auf jedem Karton steht drauf, welche Teile darin versteckt sind. Front- oder Mittelteile beziehungsweise  Zubehör. Da hat einer wirklich mitgedacht und so habe ich bereits einen guten ersten Eindruck. Den Karton mit dem Zubehör habe ich gleich einmal aufgemacht. Zwei Bewässerungs-Kits waren drin, 2 Tische für meine Saatplatten und das Fundament. Sehr stabilen und soliden Eindruck macht das. 

Das Kunststofffundament werde ich bald einmal zusammenstecken und an Ort und Stelle ausbreiten. Damit habe ich eine Perfekte Schablone für das Fundament. Damit dann nicht am Ende ein paar Zentimeter fehlen. Hoffentlich geht es bald los. Ich habe doch so viele Samen gekauft, die ich jetzt darin schon vorziehen könnte. Aber da sind wir wieder beim Thema Geduld....




mein neues Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
mein neues Gewächshaus
 Ein bisschen etwas wächst und tut sich schon bei mir an der Jungpflanzenfront. Der Bertram ging gut auf und heute habe ich gesehen, dass neben den Keimblättern schon richtige Blätter gewachsen sind. Dann kann ich ihn ja pikieren. Mein neuer Pikierstab will doch ausprobiert werden. Ich habe noch überlegt, ob ich diese winzigen Pflänzchen vereinzele. Aber als ich dann das erste aus der Saatschale holen wollte bekam ich es fast garnicht raus. Auf dem Foto seht ihr wie klein die Pflänzchen sind, aber die Wurzeln! Unfassbar, wie diese Winzlinge schon verwurzelt waren. Da war mir klar, daß ich nicht zu früh dran bin mit Pikieren. Ich habe eines der Pflänzchen fotografiert, da erkennt man die Wurzel recht gut. Und wenn die Winzlinge schon so mächtige Wurzeln haben bin ich gespannt auf die Wurzel im Herbst zur Ernte. Hildegard von Bingen läßt grüßen. Muß ich doch aber erst noch einmal nachlesen was man mit Bertram würzt. Ich habe die Samengekauft, weil ich das Gewürz eben von der Hildegard her kenne und weil es winterhart ist (im Gegensatz zu Galgant zum Beispiel) und weil die Blüten schön in mein Sonnenbeet passen.

Bertram-Sämlinge (c) by Joachim Wenk
Bertram Powerwurzel

 Hoffentlich hat mich die Nachbarin nicht bei meiner nächsten Saat-Tätigkeit beobachtet. Die meint sonst sicherlich, daß ich jetzt bekloppt bin. Im März Bohnen sähen. Nein habe ich natürlich nicht. Das ist zwar mein Bohnen-Zelt, das bekommen dieses Jahr aber die Kapuzinererbsen Blauwschokker. Diese herrlichen lila Blüten (Titelbild meiner Community Achims Gartenwelt ) hängen an Erbsen die locker 2m hoch werden. Diesjahr weiß ich das und bin gewappnet. Und diese Erbsen (Palerbsen) kann man ja jetzt bereits sähen.


Gerüst für meine Blauwschokker (c) by Joachim Wenk
Gerüst für meine Blauwschokker


Dann habe ich noch meinen Rhabarber verpflanzt. Der arme tut mir schon fast leid. Einen habe ich 2012 vom Feldgarten mit in den Gemüsegarten geholt und einen zweiten dazu gekauft. Da man ihn ja nicht gleich ernten kann, gab es keinen Rhabarber. Er stand auch zu sonnig und viel zu trocken. Er wuchs nicht, auch letztes Jahr gab es keinen Rhabarber. Daher habe ich ihn im Spätsommer hinter das Gewächshaus gepflanzt. Im Winter haben wir dann beschlossen schon jetzt ein neues Gewächshaus in dem auch sinnvoll gegärtnert werden  kann zu beschaffen. Das ist schön, aber der Rhabarber muß wieder weg, da das neue Häusle größer als das alte ist. Hoffentlich macht er das Umziehen mit und wächst. Jetzt werde ich ihn erstmal dort stehen lassen.

Nachdem ich auch noch ein wenig Spinat ausgesät hatte habe ich doch tatsächlich zum Gartenschlauch gegriffen und meine Aussaaten von heute und Samstag angegossen. Es ist staubtrocken im Beet. Die Kehrseite des traumhaft schönen Wetters.

Bevor ich mich nun zum Abendessen verabschiede, hier noch ein Foto für Christine. Alle anderen sollten sich das Bild aber auch gerne einprägen. Die Pflanze "Baumspinat" habe ich erst letztes Jahr auf Fotos von Christine kennen gelernt. Die Farbe und die Verwendung gerade für meine grünen Smoothies hat mich begeistert. Von ihrer Pflanze sind die Samen. Diese Zwerge hier sollen noch dieses Jahr über 2m hoch werden! Ich werde ich hier im Blog auf dem Laufenden halten.

Baumspinatsämlinge (c) by Joachim Wenk
Baumspinatsämlingen




Sonntag, 9. März 2014

Heute wird Projekt 2/2014 gestartet und Projekt 3/2014 gesichtet.

Endlich Wochenende und keine Termine. Also ab nach draußen.

Nach einem sehr entspannten Samstagmorgen Frühstück gehe ich mit  dem Hund raus zu den Weihern. Somit verbinde ich Gassigehen und die Begutachtung von Projekt 3/2014. Nachdem wir die letzten beiden Jahre nur das allerallernotwendigste an den Weihern gemacht hatten (Geschäftliche Veränderung, Haus renovieren, Umzug, Garten) ist es allerallerhöchste Zeit dort wieder Zeit zu investieren. 

Der große Weiher hier war das letzte Weiherprojekt, da haben wir glaube ich im Sommer 2010 die Böschung gesichert, da der Damm immer schmaler wurde. 

großer Weiher (c) by Joachim Wenk
großer Weiher
 Auf diesem Bild die linke Uferseite haben wir vor ein paar Jahren renoviert und den Fischkasten beim Mönch im Vordergrund installiert.

großer Weiher (c) by Joachim Wenk
großer Weiher
Insgesamt sind es dreieinhalb Weiher. Zwei oben und eineinhalb unten. Dazwischen läuft ein Bach. Der untere große Weiher hat einen Zulauf, der aus dem Bach direkt gespeist wird. Das erleichtert vieles. Die beiden oberen Weiher nähren sich ausschließlich aus Grundwasser. Damit wir von oben nach unten und umgekehrt leichter hinüber kommen haben wir 2 Fußgängerbrücken und eine breite für den Rasenmähertraktor. Eine Fußgängerbrücke haben wir schon erneuert und nun ist die für den Rasenmäher dran. Die Bretter waren so morsch, daß man nicht mehr hat darüber fahren können. Die Erneuerung hat begonnen. 

Rasenmäherbrücke (c) by Joachim Wenk
Rasenmäherbrücke

ehem. Belag Rasenmäherbrücke(c) by Joachim Wenk
ehem. Belag Rasenmäherbrücke


Hier sieht man die "neue" Fußgängerbrücke und den Bach, sowie den Höhenunterschied.

Fußgängerbrücke und Bach (c) by Joachim Wenk
Fußgängerbrücke und Bach

Der Teich hier lag über ein Jahr trocken, weil wir es versäumt hatten ihn rechtzeitig zu "stecken". Jetzt lassen wir ihn wieder voll laufen. Mal sehen was mit dem alten Grünzeug passiert. Jedenfalls muß wieder Wasser rein, sonst wächst er zu. Wenn Wasser drin ist müssen Karpfen rein, sonst veralgt er. Jetzt ist die Frage ob das was ausmacht dass gar so viel Grünzeugs abgestorben am Teichboden gammelt. Ist es zu viel oder ist es noch ok und sorgt beim Abbau durch Organismen für gut Futter für die Karpfen? Das wenn wir schon wüssten.....

Karpfenweiher nach Trockenjahr (c) by Joachim Wenk
der Weiher hier läuft gerade voll

Und neben der Brücke die wichtigste Arbeit die jetzt gemacht werden muß ist das Entfernen der Erlen um den kleinen Weiher. Normalerweise machen wir das beim Weiherfischen, ein Jahr haben wir es nicht gemacht. Dann wollten wir es im nächsten Jahr im Winter machen, wenn er zugefroren ist. So kämen wir besser hin dachten wir. Er ist nicht zugefroren. Letztes Jahr hatten wir kaum Zeit im Sommer und sie wuchsen und wuchsen. Ein paar haben wir gefällt. Sie müssen weg, damit Sonne in den Weiher kann. Nur so erwärmt sich das Wasser für die Karpfen und auch die Nahrungsorganismen können nur mit dem Licht wachsen. Da wir so viel frisches Holz nicht verbrennen konnten und ich das auch nicht durch meinen Gartenhäcksler pressen kann hatte ich eine Idee.

Wie wäre es mit einer Benjes-Hecke. Das probieren wir und schlichteten die gefällten Erlen entlang der Grenze auf. Wenn wir dieses Jahr weiter fällen, wir der Wall noch höher. Und dann kann es losgehen, das Leben im Totholz und das Wachsen der Hecke. 

Erlensämlinge um den Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
die Erlen müssen noch weg



Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen (c) by Joachim Wenk
Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen



Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen (c) by Joachim Wenk
Benjes-Hecke (Anfang) aus Erlensämlingen

Hier sieht man den Weiher mit den vielen Erlen und dahinter den  großen Weiher vom ersten Bild. Es ist herrlich da draußen. Landschaft und Ruhe und Natur - und Karpfenweiher. Franken eben...




So nun weiß ich was noch auf uns zukommt, aber für heute fange ich erst einmal kleiner an. Projekt 2/2014 startet heute. Dazu muß ich erst einmal wieder zurück in den Garten.

Zur Erinnerung, Projekt 1/2014 war und ist es noch eine Weile, das Projekt "Hüttenzauber".  Jetzt starte ich Projekt 2/2014, das Projekt "Gewächshaus". Mein neues Kunststoffgewächshaus ist bestellt und könnte kommende Woche geliefert werden, wenn alles gut läuft. Höchste Zeit, das alte Foliengewächshaus abzureißen.
Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
altes Häusle

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
altes Häusle im Gemüsegarten

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
"Fundament"

Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Foliengewächshaus


Es stand über 20 Jahre. Die Folie ist noch gut, aber die Hölzer, vor allem die auf dem Boden aufliegenden, sind morsch oder überhaupt nicht mehr vorhanden. Die Tür und das Fenster haben so große Schlitze, daß mir im letzten September im "Häusle" sogar die Gurken erfroren sind. Und dann das Problem mit dem manuell zu bedienendem Fenster und der Tür. Lasse ich  es im Frühjahr oder Herbst zu, kann es tags schnell viel zu heiß werden und nachts ist dann aber die Temperatur gut. Mache ich es auf, bevor wir gehen ist es Tags gerade richtig aber nachts kommen Kälte oder Frost ungehindert hinein. Das neue hat mehrere Fenster mit automatischen Öffnern. Damit ist das Problem behoben. Jetzt mache ich mich aber erst mal an die Abrißarbeiten.

Also an Nägeln und Schrauben wurde beim Aufbau damals nicht gespart, das kann ich sagen! Und die große Folie in der Mitte, die jetzt endlich weg ist, wollen wir zum Brennholzabdecken wieder verwenden. Also einfach herunter reißen geht nicht. Und man sieht es, so richtig aufrecht steht es auch nicht mehr.


Abriß Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Abriß Foliengewächshaus 

Abriß Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
Abriß Foliengewächshaus
Ach ja, bevor es so weit war wie hier auf den Fotos habe ich heute auch noch eine Reihe Puffbohnen gesäht, entlang des Schneckenzauns, vor den Erdbeeren. Und dann im Gemüsegarten habe ich noch Möhre Oxhella gesät, Radieschen Sora, Haferwurzeln von der Christine und Frühlingszwiebeln. Die Radieschen habe ich als Markierung bei den Möhren und Frühlingszwiebeln gesät. Sie gehen rasch auf, markieren so die Reihen, in denen ich schon etwas gesät habe und sind bald geerntet, so dass sie die eigentliche Kultur nicht beeinflussen.

Jeweils immer nur eine Reihe. Erstens muß ich erst sehen, ob es auch schon aufgeht um diese Jahreszeit (steht aber auf der Packung, daß man diese Saaten ab Februar/März durchführen kann) und dann mache ich auch nicht mehr den Fehler, alles auf einmal zu sähen. Somit wird auch alles auf einmal reif und ich weiß nicht was ich auf einmal mit dem ganzen Gemüse anfangen soll. Also immer nur ein weinig und in ein paar Wochen wieder etwas sähen, das streckt die Ernteperiode. Die Reihen habe ich mit der Schnur gezogen und dann, bevor ich die Schnur entfernte mit Ästchen am Anfang und Ende der Reihe markiert. Ich nehme immer die Haselnussruten vom Vorjahr, die ich mir beiseite lege für eben diese Zwecke. Die vom Vorjahr deswegen, weil die jetzt geschnittenen anwurzeln und treiben, wenn ich sie als Markierungen in die Erde stecke. Man lernt ja aus seinen Erfahrungen.

erste Wurzelgemüse gesät (c) by Joachim Wenk
erstes Wurzelgemüse gesät
Nach der Kaffeepause wieder zurück zum Gewächshaus. Über 5 Stunden habe damit verbracht es abzubauen. Ich hätte nicht gedacht, daß das so lange dauern wird. Bei dem heutigen Traumwetter allerdings habe ich mich auch nicht sonderlich beeilt, sondern in Ruhe und ohne Hetze meine Arbeit gemacht und die Zeit im Garten genossen. Jetzt ist die Sonne langsam am Verschwinden und der erste Abschnitt von Projekt 2/2014 ist erledigt. Das Häusle ist zerlegt und die alten Latten im Anhänger bei den alten Brettern von Projekt 1/2014  Hüttenzauber. Langsam ist wohl eine Fahrt zum Wertstoffhof fällig. Den Feldsalat decke ich die erste Nacht einmal mit Vlies ab. Im Gewächshaus war er trotz Schlitze in Tür und Fenster geschützter. Will ihn nicht gar so sehr schocken. Morgen nehme  ich sie aber ab und lasse sie weg. Er kann ja ohnehin auch im Freiland stehen.

hier stand das alte Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
hier stand das alte Foliengewächshaus

Mittwoch, 5. März 2014

Ich denke, jetzt geht's wirklich los.

Verfolgt ihr die Wettervorhersagen auch so detailliert und intensiv wie ich? Wir haben eine Funkwetterstation im Wohnzimmer. Die bekommt via Satellit die Wetterdaten der kommenden Tage der Region in der es steht. Finde ich sehr praktisch. Und im großen und ganzen stimmen die Wetter- und Regenvorhersagen auch.

Im Moment allerdings schaue ich vor allem auf die Nachttemperaturen. Und da ärgert mich das Gerät. Die nächsten Tage sagte es, 0°C oder mal -1°C vorher. Ok dann kann ich meine Palmen ausräumen, denn tagsüber soll es auch eher noch schöner werden. Und kaum habe ich meine Entscheidung gefällt, schaue wieder auf das Display und traue meinen Augen nicht. Plötzlich sind es schon mal -3°C des nächtens. Na super! Das habe ich mir eine Weile angesehen. Dann habe ich die Wetterprognosen, meine freie Zeit für dieses Unterfangen, die noch benötigte Zeit für andere Arbeiten und die mögliche Hilfe beim  Rausräumen zusammen gerührt kräftig gemixt und eine Entscheidung gefällt: Ich räume die Großen raus. Das  haben wir dann gestern getan. Palmen, Feige und  Zitronenverbene stehen jetzt vor dem Palmenhaus. Oleander, Lorbeer, Rosmarine, Agastache, Mammutbaum stehen im ausgeräumten Hüttenzauber, also unter Dach wenigstens.

Kübelpflanzen wieder in Freiheit (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen wieder in Freiheit

Kübelpflanzen wieder in Freiheit (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen wieder in Freiheit
Und gleich die erste Nacht war Frost. Dauernd habe ich wieder aufs Display geschaut, aufs Außenthermometer und gejammert. Mir wurde angedroht, daß die Wetterstation entsorgt wird, wenn ich nicht damit aufhöre. War ich wohl zu nervig? Also habe ich eben  im Stillen weiter gelitten und heute Morgen beim Hund-Rauslassen, sofort zu den Kübelpflanzen getiegert. Das Wasser in der Hundeschüssel ist  mit Eis bedeckt. Das Wasser im Seerosenkübel nicht. Scheinbar war nur wenig Frost, der das wenige Wasser erstarren lies. Meine Palmen sehen noch gut aus. Und das Wetter soll ja immer besser und besser werden, so dass sie sich an die Frischluft gewöhnen können. Dann muß ich mir nicht mehr solche Sorgen machen. Die Palmen hatten auch schon nach dem Ausräumen Schneehauben auf und habe es gut überstanden. Wenn es halt nicht sofort nach dem Ausräumen passiert.

Im Baumarkt beim Materialkauf für den Hüttenzauber habe ich mir einen gefüllten Ranunkelstrauch gekauft. Kindheitserinnerungen! Der musste einfach in den Einkaufswagen.

gefüllter Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
gefüllter Ranunkelstrauch

An den Frühlingsboten konnte ich auch nicht vorbei gehen. Wir haben doch da noch den Eier-Blumentopf der macht sich so gut neben der Haustür.

Frühling neben der Haustür (c) by Joachim Wenk
Frühling neben der Haustür

Heute Nachmittag war dann das Wetter zwar wieder traumhaft aber ich hatte später noch etwas in der Stadt zu erledigen und musste mir daher überlegen was ich mit der knappen Zeit anstelle.

Zuerst einmal die herrliche Farbkombination der Krokusse - das intensive Dottergelb mit dem kräftigen Lila - bewundern.

Krokusse (c) by Joachim Wenk
Krokusse
Heute morgen habe ich das schon vor Monaten im Katalog ausgesuchte neue Gewächshaus geordert. Jetzt muß das alte Folienhaus demontiert werden. Dafür langt die Zeit heute nicht.

Im Gemüsegarten müsste nochmal durchgeackert werden um den Boden zu lockern, der an manchen Stellen etwas verfestigt scheint. Und um erste Unkräuter einzuarbeiten und vielleicht auch ein paar Schnecken oder deren Eier unter zu pflügen....

Dafür könnte die Zeit langen. Wenn, ja wenn die Maschine mitmacht. Die ist schnell aus dem Hühnerhaus respektive jetzt Gerätehaus herausgeholt, Benzin ist noch drinnen. Und dann ziehe ich am Anlasser und ziehe und ziehe. Mit Links, mit Rechts. Joke rein, Joke raus. Benzin auf, Benzin zu. Keinen Mucks macht sie. Zündkerze reinigen? Ok wird erledigt. Ich ziehe mit Links ich ziehe mit ...

So geht das wie fast immer eine ganze Weile. Die Zeit verrinnt und ich entschließe mich, das doch auf einen anderen Tag zu verschieben und mit dem Hund, der mich schon die ganze Zeit verständnislos beobachtet, Gassi zu gehen. Dann ab in die Stadt. Und kaum habe ich diesen Entschluß gefasst, da springt das Ding an. Ich lasse es nicht mehr ausgehen und ziehe meine Kreise oder besser Dreiecke und Vierecke im Gemüsegarten. Jetzt muß ich nur noch die Wege wieder frei kehren und ein großer Schritt zu den ersten Aussaaten im Freiland ist getan.

Mit Vlies abgedeckt sind  2 Reihen Meerrettich, die ich schon gesteckt habe und eine winzig Reihe Möhren, die ich schon länger versuchshalber gesät habe. Links stehen noch Asiasalate vom Herbst und Spinat.

frisch geackerter Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch geackerter Gemüsegarten
 Meine schon viele Jahre alte aber sehr gute (wenn denn angesprungen) Motorhacke. Was die mir schon alles umgeackert hat. Und viele viele Quadratmeter von Wiese/Rasen in Gemüsegarten umgewandelt hat. Ja und wer meinen Blog aufmerksam verfolgt hat sie vor kurzem schon einmal wo gesehen. In Mutters Garten 2004, genau daher stammt sie.


frisch geackerter Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch geackerter Gemüsegarten
 Und auch mein Schneckenzaunbeet ist jetzt fertig für die ersten Saaten und eventuell Pflanzen. Hier steht noch Grünkohl, den gab es zum Mittag heute. Mit Speck gedünstet, mit Sahneschmelzkäse verrührt als herzhafte Füllung für Pfannkuchen. Den Rest gibts als Smoothie und noch zum Mittag. Daneben im Eck steht noch ein Pflänzchen, welches mir sehr gefällt. Die Farbe der Blätter, die Zeichnung ist so schön und macht sich sehr gut im Salat. Geschmacklich und farblich. Es ist ein Sauerampfer.

Schneckenzaunbeet frisch geackert (c) by Joachim Wenk
Schneckenzaunbeet frisch geackert

frischer Sauerampfer (c) by Joachim Wenk
frischer Sauerampfer

Die Gartensaison ist somit eröffnet. Jetzt muß ich mich sputen. Duschen und in die Stadt. Am Samstag werde ich das Gewächshaus abbauen und Puffbohnen, Pastinaken und Möhren sähen.

Ich freu mich auf Wochenende!

Sonntag, 2. März 2014

Gartenarbeit bis die Knochen schmerzen - aber schön war's!

Und wieder einmal geht ein Wochenende zu Ende. Wir haben mittlerweile bereits März und das Frühjahr verspricht gut zu werden.

Das Wetter war kühl aber für das erste  Märzwochenende doch schön. Es hat nicht geregnet, also sind wir in den  Garten und haben uns an die Arbeit gemacht. Du meine Güte haben mir gestern  Abend alles Knochen und Weichteile weh getan. Erschreckend, wie man sich immer wieder im Winter die körperliche Arbeit abgewöhnt. Aber wie heißt es so schön, es ist toll, wenn der Schmerz nachlässt. Ich finde diese Art "Schmerz" sogar irgendwie gut, sagt es mir doch, daß ich fleißig war, einiges geschafft habe und vorangekommen bin.

Leider waren die Arbeiten nicht so spannend, daß ich habe schöne Fotos davon machen können. Ich habe stundenlang Material, welches zum Teil noch vom Heckenschnitt im Sommer herrührt gehäckselt. Schön, dass der übermannshohe Haufen jetzt weg ist.

Somit ist auch der Kompost darunter wieder zugänglich. Das ist ein Haufen, der schon seit 2011 dort liegt. Das war das erste Jahr in dem wir den Garten hatten, aber erst das Haus renoviert haben und daher für den Garten nur das allernötigste an Zeit aufbrachten. Alles Gestrüpp, Staudenschnitt und was eben so anfällt habe ich auf einen Haufen geworfen. Ich wollte mir im Frühjahr darauf einen großen Gartenhäcksler ausleihen. Mein Traum-Häcksler den ich auch gern selbst hätte, der aber zu viel kostet. Der frisst alles von Gestrüpp über Äste und Pflanzen mit Wurzelballen. Alles wird zerhauen. Daher habe ich nichts zerkleinert. Dann haben wir ihn doch nicht geliehen, weil immer wieder andere Arbeiten stattfanden. Und so liegt der Haufen seit drei Jahren und ist fast verrottet.  Bis auf die großen Äste und harte Staudenteile. Die liegen noch immer dürr und fast unverändert im Haufen! Dennoch ist es mir gelungen ein paar Eimer fertigen Kompost abzukratzen und habe ihn auf mein Blumenbeet vor dem Haus verteilt. Dort habe ich festgestellt, daß die  Erde total schwer, hart und lehmig ist. Kein Wunder dass die Blumen nicht so wachsen wie ich es möchte.

Unseren Hüttenzauber haben wir so weit auch fertig demontiert, daß jetzt langsam das  Betonieren des Bodens geplant werden kann.


Hüttenzauber aktueller Stand (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber aktueller Stand

Hüttenzauber aktueller Stand (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber aktueller Stand




Ansonsten geht das Wachsen und Keimen so langsam los. Meine ersten Aussaaten keimen. Im kalten Gewächshaus habe ich in Schalen Bertram und gelbe Melde gesät.

gelbe Melde und Bertramsämlinge (c) by Joachim Wenk
links gelbe Melde, rechts Bertram




Dann habe ich auch vom Baumspinat, dessen Samen ich geschenkt bekam einmal ein paar in einer Schale gesät. Auch er keimt. Winzig klein, könnt ihr ihn erkennen? Daraus werden Pflanzen mit über 2m Höhe in einer Saison! Also da bin ich ja wirklich gespannt darauf.

Baumspinatsämling (C) by Joachim Wenk
Baumspinatsämling




Es gibt auch noch ein paar Pflänzchen, die kommen und gedeihen und liefern mir würziges Grün, ohne dass ich etwas daran arbeiten muß. Die sind mir auch sehr lieb. Das eine ist Schnittlauch. Wenn ich im Winter welchen im Discounter in Töpfen kaufe und er abgeerntet ist, kam er immer in den Gemüsegarten. Schön an den Rand wo er ungestört ist und dort kommt er jedes Jahr wieder und liefert viel aromatisches Grün. Im Sommer wenn sehr viel davon da ist, ernte ich ihn, schneide ihn klein und friere in mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern ein. Wenn er gefroren ist  kommen die Würfel in einen Gefrierbehälter und bleiben in der Truhe, bis ich ihn zum Würzen von zum Beispiel Suppen benötige.

Schnittlauch (C) by Joachim Wenk
Schnittlauch


Mein Bärlauch spitzt auch wieder durch die Erde.


Bärlauch (c) by Joachim Wenk
Bärlauch




Ach ja die hier sind auch wieder überall im Garten. Wie Unkraut. Und tatsächlich muß ich sie, zum Beispiel in den Erdbeeren oder Gemüsebeeten wie Unkraut herausrupfen so vermehren die sich. Hier aber neben dem Kompost dürfen sie gerne wachsen, wo doch die Blüten so schön sind. Sicher kennt ihr die Pflanzen, es sind Akeleien.

Akelein wachsen im ganzen Garten (c) by Joachim Wenk
Akelein wachsen im ganzen Garten


So jetzt habe ich doch noch ein paar Fotos zum Posten gehabt. Ich wünsche euch allen eine schöne Woche, Spaß im und am Garten und verabschiede mich bis "die Tage".