Donnerstag, 2. Januar 2014

Winter

Die schönen langen Weihnachtsfeiertage sind leider beinahe vorbei. Gut dass wir in Bayern wohnen und am 6.1. nocheinmal einen Feiertag haben. Ich habe es genossen. Daheim sein, rumtrödeln, Sachen aufarbeiten. Und! Gemüsesamen bestellen. Die Bestellung ist raus und jetzt freue ich mich auf das Paket vom Bingenheimer Saatgut.  Auf den aktuellen Katalog vom Biogarten-Versand warte ich noch. Da darf ich dann nochmal stöbern. Meine diesjährigen Kartoffeln heraussuchen und sonstiges bestellen.

Sonstiges heißt hier unter anderem Melasse-Dünger für die Kübelpflanzen. Der war sehr gut vergangenes Jahr. Von Neudorff diverse Mittelchen. Spruzit gegen Läuse, Schachtelhalm zur Mehltauvorbeugung. Ich habe 2013 im Frühsommer ein paar Mal meine Rosen damit besprüht und sie hatten - im Gegensatz zu 2012  2012 - keinen  Mehltau. Ob ich noch anderen Dünger benötige, werde ich wissen, wenn ich einmal meine Bodenproben genommen habe und sie analysiert sind. 

Im Garten selbst sieht es wirklich aus wie Dezember/Januar. Halt ohne Schnee, aber der kommt sicher wie immer noch im  Januar und Februar. 

Ich wurde auch schon dezent darauf hingewiesen, daß wir ja demnächst schon einmal beginnen könnten das alte Gewächshaus abzureißen. Folie abmachen und Dachlatten auseinander machen. Die Arbeit wäre ja nicht so schlimm, aber im Gewächshaus steht mein Feldsalat. Das ist ja wieder einmal super. Das ganze Jahr wächst es nicht richtig im Garten und jetzt steht zu erstem mal in meiner Gärtnerzeit im Gewächshaus sehr schöner Feldsalat. Er wächst auch nach wie vor und wäre im Frühjahr schön zu ernten. (Im Freiland der Feldsalat ist nicht gut aufgegangen.). Und jetzt soll ich das  Haus abreißen und der Salat steht im Freien. Und beim Abbauen tritt man am  Ende auch noch drauf. Na das sind ja Aussichten. Ich habe mir schon überlegt, ob ich ihn, da er so schön in Reih' und Glied steht vielleicht mit Erde ausgrabe und in Blumenkästen umsetze. Ich muß mal sehen, ob da noch welche irgendwo herumstehen. Dann probiere ich es einfach. Mehr als kaputt gehen kann er ja nicht. Und das täte er sicher auch auf der Gewächshausbaustelle. Und auf mein neues Gewächshaus im Frühjahr will ich dann doch nicht verzichten. 

Feldsalat im Kalthaus (c) by Joachim Wenk
Feldsalat im Kalthaus

Feldsalat im Kalthaus (c) by Joachim Wenk
Feldsalat im Kalthaus 
das alte Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
das alte Gewächshaus



Mein Ölrettich-Gründung ist auch schon fast gänzlich abgeforen und kann jetzt verrotten. Die Wicke steht noch, soll aber auch nicht winterfest sein. Ich hoffe sie friert noch ab, dann muß ich im Frühjahr nicht so viel hacken. 

Hier sieht man im unten den Bux und dahinter ab gefrorenen Ölrettich. Der war schon sehr groß und kräftig gewachsen im Herbst und hat dicke Wurzeln. Die verrotten jetzt und hinterlassen viele Löcher im Boden in die Luft in die Erde gelangt und die den Boden lockern als hätte man mit der Grabegabel mit dicken Zinken alles durchlöchert. 

Ölrettich Gründünger (c) by Joachim Wenk
Ölrettich Gründung
 Hier vor dem alten Apfelbaum sieht man Wicke als Gründung. Die wächst sehr schön gleichmäßig. Bildet rasch dicken Filz und unterdrückt Unkraut. Die Wurzeln sammeln Stickstoff im Boden. Sie wuchert aber nicht unmäßig, sondern hat sehr schöne Proportionen für eine Gründüngungspflanze im Hausgarten. Auch mal um Lücken nach dem Ernten zu füllen.
Wicke Gründung (c) by Joachim Wenk
Wicke Gründung


Der Boden ist, auch ohne herbstliches Umgraben locker. Das habe ich gemerkt, als ich meine Zierkirsche mit samt Topf im Gemüsgarten an geschützter Stelle eingegraben habe. Da ich noch  nicht genau weiß, wo ich sie endgültig hinsetze, habe ich sie dort zwischen gelagert. Ich denke das ist für die Wurzeln besser, wenn Frost kommt, als wenn sie im Topf im Freien steht.

Hier sieht man ein Beet ohne Gründung. Da waren bis Oktober die Kartoffeln gestanden. Hier ist der Boden wunderbar locker und ohne Unkraut. Der Ölrettich, den ich gesät hatte ist zwar aufgegangen, kam aber über das 2-Blatt-Stadium nicht mehr hinaus. Die freie Fläche und den lockeren Boden werde ich nutzen um ganz zeitig im Frühjahr meine Möhren hier zu sähen. Zumindest die eine Sorte. 

ehemaliges Kartoffelbeet (c) by Joachim Wenk
ehemaliges Kartoffelbeet

Auf dem Beet habe ich im Herbst nochmal Rasenschnitt gemulcht, dann kam Laub darauf. Das kann jetzt auch langsam verrotten. Da ich diesen Gemüsegarten-Teil erst im Frühjahr von Rasen zu Gemüsebeet umgewandelt habe ist hier noch einiges an übrigem Gras und auch Unkraut. Ich denke dass ich demnächst, wenn der Boden noch offen ist und ich wieder gerne im Garten etwas arbeiten möchte einmal anfange das ein wenig auszudünnen. Dann ist im Frühjahr, wenn es richtig losgeht nicht mehr so viel zu tun.

neuer Gemüsegarten - Laubmulch (c) by Joachim Wenk
neuer Gemüsegarten - Laubmulch
Und mein Spinat zum Überwintern gedeiht auch prächtig. Ich denke für Salat kann ich da bei Gelegenheit schon ein paar Blättchen abzupfen. Eines habe ich schon gleich vor Ort verkostet. Sehr zart, sehr guter Geschmack. Rechts daneben stehen die Asiasalate, die im Herbst zu lange brauchten bis sie gewachsen sind. Dann wurde es zu kalt und zu wenig Licht. Einmal habe ich nur davon geerntet. Sie schmecken richtig scharf, wie Rettich. 
Spinat und übrige Asiasalate (c) by Joachim Wenk
Spinat und übrige Asiasalate
Ach ja und das hier. Da wuchert etwas ganz schön. Ganz links zu erkennen auch wieder Spinat und der Rest der schönen Grünen Fläche ist kein Unkraut. Das ist Winterportulak. Der überwintert so und wächst ein wenig vor sich hin. Im Frühjahr, wenn es wärmer wird fängt er  rasch an zu wachsen und man kann reichlich Ernten. Ich schneide mehrmals davon ab. So lange er noch zart und klein ist verwende ich ihn als Salat, ähnlich Feldsalat. Später kommt er mit Strunk und Blütchen in den grünen Smoothie.
Winterportulak (c) by Joachim Wenk
Winterportulak
Hier stehen noch 2 Grünkohl. Die lasse ich stehen. Den Rest habe ich im Gefrierschrank. Diese beiden lasse ich stehen um zu sehen wie sie den Winter vertragen. Sicher ganz ausgezeichnet, aber ich trau mich immer nicht, sie im Herbst stehen zu lassen. Angst sie an den Frost und Winter zu verlieren und die Arbeit umsonst gemacht zu haben den Sommer über. Ich weiß, dass das sicher nur mein Gefühl ist und er den Winter bestens übersteht. Aber ich muß einfach die Erfahrung selbst machen und nicht nur der Literatur glauben. Erst dann bin ich überzeugt und habe vor allem gutes Gefühl dabei. Also wehe, wenn der doch abfriert.... Der Rest ist Mangold. Zum Teil zerfrohren. Aber ich habe den den ganzen Sommer im Smoothie und am Teller gehabt. Ich hatte genug Mangold. Jetzt lasse ich ihn stehen um zu sehen was passiert. Wie hart er ist und ob er gar im Frühjahr wieder treibt?


Test-Grünkohl und übriger Mangold (c) by Joachim Wenk
Test-Grünkohl und übriger Mangold
Und hier warten schließlich noch die Himbeeren, meine geliebten schwarzen Johannisbeeren und der nicht tragende Goij-Beerenstrauch aufs Frühjahr.
Beerenbeet wartet auf Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Beerenbeet wartet auf Frühjahr





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