Mittwoch, 15. Januar 2014

Destruktives und Konstruktives

So schön das warme Wetter für uns auch ist. Die Natur scheint langsam durchzudrehen. Also zumindest die Amsel  in meinem Fliederbeet. Die tobt darin herum auf der Suche nach Würmern dass es aussieht als hätte eine Bombe dort eingeschlagen. Zuerst dachte ich, daß ein Nachbars-Huhn das war. Da ist eines sehr mutig und vorwitzig und kommt immer zu uns in den Garten. Scheinbar schmecken unsere Würmer, Schnecken oder was auch immer es hier unter den Sträuchern findet besser als zu Hause. Und wenn so ein Huhn einmal einen Weg über den Zaun gefunden hat nutzt es jede ruhige Minute den auch zu gehen. Aber sonderlich schlau scheint so ein Huhn nicht zu sein, dabei aber doch ein Herdentier. Jedenfalls läuft es dann dauernd den Zaun auf und ab und findet nicht mehr nach Hause. Ich hatte immer Angst, daß unser Hund ihm was antut, wenn ich nicht schneller bin als er. Aber der ist immer so verdutzt über das komische Tier in unserem Garten, dass er es nur ganz fassungslos anschaut. Gottseidank. Ist eben ein friedlicher Wachhund. Labrador eben. Arme Nachbarin, die weiß schon nicht mehr wie, sie ihr Huhn auf ihrer Seite des Zauns halten soll. Aber wie immer hat alles auch einen Nutzen. Wenn der Nachbar den Zaun dort erneuert und erhöht, machen wir die dortige Hecke weg. Die besteht ohnehin nur noch aus Totholz und Gestrüpp und ich bekomme eine Hainbuchenhecke. So eine wollte ich schon immer einmal. Braves Huhn, dir habe ich das zu verdanken.

Also jedenfalls war es nicht das Huhn in meinem Fliederbeet, sondern diese Monster-Amsel. Ich habe sie beobachtet. Es ist schon beachtlich was so ein kleines, leichtes, zartes Tier für destruktive Arbeit leisten kann. Jedenfalls war es das jetzt mit den Blüten meiner Christrosen. Die haben den Angriff nicht überstanden....

destruktive Amselarbeit (c) by Joachim Wenk
destruktive Amselarbeit

zerzupfte Christrose (c) by Joachim Wenk
zerzupfte Christrose


Und weil man gerade bei so dollem Wetter auch langsam wieder Lust auf Garten oder irgendetwas aktives im Garten bekommt, habe ich aus dem Gewächshaus vom dort wuchernden Jiaogulan eine Wurzel aus der Erde geholt und eingetopft (bereits am Wochenende). Heute habe ich einen meiner Hirschhornwegeriche ausgegraben und in einen Topf gepflanzt. Beides stelle ich ans Fenster ins  Palmenhaus und warte auf frisches Grün zum Knabbern. Juchhu: mal wieder gegärtnert!

Jiaogulan und Hirschhornwegerich (vorne) zum Treiben
Jiaogulan und Hirschhornwegerich (vorne) zum Treiben


Ein wenig Sorge macht mir aber wirklich das Wetter. Ich habe heute die ersten Narzissen mit Knospen entdeckt. Wenn das mal gut geht. 
Narzissen mit Knospen im Januar (c) by Joachim Wenk
Narzissen mit Knospen im Januar

Fehlt nur noch das Konstruktive in diesem Post, wie in der Überschrift angekündigt:

Ich habe mir einmal vor vielen, vielen Jahren (also bestimmt und mindestens 15 Jahren) Buxe aus Stecklingen gezogen. Sie standen jahrelang im Innenhof in der Stadt in Töpfen auf einer Mauer. Ich wollte daraus schöne runde Kugeln erziehen. Dann habe ich sie einmal in meinen Feldgarten ausgepflanzt und jetzt stehen sie seit zwei Jahren in meinem Gemüsegarten. Aber ich  es gelingt mir einfach nicht daraus Kugeln zu schneiden. Wie geht man das denn an?  Hat das schon einmal jemand probiert? 

potenzielle Bux-Kugeln im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
potenzielle Bux-Kugeln im Gemüsegarten

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