Mittwoch, 25. Dezember 2013

Was für eine Auswahl - da muß man sich erst einmal zurechtfinden.

Ich nutze die ruhigen Tage, genauer die ruhigen Stunden zwischen all den leckeren Mahlzeiten, und studiere einen Katalog mit Gemüsesamen. Ich habe hier die "Ökologischen Saaten  von Bingenheimer Saatgut" vor mir. Hier bekommt man Samen in Bio- bzw. Demeterqualität. Und vielen Sorten sind samenecht. Das heißt, wenn ich von einer Pflanze Samen nehmen und sie im folgenden Jahr wieder aussähe, dann bekomme ich auch wieder genau diese Pflanze. Kauft man Saatgut im Baumarkt oder sonstigen Gartenversendern erhält man fast zu 100% nur noch F1-Hybriden. Nimmt man von den daraus entstandenen Pflanzen Samen, so erhält man im folgenden Jahr zwei ganz unterschiedliche Sorten, eben die beiden eingekreuzten Eltern. Die haben oft nicht viel gemeinsam mit den Eigenschaften der Sorte die man vom Vorjahr her kannte. Außerdem haben die Bingenheimer auch alte Sorten die oftmals für den einen oder anderen im Garten viel besser sind. Vielleicht weil sie andere Aussaatzeitpunkte haben. Wer kann als Hobbygärtner schon im Januar zum Beispiel mit der Aussaat beginnen? Da nehme ich dann eben eine Sorte die auch später im Jahr noch gesät und dann gepflanzt werden kann. Oder ich suche eine Sorte die meinen Bedürfnissen besonders entspricht. So möchte ich Blumenkohl lieber im Sommer ernten und das eher im zeitigen als dann im Herbst. Da habe ich persönlich lieber den Wirsing anstatt ihn schon im Sommer zu haben. Wenn ich die Sorte beschrieben bekomme und deren Kulturdauer und Erntezeitpunkte kann ich viel besser auswählen. Allerdings muß ich dann auch zu der Zeit sähen, zu der meine Sorte gesät wird.  Den Blumenkohl dann eben doch schon im März statt im Mai oder Juni. Beim Lauch und Lagerkohl nehme ich eine Sorte die auch Frost verträgt, damit ich im Herbst nicht in Stress komme sie davor reinholen und dann wieder nicht richtig Lagern zu können. Außerdem ist mir noch wichtig, daß die Ernte der einzelnen Gemüsesorten nicht auf einen Schlag reif ist. Ich denke etwa an  Buschbohnen oder Tomaten. Für industrielle Verarbeitung wäre genau das wichtig, daß man erntet und verarbeitet. Marktgärtner und Hobbygärtner allerdings ernten ja lieber über einen längeren Zeitraum und dann lieber weniger, so dass es gleich verbraucht werden kann. Man braucht dann auch keine Großküchenutensilien um mit der Verarbeitung der Ernte fertig zu werden.

Diese Möglichkeiten habe ich beim Bingenheimer Saatgut. Die Kehrseite der  Medaille ist dann allerdings eine sehr große Auswahl an Sorten einer Gemüsesorte. Da muß man sich erst einmal in Ruhe damit befassen. Ich kreuze mir dann an für welche Sorte ich mich entscheide und werde demnächst bestellen. Wenn dann die Samen kommen muß ich mit dem Katalog allerdings auch auf die Tütchen schreiben, wann genau die gesät und gepflanzt wird. Ob ich sie im Sommer für eine  Herbsternte vielleicht noch einmal sähen kann. Leider steht das nicht auf den Tütchen, das vermisse ich als Hobbygärtner sehr. Sie wollten das einmal ändern und haben schon einzelne Sorten so beschriftet, wie man es von anderen Samenlieferanten gewohnt ist. Diese Tütchen findet man dann auch öfters in den Bioläden zum Kauf.

Und da ich dieses Jahr möglichst viel selbst sähen und vorziehen will habe ich ganz schön zu studieren und zu entscheiden. Aber noch habe ich ja die Zeit dazu. Auch ein schönes Unterfangen für die tristen Wintertage.

Auch wenn der Winter gerade Pause zu machen scheint. Die Temperaturen sind eher frühlingshaft. Das allerdings spart mir Heizkosten für mein Palmenhaus. Es gibt eben keinen Schaden aus dem man keinen Nutzen ziehen kann. Im Palmenhaus blühen die Geranien.
blühende Geranien im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
blühende Geranien im Winterquartier


Und dass ich die Banane vor dem Einräumen deutlich auf etwa 1m hohe Stammstrünke gekappt habe (und sie damit aller Blätter beraubt habe) sieht man ihr schon lange nicht mehr an.
Banane im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Banane im Winterquartier
Die Andenbeere treibt auch wie üblich schon wieder kräftig durch.
Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Andenbeere
Die Tage haben wir bei der  Tante diskutiert, wie die Agapanthus wohl am besten überwintert wird. Meine hat schon alle Blätter abgeworfen und die der Tante  hat noch alle. Eine Internetrecherche hat uns dann bestätigt, dass sie eher kühl gehalten werden sollte. Wenn sie warm steht blüht sie im Folgejahr nicht. Unter 10 Grad sollte sie stehen. Also da muß ich sie aus meinem Palmenhaus noch rausräumen und in die nebenliegende unbeheizte Werkstatt stellen, damit sie noch ihre Kälte abbekommt. Also wenn es dann eben draußen auch kälter wird. Im Palmenhaus halte ich die Temperatur zwischen 10 und 12 Grad.


Agapanthus im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Agapanthus



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