Sonntag, 1. Dezember 2013

Plätzchen für die Vögel

Heute ist der 1. Advent. Die Weihnachtsbeleuchtung erhellen bereits die dunklen Abendstunden und bei mir ist seit einiger Zeit auch schon das Weihnachtsgefühl am Wachsen und Gedeihen. Die ersten Plätzchen und Stollen sind gebacken. Heute hatte ich nicht viel Zeit. Aber die Zutaten sind alle schon im Keller vorhanden und gesammelt. Ich mache "Plätzchen" für die Vögel. Die sollen ja auch etwas Leckeres zum Advent haben.

Ich habe beim Discounter festes Pflanzenfett in der Stange gekauft und ein paar Eimer Vogelfuttermix stehen auch schon daheim. Darin sind diverse Nüsse in Tüten und Säckchen, kerniges Futter und eine Haferflockenmischung. Dann habe ich noch im Baumarkt Fichtenzapfen kaufen müssen. Sonst hatte ich immer im Herbst beim Gassigehen die hiesigen kleinen Kiefernzapfen als Dekoration gesammelt. Nach unserem Umzug habe ich eine andere Runde und dort wachsen keine Kiefern. Jetzt musste ich tatsächlich welche kaufen. Das wird nächstes Jahr wieder anders.

Vogelfutter für die "Vogel-Plätzchen" (c) by Joachim Wenk
Vogelfutter für die "Vogel-Plätzchen"
Das Pflanzenfett schmelze ich einem großen Topf und gebe das Vogelfutter dazu. Ich habe 1kg Vogelfutter, gemischt aus den Nüssen, Körner und  Flocken. Dazu nehme ich 800g Fett. Jetzt stelle ich den Topf ins Freie. Dort kühlt er am schnellsten wieder aus. Denn ich brauche die Masse schon fast wieder fest zum weiter Verarbeiten.


Futter-Fett-Mischung beim Auskühlen (c) by Joachim Wenk
Futter-Fett-Mischung 
Das dauert auch im Freien eine gewisse Zeit. Inzwischen binde ich Schnüre an die Kiefernzapfen, oben an die Spitze. Die knote ich zu Schlaufen, an denen man die  Plätzchen für die Vögel dann aufhängen kann. Und was muß ich beim Knoten feststellen? Scheinbar war die Luftfeuchte recht hoch die letzte Zeit. Jedenfalls sind die Kiefernzapfen ziemlich zu gegangen. Das ist schlecht, denn so bekomme ich ja keine Futtermischung hinein. Also ab in den Backofen bei 50°C und leicht geöffneter Tür zum Trocknen.

Ich  habe auch eine Papprolle von Postern in Scheiben geschnitten. Diese Ringe befülle ich auch mit der Masse. Hier knote ich dann nach dem Erkalten eine Schnur mit Schlaufe zum Aufhängen dran. Die Masse bleibt ja weich und kann leicht zum Durchfädeln der Schnur durchstoßen werden. Ein Löffelstiel ist ein praktisches Werkzeug dazu.

"Weihnachtsplätzechen" für die Vögel (c) by Joachim Wenk
"Weihnachtsplätzchen für die Vögel"
Jetzt lasse ich alles liegen, bis es gar fest geworden ist. Die Zapfen werden noch mit  bunten Schleifen aus Geschenkband verziert und in Klarsichtgeschenkfolie verpackt. Das sind kleine Mitbringsel für liebe Menschen und deren Vögel. Die Ringe hänge ich bei mir im Garten auf. Das Futterhaus steht auch schon und im Gemüsegarten hängt ein weiteres, neu angeschafftes.

Die Vögel sollen sich schließlich in meinem Garten wohl fühlen und auch im Frühjahr und im Sommer wieder da sein.

Ich weiß noch genau, wie dieses Frühjahr die Nachbarin klagte, daß so viele Läuse auf den frischen Trieben der Rosen sind. Ich hatte da bei  mir auch schon die Läuse entdeckt. Ich riet ihr aber, nichts zu spritzen. Es war schließlich Frühling und die Vögel brüteten. Das bedeutete, daß bald großer Nahrungsbedarf besteht. Ich habe jedenfalls nicht gespritzt und bis ich wieder an die Läuse dachte, waren auch keine mehr da. Ich denke die haben sicher sehr gut geschmeckt und für kräftigen Nachwuchs gesorgt.

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