Sonntag, 17. November 2013

Die Herbstruhe ist eingetreten.

Ausführlich habe ich darüber berichtet, wie wichtig es ist im Winter sich auf die Ruhe und Zwangspause einzulassen. Heute beim Rundgang durch den Garten habe ich gemerkt, daß bei mir die Herbstruhe jetzt eingetreten ist. Keine Sorge mehr, wie das Wetter wird in Anbetracht des noch zu erledigenden.

Ruhe, Gelassenheit und Entspannung habe ich gefühlt. Und ein sehr schönes weiteres Gefühl habe ich wahrgenommen: Die Freude auf das Frühjahr. Plötzlich war mir bewusst das "als nächstes" meine vielen versteckten Blumenzwiebeln blühen werden. Ich ging an meiner kürzlich gepflanzten Ramblerrose vorbei. Hübsch geschmückt mit 3 winzigen runden Hagebutten und mir war klar, daß die diesmal sicher kräftig durchtreibt im Frühjahr. Die Vorgängerin pflanzte ich im Frühjahr und der Zeitpunkt und starker Frost haben sie nicht zu Kräften kommen lassen. Diese jetzt sieht vielversprechen aus. Auch der eine jetzt vor kurzem neu erschienene Trieb der anderen Ramblerrose könnte den Winter überleben, er sieht schon reifer aus als ich es hätte vermutet. Ja diesem Gefühl habe ich mich mit Wonne hingegeben. Jetzt kann und muß ich gerade nichts tun. Jetzt geschieht alles ohne mein Zutun. Die Quitten können in Ruhe anwurzeln, die Blumenzwiebeln unterirdisch anwachsen, die gepflanzten Stauden vom Herbst sammeln Kraft. So wie ich. Jetzt genieße ich die ruhige Zeit und die Vorfreude.

So habe ich auch ganz ohne Hektik und Streß heute wieder einen Grünkohl geerntet, geputzt, blanchiert, geschnitten und eingefroren. Immer wieder einen und so wird auch diese Arbeit erledigt. Zum Mittag gab es wunderbaren Rosenkohl mit Kartoffelbrei. Alles aus eigener  Ernte. Meine Winterrettiche ernte ich auch Stück für Stück nebenbei. Das Laub kommt in meinen täglichen grünen Smoothie und der Rettich in die Kiste mit feuchtem Torf oder auf den Tisch.

Meine Kübelpflanzen sind alle bis zum Frühjahr im Palmenhaus gut versorgt. Regelmäßige Kontrolle (gestern habe ich die Läuse am Rosmarin gespritzt), abgefallenes Laub wegkehren, einmal die Woche gießen und immer wieder nett mit ihnen reden. Das sind die momentanen Tätigkeiten. Gestern war unser Elektriker zur Ortsbesichtigung da. Es ist zu feucht im Palmenhaus. Die Fenster total nass. Bevor der Schimmel kommt muß was geschehen. Jetzt wird über der Tür ein Ventilator eingebaut der die Feuchte nach draußen bringt. Wir wollten ihn an eine Zeitschaltuhr angeschlossen haben, daß er ein oder zweimal am Tag lüftet. Aber wir ahnten ja nicht, was technisch möglich ist! Jetzt bekommen wir einen Ventilator, wie er in modernen Bädern verbaut wird. Der erkennt selbst die Luftfeuchte und schaltet sich an und aus. Müssen wir nur eine Luftfeuchte wählen die verträglich ist und alles geht automatisch. Die Kosten sind auch sehr bezahlbar. Das freut uns. Es hätte sogar super morderne Ventilatoren gegeben, die die Wärme der Abluft wieder zurück in den Raum führen. Da der aber etwa 10x so teuer ist, wie der Einfache, haben wir uns für den mit Feuchtesensor entschieden. Ich bin gespannt wie der funktioniert.

Hier seht ihr, daß es ganz offensichtlich zu feucht ist.

zu hohe Luftfeuchte im Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
zu hohe Luftfeuchte im Palmenhaus

zu hohe Luftfeuchte im Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
zu hohe Luftfeuchte im Palmenhaus 

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