Mittwoch, 16. Oktober 2013

Möbel für den Hüttenzauber und der Beginn der Kartoffelernte

Heute haben wir einiges erledigt, zwar für den Garten aber nicht im Garten. Wir haben einen sehr schönen rustikalen Raum neben der Werkstatt, den wir Hüttenzauber nennen. Dort feiern wir mit Besuch und lieben Menschen. Sommer oder Winter, Regen oder Schnee, egal wie das Wetter ist, dort können wir immer im Garten sitzen und sind vollkommen geschützt. Durch die Rundum-Fenster haben wir immer den Blick in den Garten. Wenn es kalt wird schüren wir den Kaminofen und können so auch im Winter zum Beispiel an Silvester wunderbar mit Freunden zusammen sitzen. Nun haben wir heute neue Möbel für den Hüttenzauber transportiert. Unsere langjährige Stammgaststätte im Dorf hat dieses Jahr geschlossen. Und von dort konnten wir eine Eckbank, sehr stabile und schön gepolsterte (das ist bequemer an langen Abenden) Stühle, einen großen Tisch und die Stammtischlampe günstig erstehen. Heute haben wir das alles abgebaut und heim transportiert.

Da war der Tag schnell vorüber. Ich wollte aber unbedingt irgendetwas auch im Garten machen. Das Wetter war sehr trist und trübe und ich fühlte mich  nicht so ganz auf dem Damm. Große Projekte konnte ich also ohnehin heute nicht starten. Aber ich habe gesehen, daß meine Kartoffeln teilweise wohl doch anfangen gelb zu werden. Da sie ja nicht weiter reifen, habe ich 2 Beete Kartoffeln geerntet. Der Boden ist sehr feucht. Aber ich bin wirklich sehr positiv überrascht. Er ist nicht klebrig-baazig sondern fast krümelig. Trotz des hohen Lehmanteils und der Tatsache dass ich erst im 2. Anbaujahr bin. Vorher war es über 30 Jahre der Hühnerlauf und der Boden muß sich erst aufbauen und kultiviert werden. Das ist mir wohl schon ganz schön gelungen, denn diese Beobachtung habe ich dieses Jahr schon ein paar Mal gemacht.

Jetzt also zu den Kartoffeln. Sie sind der Wahnsinn. So große Kartoffeln hatte ich noch nie. Und das Kraut gesund bis Oktober in einem super extrem feuchten Jahr. Auf meinem Feldgarten hatte ich wie schon erwähnt die letzten Jahre immer Braunfäule und konnte mit Mühe ein paar Frühkartoffeln ernten. Und das auch in trockenen Jahren. Jetzt habe ich die dagegen widerstandsfähigen Sorten Orla (früh), Setanta (mittelfrüh), Cara (spät) und Sarpo Mira (spät) gesetzt und die haben gleich im ersten Jahr ihre Feuerprobe absolut bestanden. Ich habe mir auch Reihe für Reihe aufgeschrieben, welche Sorte das jeweils ist. Ich will ja wissen, welche mir am besten schmecken, bei mir am besten wachsen. Nun - wenn ich meine heutige Ernte betrachte, so sollten es 2 verschiedene Sorten sein. Dumm, jetzt habe ich alles in eine Kiste geschüttet, denn sie sahen alle gleich aus. Irgendwo muß mir da wohl ein Fehler passiert sein. Andererseits haben Setanta und Sarpo Mira rote oder rötliche Schalen. Die Cara hat helle Haut und die habe ich auch erkannt. Jetzt müssen die erste einmal abtrocknen und dann kommen sie in den Keller. Meine Frühkartoffeln, die Orla genießen wir schon seit vielen Wochen. Die brachten auch eine sehr schöne Ernte.
Sarpo Mira oder Setanta (c) by Joachim Wenk
Sarpo Mira oder Setanta, das muß ich noch klären

Kartoffel Cara (c) by Joachim Wenk
Cara

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