Freitag, 13. September 2013

herbstlicher Gemüsegarten steckt voller Leben und Energie


Hier sieht man meine Herbstsalate ausgepflanzt nach 4 Tagen. Sie sind gut angegangen und bereits gewachsen. Ich glaube sie mögen die Feuchtigkeit und die Kälte macht ihnen weniger aus als Hitze glaube ich.
Herbstsalat Mizuna 4 Tage nach Auspflanzung (c) by Joachim Wenk
Herbstsalat Mizuna 4 Tage nach Auspflanzung

Herbstsalat Red Giant 4 Tage nach Auspflanzung (C) by Joachim Wenk
Herbstsalat Red Giant 4 Tage nach Auspflanzung
Und ebenfalls im Schneckenzaun, der übrigens noch immer schneckenfrei ist, eine echt starke Barriere, wachsen meine Kohlrabi hier mitte-links im Bild und rechts die Winterrettiche. Auf letztere bin ich schon gespannt. Wenn ich doch nur bessere Lagermöglichkeiten hätte.
Kohlrabi und Winterrettiche (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi und Winterrettiche 
Und hier seht ihr meinen Grünkohl. Er fängt jetzt erst richtig an zu wachsen. Die Plage "weiße Fliege" ist besiegt. Keine Fliege und keine Eier mehr auf den Pflanzen. Oder besser gesagt unter den Blättern. Das regelmäßige und gezielte Blattunterseite-Spritzen mit Niemöl hat super gewirkt. Ich werde dieses Öl auch kommendes Jahr spritzen, wenn keine weißen Fliegen vorhanden sein sollten. Warum? Weil der starke Eigengeruch des Niemöls auf den Pflanzen haftet und damit offensichtlich die Kohlweißlinge verwirrt und allergrößtenteils von der Eiablage abhält. Früher hatte ich immer Unmengen Raupen am Grünkohl und großen Schaden durch deren Fraß, bis ich dann alle abgesammelt hatte und sich der Kohl im Herbst erholte und zu wachsen begann. Dieses Jahr hatte nur höchstens 5 Maden auf allen Pflanzen zusammen und ein Gelege habe ich gefunden. Beides sofort beseitigt und keinerlei Fraßschaden. Ich bin sicher dass es am stark riechenden Niemöl lag, denn Kohlweißlingen sind den ganzen Sommer mehr als ausreichend im Gemüsegarten geflogen. Und Gemüsegitterfleece gegen den Schemtterling habe ich zwar daheim, aber wenn ich sie darüber mache sehe ich nicht mehr wenn schon Raupen zu fressen beginnen, ob weiße Fliegen da sind oder die Schnecken. Daher lasse ich den Kohl lieber offen da stehen. Letztes Jahr hatte ich auch wundervollen Grünkohl und habe erst im Herbst gemerkt, dass die weiße Fliege die kompletten Blattunterseiten besiedelte. Damit musste die komplette Ernte vernichtet werden. 1 Jahr Arbeit und warten umsonst. Das verletzt einen schon und der Gärtnerstolz sorgt dafür dass es nicht wieder passiert, daß man so etwas übersieht und versäumt rechtzeitig zu intervenieren. Diese Jahr jedenfalls wird es Grünkohl geben. 

Grünkohl im September (c) by Joachim Wenk
Grünkohl im September
Als ich im Sommer die Mairüben aberntete war der Boden brach gelegen. Als Biogärtner gefällt mir das garnicht. Zum Mulchen hatte ich wegen der Trockenheit keinen Grasschnitt, welchen ich auch nicht verteilen hätte wollen um nicht wieder Schnecken anzuziehen. Aber ich hatte ja noch ein paar Päckchen Gründungsamen im Frühjahr mitbestellt. Sommerwicke. Viel Grünmasse und starke Durchwurzelung heißt es da auf der Beschreibung. Die könnte ich hier sähen. Das Beet war im März noch Wiese, das heißt der Boden kann noch etwas Lockerung und durch diese Leguminose auch Stickstoffanreicherung vertragen. Ich habe sie gesät, aber sie keimte lange nicht. Es war einfach zu trocken. Jetzt, da es kühler und feuchter ist lief sie doch noch sehr schön aus und gedeiht zwischen Grünkohl und Mangold. Eine schöne schützende Decke für den brachen Boden  zwischen den Reihen. Sie hat auch eine schöne Größe, einerseits tatsächlich schön Grünmasse andererseits nicht alles-überwuchernd, sondern im Hintergrund bleibend.
Gründung Sommerwicke (c) by Joachim Wenk
Gründung Sommerwicke
Auf einem anderen freien Stück Fläche habe ich Ölrettich gesät. Ebenfalls eine Gründungung zur tiefen Lockerung des Bodens und auch (durch die Senföle) "desinfizierend". So habe ich es gelesen. Ich weiß, daß die Öle beim Menschen auch eine keimtötende Wirkung (z.B. Rettichsaft bei Husten  und Erkältung) haben. Warum dann nicht im Boden? Weil ich im Sommer nichts anbauen konnte ohne dass die Schnecken es sofort und zu 100% auffressen habe ich Gründung gesät. Den haben sie nicht gefressen und jetzt gedeiht er, auch wegen der kühlen Feuchte super prächtig. Das tut dem Boden sicher gut. 
Gründung Ölrettich (c) by Joachim Wenk
Gründung Ölrettich
Aber natürlich habe ich nicht nur Gründung angebaut. Hier wächst mein Spinat

Spinat (c) by Joachim Wenk
Spinat
Hier habe ich Winterportulak und Feldsalat gesät. Weil die Amsel immer im lockeren Boden scharrt habe ich die Rankgitter von den Erbsen darauf gelegt, das gefällt ihr nicht und die Saat kann in Ruhe aufgehen - wenn sie denn mal aufgeht.
Schutz vor der Amsel im frisch Gesäten (c) by Joachim Wenk
Schutz vor der  Amsel im frisch  Gesäten

Ebenfalls schon selbst gesäte und verpflanzte Kohlrabi, davor steht Schnittknoblauch den ich auch einmal ausprobiere, wie er wird. Leider ist nicht viel aufgegangen und so habe ich nur ein paar Horste, die erst jetzt richtig anfangen zu wachsen.
Kohlrabi und Schnittknoblauch (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi und Schnittknoblauch
Dann habe ich ja versucht meine Herbstsalate auch gleich vor Ort ins Freie zu sähen. Das ist glaube ich auch der übliche Weg, nur ich bin noch so traumatisiert von den Schnecken im Sommer, daß ich mich nichts mehr außerhalb des Schneckenzaunes anbauen traue. Mizuna und Red Giant sowie Spinat sind aufgegangen. Jetzt bin ich gespannt, ob die Schnecken mir etwas übrig lassen. Drückt mir bitte die Daumen!
Mizuna direkt ins Beet gesät (C) by Joachim Wenk
Mizuna direkt ins Beet gesät

Mizuna, Red Giant und Spinat direkt ins Beet gesät

Kohlrabi (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi
Zum ersten Mal habe ich auch den als "Salat" zu verwendenden Hirschhornwegerich gesät. Es hat lange gedauert, aber jetzt sind die Horste schön entwickelt und ich ernte immer wieder davon für meine grünen Smoothies. Der Geschmack ist wirklich gut, schöne feste Konsistenz. Angeblich vermehrt er sich selbst. Mal sehen. Wenn ich einmal wieder Salat zum Essen habe wird auch immer ein bisschen Hirschhornwegerich hinein kommen. Er sieht auch wirklich hübsch aus. Am Beet und sicher auch auf dem Salatteller.
Hirschhornwegerich (c) by Joachim Wenk
Hirschhornwegerich
Ebenfalls zum ersten Mal angebaut habe ich Blatt-Sellerie. Ich kannte Sellerie (der wieder nichts wurde, die Knollen waren faustgroß und sind dann verfault) und Bleichsellerie. Aber Blattsellerie kannte ich nicht. Da ich Sellerieblätter brauche für meine selbstgemachte instant-Gemüsebrühe und auch sonst zum Würzen (im Flammkuchen oder Strudelteig, in Aufläufen, im Kräutersalz  und so weiter) dachte ich mir, dass die zu mir passt. Sie hat sehr lange gebraucht bis sie richtig wuchs.  Jetzt fängt sie an. Wohl etwas spät. Aber ein paar Blättchen habe ich schon geerntet. Vielleicht wächst noch etwas und ich schneide sie dann im Herbst komplett ab und trockne sie. Das wird wohl dieses Jahr das Vernünftigste sein.
Blattsellerie (c) by Joachim Wenk
Blattsellerie
Meine Hokaido-Kürbisse tragen auch schön. Die haben die Schneckenplage gut überlebt.

Hokaido-Kürbis im Regen (c) by Joachim Wenk
Hokaido Kürbis im Regen

Und zum Schluß noch ein Überblick über den Gemüsegarten. Der hier vordere Teil war ehemals für etliche Jahrzehnte der Hühnerlauf. Die Wege habe ich verlegt, der zentrale Wasserhahn war schon da. rechts im Bild sieht man ein kleines Häuschen. Das war der Hühnerstall. Er ist für mich jetzt sehr praktisch, hier sind die "täglich" benötigten Gartengeräte nahe am Garten deponiert. Der Rest ist außerhalb des eingezäunten Gemüsegartens untergebracht. Aber da müsste ich immer laufen um hin zu kommen. Hier habe ich sie immer griffbereit. Ob mein Wein einmal der vorgegebenen Rankhilfe folgen wird? Es ist ein wirklich langsamer Wein, aber immerhin hat er letztes Jahr den Umzug überlebt.


Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten

Hier sieht man rechts das zuerst angelegte kleine Schneckenzaunbeet. Darin stehen die beschriebenen Kohlrabi, Blattsellerie, Hirschhornwegerich, Schnittknoblauch und Winterrettiche. 2 Pastinaken sind auch darin. Die habe ich im Frühjahr 2x gesät und nichts ging auf. Schade.... Hinten sieht man das "Häusle" und rechts daneben die Fläche ist eingezäunt mit Schneckenzaun. Dort wachsen der Grünkohl, Mangold, Winterrettiche, Herbstsalate und Kohlrabi.
Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten
Und hier sieht man links das Palmenüberwinterungshaus, dahinter der Raum für Gartengeräte
Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten 

So nun habe ich euch wieder teilhaben lassen an meinem geliebten Hobby. Jetzt ist es schon spät und ich denke wir werden erst einmal Abendessen. Gute Nacht und bis die Tage

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