Sonntag, 8. September 2013

Entspannte Geschäftigkeit

Es ist Samstag. Die Sonne scheint. Es ist ein herrlicher Spätsommertag. Der Wetterbericht behauptet, daß heute erst einmal der letzte schöne Tag ist, dann kommt Regen (wäre für meinen Garten kein Schaden) und es wird deutlich kälter. Also erst einmal in aller Ruhe das Frühstück, dann müssen die Hunde Gassi und ab geht es in den Garten. Es ist viel zu tun, wir überlegen die zeitliche Abfolge. Heute ist Samstag, da kann man noch mit den Maschinen Krach machen. Also wir gehackt und gesät und gegossen morgen am Sonntag.
Aber meine neuen Stauden will ich heute noch pflanzen. Ich setzte mich auf die Hollywoodschaukel mit den  Ausdrucken der einzelnen Stauden, die ich bestellt hatte. Welche benötigt wieviel Platz und welchen Standort? Danach geht es los. Bewaffnet mit Schäufelchen und den Stauden. Ich lege die Töpfe an die vorgesehenen Stellen und stelle mir vor, wie sie dort in voller Größe und Blüte stehen.  Ein wenig hin oder hergerutscht und dann eingegraben. Da es relativ trocken ist werden etliche Gießkannen geschleppt und die neuen Bewohner des Gartens ordentlich eingeschlämmt. Da ich lauter Pflanzen habe, die laut Beschreibung und/oder eigener Erfahrung nicht von Schnecken gefressen werden ist das alles eine sehr entspannte Angelegenheit. Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn sie schön treiben und blühen.

2 verschiedene Wiesenrauten habe ich in das Beet neben der Fliederfläche gesetzt.Weil auf den Fotos beide fast die gleichen Blüten haben und ich mich nicht entscheiden konnte habe von jeder eine genommen. Sie nennen sich Chinawiesenraute und prächtige Wiesenraute. Sie werden hoch genug (1,8-2m), damit sie sichtbar sind und zur Geltung kommen. Ich habe seit vielen Jahren so eine Wiesenraute im Palmenkübel. Dort treibt sie schon im März und beginnt zu blühen und blüht dann ununterbrochen bis die Palme eingeräumt wird und ich sie abschneide. Herrliche, faszinierende Blüten.

Wiesenraute (c) by Joachim Wenk
Wiesenraute Thalictrum delavaya und rochebrunnianum
 Der Storchschnabel mit dann blauen Blüten wird auch fast einen Meter hoch und damit wird er sich wohl neben dem Flieder behaupten können. Er steht neben dem beleuchteten Brunnen und wir dort mit den leichten, gefiederten Blättern und blauen Blüten gut zum plätschernden Wasser passen. Hoffe ich...
Storchschnabel(c) by Joachim Wenk
Storchschnabel Geranium Collinum Hybr. "Nimbus"
Vom Wiesenknopf habe ich in der aktuellen "Landlust" gelesen und war begeistert. Daher habe ich recherchiert, wer ihn im Sortiment hat. Nun gut aus den 2 Pflanzen Wiesenknopf die ich eigentlich bestellen wollte sind eben 16 Pflanzen geworden. Wer kennt das nicht....

Purpurwiesenknopf (c) by Joachim Wenk
Purpur-Wiesenknopf Sanguisorba officinalis "Tanna"
Beim Stöbern auf der Gärtner-Internetseite entdeckte ich eine für mich neue Staude. Eine Staudenwicke. Ich liebe Wicken. Letztes Jahr hatte junge Pflanzen geschenkt bekommen und an den Zaun zu den Himbeeren gepflanzt. Sehr schöne Blüten waren das. Ich habe auch Samen genommen und dieses Jahr wieder gesät im Garten verteilt. Aber leider ging keine einzige auf. Jetzt sehe ich, daß es die auch als Staude gibt. Gut sie hat einen Nachteil gegenüber den einjährigen, sie riecht nicht. Das ist  schade, aber ich habe einmal eine genommen und ins neue Staudenbeet vor dem Gemüsegarten gesetzt. Dort ist zwischen 2 Asternstauden noch Platz am Zaun frei, dort kann sie Ranken. Vielleicht vermischt sie sich ein wenig mir der blauen Clematis daneben. Es würde jedenfalls passen.

Staudenwicke (c) by Joachim Wenk
Staudenwicke Lathyrus latifolius "Rosa Perle"
 Vor kurzem habe ich, wie berichtet, ja beim Obi eine Herbstanemone gekauft. Sie blüht so schön romantisch altrosa. Die Schnecken mögen sie nicht und sie blüht jetzt im Herbst. Da fehlte noch etwas im Staudenbeet.Weil ich mich in diese Stauden verguckt habe, sind natürlich 2 weitere dazu gekommen. Eine weiße Herbstanemone namens Anemone hupehensis fo. alba und eine Anemone tomentosa "Serenade" in Rosa. Die gesellen sich nun zu der vom Obi und werden dann nächstes Jahr im lichten Schatten unterm Walnussbaum  schöne Farbtuper setzten.
Herbstanemone (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone
 Dann kommen noch die Stauden für Sonne und eher trockene Standorte. Diese werde ich künftig ausschließlich für mein trockenes Sonnenbeet neben der Garagenauffahrt (Süd-West-Hang) nehmen. Dort habe ich jeden Sommer das Problem extremer Trockenheit. Gießwasser fließt den Hang runter und regnen tuts ja monatelang nicht. Dieses Jahr waren schon die Schwitzschläuche eine große Hilfe. Nun werde ich dort also auch noch Stauden ansiedeln, die trockene Hitze mögen, dann sollte auch hier ein Sorgenkind beseitigt sein.

Kateznminze habe ich gepflanzt. Die habe ich schon immer auch in Kübelpflanzen gehabt. Blüht dauernd, schönes Blau und ist recht  pflegeleicht. Eine blüht auch schon den ganzen Sommer hinten im neuen Staudenbeet.
Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Katzenminze Nepeta racemosa "Superba"
 Und weil ja in dem Beet und das Thema Lila und Gelb ein wichtig Rolle spielt, habe ich noch Färberkamillen in Gelbtönen (Anthemis tinctoria "Dwarf form" und "Susanna Mitchel") und die Purpur-Witwenblume (Knautia macedonia) dazu gepflanzt.

Färberkamillen und Purpurwitwenblume (c) by Joachim Wenk
Färberkamillen und Purpur Witwenblume
Nach der Pflanzaktion kamen die gröberen Arbeiten, die noch vor dem schlechten Wetter in den kommenden Tagen erledigt werden mußten.

Mit der Motorsense haben wir den Steilhang zwischen der Zufahrt zu unserem Grundstück und der Dorfstraße gemäht. Vor dem Gartenzaun haben wir auch mal wieder Ordnung gemacht. Dann wurde der Rasen im Garten und bei den Weihern gemäht. Wenn schon die Motorsense ausgepackt ist, habe ich auch gleich die ganzen Rasenkanten zum Zaun, zu den Mäuerchen etc. geschnitten. Schließlich war noch der ganze Heckenschnitt vom Mittwoch zu häckseln. Davor aber wurde auf der Bank vor dem Palmenhaus Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und die Sonne und das schöne Wetter genossen.
Ich dachte ja nicht, daß ich den Berg an Heckenschnitt heute schaffe, aber ich habe alles gehäckselt und auf dem Kompost und als Mulch im Gemüsegarten verteilt. Der Grünkohl bekam etwas Mulch ab. Und sonst abgeerntete Flächen, bei denen die Schnecken, die sich unter dem groben Mulch aufhalten. Die Schnecken sind der Nachteil beim Mulchen, da muß ich künftig mehr aufpassen und weniger mulchen. Aber der Boden darunter ist sehr gut, feucht und voller Regenwürmer. Außerdem spart man sich das Verkomposten und dann Kompost verteilen.

Heckenschnitt häckseln (c) by Joachim Wenk
Heckenschnitt häckseln

gehäckselter Heckenschnitt als Mulch unterm Grünkohl (c) by Joachim Wenk
Heckenschnitt gehäckselt als Mulch unterm Grünkohl 

gehäckselter Heckenschnitt als Mulch
gehäckselter Heckenschnitt als Mulch

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