Sonntag, 29. September 2013

Ein Samstag am Land

Heute war Samstag, der Tag auf den ich mich die ganze Woche freue. Und es war ein schöner Tag. Nach meinem ruhigen Frühstück warte ich darauf, daß sich das Wetter den Vorhersagen für den Tag anpasst. Im Moment ist es noch neblig und kalt. Es soll heute sonnig werden. Ich habe einige Arbeiten im Garten vor. Bis dahin erledigen wir noch das eine oder andere. Ein Kurzbesuch bei der Schwägerin (das übrige Hundefutter vom Charly muß noch abgeholt werden). Im Auto ist noch Krempel für den Wertstoffhof, der heute offen hat. Dann müssen noch die Tabletten für meinen Hund bei der Tierärztin abgeholt werden. Dann ab in den Lebensmittelladen. Wir brauchen noch Zutaten für den Kuchen, den wir für morgen aufs Fest mitbringen sollen. Und im Laden trifft man schließlich noch weitere Bekannte, die auch genau aus dem selben Grund wie wir da sind: der Kuchen für morgen. Wir erfahren dass die, die gerade nicht da sind bereits vorher da waren. Es ist schön, nicht anonym irgendwo zu leben!  Ein paar Worte zum morgigen Tag, dann müssen wir weiter. Daheim wird ausgeladen, wir stellen fest dass wir die Fahrt in die Werkstatt vergessen hatten. Gut dann müssen wir eben Montag telefonieren. Ich koche uns eigene Bohnen mit eigenen Kartoffeln und Bio-Rindersteaks vom eigenen Cousin. Es war sehr lecker, dann gehen wir in den Garten.

Der Rasen muß gemäht werden. Er ist jetzt fast abgetrocknet. Dummerweise passiert beim "Ausparken" des Aufsitzmähers ein Unfall und nun ist das Rad abgerissen. Das bedeutet, der Rasen muß mit dem normalen Rasenmäher gemäht werden. Das kann dauern. Ich kümmere mich inzwischen um meine Kübelpflanzen. Den Drachenbaum von den Canaren soll jetzt schon rein. Im Frühjahr war es ein Prachtstück wie er über den Winter gekommen ist. Dann kam der super kalte Mai und alle Blätter haben Schaden genommen. Seither sind sie rot gesprenkelt. Dass das nicht wieder passiert, räume ich ihn ein.

Unseren Rosmarinstamm, den wir im Juni geschenkt bekommen haben hole ich auch schon ins Haus. Der ist so schön, den möchte ich nicht an den Frost verlieren.

Den Jasmin hole ich auch ins Haus. Angeblich kann er draußen bleiben bis es dauerhaft unter 5°C sinkt, aber da es nachts nun sogar schon 0°C werden sollen traue ich nicht. Den habe ich seit vielen vielen Jahren. Den ganzen Sommer wuchert er und steht unbemerkt irgendwo bei den Kübelpflanzen. Das klingt nicht sehr reizvoll und dennoch ist er mir heilig. Im Winterquartier blüht er jedes Jahr (!) genau zu Weihnachten, erfüllt den ganzen Raum mit seinem schweren süßen Duft und hört nicht auf zu blühen bis vielleicht Ende April. Der kommt dann auch wieder in den beheizten aber kühlen Vorbau, vor der Haustür, damit man ihn immer sehen und vor allem riechen kann.

Dann ist da noch dieser Kaktus. 2003 als ein einzelnes Ohr von Rhodos mitgebracht. Wie viel Kälte der verträgt habe ich keine Ahnung. Auch weiß ich nicht was es für einer ist. Ihr seht ihn unverkennbar hinten im unteren Bild. Und darunter sieht man die Mutter in Rhodos, wo ich den Ableger gemacht habe.

Ausgegraben habe ich, wie seit einigen Jahren, auch meine Zitronenverbene. Die steht im Sommer immer im Garten ausgepflanzt und im Herbst grabe ich sie aus, stutze sie ordentlich und setze sie in einen Topf. So überwintert sie erfolgreich bei kühlen Temperaturen aber immer über 0°C. Die abgeschnittenen Triebe habe ich auch gleich entblättert und die Blätter getrocknet. Ich liebe diesen zitronigen Tee. Die Blätter ernte ich im Sommer ein erstes Mal und dann beim Einräumen. Sie bereichern meinen selbst gesammelten Kräutertee mit frischem Aroma und der Erinnerung an Wärme und Sommer.

Schließlich hab noch mein San-Francisco Mammutbäumchen reingeholt, da es in den ersten Jahren frostfrei überwintert werden muß.

Zu guterletzt habe ich dann noch ein ebenfalls geschenktes Rosenstämmchen ausgepflanzt. Es hat ganz weiße  Blätter keinerlei Grün mehr zu erkennen. Treibt und knospet aber weiterhin. Ich wollte es im Topf lassen, daß ich es im Winter geschützt aufstellen kann um es vor dem Abfrieren zu bewahren. Aber so wie es aussieht geht es im Topf auf alle Fälle kaputt. Obwohl es ein Tontopf war scheint mir die Rose zu nass gewesen zu sein, sie hatte so gut wie keine Wurzeln. Jetzt bin ich gespannt, ob sie im Beet einwurzelt und ob sie den Winter überleben wird. Ich werde sie dann später mit Vlies umhüllen.



Weihnachtssterne, Kaffeebaum, Rosmarinhochstamm (c) by Joachim Wenk
v.l.n.r. Weihnachtssterne, Kaffeebaum, Rosmarinhochstamm

Jasmin, Drachenbaum, Verbene, Ohrenkaktus (C) by Joachim Wenk
v.l.n.r. Jasmin, Drachenbaum, Verbene, Ohrenkaktus

Ohrenkaktus auf Rhodos (C) by Joachim Wenk
Mutter meines Kaktus


So und was ich sonst noch so alles angestellt habe an meinem sehr arbeitsreichen Samstag und was es so zu sehen gibt berichte ich dann morgen. Mann war ich Samstag Abend fertig. Ein ausführliches Workout im Fitnessstudio macht einen auch so kaputt glaube ich. Aber ich hatte viel bessere Luft und viel Sonne dabei. Müde und zufrieden falle ich nach kurzem Fernsehabend ins Bett. 

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